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Tifozo

Interview mit Franz Grad

6 Beiträge in diesem Thema

"Meine Fahrer können sich ihre Straßen auch nicht aussuchen"

 

Öffentlichkeitsscheu, aber für den Klub sehr erfolgreich tätig: Präsident Grad

Pasching - Kommerzialrat Franz Grad ist der "Vater" des Wunders von Pasching.

Grad übernahm 1964 das elterliche Transportunternehmen in Pasching und gründete in weiterer Folge in Wien die "Transdanubia".

Das im internationalen Fernverkehr tätige Unternehmen verfügt über Firmenstandorte in Pasching, Wien, Guntramsdorf, Bettembourg, Budapest und Istanbul.

1993 wurde der Unternehmer Präsident des Klubs, der damals gerade den Aufstieg in die zweite Landesliga unter Dach und Fach gebracht hatte. Grads Ziel war der Aufstieg in die erste Landesliga, der erst 1997, in der ersten Saison unter Trainer Georg Zellhofer, gelang.

Danach kam der Pasching-Express aber so richtig ins Rollen - die Zwischenstationen sind bekannt, heute ist Grads Baby ein strammer Junge und steht auf Platz zwei der Bundesliga.

Durch Grads Einsatz und das Gespür für die richtigen Mitarbeiter ist der 1700-Einwohner-Ort Pasching derzeit das Epizentrum des oberösterreichischen Fußballs.

Für die Zukunft sieht er 63-Jährige jedoch schwarz. Warum, erklärt Grad im Sport1-Interview.

Sport1: Wie soll das Märchen Pasching ausgehen?

Franz Grad: Wir warten jetzt einmal das Ende dieser Saison ab und schauen, was herauskommt. Mit dem sportlichen Erfolg kann ich sicher fertig werden. Das ist nicht mein Problem.

Sport1: Sondern?

Franz Grad: Mein Problem ist, dass ich für zehn Mannschaften, also die Profis und neun Nachswuchsmannschaften mit 150 bis 200 Kindern nur zwei Plätze habe. Das Hauptfeld und einen schlechten Kunstrasenplatz. Das ist nicht tragbar. Aber soll ich deshalb die Kinder über den Jordan gehen lassen? Sicher nicht, da muss eher die Profiabteilung dran glauben.

Sport1: Aber das wird sich doch angesichts des Aufstiegs von Pasching beheben lassen?

Franz Grad: Wir haben ja schon zwei Trainingsplätze gebaut - im Wasserschutzgebiet der Traun. Und jetzt verlangt man, dass dort wieder Bäume gepflanzt werden. Das liegt jetzt bei der Gemeinde Traun und der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Es geht ja nicht nur um die Jugendlichen aus Pasching, es geht ja auch um Kinder aus Linz oder Traun, die wir begeistern konnten. Das Problem ist, dass Beamte unbeschadet Schaden anrichten können.

Sport1: Was würde der Verlust dieser zwei Trainingsplätze für Pasching bedeuten?

Franz Grad: Das Aus. Wir können nicht so weiter tun, wie wir begonnen haben. Wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind, muss sich der Verein eine andere Heimat suchen.

Sport1: Mit ihnen als Präsident?

Franz Grad: Sicher nicht!

Sport1: Ein weiteres Vorhaben ist der Umbau des Stadions - auf Champions-League-Niveau, wie etwas übertrieben kolportiert wurde.

Franz Grad: Grob übertrieben würde ich sagen. Es geht einfach darum, die Grundvoraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir in der Liga spielen können. Diesen Aus- bzw. Umbau verlangt die UEFA-Lizenzierung. Ein weiteres Problem ist unser Rasen, der dringend saniert werden muss. Vorschriften gibt es da im Gegensatz zu den Tribünen nicht. Es ist offensichtlich egal, worauf man spielt.

Sport1: Wie weit konnten sie die Mannschaft in der Winterpause beobachten? Was war ihr Eindruck?

Franz Grad: Das Problem ist, dass wir keine ordentliche Vorbereitung hatten. Weder im Sommer noch, wetterbedingt, jetzt. Ich habe das 1:2 gegen Unterhaching gesehen. Auf einem kleinen Kunstrasenplatz. Auf so einem Flickwerk spielt man eben entsprechend. Aber die Spieler sind Profis und müssen damit zurecht kommen. Meine Fahrer können sich ihre Straßen ja auch nicht aussuchen.

Das Gespräch führte Sigi Lützow

Was sagt ihr dazu? Ist die Situation wirklich so dramatisch und warum will er scheinbar zwanghaft Unruhe in den Verein bringen?

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Soweit ich richtig informiert bin hat der SV Pasching bzw. die Gemeinde Pasching (Bgmst. Böhm) die angesprochenen Trainingsplätze in einem Wasserschutzgebiet ohne behördliche Bewilligung gebaut. Die zur Sanierung dieses Trinkwasserbereiches anfallenden Kosten ( Umleitung und Schließung von Quellen) müssten jetzt von der Stadt Traun übernommen werden! Und genau da liegt das Problem. Wie auch schon von der Plus City bekannt lässt der Hr. Böhm einfach überall etwas hinbauen und schei..t auf die Behörden!

Wobei ich glaube das der Grad nur drohen (erpressen?) will und nicht ernst macht. Hoffentlich (FC Linz!) :confused:

Es wäre vielleicht ohnedies besser gewesen man hätte das bereits investierte Geld in einen Stadionneubau gesteckt. Platz wäre ja in der Nähe er Plus City reichlich.

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Hilft Schlögl dem Böhm aus der Patsche?

Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zu den zwei Trainingsplätzen des SV Pasching wird von den Beteiligten – Bürgermeister Böhm (Pasching), Bezirkshauptmann Doleschal und Bürgermeister Schlögl (Traun) – bewusst verschwiegen. Ist es doch hochpeinlich, oberstgerichtlich bestätigt zu bekommen, dass Behörden so schlampen, dass Pasching im Trauner Wasserschutzgebiet zwei Trainingsplätze illegal errichtet und die Bezirkshaupt-

mannschaft dazu noch eine Rodungsbewilligung erteilt (das Gleiche gilt übrigens für das Paschinger Waldbad).

Bürgermeister Schlögl steht Paschings Böhm aber wacker zur Seite und hat sich von einer Gemeinderatsmehrheit den “dringlichen“ Wunsch nach Verlegung der Brunnenanlage absegnen lassen.

(Auszug aus den Trauner Gemeinderatsnachrichten – die Grünen Traun)

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Naja, dann steht ja dem weiteren Vortbestand des SV Pasching nichts mehr im Wege!

Ist ja auch höchst lächerlich wegen so einer Sache die Existenz eines Bundesligavereines anzuzweifeln - ned woahr Herr Grad!!! :nein:

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Hilft Schlögl dem Böhm aus der Patsche?

Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zu den zwei Trainingsplätzen des SV Pasching wird von den Beteiligten – Bürgermeister Böhm (Pasching), Bezirkshauptmann Doleschal und Bürgermeister Schlögl (Traun) – bewusst verschwiegen. Ist es doch hochpeinlich, oberstgerichtlich bestätigt zu bekommen, dass Behörden so schlampen, dass Pasching im Trauner Wasserschutzgebiet zwei Trainingsplätze illegal errichtet und die Bezirkshaupt-

mannschaft dazu noch eine Rodungsbewilligung erteilt (das Gleiche gilt übrigens für das Paschinger Waldbad).

Bürgermeister Schlögl steht Paschings Böhm aber wacker zur Seite und hat sich von einer Gemeinderatsmehrheit den “dringlichen“ Wunsch nach Verlegung der Brunnenanlage absegnen lassen.

(Auszug aus den Trauner Gemeinderatsnachrichten – die Grünen Traun)

Nichts wird also so heiß gegessen wie es gekocht wird. War irgendwie klar, dass das nicht so dramatisch ausgehen wird, nur der Böhm nimmt sich da anscheinend des öfteren ein schönes Stück heraus.

Nur warum Grad sich derart negativ äußert ist mir ein Rätsel. Hat es am Ende etwas mit dem geplanten Hotel zu tun. So nach dem Motto: Grad redet etwas dramatisch um die Existenz des Vereins, die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden helfen, stehen gut dar, im Gegenzug erhält Grad (behördliche) "Erleichterungen" beim Hotelbau...?

Naja egel, die Sache scheint vom Tisch!

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