GrünesZuckerl sagte am 10. August 2010 - 23:42:
ich habe in einem geschäftsjahr aus welchem grund auch immer erhöhte einnahmen. das freut mich. ich werde aber einen teufel tun und diese in meiner bilanz als gewinn ausgeben --> mörder steuern. viel mehr werde ich rücklagen bilden (welche buchhalterisch als ausgaben gehandelt werden) und mein gewinn ist wieder auf 0.
nächstes geschäftsjahr starte ich mit einem minus, ich kann aber damit rechnen hie oder da noch zusätzliche einnahmen zu erzielen. (ist ja noch keine bilanz sondern lediglich sowas wie eine kalkulation) einen teufel werde ich tun und meine rücklagen schon zu beginn des geschäftsjahres auflösen. die zahlen müssen am ende des geschäftsjahres stimmen. und da kann ich locker noch abwarten. zumal ein verlust auch nicht schlimm ist, solange ich noch rücklagen habe und die finanzielle zukunft meines betriebes gesichert ist.
so weit ich mich erinnern kann (kann mich aber auch irren) ist die auflösung von rücklagen nach mehreren jahren so gar sinnvoller, da steuerlich begünstigt.
so ich bin bereit von div. wu-studenten gesteinigt zu werden.
Ich hab zwar auch nie eine wirtschaftliche Ausbildung genossen, aber Vereine sind nicht profitorientiert, daher wenn sie einen Gewinn machen sind sie soviel ich weiß sogar verpflichtet, diesen entweder "zeitnah" (was das konkret bedeutet weiß ich nicht) auszugeben für etwas, das irgendwie dem Vereinszweck dient, oder als Rücklagen zu verbuchen.
Außerdem hab ich mich ein bissi auf Wikipedia erkundigt: laut dem was dort steht bewirken Rücklage nur, dass man die Steuern später zahlen muss, was aber natürlich auch etwas bringt, nämlich zinsenmäßig (was sich aber natürlich nur rentiert, wenn man für das kurzfristige Minus nicht zu viel Zinsen zahlt). Allerdings steht da nur, wies in Deutschland ist, aber bei uns wirds wahrscheinlich nicht viel anders sein.
Dieser Beitrag wurde von RAPID FAN bearbeitet: 11. August 2010 - 00:31
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