valderama sagte am 27. März 2011 - 09:40:
Meine Güte. Lässig mit nur einem "s". Ein Piefkeneser, der versucht Österreichisch zu schreiben
Aber ich geb dir natürlich (wie fast immer) in allen Punkten recht. Ist immer höchstinteressant, von einem Außenstehenden den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Speziell dann, wenn der Spiegel aus objektivem Glas ist

Was du wieder in einen einfachen Tippfehler hineininterpretierst, bester Valderama. Meine Tastatur hat manchmal Probleme dem Tempo meines Anschlages bei Doppelbuchstaben zu folgen, wenn du verstehst was ich meine. Lässig heisst es, LÄSSIG.
Mal beschwerst du dich, weil ich zu österreichisch schreib, beim nächsten mal ist dir mein Satzbau wieder zu piefkenesisch.
Verunsicherst mich total, du Pedant, du.
Giovanni.php sagte am 27. März 2011 - 16:13:
die leute lassen sich sehr leicht blenden, sobald ein spieler legionärs-status genießt. die masse auf der man aufbauen kann ist nach langer zeit endlich wieder mal vorhanden, trotzdem fehlen einfach immer noch 2 spieler mit absoluter qualität. alaba könnte (!) sich zu so einem spieler entwickeln. arnautovic wird immer mal gute spiele dabei haben, aber um die mannschaft entscheidend und nachhaltig nach vorne zu bringen fehlt es ihm einfach im kopf - aber bis das die leute kapieren, werden noch 2-3 qualifikationen vergeigt werden müssen.
Ja, seh ich auch so. Man lässt sich tatsächlich leicht blenden, wenn man viele Legionäre aus gutklassigen Ligen hat. Natürlich ist das generell auch gut, aber man muss es trotzdem differenziert sehen. Realistischerweise hat Österreich derzeit einige Talente, die auf einem guten Weg sind, aber man muss auch sehen, keiner von denen ist z.B. in Deutschland eine tragende Säule des jeweiligen Clubs. Die meisten dieser Spieler sind eben Rollenspieler, Wasserträger sozusagen, die den Ball und die Verantwortung, wenns drauf an kommt, an die echten Klassespieler, die sie um sich herum haben, abschieben. Das galt z.B. natürlich auch für einen Alaba bei Bayern München, der konnte da unbeschwert aufspielen, weil die letztendliche Verantwortung dort trugen halt die van Bommels (jetzt nicht mehr), die Schweinsteigers und die Lahms. Im ÖFB-Team sieht das halt anders aus, da erwartet man natürlich Wunderdinge von einem jungen, der schon Einsätze in einem Weltklasse-Club bekommt (jetzt ist er in Hoffenheim, ich weiss). Das der das noch gar nicht leisten kann, ist eigentlich klar, aber man vergisst es gern.
Selbiges gilt auch für Leute wie Ibertsberger, Walch, Hoffer, Korkmaz, Beichler und letztendlich auch für Arnautovic, brave Spieler, aber wenns hart auf hart kommt, sucht man andere Spieler auf dem Platz. Wenn diese Spieler dann für Österreich spielen suchen die auch diesen Spieler, der die Verantwortung übernimt, wenns mal schwer wird im Spiel, aber den gibt es nicht so wirklich. Sieht man auch wirklich sehr gut, wenn man sich Österreich anschaut, wie sich alle im Mittelfeld verstecken und die Verantwortung abschieben wollen.
Vor einigen Jahren gab es diese Spieler noch mit z.B. Herzog oder Polster. Bei Werder war es auch so, wenn keiner mehr weiter wusste, dann sage man sich, "gib dem Ball zum Andi, der macht schon was draus." Klar, dass so ein Spieler dann mit einem ganz anderen Selbstverständnis und auch Selbstbewusstsein auch im Team auftritt. Selbiges gilt dann auch für einen Vastic, der dann da früher der Chef einer starken Sturm-Mannschaft war. Man muss da gar kein Legionär sein, aber man braucht Spieler, die es gewohnt sind Verantwortung zu nehmen.
Deswegen ist das immer so eine Sache mit den Legionären. Die bekommen dann in Deutschland wahrscheinlich ein höherwertiges Training als in Österreich und sie spielen Woche für Woche gegen stärkere Gegenspieler, andererseits sind sie hier nicht die Spieler die gesucht werden, sie sind keine "go-to-guys", wie man im US-Sport so schön sagt. Das ist ein zweischneidiges Schwert.
Die potentiellen "go-to.guys". die ich jetzt so in Österreich sehen könnte, wären z.B. Janko und Ivanschitz. Die hättens fußballerisch sicher drauf, haben schon in jungen Jahren sehr aussergewöhnliche Leistungen in der österreichischen Liga gezeigt und waren eigentlich auf dem besten Wege die neuen, Herzogs, Prohaskas, bzw. Krankls oder Polsters zu werden. Leider sind sich diese beiden Spieler sehr ähnlich und konnten offensichtlich mit den Erwartungshaltungen nicht umgehen bzw. haben vielleicht auch nicht ganz die Einstellung die es gebraucht hätte.
Ich kann mir natürlich nicht anmaßen diese Spieler zu kritisieren, beiden haben relativ viel erreicht in ihren Fußballerkarrieren, aber man hat halt doch so den EIndruck, dass da noch mehr hätte gehen müssen und man sieht ja auch wie sich diese Spieler auf dem Platz und nach dem Spiel verhalten. Positive Körpersprache, wenns mal schwer wird im Spiel, nicht vorhanden, Kritikfähigkeit nach einem schwachen Spiel, nicht vorhanden. Beide Spieler sind auch sicherlich nicht das, was ich mir unter einem Kapitän einer Fußballmannschaft vorstelle.
Schade drum, weil beide sicher wunderbare Fußballer sind, die ohne den ganz grossen Druck auch so viel können, was man nicht lernen kann, leider sind sie auch, um es mal hart zu sagen, zwei ganz schöne Weicheier.
Im Belgien-Spiel, um jetzt mal noch auf die Janko-Diskussion dies hier auf den letzten Seiten gab, zu kommen, da kann man einen Stürmer eh schwer beurteilen. Haben ja vorne kaum vernünftige Bälle bekommen. Kein Flügelspiel, kein Kombinationsspiel durch die Mitte, eigentlich waren da fast nur lange Schläge vom Macho und da haben sich Kompany und vam Buyten kaputt gelacht, weils genau das ist was die wollen,.
Da wars wurscht ob Maierhofer oder Janko spielt, was willst da als Stürmer schon machen?
Ansonsten geb ich da dem Ernesto voll recht, Janko war offensichtlich nicht mehr fit genug um so lange zu spielen und hätte viel früher raus gemusst. Wenn er aber drauf bleibt, dann spielt eine Verletzung keine Rolle, denn dann muss er sich an seiner Leistung messen lassen, wie jeder andere auch und braucht dann nicht eine Verletzung als Grund für eine eher mäßige Leistung vorschieben, wie ers ja getan hat, als er sich dann ,nachdem er gesehen das er raus muss, sofort an die Schulter gegriffen hat.
Entweder er kann spielen, dann muss er sich aber auch voll reinhauen, oder er muss sich auswechseln lassen.
Guardiola16 sagte am 28. März 2011 - 13:35:
Du verwechselst da etwas. Er ist nicht der beste Spieler, sondern der mit dem besten Potential. Wenn er so weiter macht, wirds aber auch "nur" dabei bleiben. Beste Spieler zeichnen sich im Teamsport dadurch aus, dass sie mit ihren Qualitäten das Team vorwärts bringen und auch in schwierigen Spielen nicht auf grundsätzliche Tugenden vergessen wird. Weil so wie sich der Marko am FR teilweise aufgeführt hat, haben wir zu 10. "gespielt" und das passt dann nicht mehr unbedingt zu meinen Vorstellungen. Das Team braucht Arnautovic, aber noch viel mehr braucht Arnautovic ein Team. Wenn er das nicht will, kann er ja in eine Einzeldisziplin wechseln und in der Pause Gaberltricks und Skills aufführend, da braucht er dann wirklich nur sich selber.
PS: Ich mag den Arnautovic, weil er für österreichische Verhältnisse einfach unglaubliche Anlagen hat und zusätzlich ein Häferl ist. Auf Dauer muss er sich aber in den Dienst seines Teams stellen, sonst sind all seine Anlagen wertlos und uninteressant (außer fürs Pausengaberln).
Sehr guter Post und genau so siehts aus. Ein guter Spieler muss immer seine Fähigkeiten in eine Mannschaft einbringen können, sonst ist er nämlich, bei allem individuellen Potential, kein guter Spieler.
Ich bin auch ein grosser Arnautovic-Fan und halte ihm auf jedenfall zu Gute, dass er immernoch sehr jung ist. Vielleicht wird ihm deswegen noch klar, dass er seine Einstellung überdenken muss, denn das muss er unbedingt. Allzu viel Zeit hat er dafür nicht mehr, denn wenn ers bei Werder nicht schafft, dann ist es wohl vorbei mit der ganz grossen Karriere.
Ich hab schon noch bessere Fußballer gesehen, die ihre Karrieren versandelt haben, weil sie kopfmäßig nicht klar kamen und ich hoffe, dass das beim Arnautovic anders wird. Noch glaub ich an ihn, aber er muss aufpassen.