Austria Bundesligavorschau


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Superkicker

Vorbereitung, Zu- und Abgänge

Trainingslager:

9. - 19.1. Belek

26.1. - 9.2. Marbella

Testspiele:

Besiktas 1:1

Denizlispor 2:2

Lilleström 2:2

Lemberg 1:0

FC Malaga 1:0

Che Che 3:0

FC Zürich 3:2

Trencin 3:0

Schwechat 6:1

Transfers:

Zugänge: Kahraman (Pasching), Pircher (Bregenz), Parapatits (Austria), Afolabi (NIG/Standard Lüttich/ab Sommer 2003)

Abgänge: Kiesenebner (Pasching)

Ausruhen auf dem Punktepolster ist bei Daum streng verboten

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Trainer Daum gibt die Richtung für die nächsten Monate vor. Die Mannschaft zieht voll mit.

Wien - Als einziger Bundesligist entfloh die Wiener Austria im Winter gleich zwei Mal dem kalten Österreich, um sich im Süden Europas mit Trainer Christoph Daum für die "Mission 22. Meistertitel" vorzubereiten. Mit 13 Punkten Vorsprung auf den Zweiten ist das aber nur der erste Schritt für Austrias große Pläne.

Denn der Blick schweift bei den Veilchen schon in die zweite Hälfte des Jahres, wenn das von Mäzen Stronach vorgegebene Ziel Champions League in Angriff genommen werden soll. Die CL-Tauglichkeit seines Kaders beziffert der 49-Jährige Trainer derzeit "mit circa 60%".

"Es liegen noch große Anstrengungen vor uns, damit wir unsere internationalen Ziele erreichen können", erklärt der Deutsche, der im Frühjahr "mehrgleisig" fahren wird. Die Testspiel-Serie verlief ohne Niederlage. Dabei überraschte Daum mit einer neuen Angriffsvariante. Sigurd Rushfeldt spielt einzige "echte" Spitze. Janocko und Helstad wirbeln auf den Flügeln.

Vor dem Liga-Auftakt in Kärnten sprach Christoph Daum über:

...die Saison-Vorbereitung:

Wir haben in den Trainingslagern ein taktisches Grundkonzept für alle Spieler duchgezogen, damit jeder Spieler sofort weiß, welche Position er einnehmen muss und wie seine taktische Zuordnung aussieht. Die Vorbereitung in Belek und in Marbella verlief optimal. Auch in Wien haben wir unser Programm trotz harter Böden und den damit verbundenen Einschränkungen best möglich durchgezogen. Die Verletzungen von Wagner und Cesar schmerzen zwar, bei so einem großen Kader Spielern liegt das aber noch im grünen Bereich. Jetzt gilt es so schnell wie möglich den Wettkampf-Rhythmus zu finden.

...die personelle Situation:

Ich kann mich glücklich schätzen so einen großen Kader zu haben. Im Herbst hat sich die Mannschaft fast von selbst aufgestellt, weil so viele Spieler nicht fit oder ausgepowert waren. Jetzt habe ich Mühe, mich für elf bzw. 18 Spieler zu entscheiden - die Qual der Wahl sozusagen. Es drängen sich viele Spieler (Dheedene, Gilewicz, Linz) auf, die momentan (noch) nicht zu den ersten Elf zählen. Jeder muss sich im Training anbieten und es mir schwer machen, ihn nicht zu berücksichtigen. Dementsprechend hat die Mannschaft in der Vorbereitung mitgezogen. Ein Kompliment an alle. Allerdings muss sich die harte Arbeit bei manchen Spielern erst setzen. Einige waren von der Intensität doch etwas überrascht.

...Neuzugänge und den Druck innerhalb der Mannschaft:

Joachim Parapatits hat absolut das Zeug zum Shooting Star und zählt zu jenen, die in die Stammformation drängen. Er ist laufstark, schnell und beherrscht den Ball. Wie viele solcher Spieler gibt es denn in Österreich? Jetzt gilt es, seine körperlichen Defizite wettzumachen, damit er sich auch gegen internationale Gegner durchsetzen kann. Auch Volkan Kahraman ist auf dem richtigen Weg. Die Umstellung von Pasching zur Austria ist ihm natürlich schwer gefallen. Vor allem physisch muss er noch viel arbeiten, aber er zeigt großen Willen und ist einer, der für Überraschungsmomente im Spiel sorgt. Er beherrscht die Kugel wie nur wenige andere in diesem Land. Patrick Pircher hat von allem etwas, aber auch er muss sich erst an die neuen Umstände gewöhnen. Einige Spieler müssen noch lernen sich zu quälen, aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Der Druck in der Mannschaft ist positiv und leistungsfördernd. Keiner darf sich auf dem Punktepolster ausruhen, sonst spielt ein anderer.

...die eigene Handschrift:

Ich denke, sie wird zum Teil zu erkennen sein, aber nicht in dem Maß, wie ich mir das vorstelle. Dafür braucht man mehr Zeit. Vor allem im taktisch-technischen Bereich müssen wir noch viel arbeiten. Wir machen zu viele unerzwungene Fehler. Das müssen wir abstellen. Die körperlichen Defizite haben wir ausgemerzt.

...über die Meisterschaft:

Auch wenn alle schon vom Titel reden, müssen wir ihn erst fix machen. Jeder Gegner wird gegen uns top-motiviert sein, wird sich beweisen wollen. Wir dürfen nicht glauben, dass wir nun jede Partie gewinnen. Aber klar: Verein und Fans warten seit zehn Jahren auf die Meisterschaft. Das ist unser oberstes Ziel. Den Pokal lassen wir aber auch nicht außer Acht.

...die Champions-League-Qualifikation:

Wir müssen uns im Frühjahr neben der Liga auch auf die Champions-League-Qualifikation vorbereiten. Auf uns warten große Gegner, das ist eine enorme Herausforderung. Einerseits müssen wir in den nächsten Monaten die neuen und jungen Spieler in die Mannschaft einbauen. Parallel dazu müssen wir die Qualität der Mannschaft im Training weiter steigern. Und schließlich werden wir uns auf der ein oder anderen Position verstärken müssen.

Michael Unger

Interview mit Peter Svetits

"Schonfrist für Djalminha und Cesar ist vorbei"

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Wien - Vor über einem Jahr ist der Burgenländer Peter Svetits bei der Austria angetreten, die hohen Ziele von Frank Stronach umzusetzen. Der erste Schritt, heuer Meister zu werden, ist wohl nur durch höhere Gewalt zu verhindern. Auch wenn der Sportdirektor nicht über ungelegte Eier sprechen will, laufen die Planungen für das "Projekt Champions League" auf Hochtouren.

Im Sport1-Interview spricht Svetits über den Umbau der Mannschaft, seine Erwartungen an Djalminha und den "Glücksgriff" Christoph Daum.

Sport1: Ist die Winterpause zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen?

Peter Svetits: Ja. Wir haben die Mannschaft mit Kahraman, Pircher und Parapatits stark verjüngt und einen Umbau eingeleitet. Kurzfristig werden es die drei bei unserem Kader bestimmt nicht leicht haben, sich in die Mannschaft zu spielen. Alle drei sollten eigentlich erst im Sommer zur Austria wechseln. Jetzt haben sie das ganze Frühjahr Zeit sich zu akklimatisieren, sich an das hohe Tempo und das Rundherum zu gewöhnen, damit sie mittel- und langfristig zu echten Stützen werden. Die sportliche Vorbereitung ist nach Plan verlaufen.

Sport1: Was erwartet sich der Sportdirektor von seinen brasilianischen Importen Djalminha und Cesar im Frühjahr?

Svetits: Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung. Beide haben unglaubliche Anlagen. Die Eingewöhnungsphase und Schonfrist ist jetzt vorbei. Die mussten sich erst daran gewöhnen vor 5000 und nicht vor 50000 Fans zu spielen. Das ist eine Kopfsache. Aber Djalminha hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er jetzt bessere Leistungen abrufen kann. Für Cesar gilt das selbe.

Sport1: Wie verlaufen die Vorbereitungen auf die Champions League?

Svetits: Also erst einmal müssen wir Meister werden. Ich kann das Fell nicht verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Es kann immer etwas passieren, aber natürlich ist der Titel das große Ziel. Jetzt gilt es die Mannschaft für höhere Aufgaben vorzubereiten. Wir müssen eine Einheit, ein Kollektiv werden. Nur so können wir gegen große Gegner reüssieren. Mit Christoph Daum haben wir dafür den idealen Trainer.

Sport1: Stichwort Trainer: Spüren Sie einen Daum-Effekt?

Svetits: Man erkennt sein eigenes System. Daum trainiert keine starre Raumdeckung, sondern passt das Spielsystem dem jeweiligen Gegner an. Dadurch haben wir den Vorteil, dass wir für die Konkurrenz weniger leicht auszurechnen sind. Jeder Spieler profitiert von einem Trainer wie ihm. Christoph Daum kann nicht nur bei der Austria, sondern auch für den österreichischen Fußball viel bewirken. Dass er ein internationaler Top-Trainer ist, steht wohl außer Diskussion. Das merkt man auch daran, dass ihn jetzt einige Klubs verpflichten wollten. Wir haben damals den richtigen Zeitpunkt getroffen, ihn zu holen. Jetzt wäre es undenkbar Daum zu verpflichten, weil Klubs wie Barcelona und Leverkusen vor seiner Tür standen.

Sport1: Herr Daum meint, es sei noch viel zu tun, damit die Austria ihre internationalen Ziele erreichen kann. Wie wollen Sie die Austria für die Königsklasse tauglich machen?

Svetits: Es gilt sicher noch einige Kader-Adaptierungen durchzuführen: Die Position von Mayrleb nachbesetzen etwa oder die Tormann-Frage klären. Marc Ziegler lässt durchklingen, den Verein im Sommer verlassen zu wollen. Es ist noch nicht klar, wer aller den Verein verlässt. Die Verträge von Hopfer und Hiden laufen aus. Hier zeichnen sich zwar Tendenzen ab, es ist aber nichts entschieden. Genau so wie bei Djalminha und Cesar. Ich habe ganz konkrete Vorstellungen was Neuzugänge betrifft. Afolabi haben wir ja bereits verpflichtet.

Sport1: Kommen große Namen nach Wien?

Svetits: Ich beteilige mich nicht an Spekulationen über Namen. Ich habe mit Zenden verhandelt, aber der wechselt nicht nach Österreich. Bei Böhme besteht vielleicht noch eine Chance. Aber es gibt Alternativen.

Sport1: Gibt es Aktuelles in der Frage des neuen Stadions?

Svetits: Frank Stronach arbeitet wirklich mit Nachdruck an einem Gesamtkonzept für ein neues Stadion. In den nächsten ein, zwei Monaten könnte es hier Fortschritte geben. Hoffentlich lässt man ihn das Stadion nach seinen Vorstellungen bauen. Das Stadion muss sich rentieren. Das bedarf einer dementsprechenden Infrastruktur. 18 Fußballspiele pro Jahr sind zu wenig, das lohnt sich einfach nicht.

Sport1: Die Vereinsvertreter der Bundesliga haben sich auf eine längere Sommerpause geeinigt. Sind Sie damit zufrieden?

Svetits: Natürlich bin ich zufrieden. Ich habe das ja angeregt, damit die Spieler im Sommer ordentlich regenerieren können und vor allem auch, dass man mehr Zeit für Transfers hat bzw. neue Spieler mehr Zeit haben sich zu einzuleben. Das hat für alle Klubs enorme Vorteile. Die Ausreden, dass man im Sommer keine ordentliche Vorbereitung machen kann, fällt jetzt weg.

Das Gespräch führte Michael Unger

Meisterschale oder böses Erwachen in Wien Favoriten?

Nur wenig spricht am Ende der Saison gegen einen Meisterjubel in Violett

Austria stemmt die Meisterschale in die Höhe, weil...

...die Wiener dank der großzügigen finanziellen Unterstützung von Frank Stronach über einen Kader verfügen, der in Österreich derzeit seines gleichen sucht. Kein anderes Bundesliga-Team verfügt in der Masse über so gute Einzelspieler wie Austria. Und im Gegensatz zum Herbst kann Trainer Christoph Daum im Frühjahr aus dem Vollen schöpfen, da auch zuletzt rekonvaleszente Leistungsträger wie Djalminha oder Gilewicz wieder fit sind.

...der große interne Konkurrenzdruck die Qualität der Mannschaft merkbar anhebt. Niemand verfügt über ein sogenanntes Fix-Leiberl und keiner kann es sich leisten, sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen. "Jeder muss sich im Training anbieten und es mir schwer machen, ihn nicht zu berücksichtigen", gibt Daum die Prämisse aus.

...sich die Mannschaft nach dem frühen Aus im UEFA-Cup voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren kann und die Doppel-Belastung Europacup wegfällt. Ein Kräfte-Einbruch ist bei den Veilchen nicht vorherzusehen, zumal Daum im Winter das Konditions-Training forcierte und die Ausdauerwerte seiner Schützlinge deutlich verbessern konnte.

...der 21-fache Champion mit Christoph Daum über einen international erfahrenen und im Meisterkampf erprobten Trainer verfügt, der seine Elf nicht nur im taktischen Bereich auf jeden Gegner perfekt einzustellen vermag, sondern der sich auch im Umgang mit jungen und arrivierten Spielern einen guten Ruf aneignen konnte.

...ein Vorsprung von 13 Zählern in der Tabelle auf das zweitplatzierte Pasching ein mehr als beruhigender Punktepolster ist.

Austria verpasst den vorprogrammierten Meistertitel, weil...

...Neuzugang Afolabi nicht regelkonform angemeldet wird, aber dennoch zum Einsatz kommt. Die Bundesliga den "Formal-Fehler" erst nach mehreren Wochen bemerkt und die Wiener daraufhin mit einem Punkteabzug belegt, der Sturm und Pasching an die Tabellenspitze und in weiterer Folge zum Titel spült.

...das Team von einer seltenen Virus-Infektion befallen wird und Parapatits und Co. mehr Zeit im Krankenhaus als auf dem Fußball-Platz verbringen. Daum notgedrungen Nachwuchs-Spieler aus Stronachs Akademie in die Kampfmannschaft beruft und mit den hoffnungsvollen aber unerfahrenen Talenten den komfortablen Abstand auf die Verfolger kontinuierlich verspielt.

...und nun allen Ernstes - auch ein Vorsprung von 13 Punkten und Stars a la Djalminha keine Erfolgs-Garantie sind.

Gernot Ebner

Christoph Daum fordert im Frühjahr ein spielerisches Feuerwerk von seiner Mannschaft. Die Fans am Verteilerkreis wollen den Meistertitel.

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die Elite schwindet

Austria verpasst den vorprogrammierten Meistertitel, weil...

...Neuzugang Afolabi nicht regelkonform angemeldet wird, aber dennoch zum Einsatz kommt. Die Bundesliga den "Formal-Fehler" erst nach mehreren Wochen bemerkt und die Wiener daraufhin mit einem Punkteabzug belegt, der Sturm und Pasching an die Tabellenspitze und in weiterer Folge zum Titel spült.

...das Team von einer seltenen Virus-Infektion befallen wird und Parapatits und Co. mehr Zeit im Krankenhaus als auf dem Fußball-Platz verbringen. Daum notgedrungen Nachwuchs-Spieler aus Stronachs Akademie in die Kampfmannschaft beruft und mit den hoffnungsvollen aber unerfahrenen Talenten den komfortablen Abstand auf die Verfolger kontinuierlich verspielt.

...und nun allen Ernstes - auch ein Vorsprung von 13 Punkten und Stars a la Djalminha keine Erfolgs-Garantie sind.

Klingt doch alles recht plausibel. :D

Nein im Ernst. Punkt 1 wird nicht eintreten, da Sport1 hiermit schon ausdrücklich vor diesem Missgeschick gewarnt hat. Außerdem ist Stronach Bundesligapräsident und wird sich wohl nicht selbst die Punkte stehlen...

Punkt 2 scheint zwar an den Haaren herbeigeholt, aber doch immer möglich. Man kann nie wissen...

Punkt 3 ist auch nicht gerade mit überdurchschnittlicher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, aber naja, eh schon wissen, man kann nie wissen.

PS.: Richtig, mir ist fad, aber nicht mehr lange... :D

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