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[Rückblick] Die Trainer

8 Beiträge in diesem Thema

[Rückblick] Die Trainer

Die erfolgreichsten Rapid-Trainer

Otto Baric

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Name: Otto Baric

Nationalität: _Kroatien_

Geburtstag: 09. 06. 1933

Alter: 71 Jahre

Trainer bei Rapid:

  • 1982 - 1985
  • 1986 - 1988

Erfolge:

  • 3x Meister
  • 4x Cupsieger
  • 1x Europacupfinale
  • 3x Supercupsieger

Im Sommer 1982 löste Otto Baric den "Ersatztrainer" Rudolf Nuske ab. Baric, der vom SK Sturm geholt wurde, war ein echter Trainerprofi. Er hatte ein ausgezeichnetes Trainingsprogramm, schätzte die Qualität der vorhandenen Spieler richtig ein, war/ist ein hervorragender Taktiker und hatte die Gabe, die Spieler optimal zu motivieren.

Gleich zu Beginn seiner Ära musste er die Abgänge von Persidis, Hickersberger, Steinbauer und Sallmayer kompensieren. Er bekam mit Brucic und Lainer seine beiden Wunschspieler quasi als Einstandsgeschenk und aus der U21 holte er sich noch Pecl und Franz Weber in den Kader. Ein Spitzname für den Publikums&Medienliebling war schnell gefunden (Anm: "Otto Maximale") und so gings auf in die erste Saison.

Rapid beendete schlussendlich die Saison punktegleich mit der Wiener Austria (aber besseres Torverhältnis) auf dem 1. Platz was logischerweise den Meistertitel bedeutete. Und auch den Österreichischen Cup konnte Rapid 1982/83 erringen.

Meister & Cupsieger; und das gleich im ersten Jahr seiner Trainertätigkeit beim Rekordmeister.

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Otto "Optimal & Maximal" Baric

In den weiteren beiden Saisonen holte die Rapid-Mannschaft unter seiner Führung noch zweimal den österreichischen Pokal. Weiteres Highlight seiner Karriere war der Europacup der Pokalsieger 1984/1985 (Spiele & Details siehe >> hier << ).

Aber trotz des Einzuges in das Europacup-Finale packte Otto "Maximale" seine Koffer um Rapid zu verlassen. Er war der Meinung, dass drei Jahre beim Rekordmeister genug waren und nahm ein Angebot von Vfb Stuttgart an. Doch schon ein Jahr später war er wieder in Hütteldorf - Er wurde Nachfolger von seinem ehem. Nachfolger Markovic und übernahm Rapid im Jahr 1986. Er kam, sah, und Rapid siegte. Er wurde mit Rapid noch zwei Mal Meister (1987, 1988), einmal Cupsieger (1987) und drei Mal Supercupsieger (1986, 1987, 1988).

Nach der 1:2-Niederlage gegen Galatasaray im Europapokal trat Baric im September 1988 zurück und wurde erneut von Vlatko Markovic ersetzt.

Seine weiteren Stationen waren Steyr, Salzburg (2x Meister, 1x UEFA-Cup Finale), das österreichische und das kroatische Nationalteam. Zuletzt arbeitete er als Beobachter und Berater von Austria Wien und als Sportdirektor bei Dinamo Zagreb, wobei er diesen Posten bald aufgab, da er seine Vorstellungen nicht umsetzen konnte.

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Einige Zitate:

"Diese Spieler, was können nicht, können nicht deshalb nicht, weil sie nicht wollen."
Otto "Maximal" Baric, personifizierte Selbstvertrauen-Fabrik, war in den 80er-Jahren schillernde Trainerpersönlichkeit bei Rapid. Auf dem Weg zum ersten Europacupfinale 1985 schlitterte Rapid in Dresden gegen Dynamo (Hinspiel) in eine 0:3-Niederlage. Ottos Kommentar im Interview nach dem Spiel (in unvergleichlichem Akzent): 

"Wir werden das Resultat umdrehen. Finf Tore sind mäglich."

Rapid gewann das Rückspiel im Hanappi-Stadion 5:0. 

bearbeitet von SCR-4-EvEr

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ich finde, Dionys Schönbecker sollte nicht fehlen. Is zwar schon ein bissi lang her, aber er hat Rapid erst dort hingebracht, wo wir jetzt in .at stehen.

Ohne ihn wärn wir sicher nicht Rekordmeister, wahrscheinlich wäre Rapid schon in den 1910ern untergegangen oder wir würden nur als unterklassiger verein existieren.

Und er war auch Trainer, nicht nur Sektionsleiter. Und zwar 1910-1926 Trainer und 1910-1938 Sektionsleiter.

@Baric: bei Rapid will ich ihn nimmer sehen. Er war zwar ein Super Trainer, aber wir brauchen keine ehemaligen Stronach-Berater.

bearbeitet von RAPID FAN

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Super Thread! :super:

"Diese Spieler, was können nicht, können nicht deshalb nicht, weil sie nicht wollen."

:eek: wahnsinns Satzbau ;)

auch unvergesslich für mich (ist jetzt off-topic rapid) war ein Satz während seiner Halbzeit-Analyse von Rumänien-Kroatien bei der WM 98:

Schauen sie, Hagi is einzige Mann bei Rumänien was kann machen Pass lange.

Aber schluss jetzt mit den Zitaten.

Ich schätze Baric als ziemlich kompetenten und erfahrenen Trainer ein. Alleine seine Erfolge mit Rapid sprechen eine deutliche Sprache. Sämtliche Eindrücke von Baric als Rapidtrainer konnte ich bisher nur vom Rapid A-Z Video sammeln. Deswegen hab ich den Beitrag sehr interessiert verschlungen!

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Die erfolgreichsten Rapid-Trainer

Edi Bauer

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Name: Edi Bauer

Nationalität: _Österreich_

Geboren: 1894

Gestorben: 04.03.1948

Trainer bei Rapid:

  • 1926 - 1936

Erfolge:

  • 3x Meister
  • 1x Cupsieger
  • 1x Mitropacupsieger

1926 übernahm Edi Bauer das Training der Rapidmannschaft, welcher die ideale Ergänzung zu Dionys Schönecker war. Die Mannschaft wurde mit dem wieselflinken Franz Smistik und seinem Bruder Josef perfekt verstärkt. Bauer bewies ein gutes Auge und erkannte bald die Fähigkeiten des Josef Smistik I, der später der starke Mittelläufter des SK Rapid wurde.

Das Spieljahr 1926/27 zeigte bereits die gute Trainerarbeit von Edi Bauer. Rapid erreichte den dritten Platz und konnte die meisten Tore der Liga erzielen. Ein Jahr später reichte es in der Meisterschaft trotz großer Anstrengungen nur für den zweiten Platz. 1928/29 wurde Rapid unter Bauer & Schönecker zum neunten Mal österreichischer Meister. Und auch der "Mr. Rapid" Franz "Bimbo" Binder wurde unter Schönecker & Bauer "groß". Edi Bauer förderte den Jungen St. Pöltner besonders und trainierte sehr viel mit dem langsam wirkenden Binder.

Unter dem hervorragenden Duo wurde Rapid noch zwei weitere Male Meister und 1930 konnte auch der Mitropacup gewonnen werden.

Edi Bauer verstarb am 04.03.1948.

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Die erfolgreichsten Rapid-Trainer

Franz Binder

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Name: Franz Binder

Nationalität: _Österreich_

Geboren: 01.12.1911

Gestorben: 24.04.1989

Sektionsleiter/Trainer bei Rapid:

  • 1945 - 1952; 1962 - 1966; 1975 - 1976 (Trainer)

Erfolge:

  • 4x Meister
  • 2x Cupsieger
  • 1x Zentropacupsieger

Hier gibts eine genaue Info über Franz Binder:

[info] Franz Binder

Er beendete erst mit 39 Jahren seine aktive Karriere. Er setzte jedoch gleich anschließend seine Fußballkarriere fort und erweis sich mit den Jahren auch als umsichtiger und vorausschauender Funktionär. Als Sektionsleiter baute er die große Mannschaft der 50er Jahre (Zemann, Happel, Hanappi, Körner, Dienst, Probst, etc.) auf, verließ aber 1952 nach Streitereien mit Funktionären den Verein. 1962 folgte ein Hilferuf Rapids und er übernahm erneut den Posten eines Sektionsleiters bei Rapid. Wieder baute er eine neue und erfolgreiche Mannschaft auf, ehe er 1966, wieder auf eine sehr unschöne Art, den Stocken bekam. Danach trainierte er Jahn Regensburg, 1860 München und die Amateure vom 1. FC Nürnberg.

1976 kam erneut ein Hilfeschrei aus Hütteldorf. Seit 1968 hatte man keinen Meistertitel erreicht und auch sonstige Erfolge waren Mangelware. Binder kam und holte mit einer zusammengewürfelten Mannschaft den neunten Cuptitel für Rapid. Von Binder trennte man sich nach diesem Jahr. Begründet wurde dies, dass ein 65jähriger zu alt für Rapid sei. Sein ganzes Leben hatte Binder dem Fußball gewidmet. Bis zuletzt hat er kein Heimspiel seiner geliebten Rapid versäumt.

Alles weitere zu seiner Karriere findet ihr in seiner Spielerinfo!

bearbeitet von SCR-4-EvEr

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Die erfolgreichsten Rapid-Trainer

Ernst Dokupil

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Name: Franz Binder

Nationalität: _Österreich_

Geboren: 24.04.1947

Alter: 57 Jahre

Trainer bei Rapid:

  • 1994 - 1998; 2000 - 2001

Erfolge:

  • 1x Meister
  • 1x Cupsieger
  • 1x Europacupfinale

Ernst Dokupil kam im Juni 1994 zum SK Rapid. Er löste den erfolglosen Ex-Trainer Hubert Baumgartner ab, der mit Rapid im Jahr zuvor nur den schwachen 5. Platz erreichte. Rapid war zu diesem Zeitpunkt in einer finanziellen und sportlichen Krise - Dokupil sollte zumindest die sportlichen Probleme lösen.

Unter Dokupil spielte die Mannschaft teilweise einen überraschend guten Fussball, aber v.a. die ersten paar Spiele gingen ordentlichen daneben. Als Verstärkung präsentierten die Hütteldorfer den jungen Marcus Pürk der unter Dokupil aufblühte und eine tolle Saison spielte. Rapid wurde am Ende der Saison 94/95 guter Dritter und gewann darüberhinaus den Österreichischen Cup.

Im Jahr 1995 verstärkte sich Rapid wie wir alle wissen, enorm. Mit Jancker (in den ersten Wochen wurde Dokupil ein Transferflop vorgeworfen), Stumpf, Ivanov und Stöger kamen echte Verstärkungen nach Hütteldorf. Und Dokupil schaffte es Rapid wieder aus dem Dreck zu ziehen und wurde nach einer spannenden letzten Runde im ausverkauften Happel-Stadion zum 30. Mal Meister.

Durch den Meistertitel 95/96 spielte Rapid in der darauffolgenden Saison in der Champions League. Rapid schied in einer seeeehr starken Gruppe aus und konnte in der Meisterschaft den 1. Platz nicht verteidigen und wurde somit hinter Salzburg Zweiter.

Und obwohl Dokupil viele Spieler groß raus brachte, finde ich persönlich, dass da auch einige sehr fragwürdige Zugänge dabei waren (zB. Penksa, Cardozo, Wetl, Taument, Kauz, etc.).

Im April 1998 wurde Dokupil durch Heribert Weber ersetzt und wurde gleich anschließend "Sportmanager" beim Rekordmeister. Doch bereits im Sommer 2000 war Dokupil wieder auf der Trainerbank, wo er bis August 2001 "sitzen blieb". In der Saison 2000/2001 wurde er mit Rapid Zweiter, im nächsten Jahr nach einigen Niederlagen in Folge gefeuert. Seine Nachfolger waren Matthäus&Güttler, die Rapid auf den lächerlichen 8. Platz brachten.

Ein wichtiger Aspekt seiner Trainertätigkeit war auch die Weiterentwicklung seiner Spieler, so brachte er, wie oben erwähnt Spieler wie Jancker, Pürk, Heraf, Stöger, Stumpf, etc. "groß" raus.

Und auch die jungen Ivanschitz & Wallner "förderte" er nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank besonders.

Seit seinem Abgang im September 2001 wurde es um Dokupil sehr ruhig und man findet praktisch nirgends etwas, was er heutzutage so treibt. :D

dokupil.jpg

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