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PaschingFanatic

Jaja, so ist das

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Von der ofiziellen Vereins HP:

Bremens Meistermacher kommen aus Pasching ...

... und warten auf Danksagung von Werder

von Patrick Krull, Welt.de

An trüben Tagen wird im Rathaus an der Leondinger Straße der Videotext von Sat.1 bemüht, um wieder Stimmung in den Büroalltag zu bringen. Fritz Böhm (64), der Bürgermeister von Pasching, lädt dann ausgesuchte

Mitarbeiter in sein Amtszimmer - und auf dem Fernsehschirm ist die deutsche Bundesligatabelle zu sehen. Und weil Werder Bremen sich dort beharrlich auf Platz eins hält, macht sich Erheiterung im ersten Stock breit.

"Dass die nach der Abreibung bei uns noch mal wieder auf die Beine gefunden haben, ist schon kurios", sagt Böhm, ein Mann, der immer nur Schwarz trägt und einen roten Porsche fährt. Er sagt auch: "Pasching ist durch mich als Bürgermeister berüchtigt. Durch Bremen aber ist unser Dorf berühmt geworden." Und er ist dankbar dafür.

Denn was der deutschen Nationalmannschaft die Schmach von Cordoba ist, das ist den Bremern die Schande von Pasching. Unauslöschbar, unheimlich peinlich - aber unglaublich gut für Paschings Fremdenverkehr. Das Aus im Halbfinale des UI-Cups Ende Juli vergangenen Jahres, eingeleitet durch ein 0:4 beim österreichischen Dorfklub, gilt als eines der dunkelsten Kapitel deutscher Klubgeschichte. Auf internationaler Ebene, wohlgemerkt. "Werder-Dösis blamierten sich bei den Ösis", höhnte "BILD".

Die Paschinger nahmen fortan mit Verwunderung zur Kenntnis, dass Bremen sich in der Bundesliga doch noch zu wehren verstand. Da sich nunmehr gar abzeichnet, dass dem designierten deutschen Meister eine gepfefferte Lektion erteilt wurde, macht sich im Örtchen eine Theorie breit, die den damaligen Sieg in eine völlig neue Dimension rückt. "Wir sind die eigentlichen Meistermacher", sagt Kapitän Michael Baur (35), beim Hinspiel Schütze des vierten Tores, "hätten wir nicht den Warnschuss abgegeben, hätten die doch die Abfahrt des Meisterschaftsexpresses total verpennt."

In Pasching (6134 Einwohner, Kirche im Stadtkern, ein Stadion mit 6500 Plätzen) erinnern sie sich, wie lustlos die Bremer aus dem Bus stiegen und welch unmotivierten Eindruck sie beim Training hinterließen. Die Paschinger witterten in der Verdrießlichkeit ein Ablenkungsmanöver, also luden sie die Bremer ins Edelrestaurant "Le Boeuf" nahe Linz ein, wo nach einem üppigen Mahl noch ein besonders raffiniert gesüßter

Kaiserschmarrn aufgetischt wurde, um die Gäste so milde wie möglich zu stimmen - die Verantwortlichen des Dorfklubs hatten die Befürchtung gehegt, dass die Begegnung mit einer hohen Niederlage enden könnte, für den eigenen Klub freilich. Also lullte der damalige Tabellenletzte den Gegner ein und machte vorsorglich auf Freundschaft.

Da aber das ganze Brimborium letztlich nicht nötig war, wie sich später zeigen sollte, ärgerte sich der FC Superfund vor dem 1:1 im Rückspiel ein wenig, dass er von seinem knappen Etat (4,5 Millionen Euro) den Bremern (32 Millionen Euro Saisonbudget) noch eine warme Mahlzeit spendiert hatte.

"Die dürfen uns schon dankbar sein", sagt Manager Stefan Reiter (42), "wenn wir die nicht gedemütigt hätten, wer weiß, wo die sonst mit ihrer damaligen Einstellung gelandet wären." Reiter aber weiß auch, wann es Zeit ist für eine Gratulation. Also wünscht er Werder alles Gute zum Titelgewinn. Vorab schon mal, auch wenn ihn der Umstand ein bisschen verwundert. Bremen als deutscher Meister, sinniert Reiter, das hielt er nach deren Auftritt in Pasching für so unwahrscheinlich wie einen Titelgewinn seines FC Superfund in der österreichischen Liga: "Utopisch, einfach utopisch."

Nur Bürgermeister Böhm will es irgendwie schon damals geahnt haben. "Wir haben es doch am eigenen Leib gespürt, was in den Bremern steckt - auch wenn wir weit besser sind." Aber sein Klub habe eben auch den entscheidenden Denkanstoß gegeben: "Wenn man von einem Dorfklub vermöbelt wird, fängt selbst der dümmste Fußballspieler an nachzudenken."

Ein Dankeschön von Werder Bremen, gern auch schriftlich, sagt Böhm, Mitglied Nummer 132 beim FC Superfund, würde er weiterleiten.

Ja...wir warten :D

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