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der trainer spricht...

6 Beiträge in diesem Thema

Petar Segrt antwortet

Jede Menge Fragen haben die Sportklub-Anhänger an Petar Segrt gestellt. Der Trainer hat sie telefonisch beantwortet - von einer Autobahnraststätte auf dem Weg nach Deutschland. Lesen Sie Teil 1 seiner Antworten.

1. Welche sportlichen Ziele strebt der Trainer in der Rückrunde an bzw. hält er es für denkbar den Stamm der Mannschaft auch nächstes Jahr in der RLO zu halten?

Die Mannschaft zu stabilisieren und weiter aufzubauen um nächstes Jahr um den Titel mitspielen zu können. Die sportlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen müssen aber miteinander wachsen. Wir müssen auch erst schauen, welche Spieler am 1. Februar (Ende der Transferzeit) zur Verfügung stehen. Ich persönlich hätte am liebsten den ganzen Kader gehalten, versteh aber, dass manche bei anderen Verein bessere finanzielle Bedingungen und z.T. auch sportliche Perspektiven sehen. Mir gegenüber haben sich alle Spieler im herbst korrekt verhalten, deshalb bedauere ich jeden Abgang - und wünsche allen viel Erfolg.

Man muss den Spieler ein sportliches Ziel vorgeben, für mich kann das nur der Aufstieg in die Red-Zac-Liga sein und die Etablierung in dieser Liga.

Die Spieler wollen es zu 100 % und hätten es auch verdient. Was Sie gestern geleistet haben war wieder großartig: Zuerst fünf Stunden Schnee schaufeln und dann die Admira besiegen.

2. Hängt das Bündel an divergierenden Ansprüchen, Zukunftsvorstellungen und "Romantik" stärker am sportlichen Bereich als es der Trainer für gesund hält?

Das Fremdwort habe ich zuerst nicht verstanden, die Fragen sind ganz schöne herausfordernd. Es ist ein internes Problem im Verein, dass nicht alle in die gleiche Richtung ziehen. Man muss sich auf ein gemeinsames ziel einigen und darauf zu 100% hinarbeiten. Ich war, als ich den job übernommen habe, vollständig informiert, auch über das sehr knappe Budget. Normalerweise hätte ich das unter diesen Bedingungen nicht gemacht. Es gibt schon ein gewisses Problem, dass es zwei Sichtwiesen im Verein gibt. Die einen finden er gehört ganz nach oben - und die anderen sagen, die RLO ist ganz o.k. hier fühlen wir uns wohl.

das spüren auch der Trainer und die Spieler. besser wäre es, wenn die Spieler von den Fans vermittelt bekommen: "Wir wollen nach oben, aber wir müssen nicht unbedingt."

Trotzdem halte ich die Sportklub-Fans für die besten in ganz Österreich. es wäre schön, wenn wir eine gemeinsame Vision entwickeln und alle daran arbeiten. Denn um ein hohes Ziel muss alles zusammenpassen.

3. Wie turbulent muss es werden damit Hr. Segrt mit einem "mir reicht`s" das Schiff verlässt?

Wenn ich erkenne, dass nicht die gleichen Visionen (Aufstieg) im Verein sind. Vielleicht in 20, 30 Jahren, wenn ich satt bin, könnte ich mir vorstellen, mich mit dieser Liga zufrieden zu geben. Jetzt will ich was aufbauen und Ziele erreichen. Ich bin unzufrieden dass in diesem Verein viele Funktionäre zerstritten sind, denn wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen, können wir nicht weiterkommen.

4. Wie wichtig sind ihnen die Entwicklungen im WSC (Zwangsausgleich, Entschuldung, usw.)? Sind Sie überhaupt über die derzeitige Situation, geschweige denn die Tatsache, dass es einen WSC gibt und dessen Stellenwert bei den Fans, informiert? Und wie wichtig ist es Ihnen den Spielbetrieb eines Tages wieder als Wiener Sportclub aufzunehmen? Welche Prioritäten gehören diesem Ziel unter/über-geordnet?

Es tut beiden Vereinen nicht gut, dass manche Leute gegeneinander arbeiten. Mein Traum ist, es die verein zusammenzuführen und wieder mit dem WSC Fußball zu spielen. Wie das konkret funktionieren soll, müssen aber die Funktionäre lösen. Ich bin aber sicher, dass es in der Red-Zac-Liga leichter ist, die Verpflichtungen gegenüber dem WSC zu erfüllen.

5. Will er versuchen in Zukunft Spieler länger an den Verein zu binden? Möchte er nächstes Jahr aufsteigen? Bastelt er schon am Kader dafür? Soll es ein Ziel sein, dass in Zukunft weniger Spieler überlegen den Verein zu verlassen in der Transferzeit?

Ich würde natürlich die Spieler am liebsten zwei bis drei Jahre an den Verein binden. Momentan haben wir aber die Mittel dafür nicht. Die Spieler, die im Herbst für uns gespielt haben, haben für den Verein sehr viel geopfert und ich hätte gerne, dass sie alle zusammen bleiben.

Natürlich basteln wir auch schon an dem Kader für die Zukunft. Wir haben im Herbst 20-30 Spieler angeschaut und jetzt kommen noch einmal 30-40 dazu. Vielleicht finden wir darunter einen Spieler, der zu uns passt, uns helfen kann - und auch bereit ist zu den gegeben Bedingung zu spielen. Die Spieler müssen nämlich schon sehr viel Loyalität und Idealismus haben um für so wenig Geld zu spielen.

Was sie bekommen ist der Applaus der Fans. Den gibt es in dieser Form sonst nirgends.

Teil 2 folgt in Kürze.

quelle: wsk.at

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Der Trainer spricht, Teil 2

Lesen Sie, was der Petar Segrt zu den Strukturen im Verein, allfälligen Kooperationen mit Austria und Rapid - und anderen Themen sagt.

6. Welche organisatorischen Änderungen wünscht er sich für den Verein? Hätte er überhaupt noch gern einen sportlichen Leiter, der gemeinsam mit ihm Spielerverträge aushandelt und an der Kaderzusammenstellung arbeitet? Wird man von ihm in Zukunft öfter etwas auf der Homepage lesen?

Es ist nicht die ideale Lösung, wenn der Trainer die Spielerverträge aushandelt. Es sollten das Leute machen, die sich im sportlichen und wirtschaftliche Bereich gleichermaßen auskennen. So jemand hat im Sommer aber gefehlt und deshalb habe ich es übernommen, mit den Spielern die Verträge auszuhandeln. Weil ich es in Deutschland und in Leoben auch schon gemacht habe, war es im Prinzip kein Problem, begeistert bin ich von dieser Situation nicht.

Mit dem englischen System, wo der Trainer auch als Manager agiert, kann man die Situation hier nicht vergleichen. Denn in England steht ein wesentlich größerer Apparat im sportlichen beriech zur Verfügung.

nachdem ich aber eingesprungen bin würde es mich schon stören, wenn ein sportliche Leiter ohne Rücksprache mit mir bestellt würde.

Es wird in Zukunft immer wieder Interviews mit mir auf der Homepage geben, direkt etwas schreiben will ich nicht. Ich habe mich zwar im Forum registriert, schreibe aber ganz bewusst nichts, weil sich der Trainer nicht immer so in der Vordergrund drängen sollte. ich kann und will nicht zu allen Gerüchten Stellung nehmen, wenn es Fakten gibt, werde ich die über die zuständigen Personen mitteilen. Zuerst kommt die Mannschaft, dann der Verein und dann erst der Trainer.

7. Wie gefällt es ihm bisher hier? Mit was war er zufrieden, mit was nicht? Kann er sich wirklich vorstellen länger hier zu bleiben?

Ich fühle mich in Dornbach unheimlich wohl, habe mir auch ganz bewusst ein Wohnung im 17. Bezirk gesucht. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich zum Stadion fahre und die Flutlichtmasten sehe.

Freud macht mir auch die Mannschaft, sei ist jung und charakterstark. Mit der sportlichen Entwicklung bin ich sehr zufrieden - solche Harmonie findet man selten. Ich hoffe die Mannschaft bleibt zusammen. Ich glaube nicht, dass mich unbedingt alle mögen, aber es respektieren mich alle.

Leider haben wir es nicht geschafft, den sportlichen auch in wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen, vor allem um die Phase in der wir Tabellenführer waren ist in dieser Hinsicht schade.

Wenn die Streitereien im Verein aufhören, alle an einem Strang ziehen und wir es schaffen in den nächsten ein, zwei oder drei Jahren aufzusteigen, kann ich mir gut vorstellen länger hier zu bleiben.

8. Wie viele Kooperationsspieler von FK Austria Magna will er haben, bzw. werden kommen?

Zurzeit steht noch nicht einmal fest, ob überhaupt welche kommen. Falls Ja, gibt es für mich klare Anforderungen: Sie müssen besser sein als unser Spieler.

9. Mit wie vielen weiteren Kooperationsspieler von Rapid Wien will er die "Zusammenarbeit mit Peter Schöttel", wie er es (glaube ich) nannte, ausbauen?

Hier schaut es ähnlich aus wie bei der Austria. Wir haben gute Kontakte mit Peter Schöttel. Rapid und Austria sind keine direkten Konkurrenten und so können wir zu beiden freundschaftliche Kontakte pflegen. wenn wir Spieler zu fairen Konditionen nehmen, die zu uns passen, sportlich und charakterlich, so spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, sie zu nehmen. Wie den Oliver Kalogeridis zum Beispiel. Ob ein Kooperationsspieler spielt, auf der Bank oder auf der Tribüne sitzt, das bestimmt alleine der Trainer. Da lasse ich mir von niemand dreinreden.

Ich sehe das auch als Übergangsphase für zwei, drei Jahre bis wieder Spieler von unserem Nachwuchs so weit sind, die Kampfmannschaft zu verstärken. Es gibt ein paar die gute Ansätze zeigen Gollhofer, Pfeiffer und ein paar andere - aber das dauert noch ein wenig.

10. Wie befruchtend gestaltet sich seine Arbeit zusammen mit Herrn Harald Gartler?

Wir hatten gute Gespräche miteinander, wie es wirklich funktioniert kann ich erst in ein paar Monaten sagen, weil ich Harry Gartler noch viel zu wenig kenne. Bedenklich ist aber, dass er die Sympathie der Fans nicht hat.

quelle: wsk.at

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Der Trainer spricht, Teil 3

Petar Segrt beantwortet die restlichen Fragen. Und stellt am Schluss des Gesprächs selbst Fragen an die Fans.

10. Welche Chance hat ein 3. Verein - natürlich WSK - in Wien ,sich in der T-Mobile od. Red Zac. Liga zu profilieren?

Die Chance ist nicht schlecht, die Mannschaft ist gut - und nicht immer entscheidet im Fußball das Finanzielle. Wir müssen auf jeden Fall eine Lizenzantrag abgeben, bei acht Punkten Rückstand kann alles passieren.

Strukturell sind wir von der Red Zac allerdings weit entfernt, das kann sich aber schnell ändern. Als Trainer bin ich grundsätzlich Optimist.

11. Was hat zu geschehen vor allem sportlich u. mit welchem Konzept sind die dafür notwendigen Zuschauerzahlen zu erreichen. Bitte die finanziellen Aspekte bei meiner Frage außen vor zulassen !

Weiterspielen mit der Art von Fußball, die wir im herbst gezeigt haben, die Identifikation Spieler und Fans verstärken, die Fluktuation bei den Spielern verringern. Außerdem müssen wir das Drumherum verbessern und den Zuschauern besseres Service bieten. Denn nicht alle stehen unbedingt gerne im Regen auf der Friedhofstribüne, es gibt beim Sportklub viele Schichten von Fans, denen wir Freude bereiten wollen. Und schließlich wollen wir auch neu Fans gewinnen.

12. Falls der für die kommende Saison anvisierte Aufstieg nicht gelingen sollte, will er es dann noch mal versuchen?

Kann ich nicht sagen, ich denke aber schon. Das hängt davon ab, wie sich die Situation beim Verein weiterentwickelt. Wir sind dabei die Rahmenbedingung zu schaffen, um weiter zu kommen - und wer sagt, dass wir es nicht schon heuer schaffen.

13. Über welche zusätzlichen Qualifikationen (im Vergleich zu Sportklub-Nachwuchskickern) verfügt der 18jährigen Fortuna-Spieler Sakic, die ein Engagement rechtfertigen würden?

Wir haben ihn intensiv beobachtet, bei mehreren Spielen und er hat ein zweiwöchiges Probetraining im Herbst absolviert, und ich bin überzeugt, dass wir von ihm noch viel hören werden. Er ist schnell, dynamsich, zweikampfstark - und war auch beim Spiel der Fortuna U23 gegen unsere U23 mit Abstand der stärkste Spieler am Platz. Genauso wie es zu meinem Job gehört, die eigenen Nachwuchsspieler zu beobachten, muss ich auch schauen, welche starken jungen Spieler gibt es bei anderen Wiener Vereinen. außerdem könnte der Sakic, wenn es drauf ankommt, auch unsere U19 noch verstärken.

14. Was versprechen Sie sich von einer möglichen Kooperation mit den Austria Amateuren?

Es ist noch zu früh, dazu etwas Konkretes zu sagen, es sollte aber so sein, dass beide Seiten profitieren. Es wird aber auf keinen Fall zu einer Kooperation wie mit Ried oder Leoben kommen. Wir müssen auf jeden Fall ein unabhängiger Verein bleiben., wir bestimmen selbst, wer bei uns spielt.

15. Sollte es zu einer Kooperation mit den Austria Amateuren kommen, werden die Veilchen auch ein vitales Interesse an einer sportlichen Zusammenarbeit haben. Junge Austrianer (etwa aus der FSA) könnten mit der Auflage zum Sportklub stoßen, dass sie in der Ostliga Spielpraxis sammeln sollen, was bei der Austria nur schwer möglich wäre. Was sagen Sie den Nachwuchsvertretern im Verein, wenn Sie künftig FSA-Kickern den Vorzug gegenüber langjährigen Sportklub-Nachwuchskickern geben?

16. Welchen Stellenwert messen Sie der Nachwuchsarbeit beim WSK bei und wie viele Sportklub-Nachwuchsmatches (außer U23) haben sie im Herbst gesehen?

Ich lege großen Wert auf die Sportklub-Jugend und betrachte sie unter mehreren Gesichtspunkten. Ersten habe ich 7-10 Spieler eingebaut, die mittrainiere und /oder in der U23 spielen. Da sind auch 17jährige dabei. ich schaue mir regelmäßig Spiele unserer Jugend, habe so ziemlich alle Mannschaften zumindest einmal gesehen. es ist aber auch ein zeitliches Problem, weil ich natürlich auch Gegner beobachten muss und andere Termine wahrnehmen. Man muss aber auch sehen, dass unsere jungen noch nicht so weit sind, um die Kampfmannschaft zu verstärken, der Sprung von der A-Liga in die RLO ist sicher zu groß. Wenn dem Nachwuchs der Aufstieg gelingt - wovon ich überzeugt bin - wäre schon ein wichtiger Schritt getan, der in Zukunft den Aufstieg in die Kampfmannschaft leichter macht.

17. Nachdem in Zukunft, wie es jetzt aussieht, der WSK, die Stronachs

die Vikings den "hl. Dornbacher-Rasen" bespielen dürfen, sollte dass

doch auch für den eigenen Nachwuchs (U8 - U12 im besonderen) gelten.

Auf einige NW-Runden mehr, im Stadion Dornbach freut sich,...

Bei normalem Wetter spricht nichts dagegen, vor allem die kleineren beanspruchen den Rasen ohnehin nicht so stark. Dass die Vikings und eventuell die Austria Amateure in Dornbach spielen sollen, hilft uns, die viel zu hohen Kosten für das Stadion auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Ich bin aber auch der Meinung, dass es wichtig ist, die Jugend möglichst stark in den Verein zu integrieren - und dazu gehören auch Spiele der Nachwuchsmannschaften in Dornbach.

18. Herr Segrt kommt eine Verstärkung in der Verteidigung?

Wie wär`s mit der Verstärkung mit Andreas Gradinger?

Wir schauen uns momentan sehr viel Spieler an, zu Namen kann ich noch nichts sagen, am 1. Februar wissen wir mehr. Ich würde die neuen Spieler den Fans gerne in der ersten Februarwoche vorstellen.

Zum Schluss des Gesprächs dreht der Trainer den Spieß um - und formuliert Fragen, die er an die Fans hat (Antworten bitte im Forum und beim Treffen mit dem Trainer und den Spielern, das wahrscheinlich am 4. Februar im Flag stattfindet).

1. Welche Ziele sollte der Wiener Sportklub Wienstrom anstreben?

2. Seid ihr mit dem Service den euch der verein bietet zufrieden?

3. Wo seht ihr die Gründe, dass der Verein finanziell so am Boden liegt?

4. Was könnt und wollt ihr tun, um die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern? Vielleicht kennt jemand Sponsoren, oder kann ein paar Freunde überreden öfter auf den Platz zu kommen - bringt einfach alle mit bis hin z...

quelle: wsk.at

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