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Marcelinho

Klinsmann neuer Teamchef!

26 Beiträge in diesem Thema

Jürgen Klinsmann sagt JA

Vier Wochen nach Rudi Völlers Abschied hat die Nationalelf wieder einen Teamchef: Jürgen Klinsmann. Holger Osieck als Assistent und Oliver Bierhoff als Manager sollen ihn unterstützen.

Gegen 15 Uhr konnten die Teilnehmer entspannt auseinander gehen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen hatten sich die vier Mitglieder der so genannten Trainerfindungskommission des DFB an diesem Mittwochmittag versammelt, um über den derzeit prominentesten freien Arbeitsplatz in Deutschland zu sprechen, zweieinhalb Stunden lang. Wo vormals noch über Eventualitäten diskutiert worden war, wurden nun Fakten serviert, die DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder und Generalsekretär Horst R. Schmidt aus Amerika importiert hatten. Dorthin, nach New York, waren die beiden TFK-Mitglieder am Dienstag geflogen, um vor Ort zu besprechen, was sie am Mittwoch mitbrachten: Jürgen Klinsmann (39) wird neuer Teamchef der Fußball-Nationalelf.

Er soll einen Zweijahresvertrag erhalten und somit die Landesauswahl bis 2006 betreuen; vorerst zumindest. Der künftige Coach bezeichnet es als "eine Selbstverständlichkeit, dass ich dem DFB helfe, unabhängig von der Funktion". Er bevorzugt jene, die Vorgänger Rudi Völler oder Franz Beckenbauer innehatten. Klinsmann erwarb 2000 im Schnellverfahren den Trainerschein.

Zunächst, so ein weiteres Ergebnis dieser fünfstündigen Unterredung in Übersee, sollen neue Strukturen geschaffen werden rund ums Nationalteam. Den künftigen Coach soll ein Manager unterstützen; dessen Berufung hatte Klinsmann selbst im kicker angeregt. Und es möge, so die Planung, jener Mann werden, den Klinsmann selbst favorisiert und der von Karl- Heinz Rummenigge im kicker-Interview erstmals öffentlich vorgeschlagen wurde: Oliver Bierhoff (36).

Der Schütze des Golden Goals bei der EURO 1996 erklärte schon im kicker seine grundsätzliche Bereitschaft, am späten Mittwochabend sagte er noch einmal, für ihn sei eine solche Position "denkbar, die Bereitschaft ist da". Mit ihm hatte aber gestern "definitiv noch keiner gesprochen". Diese Kontaktaufnahme wird, so verabredete es die TFK, umgehend erfolgen.

Die beiden früheren Nationalstürmer sollen - so die weitere Idee - von einem ausgebildeten Fußballtrainer begleitet werden: Holger Osieck (55), der schon von 1987 bis 1990 mit Teamchef Franz Beckenbauer zusammengearbeitet hat. Seit 1. Mai dieses Jahres ist der deutsche Fußballlehrer bei der FIFA als Leiter der Abteilung Technische Entwicklung angestellt.

Die lange zähe Suche nach einer Führung für die Nationalelf erbrachte nun doch noch ein hoffnungsvolles Resultat. Das nun gezielte Handeln war auch die Folge der Unzufriedenheit, die innerhalb der TFK zuletzt zunahm. Am Montag waren intern die Differenzen wegen der beiden deutschen Kandidaten Lothar Matthäus (43) und Winfried Schäfer (54) durchgebrochen. Rekordnationalspieler Matthäus war von Franz Beckenbauer favorisiert worden - doch Liga- Boss Werner Hackmann und DFB- Präsident Mayer-Vorfelder votierten engagiert dagegen, während Horst R. Schmidt eine eher unentschiedene Haltung einnahm. MV votierte zudem gegen Schäfer. Er hatte den aktuellen Nationaltrainer Kameruns vor der Saison 1998/99, damals als Präsident des VfB Stuttgart, verpflichtet, diesen Schritt jedoch alsbald bereut.

Schäfer, den Beckenbauer am Mittwochmorgen vor dem Trip Kitzbühel-Frankfurt noch "auf jeden Fall" als Kandidaten bezeichnet hatte, wurde von den Trainersuchern aber nie offiziell gefragt. Matthäus hätte Hackmann allenfalls unter der Bedingung akzeptiert, dass sich Beckenbauer als Teammanager zur Verfügung gestellt hätte. "Keine Chance", sagte der OK-Chef eindeutig, "das geht schon vom Kopf her nicht mehr."

Die gleichfalls öffentlich diskutierten ausländischen Kandidaten Guus Hiddink (57/ Eindhoven) und Morten Olsen (54/ Nationalcoach Dänemarks) waren angeblich vor allem über Mittelsmänner angegangen worden. Da beide vertraglich festgesetzt sind, hielt Beckenbauer deren Verpflichtung für unrealistisch. So schien letztlich alles auf die Variante mit Matthäus zuzulaufen, zumal da der derzeitige Nationalcoach Ungarns heftig willens war, wie er mehrmals mitteilte. "Er kann das", sagte Beckenbauer vor dem gestrigen Start nach Frankfurt, auch wenn Matthäus noch jung sei.

Matthäus ist drei Jahre älter als Klinsmann.

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So schien letztlich alles auf die Variante mit Matthäus zuzulaufen, zumal da der derzeitige Nationalcoach Ungarns heftig willens war, wie er mehrmals mitteilte. "Er kann das", sagte Beckenbauer vor dem gestrigen Start nach Frankfurt, [auch wenn Matthäus noch jung sei.

Matthäus ist drei Jahre älter als Klinsmann.

vor allem das ist geil !! :laugh::laugh:

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ich denke das ist ein ziemlicher fehler des dfb, denn klinsmann ist wohl noch nicht besonders routiniert. das wird nix werden mit dem weltmeistertitel bei der heim-wm.

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Dümmer geht es nun wirklich nicht mehr, da wäre sogar Matthäus geeigneter gewesen. Einfach unglaublich, dass das wahrscheinlich erfolgreichste Fussballland der Welt keine bessere Lösung findet und das auch noch vor einer Heim-WM. :nein:

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So lächerlich find ich das nicht. Immerhin ist Klinsmann ein Kritiker der DFB Strukturen, gerade ihn zum Teamchef zu machen ist mutig und könnte sicher was bringen. Natürlich ist es ein großes Risiko, denn er hat null Erfolgsnachweise. Es ist ein ähnliches Risiko wie mit Rudi Völler, dessen späteren Erfolg man vorher ja auch nicht erahnen konnte.

Ich hätte lieber Olsen gesehen, aber so ists mir auch recht. Man muss halt hoffen, dass er einen ähnlichen Weg wie Völler gehen wird. Nachdenklich stimmt aber, dass ehem. Stürmer selten gute Trainer werden (oder grottenschlechte -> Bsp. Krankl)

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"Die Leute müssen Geduld haben"

Am Samstagmorgen, um 10.25 Uhr Uhr, wird der designierte Teamchef Jürgen Klinsmann zu Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Deutschland erwartet, im Vorfeld hat er aber schon DFB-intern für Unruhe gesorgt.

"Wir sind mitten in den Diskussionen, wie man Stück für Stück neue Strukturen rund um die Nationalmannschaft aufbauen kann. Es geht nicht nur um die drei Posten, es kann sich auch sonst noch einiges ändern", erklärte der ehemalige DFB-Kapitän vor dem Treffen mit Beckenbauer & Co., bei dem es neben Geld, Kompetenzen und Personen, auch um die genaue Aufgabenverteilung des zukünftigen Führungs-Trios mit Klinsmann, Holger Osieck und Oliver Bierhoff geht.

Mit Bierhoff, als Manager der Nationalelf vorgesehen, will DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder die Gespräche soweit intensivieren, um das von dem 36-Jährigen geforderte "klar umrissene Aufgabengebiet" zu erarbeiten. Auch mit Osieck soll die genaue Funktion, die er künftig einnehmen soll, abgesteckt werden. Davon hat der ehemalige Assistent von Franz Beckenbauer, der bereits von 1979 bis 1990 für den DFB tätig war, seine endgültige Zusage abhängig gemacht.

Bei den Verhandlungen am Wochenende erwartet Klinsmann aber keine Entscheidungen in allen offen Punkten. " Die Leute müssen noch Geduld haben. Die WM 2006 ist das größte Sportereignis der Welt, so etwas kommt die nächsten 30, 40 Jahre nicht mehr. Deshalb muss man alles genau abklopfen, um diese Chance zu nutzen", erklärte der 39-Jährige. Zudem möchte "Klinsi" noch mit Leuten sprechen, "die noch nicht genannt wurden". Einer davon könnte Ralf Rangnick sein, der die von Klinsmann als wesentlich erachtete Förderung der deutschen Talente vorantreiben soll.

"Man muss die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen genau analysieren und dann ein schlagkräftiges Team bilden. Wir werden jetzt die Dinge wie ein Puzzle zusammensetzen. Aber es muss alles passen, es muss stimmen von den Leuten her und von den Erwartungen, die vom DFB kommen", erklärte der ehemalige Torjäger der Nationalelf, der insgesamt ein professionelles Umfeld bei der DFB-Auswahl fordert. Im amerikanischen Profisport sei es üblich, "dass sich ein ganzer Stab von Leuten um die Mannschaft kümmert". Der Welt- und Europameister will die Arbeit auch auf mehrere Schultern verteilen.

Die Vorstellungen von Klinsmann und seiner zwei Mitstreiter sollen am Wochenende sondiert werden. Als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit beim DFB sieht Klinsmann aber vor allem eine "offene Kommunikation", in die "auch die Bundesliga mit eingebunden werden muss".

Dabei lehnt sich der ehemalige Nationalspieler vor allem an den amerikanischen Profisport an, in dem es es üblich sei, "dass sich ein ganzer Stab von Leuten um die Mannschaft kümmert. Da gibt es eine psychologische Betreuung, jemanden, der für die Schnelligkeit zuständig ist oder einen, der sich um die Sprungkraft kümmert."

Um die Strukturen um die Nationalmannschaft professioneller zu machen, müsse ein nationalmannschafts-Manager engagiert werden. Deshalb will DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Wochenende auch die am Donnerstag aufgenommenen Gespräche mit Klinsmanns Wunschkandidat Bierhoff intensivieren. Der 36-jährige diplomierte Betriebswirt hat auf jeden Fall schon deutlich gemacht, dass er ein klar umrissenes Aufgabengebiet übernehmen will, "um die Nationalmannschaft nach vorne zu bringen".

Da es laut Klinsmann noch viele offene Fragen gibt, wird es am Wochenende zu keiner Entscheidung kommen. "Wohlwissend, dass ganz Deutschland erwartet, dass man endlich den Deckel drauf macht, müssen die Leute noch Geduld haben. Die WM 2006 ist das größte Sportereignis der Welt, so etwas kommt die nächsten 30, 40 Jahre nicht mehr. Deshalb muss man alles genau abklopfen, um diese Chance zu nutzen", sagte "Klinsi" und ergänzte: "Ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Es ist schwer vorstellbar, dass alles bis Sonntag entschieden ist."

quelle: kicker.de

bearbeitet von UK.

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