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Borussia Dortmund mit Rekordverlust

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Borussia Dortmund mit Rekordverlust - Fehlende TV-Einnahmen

Deutschlands einziger börsenotierter Verein rutschte mit 67,7 Millionen Euro in die roten Zahlen

Dortmund - Deutschlands einziger börsenotierter Fußballverein Borussia Dortmund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. Juni) wie erwartet einen Rekordverlust eingefahren. Wie die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA am Freitag in Dortmund mitteilte, rutschte der Konzern unter anderem durch fehlende Fernseheinnahmen mit 67,7 Mio. Euro tief in die roten Zahlen. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Reingewinn von 3,3 Mio. Euro verzeichnet. Der Umsatz brach um 38 Prozent auf 99,9 Mio. Euro ein.

Als Hauptgrund für die Verluste gab der Verein die verpasste Qualifikation für die Champions League und das frühe Aus im UEFA-Cup an. Die damit verbundenen Mindereinnahmen hätten die ansonsten positive operative Geschäftsentwicklung überlagert. So sei der Umsatz beim Ticketverkauf um 13,4 Prozent auf 20,3 Mio. Euro, beim Fanartikelverkauf um 27,3 Prozent auf 14,4 Mio. Euro gestiegen. Die Sponsoringerlöse gingen hingegen um 42,8 Prozent auf 25,7 Mio. Euro zurück. Im Vorjahreswert war dabei eine einmalige Vergütung aus einem Ausrüster- und Sponsorvertrag mit Nike enthalten.

Den stärksten Einbruch verbuchte das Unternehmen bei der TV-Vermarktung. Wegen der Nichtteilnahme an den internationalen Wettbewerben ging der Umsatz dort um 61 Prozent auf 19,3 Mio. Euro zurück. Der Schuldenberg des Konzerns nahm gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent auf 118,8 Mio. Euro zu.

Die Geschäftsführung kündigte an, weiter Kosten senken und mittelfristig die Abhängigkeit des Unternehmens von den internationalen Wettbewerben verringern zu wollen. "Dieser Prozess wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen", erklärte Geschäftsführer und BVB-Präsident Gerd Niebaum. Die Mitte September eingeleitete Kapitalerhöhung habe erfolgreich platziert werden können. Dem Unternehmen seien dadurch 24,3 Mio. Euro liquide Mittel zugeflossen. "Dies bedeutet eine Trendwende", sagte Niebaum.

quelle: standard

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