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Seit dem 3:2 der Niederlande über Uruguay im ersten WM-Halbfinale steht fest, dass erstmals in der 80-jährigen WM-Geschichte eine europäische Mannschaft außerhalb Europas Weltmeister wird.
Dass das passieren wird, vermutete Lord David Triesman schon vor der WM. Wobei Lord Triesman kein x-beliebiger Dampfplauderer ist. Er ist - oder vielmehr war - Vorsitzender des englischen Fußballverbandes FA und Chef der englischen WM-Bewerbungen 2018 und 2022.
Lord Triesman erhob in einem vertraulichen Gespräch mit seiner Ex-Geliebten Melissa Jacobs schwere Korruptionsvorwürfe gegen Englands Mitbewerber um die Austragung der Fußball-WM 2018, Russland und Spanien: Russland, das sich nicht für Südafrika qualifiziert hatte, soll Schiedsrichter bestochen haben, damit sie in Südafrika zu Gunsten Spaniens manipulieren. Als Gegenleistung sollte Spanien die gemeinsame Bewerbung mit Portugal für 2018 zurückziehen und dafür sorgen, dass die Stimmen aus Spanien und Lateinamerika an Russland gehen, wenn in diesem Dezember über die WM 2018 entschieden wird.
Warum das alles publik wurde? "Eine private Unterhaltung mit jemanden, den ich für einen Freund hielt, wurde ohne mein Wissen aufgezeichnet und an eine Zeitung weitergereicht", so Triesman.
Kurz nachdem die englische Boulevard-Zeitung Mail on Sunday Auszüge aus dem Gespräch veröffentlicht hatte, trat Triesman von all seinen Fußball-Ämtern zurück.
Spanien-feindlich pfiffen die Schiedsrichter in Südafrika bislang zumindest nicht. Im ersten Gruppenspiel gegen den die Schweiz, als Spanien 0:1 zurücklag, ließ Schiedsrichter Howard Webb – aus England – ohne ersichtlichen Grund fast sechs Minuten nachspielen.
Im zweiten Gruppenspiel sah die ganze Welt im TV, wie Spaniens Treff-Ass David Villa vom Schiedsrichter unbemerkt einem Honduraner mit der Hand ins Gesicht schlug. Anders als Torsten Frings 2006 wurde Villa jedoch nicht nachträglich gesperrt. Prompt erzielte Villa im Gruppenfinale gegen Chile das 1:0 für Spanien.
Die Spanier sahen im gesamten Turnier erst drei Gelbe Karten. Die drei anderen Halbfinalisten deutlich mehr: Die Niederländer 15 Mal Gelb, Uruguay acht Mal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot, Deutschland acht Mal Gelb und einmal Gelb-Rot. So ist Deutschlands Shooting-Star Thomas Müller im Semifinal-Schlager gegen Spanien wegen der 2. Gelben Karte gesperrt. Bei Spanien ist keiner gesperrt. Übrigens: Beide, Spanien und Deutschland, begingen im Turnierverlauf exakt gleich viele Fouls: 55.
http://kurier.at/spo...lwm/2014824.php
Nicht zuletzt deshalb: Auf gehts Piefke, kämpfen und siegen!



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