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themanwho

Der Österreichische Weg

7 Beiträge in diesem Thema

Gegen Rapid begann gestern folgende Elf (mit vier Ausländern)

Kuljic _Österreich_ - Sulimani _Österreich_

Dabac _Kroatien_ - Berchtold _Österreich_ - Henrique _Brasilien_ - Seo _Südkorea_

Schicker _Österreich_ - Kablar _Kroatien_ - M.Berger _Österreich_ - Brenner _Österreich_

HP Berger _Österreich_

Letzte Saison begann zumeist folgende Elf (zwei Ausländer):

Kuljic _Österreich_ - Sidibe _Senegal_

Lasnik _Österreich_ - Berchtold _Österreich_ - Angerschmid _Österreich_ - Brenner _Österreich_

Schicker _Österreich_ - Kablar _Kroatien_ - Glasner _Österreich_ - Schiemer _Österreich_

HP Berger _Österreich_

Mit Vukotic _Jugoslawien_ kommt nun also der fünfte Ausländer, der in der Startformation stehen könnte. Rastislav Michalik _Slowakei_ ist die Nummer Fünf, der sicher auch demnächst einen Platz in der Anfangsformation anstreben wird.

Die Frage, die sich für mich jetzt stellt, ist folgende:

Kann man es sich als kleine Mannschaft in der Bundesliga leisten, den österreichischen Weg zu gehen und dabei auf etwaige Qualität zu verzichten?

Wenn ich die aktuelle Mannschaft mit jener vergleiche, die 2002 die Herbstsaison als Vierter beendete, dann würde ich die aktuelle Mannschaft klar darüber stellen. Nur hatten wir damals mit Sidibe nur einen Ausländer im Kader, dieser war auch desöfteren nur auf der Bank.

Von den heurigen Neuzugängen sind (inkl. Vukotic) fünf Ausländer dabei, diesen sind sechs Österreicher gegenübergestellt (da fällt mir gerade auf, dass wir heuer mittlerweile schon 11 (!) Neuzugänge zu verzeichnen haben).

Wie steht ihr dazu? Ist es euch egal, oder findet ihr dass die Balance gegeben ist? Bekommt man Kicker von Bundesligaformat nur im Ausland, weil die hiesigen Spieler zuviel verlangen oder nicht vorhanden sind?

Auch Rasinger kam z.B. aus der Ersten Liga, ich wage es zu bezweifeln dass er nach Ried gekommen wäre, wenn er vorher schon in der Bundesliga aktiv gewesen wäre.

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Kann man es sich als kleine Mannschaft in der Bundesliga leisten, den österreichischen Weg zu gehen und dabei auf etwaige Qualität zu verzichten?

Eher nicht, Sturm geht zwar auch den "östereichischen" Weg, das ist aber vom Verein und von der Region her gesehen doch etwas anderes. Die Nachwuchsarbeit von Sturm ist zumindest zu der Zeit, als die jetzigen Spieler ausgebildet wurde, klar über unsere zu stellen. Sie haben dadurch und aus dem einfachen Grund, dass die Stadt Graz viel mehr Einwohner hat als unsere Region, ein viel größeres Ptenzial an Nachwuchsspielern, über die der ö. Weg hauptsächlich funktioniert. Ein junger und hoffnungsvoller "Einheimischer" wechselt dazu viel zu ungern zu einem Mittelständler wie wir es sind - wenn schon, dann muss es ein großer Klub sein, der sie mit Geld zuschüttet wie die Austria oder sie nehmen es locker und kicken lieber etwas unterklassiger, wo es sich auch noch gut verdienen lässt.

Wenn ich die aktuelle Mannschaft mit jener vergleiche, die 2002 die Herbstsaison als Vierter beendete, dann würde ich die aktuelle Mannschaft klar darüber stellen. Nur hatten wir damals mit Sidibe nur einen Ausländer im Kader, dieser war auch desöfteren nur auf der Bank.

Das sehe ich genauso, aber ich würde auch sagen, dass die Qualität der Liga insgesamt seit dem deutlich gestiegen ist. :ears:

Von den heurigen Neuzugängen sind (inkl. Vukotic) fünf Ausländer dabei, diesen sind sechs Österreicher gegenübergestellt (da fällt mir gerade auf, dass wir heuer mittlerweile schon 11 (!) Neuzugänge zu verzeichnen haben).

Wir haben leider nur die finanziellen Möglichkeiten, gute, aber aussortierte Österereicher (die Erfahrung in der höchsten Klasse besitzen) zu holen oder eben einen Ausländer.

Wie steht ihr dazu? Ist es euch egal, oder findet ihr dass die Balance gegeben ist? Bekommt man Kicker von Bundesligaformat nur im Ausland, weil die hiesigen Spieler zuviel verlangen oder nicht vorhanden sind?

Momentan ist die Balance, wie du so schön sagst, ganz gut gegeben. Das wird sich auch nicht großartig ändern, da HH stärker auf Österreicher setzt, als auf andere, da er mit ihnen leichter zusammen arbeiten kann. Sobald es sich ändert, holen wir auch keine Ausländer mehr. Mir persönlich ist es bis zu einer gewissen Grenze(etwa 8 bis 10 Fremdarbeiter, kommt aber auch ganz auf die Größe des Kaders an) ohnehin egal, obwohl ich doch lieber jemandem zujuble, der auch Bezug zur Region hat (so wie bei Angerschmid, Glasner und vorher Schiemer).

Auch Rasinger kam z.B. aus der Ersten Liga, ich wage es zu bezweifeln dass er nach Ried gekommen wäre, wenn er vorher schon in der Bundesliga aktiv gewesen wäre.

Es sei denn, er wäre aussortiert worden, wie Eder oder Kastner.

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bearbeitet von Megalomaniac

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das ist an und für sich ein schwieriges thema.

ein wichtiger punkt beim unterschied zwischen der red zac und der t-mobile ist, dass man in der ersten division zum österreichischen weg quasi gezwungen wird. in der höchsten spielklasse kannst du so viele ausländer einsetzen wie du willst. und selbst wenn sich eine mannschaft auf die fahnen heftet, den österreichischen weg gehen zu wollen, muss man feststellen: der geist ist willig, das budget ist schwach.

was soll eine mannschaft schon machen, die gegen den abstieg spielt und keine großen finanzressourcen hat? junge leute auszubilden braucht seine zeit. die hat man im kampf gegen den abstieg aber kaum. wer weiß, ob m. berger nicht womöglich irgendwann zum spitzenspieler werden würde? aber seien wir uns ehrlich: wer will ihm jetzt die zeit geben, wenn wir den hauch des abstiegsplatzes im nacken spüren? da wird dann panikartig lieber ein billigerer ausländer geholt. wie kollossal man mit dem österreichischen weg einfahren kann, haben wir vor gut 2 jahren gesehen...

würde es noch vernünftige ablösesummen geben (was in post-bosman-zeiten kaum mögich ist), würde sich der österreichische weg auch für kleine teams auszahlen. so aber baut man sich talente auf und bekommt sie praktisch zum gratistarif (abgesehen von der kleinen ausbildungsentschädigung) von größeren vereinen weggeschnappt (siehe lasnik, schiemer). die entstandenen löcher kannst du kaum mit guten (!) österreichern stopfen. entweder bildest du sie dir aus, was aber zu lange dauert. oder du holst dir einen billigen ausländer.

so gesehen verstehe ich den schwenk in der politik der rieder vereinsführung. auch wenn mir der letztjährige weg besser gefallen hätte.

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natürlich ist es möglich. LANGFRISTIG ist das der einzig gangbare weg. wo sind denn all die vereinel, die sündteure ausländer geholt haben? lask, vorwärts steyr, fc tirol, etc?

aber mit österreichern alleine geht es halt auch nicht. es muß das gesamte umfeld stimmen. und wenn kuhdörfer in der ersten oder zweiten liga spielen, dann kann das halt auch nicht auf ewig gut gehen, auch wenn sie österreicher haben.

man sollte das österreicher-ausländer-thema vom finanzierungsthema trennen. ein verein wie wörgl oder untersiebenbrunn, wörgl oder gratkorn ist auf dauer ohnehin nur durch sponsoring eines wahnsinnigen dort oben zu halten, östereicher hin oder her.

sicher sind etablierte österreicher teuer. aber junge österreicher sind relativ günstig. man muß diesen burschen halt 4 oder 5-jahresverträgen geben. gibt es aber nicht, weil in dieser zeit in der regel 3mal der trainer gewechselt wird.

ein verein wie die admira verdient ganz gut mit seiner exzellenten nachwuchsabteilung, da werden jedes jahr an die 20 kicker in die regionalliga oder nö-liga verhökert. kleinvieh macht auch mist.

kurzfristig ist es natürlich oft günstiger, einen etablierten legionär zu holen, der fußballerisch sicher besser als ein gleich teurer ösi ist. aber das ist ja nicht das einzige kriterium. sprache, familiensituation, eingewöhnugnsphase kosten in der regel formpunkte und damit geld.

und wenn man ganz oben mitspielen will. braucht man sicher gute legionäre, aber es geht ja hier um kleine vereine.

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Also mir hat der österrreichische Weg schon mehr gefallen.

Unser Brasilo Henrique ist deutlich schwächer als ein Angerschmied oder ein Eder zur Zeit. Warum dieser geholt wurde?!?

Hier würde ich doch auch mal einen ehrgeizigen jungen Mann den Vorzug geben.

Dabac ist ein guter Kauf, ( Seo laß ich mal auch noch durchgehen) auf alle anderen Ausländer in unserem Kader hätte man verzichten können.

Was man nämlich nicht unterschätzen sollte , ist die Macht eines homogenen Teams, das sich auch außerhalb des Spielfeldes versteht ( So wie letztes Jahr in der Red Zac) Ich glaube , das hier ein paar Möchtegernstars eine Menge Feuer entfachen können. ( Man weiß ja nicht, wie Michalik sich mit der Rolle als Bankerlsitzer anfreunden wird. Für eine kleine Revolte hat er sicher auch bald eine Menge Mitrvoluter) Diese Angst habe ich schon

Des weiteren wird, wenn wir uns mal in der Buli etabliert haben, die Zuschauerzahl zurückgehen, denn man will ja lieber doch Österreicher sehen ( wie damals unter Lesiak) als ein paar aussortierte Ausländer

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prinzipiell wär's ohne legionäre fad.

was ich aber als sehr sporadischer sportplatzbesucher auffällt, mir sind spieler wichtig, die man "schnell und klar identifizieren" kann. die einen gewissem wiedererkennungswert haben.

mit rasinger und natürlich seo funktioniert das bereits super.

aber ich muss schon gestehen, bei den anderen neukäufen tu ich mir halt noch schwer.

weiß schon, dass das natürlich meine bringschuld ist und euch werden solche probleme wohl als eigenartig vorkommen, aber ich denk mir, es gibt schon auch genug leute, die halt nicht jede woche zum spiel kommen. und die halt schon irgendwie auch das gefühl haben wollen, da spielt ihre mannschaft, und nicht nur, weil sie grüne trikots anhat. sondern weil sie spieler kennen, "mit ihnen schon einiges durchgemacht haben" und so in der art.

hoffe, ihr habt verstanden, was ich sagen will, ist ja noch montag morgen.

das ist jetzt auch kein ausländer-problem, sondern was prinzipielles bzgl neuzugänge.

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eigentlich kann ich fast allen argumenten meiner vorredner nur zustimmen. eines ist bisher aber noch nicht erwähnt worden:

österreich ist eine jener ligen, die eine sehr kurze sommerpause macht und im vergleich zu anderen ligen schon sehr früh wieder im ligaaltag steht. mittlerweile schreiben wir schon die 9. runde - die transferübertrittszeit läuft aber immer noch.

man kann die svr heuer als paradebeispiel hernehmen wie ein kleiner verein mit kleinem budget seine transfertaktik anlegt. nach ende der letzten saison wird einmal geschaut was so am heimischen transfermarkt umherläuft, schließlich will man ja grundsätzlich auf österreichische spieler setzen. so holten wir brunmayr, eder, rasinger, wolf, friesenbichler, kastner. außerdem verpflichteten wir noch 2 wirklich gute ausländer (seo, dabac), mit denen man eigentlich ganz gut leben kann.

so weit so gut, betrachten wir die transferpolitik bis zum saisonbeginn, kann man im großen und ganzen zufrieden sein. vor allem die angesprochenen ausländer haben wirklich qualität.

dann der saisonstart. man weiß genau, man hat noch lange zeit, eventuelle noteinkäufe aufgrund probleme auf diversen positionen zu tätigen. und leider kam es dann knüppeldick für unsere svr. ein spieler nach dem anderen verletzt. immer wieder treten zahlreiche wehwechen auf.

und dann handelte die svr wie jeder andere kleine klub handeln hätte müssen. man sieht sich zwar am österreichischen transfermarkt um und fragt auch um einige spieler an. doch da die saison schon lange begonnen hat, stehen heimische akteure schon längst unter vertag (wenn auch nur bei irgendeinem regionalliga klub). und einen spieler aus dem vertrag herauskaufen kann sich so ein verein nun wirklich nicht leisten. außerdem gibt es ja am internationalen transfermarkt das eine oder andere schnäppchen von ex-teamspielern und dergleichen die vielleicht etwas zu hoch gepokert haben und nun relativ billig zu haben sind. hier wieder der verweis auf die einkäufe der svr nach dem saisonstart - michalik, henrique, vukotic

das ausländerproblem in der österreichischen liga ist für mich also zum teil auch hausgemacht. andere ligen sind zB dieses wochenende erst in die meisterschaft gestartet und haben so fast bis zum ende der transferzeit die möglichkeit auf heimische akteure fast uneingeschränkt zugriff zu haben. im falle einer verletzung zum saisonstart hat man dann gar nicht mehr die möglichkeit einen ausländer-notkauf zu tätigen sondern muss auf heimisches material setzen.

ich weiß, nun könnte man wieder eine diskussion über den terminkalender der bundesliga vom zaun brechen und ich möchte der bundesliga da jetzt gar keine zu großen vorwürfe machen, denn spätestens seit letzten winter wissen wir, dass es bei uns ab und an ganz ordentlich schneien kann - nur weiß man halt nie so genau wann das eintritt :schluchz:

für mich ist das ganze also eine verflixte situation, wo guter rat teuer ist!

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