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Daum rechnet mit den Stars ab

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"Daum rechnet mit den Stars ab"

Neben den drei Punkten hatte der violette Feldherr Christoph Daum vor allem in spielerischer Hinsicht eine Steigerung seiner Startruppe gefordert.

Was aber im einzigen Sonntag-Spiel der T-Mobile Bundesliga gegen SV Pasching herauskam, war für Austria Wien keine Enttäuschung, sondern mit 0:1 eine Blamage par excellence.

Es gelang kein Erfolg, geschweige denn eine bessere Leistung. "Es wäre besser gewesen, wir hätten gleich drei Tore bekommen", schnaubte Daum, und Paul Scharner meinte nur: "Ich bin ratlos."

"Man kann nicht zufrieden sein"

Dass die "Veilchen" nach der 25. Runde noch immer zehn Punkte vor dem zweitplatzierten Aufsteiger liegen, tangierte in der bitteren Stunde weder Trainer noch Spieler oder Fans. Denn die Dominanz in der Tabelle lässt der Spitzenreiter seit Jahresbeginn auf dem Platz überhaupt nicht erkennen.

"Pasching ist von der mannschaftlichen Geschlossenheit weiter als wir", befand Daum, der dem Gegner in der ersten Hälfte auch mehr Lauffreudigkeit attestierte. Nach dem 0:1 wäre die Laufbereitschaft seiner Elf etwas höher gewesen. Unter dem Strich hört sich das Urteil so an: "Man kann nicht zufrieden sein."

Faktor Überheblichkeit

Der Schachner-Nachfolger vermisst das Mittelfeld-Pressing ("Da kommt null"). "Wir lassen Lauf- und Kampfbereitschaft vermissen, dafür übertreiben wir das Einzel- und Schönspiel", kritisiert der Austria-Coach, der ohne Namen zu nennen auch den Faktor Überheblichkeit ausmacht.

"Man muss über den Kampf und nicht allein durch spielerische Mittel ins Spiel finden", sagt Daum, der die vierte Saisonniederlage auch als Lehre bezeichnete und am Mittwoch im Cup gegen BSV Bad Bleiberg einen "Ruck" erwartet.

Kritik an Djalminha und Cesar

Nicht gut kamen vor allem der abermals enttäuschende Regisseur Djalminha und Julio Cesar weg, der in der 57. Minute mit einem missglückten Kopfball dem Ex-Austrianer Datoru den Goldtreffer serviert hatte.

Das Duo zählt zu den so genannten außergewöhnlichen Spielern, doch davon war am Sonntag im positiven Sinne überhaupt nichts zu merken.

Daum über Djalminhas Vorstellung: "Für diese Leistung fehlen mir die Worte. Es besteht eine unüberbrückbare Kluft zwischen Ansprüchen und Wirklichkeit." Gespräche hätten bisher nichts genützt.

"Was nützt mir der beste General ..."

Bei Cesar stellte Daum fest, dass dieser "schon sehr häufig an spielentscheidenden Toren beteiligt" war. So in Pasching, wo Austria die erste Niederlage (1:3) kassierte, in Ried (0:1) und auch zuletzt im Derby gegen Rapid (1:1).

"Er hat immer im richtigen Augenblick das Falsche gemacht", befand Daum, der eine Anleihe von Napoleon nimmt: "Was nützt mir der beste General, wenn er keine Fortune hat." Seine quantitative Analyse habe aber nichts mit seinem endgültigen Urteil über die Stars zu tun, bemerkte der Trainer.

Pauschallob von Zellhofer

Während die Violetten nach dem Desaster mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, fielen die Linzer Vorstädter einander in die Arme. Georg Zellhofer verteilte an seine Schützlinge ein Pauschallob.

"Unser Ziel war ein Punkt, umso erfreulicher sind nun diese drei Zähler. In der ersten Hälfte sind wir in der Abwehr sicher gestanden und haben das Spiel kontrolliert. Nach unserem 1:0 hat es die Austria mit langen Bällen in die Spitze versucht, aber es war ihr nicht möglich, uns auszuspielen", analysierte der Paschinger Trainer.

"Denken nicht an Europacup"

Zumindest mit 40 Punkten hatte der Neuling die Saison beenden wollen, jetzt hat er schon drei mehr. Trotzdem bleibt man auf dem Boden. "An den Europacup denken wir überhaupt nicht", sagt Zellhofer, während sich seine Elf mit vier Ex-Austrianern diebisch freute.

"Wir waren die Besseren und haben verdient gewonnen. Die Austria spielt zwar in einer eigenen Liga, doch wir haben bewiesen, dass man sie auch zu Hause schlagen kann. Das ist eine Genugtuung", tönte Christian Mayrleb und verschwand mit Datoru und Co. zum ausgiebigen Feiern.

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