Also ich kann dir die zwei Posts von vor kurzem anbieten, die es wohl recht passend beschreiben. Da diese beiden Beiträge an jemand bestimmten gerichtet waren, lass dich nicht von der direkten Anrede irritieren.
Beitrag 1 bezieht sich mehr auf das System und die Spielweise der Manschaft.
Beitrag 2 bezieht sich mehr auf den Kader selbst.
narya sagte am 13. March 2012 - 00:02:
Das siehst du zu sehr auf die kommende Transferperiode beschränkt. Der Umbruch betrifft nicht alleine den Kader, sondern vor allem Neuorientierungen in Punkto System und Spielanlage, Ausrichtung und Schwerpunkten in Training und Spiel.
Der Übergang von Pacults extremer Offensivausrichtung hin zu Schöttels Absicherungskonzept ist ein gewaltiger, das betrifft System, Passwege, Automatismen, Aufgabenverteilung .. einfach alles, also auch eine andere Kaderausrichtung mit anderen Schwerpunkten. So einen über Jahre eingeimpften Weg muss man erst einmal aus den Köpfen der Spieler rausholen, ganz zu schweigen davon, ihn durch andere Dinge und Vorgaben zu ersetzen. Spieler auf den Halbpositionen, wie sie unter Pacult enorm gefragt waren, wie etwa Saurer oder Kavlak (oder Prokopic), haben es unter Schöttel bedeutend schwerer bzw. wurden mittlerweile abgegeben, weil für sie keine Verwendung mehr war, während schnelle Flügelstürmer plötzlich sehr gefragt sind, die unter Pacult, wenn überhaupt, noch eher auf die Jokerrolle beschränkt waren. Die von dir zitierten Änderungen im Sommer sind auch nur ein kleiner Teil, denn schon letzten Sommer und auch im Winter hat es wichtige Impulse des Umbruchs gegeben! Grozurek, ein Spielertyp, der Schöttel perfekt ins Konzept passt, wurde hochgezogen, mit Burgstaller und Alar sind Spieler gekommen, die zuvor in Kontersystemem brilliert haben und auch bei uns in dieser Spielanlage eingesetzt werden sollen.
Wenn ich mir den Kader anschaue, wie er war während Pacults letztem Match war, und mit dem Vergleiche, den Schöttel ab kommender Saison haben wird, ist das schon ein enormer Umbruch! Vor allem wenn man bedenkt, wie lange manche Spieler schon bei uns sind und wie viele Jahre sie nur den Pacultschen Stempel aufgedrückt bekommen haben. Pacult war ein System (bis auf ganz seltene Ausnahmen), eine Ausrichtung, eine Methode.
Um es zusammenzufassen:
Neues System: 4222 >> 4231
Neue Spielanlage: Aktives und ballbesitzorientiertes Offensivspiel >> Passives bzw. re-aktiver Spielansatz des schnellen und dynamsichen Umschaltens
Neues Defensivkorsett: Weg von der hoch stehenden Abwehrlinie un den vielen 1gegen1-Situationen >> Doppel- bis Dreifachabsicherung und tief stehende Abwehr
Kaderumstrukturierung: Langsame Spielgestalter im Halbfeld (mit Spielmacherqualitäten) >> schnelle Flügelspieler (ohne großartige Fähigkeiten, ein Spiel zu gestalten, eher um auszuführen)
Standards: Notwendiges Übel >> echte Waffe (Tricks und Finten inkl.)
Sorry, aber das hier ist DEFINITIV eine Umbausaison. Daran besteht einfach kein Zweifel!
schimli sagte am 13. March 2012 - 00:18:
Es dauert nun mal seine Zeit, bis man einen Kader wirklich umformen kann, daher befinden wir uns zweifelsohne noch in einer Umbruchssaison. Schöttel hat jetzt im Sommer einige neue geholt und ein paar Spieler gehen lassen und versucht ein neues System zu integrieren bzw. hat eben auch Spieler geholt, die er für sein System als passend erachtete.
Nun wird aber Schöttel auch nicht verborgen geblieben sein, dass noch Defizite, vor allem in der Offensive und im Spielaufbau existieren. Diese im Winter zu beheben kann jedoch ziemlich kostspielig werden und wir sind nicht unbedingt so sehr auf Rosen gebettet, dass wir uns die benötigte Verstärkung, einen zweiten Spielmacher (Stichwort: "Entlastung von Hofmann"), holen. Im Sommer bestehen da grundsätzlich viel bessere Möglichkeiten, da Verträge auslaufen, sich andere Vereine nach neuen Spielern umsehen und dann der ein oder andere Spieler keine Rolle mehr spielt und evtl. günstiger abgegeben wird.
Auch dir wird nicht verborgen geblieben sein, dass im Winter versucht wurde, dass bestimmte Leute angebracht werden. Es wurde ja immer wieder kommuniziert zB. bei der Dibon-Geschichte, dass er im Winter nur kommt, wenn ein Verteidiger geht. Jeder Verein hat ein bestimmtes Budget in dem man sich bewegen muss/soll und wenn man in diesem Rahmen keine Luft hat bzw. durch den Abgang von Spielern Raum schafft, dann kann man auch keine Neuen verpflichten. Am Ende der Saison entsteht da ein bisschen Spielraum, da Soma und Patocka sicherlich gehen werden. Wenn Payer geht fällt da sicher auch ein beachtlicher Teil an Gehalt weg.
Nächste Saison zieht die "Ausrede" der Umbruchssaison, zumindets meiner Meinung nach, sicherlich nicht mehr.