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Mike_83

"Für die Stürmer wird's bald peinlich"

8 Beiträge in diesem Thema

Patocka: "Ich habe die Bundesliga nie aus den Augen verloren"

Sarkastisch formuliert könnte man behaupten: Nach zwei Nasenbeinbrüchen in der letzten Saison hat Jürgen Patocka nun den richtigen Riecher für Tore.

Wahr ist viel mehr, dass der Abwehrhüne des SV Mattersburg selbst keine schlüssige Erklärung für seine imposante Quote von drei Treffern in sechs Spielen hat.

"Es ist sicher ein bisschen Glück dabei, dass es so gut läuft", gesteht der Spätstarter im Sport1-Interview.

Vor einem Jahr erst mit 27 in der höchsten Spielklasse angekommen, ist der frühere Rapid-Nachwuchsspieler ein Paradebeispiel für jahrelang übersehene Talente.

"Ich habe die Bundesliga aber nie aus den Augen verloren. Dass es jetzt so gut gelaufen ist, spricht für mich."

Genau wie seine letzten Noten im Bundesliga-Manager von Sport1, wo er zurzeit 7,1 Millionen Euro kostet. "Solch einen Markwert möchte ich einmal in Wirklichkeit haben", lacht der 28-Jährige.

Wohin führt Patockas weitere Karriere-Reise? Vielleicht eines Tages sogar ins Nationalteam oder, wie Didi Kühbauer vorschlägt, in die Premier League...?

Sport1: Wie oft am Tag blickt Jürgen Patocka zurzeit auf die Torschützenliste?

Jürgen Patocka (lacht): Nicht jeden Tag. Aber ich lese sie natürlich sehr gerne. Momentan läuft es sehr positiv für die Mannschaft mit zwei Siegen in Folge. Meine Torerfolge sind da nebensächlich, auch wenn es mich natürlich freut, dass ich als Verteidiger treffe. Zwei davon waren die spielentscheidenden. "Schutti" Wagner hat mich im Spaß schon ermahnt, dass ich damit aufhören soll, weil es sonst für die Stürmer peinlich wird...

Sport1: Woher kommt die plötzliche Torgefahr?

Patocka: Ganz genau weiß ich es nicht. Wir studieren die Standard-Situationen im Training schon ein. Das haben wir letztes Jahr aber auch gemacht. Es ist sicher ein bisschen Glück dabei, dass es jetzt so gut läuft. In erster Linie ist es für mich aber wichtig, dass wir hinten mal wieder zu null spielen. Okay, ich schieße vorne meine Tore, aber drei Gegentore in einem Heimspiel sind ärgerlich.

Sport1: Du bist mit deinen 28 Jahren ein Spätstarter, hast erst vor einem Jahr dein Bundesliga-Debüt gefeiert. Wieso hat der Durchbruch so lange auf sich warten lassen?

Patocka: Ich habe bis zur U19 im Nachwuchs von Rapid gekickt, war dann ein halbes Jahr in der U21. Das war Mitte der 90er zu Zeiten der großen Europacup-Erfolge. Also hatte ich in Hütteldorf keine Chance. Deswegen habe ich es anders versucht, bin in die Regionalliga zum FAC gegangen, später in die 2. Liga nach Lustenau. Mein Ziel Bundesliga habe ich aber nie aus den Augen verloren. Über Umwege habe ich es dann auch geschafft.

Sport1: Muhsin Ertugral, dein erster Trainer in der Bundesliga, war letzten Sommer nach deiner Verpflichtung verwundert, dass du erst zu diesem Zeitpunkt eine Chance in der höchsten Spielklasse erhältst. Hat der Umweg zu lange gedauert?

Patocka: Ich hätte mir schon gewünscht, dass ich es früher geschafft hätte. Aber es lag nie ein Angebot eines Bundesligisten vor, also bin ich in der 2. Spielklasse geblieben. Erst nach Ablauf meines Dreieinhalbjahres-Vertrags in Lustenau hat sich Mattersburg gemeldet.

Sport1: Ist es bezeichnend dafür, dass österreichische Vereine lange öfter lieber im Ausland als in der eigenen 2. Liga nach Verstärkungen gesucht haben?

Patocka: Ich glaube schon, dass in der 2. Liga einige Talente mit genügend Potenzial für den Sprung in die Bundesliga spielen. Wobei es in Österreich besser wird, es wird mehr Wert auf junge Spieler gelegt. Vor drei, vier Jahren war der Höhepunkt der Ausländerflut. Das war sicher ein Mitgrund dafür, dass mich keiner entdeckt hat. Mein Ziel war wie gesagt immer die Bundesliga. Wenn man etwas unbedingt will, dann schafft man es auch über Umwege. Zwar erst mit 27. Aber dass es so positiv gelaufen ist, spricht dann eher für mich.

Sport1: Apropos Ziele: Was hast du dir für die weitere Karriere vorgenommen?

Patocka: Natürlich weiter meine Leistung bringen, vielleicht noch das eine oder andere Tor schießen. Das große Ziel ist für jeden Österreicher aber das Nationalteam. Darüber mache ich mir aber zurzeit noch weniger Gedanken. Zuerst möchte ich Mattersburg mit Leistung zurückgeben, dass sie mir ermöglicht haben, in der Bundesliga zu spielen. Was sich weiter ergibt, wird man sehen. Wenn die Leistungen passen, ergibt sich der Rest automatisch.

Sport1: Dein Kollege Didi Kühbauer hat dich nach dem Ried-Spiel für die Premier League vorgeschlagen. Nimmst du das mit einem Schmunzeln zur Kenntnis oder ist es schon ein konkreter Traum von dir?

Patocka: Sicher ist es ein Traum eines jeden Österreichers einmal im Ausland zu spielen, die Premier League ist eine Top-Liga. Aber das ist eher ein Spaß vom Didi, also schmunzle ich darüber. Aber gut, sag niemals nie.

Sport1: Hast du einen Traumklub?

Patocka: Ich habe mehrere. In Europa gibt es einige Klubs, die einen sehr guten Fußball spielen, zum Beispiel Barcelona und Chelsea. Deren Auftreten imponiert mir.

Sport1: Am Wochenende geht es gegen deinen früheren Traumklub Rapid. Nach zwei Siegen in Folge könnt ihr sicher mit breiter Brust auftreten.

Patocka: Das auf jeden Fall. Wobei es für jeden Verein in Österreich schwierig ist, im Hanappi-Stadion zu bestehen. Aber unmöglich ist es sicher nicht. Wir fahren nicht nur hin, um die drei Punkte abzugeben. Ein Punkt ist das Ziel, mehr wären ideal.

Quelle: www.sport1.at

Der Jürgen ist ein absolut sympathischer Typ. Ich vergönne ihm den Erfolg von ganzem Herzen und wünsche ihm weiterhin alles Gute!

PS.: Bleib' ja in Mattersburg! :)

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mir taugt der patocka voll! :yes: hoffe er schafft es auch noch mal ins nationalteam. gleichzeitig wünsche ich mir, dass er auch noch länger bei uns bleibt. spieler wie ihn (vom können her) gibt es in mattersburg leider eh zu wenige. allerdings besteht mmn zu recht die gefahr, dass er uns früher oder später noch abgeworben wird, :nervoes: seine leistungen sprechen für sich. :yes:

btw: barca, chelsea ... der mann hat geschmack! :super:

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Den werden wir schon halten. Wer mal in Mattersburg kickt geht nicht so schnell wieder weg. Dem gefällt bei uns schon, glaubt mir! Ja ok, außer Verneine klopfen mit 7.1 Millionen an, dann schauts natürlich anders aus :D

mfg Sjeg

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Wenn wir Patocka nicht halten, dann hätten wir nur in Ratajzcik in der Abwehr. Aber ich mach mir keine Sorgen, dass er geht. Ich denke er ist zufrieden.

mfg Ganman

791396[/snapback]

zufriedene spieler sind wohl das geheimnis unseres erfolges, denn nur durch spielerische klasse allein hätten wir es wohl relativ schwer in der bundesliga! :allaaah: martin pucher!

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