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Und wiedermal der Westi...

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Die Bundesliga soll ein Menü werden

Marketingvorstand Westenthaler stößt mit seiner Produktions-GmbH-Idee auf Widerstand - Mike Lilacher als Partner

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Mike Lielachers Imperium verbindet Welten

Wien - Ende Mai bilanzierte Fußball-Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler das Meisterschaftsjahr 2003/2004. Inmitten seiner Sicht der Dinge ließ er eine Bemerkung fallen, die weit gehend unbeachtet blieb. Die Bundesliga werde eine "Content Produktions Firma" (CPC) gründen, um mit dem TV-Signal Geschäfte zu machen. Westenthaler erwähnte den Namen des potenziellen Liga-Partners auf der Pressekonferenz nicht. Doch in den folgenden Tagen erschienen in diversen Medien Berichte, wonach Michael Lielachers Internetdienstleister www.webfreetv.com mit der Liga eine Gesellschaft gegründet habe (etwa wirtschaftsblatt: online, 28. 5. 2004). Die GmbH ist bis heute nicht gegründet. Dienstag soll der dafür zuständige Liga-Beirat (Aufsichtsrat plus Steuerprüfer Wawronek) die Entscheidung fällen.

"Eine Ausschreibung braucht man dafür nicht", sagte Westenthaler am Samstag auf die Frage, warum ausgerechnet der FPÖ-nahe und ihm gut bekannte Lielacher der Partner der Liga sein solle. Und: "Es gibt niemanden auf dem Markt, der das kann, was wir brauchen. Lielacher macht das seit Jahren für die Klubs zur Zufriedenheit."

Derzeit erledigt die Internet-Sportplattform sport1.at die Signalbearbeitung, laut Westenthaler zur "vollsten Unzufriedenheit" der Klubs, nach Aussage diverser Klubfunktionäre und der Telekommunikationspartner zur Zufriedenheit. Sport1.at-Geschäftsführer Karl Wieseneder verhandelte für den Ex-Liga-Partner ISPR vor zwei Jahren erstmals den Verkauf der UMTS-Rechte und erlöste für die Liga rund 1,5 Millionen Euro, wofür zehn Prozent Provision an sport1.at flossen. Westenthaler warf Wieseneder illegale Provisionsannahme vor, der Vorwurf wurde vom Liga-Vize und Mattersburg-Präsidenten Martin Pucher bedauernd zurückgenommen.

Signale, Signale Vor rund zwei Wochen wollte Westenthaler die Entscheidung für Lielachers Firma in einer Aufsichtsratssitzung durchboxen. Doch unterlief ihm ein Formalfehler, denn der Aufsichtsrat ist laut Statuten nicht zuständig. Also wurde eine neue Sitzung anberaumt. In der Zwischenzeit hat mindestens eine der an den UMTS-Rechten (Videoclips im Handy) interessierten Firmen Westenthalers Konstruktion abgelehnt. Auch Pucher hält dezidiert nichts mehr von einer Verknüpfung des UMTS-Rechteverkaufs mit einer obligatorischen Abnahme der von webfreetv.com bearbeiteten Signale. Firmen wie mobilkom, One, Hutchison oder T-Mobile sind durchaus in der Lage, selber oder mit kompetenten Partnern die TV-Signale in eine für sie brauchbare Form zu bringen.

Pucher: "Wenn die Tel-Cos das selber billiger und besser herstellen, soll uns das recht sein." Und Aufsichtsrat und Rapid-Präsident Rudolf Edlinger ergänzt: "Das Beste für die Liga soll rauskommen, und Westenthalers Vorschlag scheint mir nicht in diese Richtung zu gehen." Außerdem ist mit dem Einstieg von Premiere und ATV+ in den Vertrag mit der Liga eine der Geschäftsgrundlagen der von Westenthaler anvisierten Produktionsgesellschaft weggefallen. In einem Papier (25. Mai 2004) von Kurt Lukasek, der bei der Bundesliga-Marketingfirma angestellt ist und mit Westenthaler lange Jahre bei der FPÖ zusammenarbeitete, soll das bearbeitete TV-Signal auch den TV-Regionalsendern zur Abnahme angeboten werden. Premiere aber stellt das Signal den Regionalsendern gratis zur Verfügung.

In dem genannten Papier hielte Lielachers Firma web freetv.com an der Content-GmbH 75 Prozent, die Liga 25 Prozent. Mit der angestrebten Verknüpfung von Rechteverkauf und Bearbeitung durch webfreetv.com würde die Zustimmung zur Abnahme von Lielachers Produkten entscheiden, wer UMTS-Rechte erwerben darf. Und die Liga - oder ihre Marketingtochter - könnte bei der Geschäftspolitik, bei der Bilanzierung (Gewinnausschüttung), Preisgestaltung und anderen Grundsatzentscheidungen nicht einmal mitreden. Pucher: "Wenn überhaupt so eine Gesellschaft, dann nur mit Mehrheitsbeteiligung der Liga." (Johann Skocek - DER STANDARD PRINTAUSGABE 5.7. 2004)

Braucht mal wieder ein Freund eines Ex-Blauen einen Versorgungsposten.

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