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cpa

Der Sturm-Fan trifft den GAK-Fan

12 Beiträge in diesem Thema

Im Sektor 25 schwankt die Stimmung

Der Sturm-Fan trifftden GAK-Fan. Zum bevorstehenden Bundesliga-Auftakt saßen wir mit den Anhängern an einem „Runden Tisch“ mit Ecken & Kanten.

Können wir euch Vier eigentlich so nebeneinander sitzen lassen? Oder müssen wir euch in eigene Sektoren auseinander „sperren“?

THOMAS LANG (Brigata, SK Sturm): Nein, nein. Passt schon so.

CHRISTIAN WESWALDI (AHC, GAK): Wir haben doch mit den Sturm-Fans nie Probleme gehabt.

Okay, sagen wir also „Meister first“, fangen wir beim GAK an. Der GAK ist Meister geworden, trotzdem war das Stadion nur ein einziges Mal ausverkauft . . .

WESWALDI: Ja, leider. Der GAK-Anhänger redet lieber, statt Taten zu setzen. 9000 GAKler waren zwar beim letzten Match in der Südstadt, aber nur 3600 Dauerkarten sind bisher verkauft. Obwohl unser Präsident (Rudi Roth, Anm.) gemeint hat, dass wir locker 5000 verkaufen werden. 320 Euro für eine Dauerkarte hat in Zeiten wie diesen halt nicht jeder.

Was sollen da die Sturm-Fans sagen? Dort kostet das Saison-Abo das Doppelte und Dreifache von jenem des GAK.

LANG: Viele geben ihre Dauerkarten zurück, haben entschieden, sich das nicht mehr leisten zu wollen. Die billigste GAK-Dauerkarte, hinter dem Tor, kostet 103 Euro. Bei Sturm kostet die gleiche Karte 247 Euro. Für den Tabellen-Neunten . . .

Offenbar hängt der Haussegen zwischen Sturm-Fans und dem Verein SK Sturm derzeit windschief. Oder täuscht das?

GEORG KLEINSCHUSTER (Sturm-Flut): Ja, er hängt schief. Das hat aber nichts mit der Mannschaft zu tun, sondern hauptsächlich mit dem Vorstand. Es hat einfach zu viele Vorfälle gegeben.

Etwas konkreter, bitte.

LANG: Versprechungen, die nicht gehalten wurden. Wie zum Beispiel, dass der Fan-Sektor 25 vergrößert wird. Ein 20-seitiges Konzept haben wir ausgearbeitet, alles wurde uns zugesichert. Passiert ist gar nichts.

Aber der Herr Kartnig beklagt sich andererseits bitterlich, dass ihr Fans zigtausende Euro Schaden anrichtet.

KLEINSCHUSTER: Wir können uns schon benehmen, brauchen uns nicht zu rühren. Dann geht halt die Stimmung brausen. Oder der Verein nimmt einen Teil der Strafen in Kauf und hat dafür eine Mörder-Stimmung.

THOMAS RADKOVIC (Red Firm, GAK): Wir haben da viel weniger Probleme als Sturm. Wird wohl am Präsidenten liegen. Aber es gibt auch bei uns Schikanen gegen die Fan-Kultur. Zum Beispiel sollen unsere Fahnen plötzlich feuerfest sein . . .

WESWALDI: Ohne 25er-Sektor wäre in Liebenau Allerheiligen-Stimmung. Die reißen alle anderen mit. Beim GAK und bei Sturm.

Auch in Graz gab es letztes Jahr immer öfter Ausschreitungen. Warum müssen sich vor allem die Fußball-Anhänger gegenseitig die Schädel einschlagen?

WESWALDI: Ein paar schwarze Schafe gibt es leider immer. Aber die kann man beim GAK an einer Hand abzählen.

LANG: Es sind Rivalitäten, die seit Jahrzehnten bestehen. Schon als Kind wird dir eingetrichtert, wie unmöglich der Rapid-Fan ist.

KLEINSCHUSTER: Bei einer Massensportart ist das einfach so. Nicht nur in Europa, auch in den USA, überall auf der Welt.

RADKOVIC: Die Leute, die das machen wollen, machen das. Darauf haben wir keinen Einfluss. Und in Graz wird das aufgebauscht. Von den Medien. Ihr macht’s aus jeder kleinen Rauferei eine wilde Hooligan-Schlägerei.

LANG: Schlägereien gehören zum Fußball, wie die Butter aufs Brot. Weswegen ich es aber nicht gutheiße.

KLEINSCHUSTER: Wir wissen auch, dass Krieg schlecht ist und können nichts dagegen machen.

Die Sturm-Fans wollen streiken. Was heißt das?

LANG: Es wird keine optische und keine akustische Unterstützung geben – a) weil wir uns die Behandlung der Fans nicht mehr gefallen lassen, b) weil die Kartenpreise unverschämt sind. Was sich aber natürlich nur auf unsere Heimspiele bezieht.

Kommen wir zu etwas anderem. Was sagt ihr denn zum neuen Fernsehvertrag, dass es Fußball fast nur noch im Pay-TV zu sehen geben wird?

RADKOVIC: Für den GAK ist das vielleicht gar nicht einmal so schlecht. Wenn sich weniger Leute die Spiele im Fernsehen anschauen können, kommen mehr ins Stadion.

WESWALDI: Der echte Fan geht ins Stadion, dem ist das egal.

Aber die späten Beginnzeiten, sind die nicht gegen den Fan im Stadion?

LANG: Am Samstag ist 18 Uhr schon sehr spät. Außerdem wird in Österreich generell zu weit in den Winter hinein gespielt.

Jetzt zum Sportlichen. Was sind denn da eure Erwartungen für die kommende Saison?

RADKOVIC: Die Champions League zu schaffen wird natürlich schwer. In der Meisterschaft wäre ein Platz unter den besten Drei ideal.

WESWALDI: Bleiben wir schön am Boden. Der GAK hatte ein sensationelles Jahr, aber das wird nicht immer so gehen. In der Champions League ist unsere Chance nur theoretisch. Und in der Meisterschaft wird es einen Vierkampf geben – GAK, Austria, Pasching und Rapid.

LANG: Ich habe für Sturm keine Erwartungen. Ich hoffe, dass wir nicht absteigen – alles andere wäre vermessen. Wir haben uns nirgends verstärkt. Also gibt es auch keinen Grund, positiver zu denken.

KLEINSCHUSTER: Ich hoffe eigentlich nur, dass wir möglichst schnell mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

LANG: Sturm hat eben kein Geld mehr. Also wäre jede Investition wirtschaftlich nach hinten losgegangen.

Abschließend: Warum sind denn eurer Meinung nach die Champions-League-Millionen verschwunden?

LANG: Durch Misswirtschaft. Vor allem durch Fehlkäufe und horrende Spieler-Verträge. Wo sind denn die Sponsoren, die der Präsident (Hannes Kartnig, Anm.) immer verspricht, aufzutreiben? Der einzige Sponsor sind wir, die Fans.

Kleine Zeitung

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Zu dem Runden Tisch gibt es auch noch folgenden Artikel von Gerald Pototschnig

Zusammenspiel

Als Hannes Kartnig gestern von unserem „Runden Tisch“ mit Anhängern der beiden Grazer Fußballklubs Wind bekommen hat, wurde er offenbar unruhig.

Der Sturm-Präsident bat darum, ihm umgehend und noch vor Erscheinen der heutigen Kleinen Zeitung Kopien des nebenstehenden Berichts per Telefax zukommen zu lassen.

Dass es in des Präsidenten Urlaubsdomizil keine „Kleine“ gibt, dürfte dabei weniger eine Rolle spielen. Vielmehr war es Kartnigs Neugier, wie er bei „seinen“ Fans wegkommt.

Dabei kann Kartnig nicht überrascht sein, dass das Verhältnis zwischen Verein und Anhängern des SK Sturm nicht das beste ist.

Ohne Hannes Kartnig würde es Sturm vielleicht in seiner jetzigen Form geben. Aber Sturm als Meister und Sturm in der Champions League hätte es ohne Kartnig nie gegeben. Das wissen auch die Fans.

Auf der anderen Seite werden es nicht Kartnigs Schickimickis im VIP-Club sein, die für Stimmung im Stadion sorgen. Das weiß der Präsident genau.

Sie werden schleunigst aufeinander zugehen müssen, Verein und Anhänger. Denn dass dem SK Sturm auch noch seine Fans davonlaufen,

das kann er im Moment wohl nicht brauchen.

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LANG: Schlägereien gehören zum Fußball, wie die Butter aufs Brot.

ziemlich dämliche aussage 8P

rivalität ok, aber der fussball könnte auch ohne schlägereien sehr gut auskommen...

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ziemlich dämliche aussage 8P

rivalität ok, aber der fussball könnte auch ohne schlägereien sehr gut auskommen...

ja, in dem "duell" erweisen sich die roten allgemein als freundlicher obwohl auch solche aussagen net viel mit der realität zu tun haben:

CHRISTIAN WESWALDI (AHC, GAK): Wir haben doch mit den Sturm-Fans nie Probleme gehabt.

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ziemlich dämliche aussage 8P

rivalität ok, aber der fussball könnte auch ohne schlägereien sehr gut auskommen...

kann sein das ihr alle net gscheit lests? da is noch ein satz dabei. aber is eh klar das dann alle auf solchen ansagen herumreiten. is doch ah perfektes fressen für alle.

:support: VORSTAND RAUS

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kann sein das ihr alle net gscheit lests? da is noch ein satz dabei. aber is eh klar das dann alle auf solchen ansagen herumreiten. is doch ah perfektes fressen für alle.

:support: VORSTAND RAUS

ja, genau dass is ja das problem (wie ich es dir a schon zu erklären versuchte)...

diese sätze werden für einen kartnig das fressen sein indem er sagt dass "alle sturm anhänger eh nur ans schlägern denken" oder so ähnlich...nichts gegen lang, er hat seine meinungen rüber gebracht, aber vl hätte er es gewählter tun müssen, dass is mein kritikpunkt, nicht der inhalt

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Vielleicht is das auch nur in der Zeitung falsch, weil gekürzt, rübergekommen. Ansonsten wär die Wortwahl wirklich ein wenig verfehlt... aber um mit den Worten meines Religions Profs zu sprechen: "Zuerst amal glaub ichs nicht, weils in der Zeitung steht"

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Vielleicht is das auch nur in der Zeitung falsch, weil gekürzt, rübergekommen. Ansonsten wär die Wortwahl wirklich ein wenig verfehlt... aber um mit den Worten meines Religions Profs zu sprechen: "Zuerst amal glaub ichs nicht, weils in der Zeitung steht"

ja, ist durchaus möglich...braucht nur ein roter das interview gemacht haben :D

oder der liebe h.k. hat seine fingerchen im spiel - er wollte ja schon vor druckbeginn informiert werden...zutraun würd ichs ihm sogar :hammer:

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ziemlich dämliche aussage  8P

rivalität ok, aber der fussball könnte auch ohne schlägereien sehr gut auskommen...

kann sein das ihr alle net gscheit lests? da is noch ein satz dabei. aber is eh klar das dann alle auf solchen ansagen herumreiten. is doch ah perfektes fressen für alle.

:support: VORSTAND RAUS

LANG: Schlägereien gehören zum Fußball, wie die Butter aufs Brot. Weswegen ich es aber nicht gutheiße.

auch wenn der interviewte die schlägereien nicht gutheisst, vertritt er doch die meinung, dass diese beim fussball unentbehrlich sind. so verstehe ich diese aussage, daher finde ich sie auch dämlich.

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auch wenn der interviewte die schlägereien nicht gutheisst, vertritt er doch die meinung, dass diese beim fussball unentbehrlich sind. so verstehe ich diese aussage, daher finde ich sie auch dämlich.

Seh ich genauso, noch dazu kommt die Ansage von einem Fanclub- Mitglied, also halt ichs nicht für unrealistisch, dass es schon so gemeint ist, wie es klingt.

Jedenfalls vermisse ich die Distanzierung von Raudis, hab noch nie davon gehört, dass solche bei den Fanclubs rausgeworfen werden, zusammen mit den Ereignissen in der letzten Saison ein klares Zeichen, dass man Sport und Gewalt nicht extra zu trennen versucht...

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gewalt und fussball

die passage, in der ich im interview davon sprach, dass schlägereien zum fussball wie die butter aufs brot gehören, wurde nicht im passenden kontext wiedergegeben. es ging in dem gespräch darum, ob ausschreitungen ein neu auftretendes phänomen im fussballsport darstellen oder ob dieser zusammenhang schon seit jeher besteht. jeder, der sich mit fussball und seinem fanwesen eingehend beschäftigt, weiss, dass gewalt im umfeld von fussballspielen ein problem ist, das den sport leider schon seit jahrzehnten quält. einzig und allein um diesen historischen zusammenhang zu verdeutlichen, wählte ich die gedruckten worte.

thomas lang, graz

[leserbrief in der kleinen zeitung]

erscheint mir nicht besonders glaubwürdig, da dürfte es wohl viele negative rückmeldungen auf die aussage im interview gegeben haben...

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diese sätze werden für einen kartnig das fressen sein

Genau so ist es:

Mit Raufbrüdern, die öffentlich meinen, dass im Kick eine Schlägerei wie die Butter am Brot ist, will ich nichts zu tun haben.
Grazer

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