ThinkingLateral sagte am 02. Juli 2011 - 20:33:
1. aufgrund all seiner Interviews während der TdF 2010
2. seiner Attacke gegen Schleck als dieser bei der TdF 2010 gestürzt war
Ist aber beides schon ziemlich genau ein Jahr her, entsprechend wenig genau kann ich mich dran erinnern. Jedenfalls hat's mich unheimlich aufgeregt damals...
Frage: Warum hat Schleck mehr mit Doping zu tun als Tour de France-Teilnehmer XYZ?
Ich muss zugeben, dass ich mich an die Contador-Interviews von der TdF 2010 nicht mehr erinnern kann, was ich aber noch ganz sicher weiß, ist die Tatsache, dass Schleck sich vergangenes Jahr mit einem Schaltfehler selbst aushebelte. Soviel ich weiß, ist ihm die Kette abgesprungen. Nun mag einer denken, dass Contador vielleicht ähnlich hätte reagieren können wie Armstrong damals beim Sturz von Ullrich, aber im Endeffekt hast in der Formel 1 auch keinen, der abrupt bremst, nur weil sein Vordermann zu hoch/nieder schaltet. Da kann man Contador keinen Vorwurf machen. Wer schon mal mit einer Schaltgruppe von SRAM gefahren ist, der weiß, dass die Dinger gewöhnungsbedürftig sind, vor allem mit der Double-Tap Technologie. Mit Campagnolo oder Shimano hatte ich da nie Probleme, mit SRAM schon.
Was man Contador anrechnen muss, ist die Tatsache, dass er zumindest versucht hat, beim Publikum zu punkten, indem er wie schon erwähnt beim Giro zumindest teilweise andere zum Etappensieg verhalf. Was das Doping anbelangt: ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass hier endlich einmal Nägel mit Köpfe gemacht werden. Nur bin ich überzeugt, dass es in dieser Sportart und vor allem mit den extrem hohen Anforderungen NICHT möglich ist, auf dem Level wochenlang zu fahren. Unmöglich. Da müßten die Verantwortlichen einmal sich eingestehen, dass die diversen Fabelgeschwindigkeiten und auch die extremen Bergtouren so nicht mehr angegangen werden können. Und BIS DATO waren eigentlich alle big names im Sport gedopt, egal ob das jetzt Basso, Di Luca, Rasmussen, Valverde, Ullrich usw. waren. Ich kann mich gar nicht an einen cleanen Sieger erinnern, der nicht irgendwann mal erwischt wurde. Und Österreich kann ja in der Causa Kohl ja auch ein Lied singen. Ich empfehle mal jedem halbwegs Sportinteressierten das Buch "Grenzwertig" von Stefan Matschiner zu lesen. Skandale haben den Radsport schon immer erschüttert, egal ob das jetzt die Festina-Affäre, die Verstrickungen von Eufemiano Fuentes, etc. waren. Contador jetzt einen Strick zu drehen, wäre da eher scheinheilig. Böse Zungen behaupten ja, dass du im internationalen Radsport dann erfolgreich bist, wenn 2 Parameter passen: Talent und Doping! Wie auch immer das Contador-Fiasko ausgeht, OHNE Talent wäre er nie so weit gekommen, da kannst dopen, was das Zeug hält, für die Spitzengruppe würde das niemals reichen.