Austrian Soccer Board: Gerichtsurteile - Austrian Soccer Board

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Gerichtsurteile manchmal nicht ganz verständlich...

#211 Mitglied ist offline   cesky 

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Geschrieben 30. April 2010 - 11:54

Zitat

Im konkreten kann das trotzdem heißen, dass etwa im Strafrecht andere Kompetenzen nötig sind, als im Sozialrecht. Dass weitergehende Kompetenzen und Eingriffe in manchen Bereichen (zB im Arbeitsrecht) dahe rnotwendig sind, aber trotzdem nur dem Obigen Kernziel dienen dürfen.

Siehst du den ausgedehnten Staat, wie wir ihn im Moment haben, als im Einklang mit dem Zweck des sozialen Friedens stehend? Denn mit diesem Kernziel lässt sich im Grunde genommen alles rechtfertigen. In etwa so wie mit dem "öffentlichen Interesse". Denn es lässt sich unmöglich feststellen, was dem sozialen Frieden dient, bzw was dieser überhaupt sein soll und ab wann er erreicht ist. Sieht man diesen erstmal als legitimen Staatszweck an, lässt sich jedes wie auch immer geartete Staatswachstum rechtfertigen.

Zitat

Ich kenne keinen Ort in Wien, an den ich mich nicht trauen würde (mit Ausnahme vielleicht der Bude der Olympia) und finde das eigentlich gut.

Wien ist nicht sicherer als Warschau, zB; nur, dass dir eben überall was passieren kann, mit gefährlicheren Orten und weniger gefährlichen. Ist halt immer die Frage, ob man die Kriminalität lieber zentralisiert oder gut verteilt haben will.

Zitat

Daher hat ein Täter, der dem Opfer den Arm abgeschnitten hat auch entsprechendes Schmerzengeld zu leisten, man hat ihm aber nicht den Arm abzuschneiden (was dem Opfer nichts bringen würde).

Ich habe auch gesagt, dass der Täter sich freikaufen kann, zu einem vom Opfer festgesetzten Preis. Das sind keine Überlegungen, um präventiv zu wirken übrigens; sondern Alternativen zum Gefängnissystem, bei dem für alle dieselbe Strafe gilt und das Opfer dies auch noch mitfinanziert und selbst oft auf der Strecke bleibt (erstmal labt sich der Staat, das Opfer darf sich auf den Zivilrechtsweg freuen).
der iiirgendwas- Blog

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas zu sehnen und es zu verwirklichen, Schiffbruch zu erleiden und Erfolg zu haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch.

Albert Schweitzer

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