Istvan Who sagte am 16. January 2012 - 19:09:
Ist ein gutes Interview, danke dafür!
Dass ich in der Sache mit Tatar in einigen Dingen nicht übereinstimme (kein IV-Ersatz, mit 14 Spielern über die Runden kommen...), ändert es zwar nicht, aber sein ehrliches Bemühen zweifle ich nicht an und wünsch ihm im Sinne der Vienna alles Gute. Ich hoffe auch, dass er erholt und frisch in die Frühjahrssaison geht.
Geht mir genauso. Das Interview ist in der Tat sehr ausführlich, da ich die Ansichten von Tatar aber größtenteils nicht teilen kann, hätte ich da gerne noch weiter mit ihm diskutiert.
Bei der Frage mit der Trendwende kam wieder die Ausrede mit der zu kurzen Vorbereitung, da hätte ich gleich hinzufügen sollen, dass es BW Linz trotz Relegation und sicherlich nicht besserem Kader sehr wohl geschafft hat, sich zu etablieren...
Er schreibt, dass der Erfolg des Teams höchste Priorität hat und erwähnt extra wie viel am Klassenerhalt hängt, verzichtet dann aber trotzdem freiwillig auf Djokic, einen Ersatztorhüter - da schreibt er was von Arbeitsplätzen sichern und geht dann das Risiko ein, dass bei einer Verletzung ein Feldspieler ins Tor hätte müssen - und Hosiner. Er hätte sie ja zumindest auf die Ersatzbank setzen können, um sie dann im Ernstfall - den es dann ja jeweils gab - bringen zu können. Bezüglich Pokern dürfte er auch verpasst haben, dass es da vor etwa 5 Jahren einen enormen Boom gab und seither eben viele - vor allem Jüngere - aus Spaß spielen. Er hat das ja so dargestellt, dass sich die Spieler gegenseitig große Geldmengen abgenommen haben - nachdem da ja auch 18-jährige von den Amateuren dabei waren, wird das ja wohl kaum der Fall gewesen sein - und dann nachher im Match nicht mehr miteinander harmonieren hätten können.
Beciri rauszuschmeißen und keinen Ersatz zu holen find ich auch einen Wahnsinn. Natürlich waren die beiden Handspiele ein Wahnsinn, dennoch werden durch seinen Abgang und die daraus resultierende Schwächung der Abwehr noch viel mehr Gegentore riskiert. Der mögliche Ersatzmann Rathfuß hat ja ebenfalls ein solch haarsträubendes Handspiel - auch wenn es gegen St. Pölten glücklicherweise nicht geahndet wurde - begangen und mit ihm als festem Bestandteil in der Innenverteidigung - im Herbst vor Dospel und Beciri - war man ja alles andere als stabil...