Austrian Soccer Board: Erdbeben in Haiti - Austrian Soccer Board

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Erdbeben in Haiti 100.000e Tote?

#61 Mitglied ist offline   SimonBolivar 

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Geschrieben 13. February 2010 - 17:00

Beitrag anzeigenrevo sagte am 13. February 2010 - 16:50:

Mag sein, aber das hat eine Größenordnung erreicht, die Generationen beschäftigen wird. Wird wohl nicht sehr viele Familien geben, die keinen Todesfall zu betrauern haben. Und die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wird sehr bald wieder weg sein. Oder gibt es Studien, die belegen, dass in Banda Aceh die Infrastruktur nachhaltig verbessert wurde und die Menschen heute ein angenehmeres Leben haben als vor dem Tsunami? Auch wenn mans nicht eins zu eins vergleichen kann, da Indonesien damals am stärksten betroffen war, aber viel Aufmerksamkeit Thailand zukam und auch andere Länder betroffen waren. Wäre interessant einmal einen Bericht zu lesen oder zu sehen, der sich auf die indonesische Region bezieht und die Zeit davor und danach vergleicht.


Das wäre wahrlich interessant, auch wenn natürlich der Vergleich ein wenig hinkt. Banda Aceh war vorher in keiner humanitären Notlage und wird es jetzt verm. auch nicht sein. Ich bin mir sicher das sich mit dem gleichen finanziellen Aufwand wie nach dem Tsunami die Lebensumstände in Haiti im Gegensatz zu vor der Katastrophe sicherlich mehr verbessern lassen als eben in Banda Aceh im Vergleich zu vor der Katastrophe.
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#62 Mitglied ist offline   halbe südfront 

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Geschrieben 14. February 2010 - 06:49

ich glaube nicht, dass der tod der ~250000 menschen "sinnvoll" war. ich glaube die welt scheißt in ein paar monaten wieder auf haiti, wie eh und je.
war ja schon schrecklich mit anzusehen, wie irgend so ein supergstopfter beim opernball wechseln gehen mußte um dann vor laufender kamera 25€ für die opfer in haiti zu spenden. diese drecksau. :angry:

und ich genier mich noch für meinen 50er. :raunz:
Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet :
„Was will eine Frau eigentlich?“
Dr. Sigmund Freud

#63 Mitglied ist offline   SimonBolivar 

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Geschrieben 12. July 2010 - 15:34

Zitat

Ein Krankenhaus in zwei Dutzend Zelten

Sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat sich die medizinische Hilfe weitgehend etabliert. Und im Gegensatz zu früher ist die Versorgung für die meisten kostenfrei. Doch noch immer arbeiten die Ärzte und ihre Helfer in provisorischen Zeltstädten.

Von Martin Polansky, ARD-Hörfunkstudio Mexiko, zzt. in Haiti

Eine Menschentraube steht vor dem Zaun am Eingang zum Zelthospital der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Eine Mutter bahnt sich den Weg, auf dem Arm ein Junge, mit schmerzverzerrtem Gesicht. Sie dürfen durch, die anderen müssen draußen warten.

Drinnen sitzt die 25-jährige Marie Chantal und wird vom Arzt Pierre Wagner untersucht. Chantal hat sich beim Beben am Bein verletzt. Das ist jetzt sechs Monate her. Aber sie kann immer noch kaum laufen. "Mein Bein tut beim Gehen weh und ist noch ganz geschwollen. Aber zum Glück werde ich behandelt. Ich komme alle acht Tage hierher", erzählt sie. Chantals Behandlung wird wohl noch weitere Monate dauern. Die seelische Belastung ist ihr anzusehen. Das schwere Beben wird sie wohl nie gegessen können.

Ein Lazarett auf hohem Niveau

Das Hospital von Ärzte ohne Grenzen ist inzwischen ein ziemlich großes Provisorium, fast ein richtiges Krankhaus in etwa zwei Dutzend Zelten. Notaufnahme, OP - sogar eine Station für die Behandlung von Brandverletzten. Denn die kommen nun immer häufiger, sagt Wagner: "Die Leute verbrennen oder verbrühen sich vor allem zu Hause. Oder besser gesagt in den Lagern. Dort ist es sehr eng. Die Leute machen Feuer, kochen etwas. Überall sind ja kleine Küchen. Und dann laufen die Kinder durch die Gegend, passen nicht auf und schon ist es passiert. Wir haben jetzt viele dieser Unfälle."

Dazu kommen Verletzte von Autounfällen und natürlich die Nachbehandlung der Erdbebenopfer - vor allem der vielen Amputierten, sagt Wagner. Die Ärzteteams in Haiti sind inzwischen aber so gut organisiert, dass es spezielle Behandlungszentren für Menschen gibt, die Arme oder Beine verloren haben.

"Die Leute werden inzwischen ziemlich gut versorgt"

Wagner arbeitet seit zehn Jahren als Arzt, früher in einem normalen Krankenhaus in Haiti, jetzt für die Hilfsorganisation. "Durch das Beben sind viele Krankenhäuser oder auch Ambulanzen zerstört worden. Das war ein schwerer Verlust. Aber zum Glück sind sehr viele Ärzteteams aus aller Welt hierher gekommen. Das hat uns sehr geholfen. Auch wenn natürlich vieles provisorisch ist, werden die Leute inzwischen ziemlich gut versorgt", bilanziert Wagner.

Manches ist sogar besser geworden seit dem Beben, so der Mediziner weiter. Viele Haitianer werden nun kostenlos versorgt. Das war vor der Katastrophe nicht so. Vor allem die Armen konnten sich den Gang zum Arzt nicht leisten. So brachten etwa viele Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt.

Zelte sollen Containern weichen

In einem Zelt behandelt eine französische Ärztin einen Mann, der sich am Kopf verletzt hat. 40 Mediziner sind hier rund um die Uhr im Einsatz - viele Haitianer aber auch Ärzte aus ganz Europa. Ärzte ohne Grenzen war schon vor dem Beben auf Haiti aktiv. Das habe die schnelle Nothilfe deutlich erleichtert, sagt die Leiterin des Zelthospitals, Michele Beck. Nun schaut sie nach vorne. Denn das Provisorium soll nicht zur Dauerlösung werden: "Das Zeltkrankenhaus soll es bis zum Januar nächsten Jahres geben. Danach wollen wir hier Container aufstellen, die man auch beliebig woanders hintransportieren kann. Aber auch das geht nur auf Zeit. Auf Dauer würden wir gerne in ein richtiges Gebäude umziehen. Aber das wir noch diskutiert mit der Zentrale in Paris, um zu sehen, wie wir hier langfristig arbeiten werden."

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#64 Mitglied ist offline   halbe südfront 

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Geschrieben 12. July 2010 - 15:53

Zitat

Manches ist sogar besser geworden seit dem Beben, so der Mediziner weiter. Viele Haitianer werden nun kostenlos versorgt. Das war vor der Katastrophe nicht so. Vor allem die Armen konnten sich den Gang zum Arzt nicht leisten. So brachten etwa viele Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt.


ärzte ohne grenzen ist wirklich eine tolle organisation. ich habe riesenrespekt vor diesen leuten. diese ärzte könnten woanders gemütlich einen batzen kohle verdienen, stattdessen helfen sie menschen am "ende der welt". :allaaah:
schön zu sehen, dass es solche menschen gibt.
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#65 Mitglied ist offline   schallvogl 

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Geschrieben 12. July 2010 - 21:50

Beitrag anzeigenhalbe südfront sagte am 12. July 2010 - 15:53:

ärzte ohne grenzen ist wirklich eine tolle organisation. ich habe riesenrespekt vor diesen leuten. diese ärzte könnten woanders gemütlich einen batzen kohle verdienen, stattdessen helfen sie menschen am "ende der welt". :allaaah:
schön zu sehen, dass es solche menschen gibt.

Ich will jetzt den Idealismus dieser Menschen nicht schlecht reden, aber nur kurz dazusagen, daß einige die ich kennengelernt habe, v.a. geil auf Abenteuer sind. Das sind diese geborenen Notärzte, die bei einer ruhigen Kugel auf einer Station oder einer Ordi verkümmern würden und umso mehr aufblühen, je größer der Kick ist (und einen größeren Kick als ÄoG gibts nicht). Wenn es der guten Sache dient, umso besser. Die reinen Idealisten halten es meistens nicht lange dort aus.
There's a hole in the world like a great black pit
And it's filled with people who are filled with shit
And the vermin of the world inhabit it.
But not for long...

They all deserve to die.


Zur Admira gehen ist, wie wenn dich jede Woche deine Frau verläßt

Quote

Im Endspiel kam es zum Aufeinandertreffen mit dem FC Schalke 04. Der Verein war damals als erfolgreichster "altdeutscher" Klub in Österreich besonders unbeliebt, hinzu kamen Verbindungen dreier Spieler zur NSDAP. Die Stützen der damaligen Schalker Mannschaft, Fritz Szepan und Ernst Kuzorra, waren Mitglieder der NSDAP und unterstützen Wahlaufrufe der Partei. Das von Schiedsrichter Schulz geleitete Match entwickelte sich zum Skandalspiel: Drei Admiraner wurden ausgeschlossen, das Spiel endete 0:9. Nachdem Szepan die Admira verspottet hatte, wurde er von Klacl mit einem Kinnhacken niedergestreckt, was eine lebenslange Sperre nach sich zog.

#66 Mitglied ist offline   halbe südfront 

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Geschrieben 12. July 2010 - 22:09

Beitrag anzeigenschallvogl sagte am 12. July 2010 - 21:50:

Ich will jetzt den Idealismus dieser Menschen nicht schlecht reden, aber nur kurz dazusagen, daß einige die ich kennengelernt habe, v.a. geil auf Abenteuer sind. Das sind diese geborenen Notärzte, die bei einer ruhigen Kugel auf einer Station oder einer Ordi verkümmern würden und umso mehr aufblühen, je größer der Kick ist (und einen größeren Kick als ÄoG gibts nicht). Wenn es der guten Sache dient, umso besser. Die reinen Idealisten halten es meistens nicht lange dort aus.


was die sache an sich eben nicht schlechter macht. schön, dass es menschen gibt die das machen, UND denen das noch den größt möglichen spaß macht. ;)
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#67 Mitglied ist offline   schallvogl 

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Geschrieben 12. July 2010 - 22:14

Beitrag anzeigenhalbe südfront sagte am 12. July 2010 - 22:09:

was die sache an sich eben nicht schlechter macht. schön, dass es menschen gibt die das machen, UND denen das noch den größt möglichen spaß macht. ;)

Absolut. Ich war ja auch sehr fasziniert, als ich den Typen (und später seine Kollegen) kennenlernen durfte. Eingestellt hab ich mich auf Herz-Schmerz-Geschichten von großen dankbaren Kinderaugen, und dann erzählt mir der, wie er im Kugelhagel einen offenen Oberschenklebruch mit bloßen Händen versorgt hat und wie geil das nicht war. Oder wie er allein mit 2 Krankenschwetsern eine Ruhrepidemie im Dorf in den Griff gekriegt hat. Ich war wie gesagt höchst angetan und fasziniert.

Dieser Beitrag wurde von schallvogl bearbeitet: 12. July 2010 - 22:17

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Zur Admira gehen ist, wie wenn dich jede Woche deine Frau verläßt

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Im Endspiel kam es zum Aufeinandertreffen mit dem FC Schalke 04. Der Verein war damals als erfolgreichster "altdeutscher" Klub in Österreich besonders unbeliebt, hinzu kamen Verbindungen dreier Spieler zur NSDAP. Die Stützen der damaligen Schalker Mannschaft, Fritz Szepan und Ernst Kuzorra, waren Mitglieder der NSDAP und unterstützen Wahlaufrufe der Partei. Das von Schiedsrichter Schulz geleitete Match entwickelte sich zum Skandalspiel: Drei Admiraner wurden ausgeschlossen, das Spiel endete 0:9. Nachdem Szepan die Admira verspottet hatte, wurde er von Klacl mit einem Kinnhacken niedergestreckt, was eine lebenslange Sperre nach sich zog.

#68 Mitglied ist offline   halbe südfront 

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Geschrieben 12. July 2010 - 22:31

Beitrag anzeigenschallvogl sagte am 12. July 2010 - 22:14:

Absolut. Ich war ja auch sehr fasziniert, als ich den Typen (und später seine Kollegen) kennenlernen durfte. Eingestellt hab ich mich auf Herz-Schmerz-Geschichten von großen dankbaren Kinderaugen, und dann erzählt mir der, wie er im Kugelhagel einen offenen Oberschenklebruch mit bloßen Händen versorgt hat und wie geil das nicht war. Oder wie er allein mit 2 Krankenschwetsern eine Ruhrepidemie im Dorf in den Griff gekriegt hat. Ich war wie gesagt höchst angetan und fasziniert.


ja. ich kann mir auch gut vorstellen, dass so einer beim jaukerlgeben an die alten damen in der ordination wahnsinnig wird. aber natürlich muß auch das gemacht werden.

aber wahre idealisten sinds dann doch auch für mich, trotz kick. man könnte sich den kick ja auch lukrativer verschaffen, ohne armen menschen zu helfen.
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#69 Mitglied ist offline   SimonBolivar 

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Geschrieben 16. July 2010 - 16:05

Zitat

"Es wird noch sehr lange dauern"

Seit dem Erdbeben vor einem halben Jahr leben in Haiti viele Menschen noch immer in provisorischen Unterkünften. Der Wiederaufbau stockt, weil ungeklärte Eigentumsverhältnisse, Bürokratie und Korruption die Arbeit erheblich verlangsamen, heißt es in Helferkreisen.

Von Martin Polansky, ARD-Hörfunkstudio Mexiko, zzt. in Haiti

Im Obdachlosencamp direkt neben dem eingestürzten Präsidentenpalast im Zentrum von Port-au-Prince hat sich seit dem Beben am 12. Januar nicht viel verändert: Einige Plastiktoiletten stehen hier am Rand des Lagers, außerdem gibt es ein paar Wasserhähne für die mehreren tausend Bewohner. "Ich weiß nicht, wie lange wir noch in diesem Lager bleiben werden. Wir sind hier seit Januar und bisher hat uns noch niemand gesagt, wo wir hingehen können. Ich glaube, es wird noch sehr lange dauern", sagt Madeleine Denis, die mit ihrer Mutter in dem Camp wohnt.

700.000 Menschen hausen provisorisch

Mehr als 700.000 Menschen leben nach UN-Angaben nach wie vor in den Camps. Überall stehen weiße oder blaue Zelte und notdürftig zusammengezimmerte Hütten. Von Wiederaufbau sieht man fast nichts. Jürgen Schübelin arbeitet für die Kindernothilfe in Haiti und seine Bilanz ist ernüchternd: "Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit der Geschwindigkeit, mit der hier der Wiederaufbau vorangeht. Das beschwert uns ungemein. Wenn man durch diese Stadt fährt, spürt man einfach, dass ein halbes Jahr danach an den allerwenigsten Orten die Trümmer abgetragen sind."

Zehntausende Helfer aus aller Welt sind immer noch im Katastrophengebiet unterwegs. Aus den USA und Kuba, aus den EU-Staaten und Bangladesch. Allein die UN-Mission Minustah hat mehr als 13.000 Blauhelmsoldaten und Polizisten im Einsatz - sie sollen für Sicherheit sorgen. Zudem koordinieren die Vereinten Nationen die humanitäre Hilfe.

Prognosen bleiben vage

Sarah Muscroft, Leiterin des Koordinierungsbüros in Port-au-Prince, weist Kritik zurück, dass die Hilfe und der Wiederaufbau zu langsam gehen: "In den ersten drei Monaten haben viereinhalb Millionen Menschen Nahrungsmittel bekommen. Wir stellen jeden Tag die Wasserversorgung sicher, wir haben Lichter in die Camps geliefert und vieles mehr. Natürlich wohnen die meisten Leute noch in den Lagern. Aber es wird noch sehr lange dauern, bis wir dafür eine dauerhafte Lösung haben."

Immerhin dürfte die medizinische Versorgung inzwischen besser sein als vor dem Beben - zumindest für die vielen Armen im Land. Aber nach Zahlen der Vereinten Nationen besucht nur jedes dritte Kind in den Lagern eine Schule. Die große Mehrheit der Haitianer ist ohne Job - trotz der sogenannten Cash-for-Work-Programme, um den Schutt wegzuräumen.
Viele Hürden für den Aufbau

Von den geplanten 125.000 festen Übergangsunterkünften aus Holz oder Plastikteilen stehen gerade einmal 3300. Ein Grund dafür seien die ungeklärten Eigentumsverhältnisse auf vielen Grundstücken, sagen UN-Vertreter. Ausländische Helfer beklagen die Bürokratie der haitianischen Behörden. So würden im Hafen von Port-au-Prince Hilfsgüter wochenlang liegen bleiben. Viele Offizielle versuchten sich zu bereichern. Präsident René Preval habe die Lage nicht im Griff, heißt es.

Angst vor Verschärfung der Situation

Die Stimmung im Land ist gereizt, im Mai gab es mehrere Demonstrationen gegen Präsident Preval. Richard Widmaier, Chefredakteur des angesehenen Senders Radio Metropole, beklagt, dass die Chance bisher vertan wurde, die Katastrophe für einen Neustart des Landes zu nutzen: "Es geht eher abwärts. Und wenn die Dinge jetzt nicht erledigt werden, kann das unkalkulierbare Folgen haben."

Schon bald könnte sich die Lage in dem Camps verschärfen. Denn die Regenzeit hat begonnen, jetzt drohen Tropenstürme. Die meisten Notlager sind dafür längst nicht gerüstet - jetzt, ein halbes Jahr nach dem Erdbeben.

tagesschau.de


:madmax:
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#70 Mitglied ist offline   halbe südfront 

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Geschrieben 16. July 2010 - 20:44

Beitrag anzeigenhalbe südfront sagte am 14. February 2010 - 06:49:

ich glaube nicht, dass der tod der ~250000 menschen "sinnvoll" war. ich glaube die welt scheißt in ein paar monaten wieder auf haiti, wie eh und je.

Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet :
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#71 Mitglied ist offline   DerFremde 

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Geschrieben 17. January 2011 - 10:21

Zitat

Ex-Diktator Duvalier überraschend zurück in Haiti
Port-au-Prince (dpa) - Inmitten der politischen Krise in Haiti ist der haitianische Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier überraschend in sein Heimatland zurückgekehrt.

Wie haitianische Medien berichteten, kam der als «Baby Doc» bekannte 59-Jährige am Sonntag in Begleitung seiner Frau Véronique an Bord einer Air-France-Maschine am Flughafen am Port-au-Prince an.

Dort wurde er von einer kleinen Schar von Anhängern begrüßt, darunter sein damaliger Außenminister Adrien Raymond und der frühere Chef der Präsidentengarde Christophe Dardompré. Auch zahlreiche Journalisten und Neugierige hatten sich eingefunden. Nach Medienberichten sagte Duvalier, er sei zurückgekommen, um den Menschen in Haiti zu helfen, die Folgen des schweren Erdbeben von 2010 zu überwinden.

Unterdessen forderten Anhänger von Ex-Präsident Jean-Bertrand Aristide am Sonntag dessen schnellstmögliche Rückkehr aus dem südafrikanischen Exil.

Jean-Claude Duvalier hatte im April 1971 von seinem Vater Francois Duvalier, genannt «Papa Doc», ein Terrorregime übernommen und wurde 1986 entmachtet. Er wird für den Tod tausender Menschen verantwortlich gemacht. Zudem soll er sich massiver Korruption schuldig gemacht haben. Warum Jean-Claude Duvalier aus dem französischen Exil nach Haiti zurückgekommen ist, war zunächst unklar. Von ihm stammt das Zitat: «Es ist das Schickal der Menschen von Haiti, zu leiden.»

In dem Armenhaus Amerikas, das immer noch mit dem Folgen des verheerenden Erdbebens vom Januar 2010 kämpft, hatten am 28. November chaotische Wahlen mit massiven Unregelmäßigkeiten stattgefunden. Am Donnerstag hatte die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) ihre Empfehlungen für den Fortgang der Präsidentenwahlen in Haiti an Präsident René Préval übergeben. Über den Inhalt machten die Mitglieder der Expertendelegation keine Angaben.

http://newsticker.su...list/id/1097181

Denen bleibt auch nix erspart.
Winzigkeiten, Halbwahrheiten und Komplettlügen werden zu Scheinbelegen dafür gemacht, dass Verfechter der Political Correctness dabei seien, das Abendland zu vernichten, indem sie im angeblichen Kulturkampf gegen den Islam Selbstmord aus Angst vor dem Tode begingen. Kein Anlass ist dafür zu klein (und zu falsch), keine Überinterpretation zu groß. (Stefan Niggemeier)

"...der größte Erfolg einer Vorarlberger Mannschaft in der Geschichte des hiesigen Fußballs ..."
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#72 Mitglied ist offline   Herr Max 

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Geschrieben 17. January 2011 - 12:36

Org wie die Zeit vergeht, ist auch schon ein Jahr wieder her.
Ob sich die Situation dort gebessert hat bleibt fraglich ....

Beitrag anzeigenAlexR sagte am 02. February 2012 - 20:23:

weitere Idee: Das ASB und die Mädels

wir begleiten in der kommenden Woche die User ViolettHarry, HerrMax, Derni und rostiger Nagel wie sie Wien unsicher machen. Auch werden wir kurz die #25 begleiten, wie er die Vorzüge von Kurier, Krone und Österreich als Heislpapier zum Besten gibt und wie patraxbeichler das Date angeht.....auch zeigen wir Martinovic, wie er wieder einmal von einer Frau verprügelt wird...also, schalten sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt:" Das ASB und die Mädels".



EINE ASB USERIN (FAST) NACKT ..... WAS MAN IM INTERNET SO ALLES FINDET ^^

#73 Mitglied ist offline   DerFremde 

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Geschrieben 17. January 2011 - 12:40

Beitrag anzeigenHerr Max sagte am 17. January 2011 - 12:36:

Ob sich die Situation dort gebessert hat bleibt fraglich ....
Nicht wirklich ...
Winzigkeiten, Halbwahrheiten und Komplettlügen werden zu Scheinbelegen dafür gemacht, dass Verfechter der Political Correctness dabei seien, das Abendland zu vernichten, indem sie im angeblichen Kulturkampf gegen den Islam Selbstmord aus Angst vor dem Tode begingen. Kein Anlass ist dafür zu klein (und zu falsch), keine Überinterpretation zu groß. (Stefan Niggemeier)

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#74 Mitglied ist offline   raumplaner 

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Geschrieben 17. January 2011 - 13:59

war am SA in den SN:


Zitat

Haiti, die chaotische Republik der NGOs
Entmündigt und unter Fürsorge: Ein Jahr nach dem Erdbeben ist Haiti fest in den Händen der internationalen Hilfsindustrie.



So groß waren die Erwartungen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einer „umfassenden Übung in Nation-Building“ in einer Größenordnung, „wie es sie seit Generationen nicht gegeben hat“. Milliarden Dollar und Euro waren zugesagt, Versprechen gegeben. Nun, knapp ein Jahr nach dem Katastrophenerdbeben mit rund 300.000 Toten in Haiti, liegt immer noch der Schutt in den Straßen der Hauptstadt Port-au-Prince. Hunderttausende Menschen wohnen in Zeltstädten. Der Zuzug ist groß. Immerhin gibt es gratis Fürsorge, das ist mehr, als das Leben in vielen anderen Teilen dieses zerstörten Landes bietet. Von der „umfassenden Übung in Nation-Building“ ist wenig zu sehen. Wieder einmal, wie in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan, halten die Ankündigungen der internationalen Gemeinschaft der Realität nicht stand.

Haiti, das zum Vorzeigeprojekt hätte werden sollen, mit sozusagen guten Startbedingungen, ein Land ohne Krieg nämlich, ohne religiösen Fanatismus, ohne große geopolitische Bedeutung, ist zur Republik der NGOs geworden. Rund 600 sind registriert. Schätzungen berichten von mehr als 10.000, darunter Nothelfer von Scientology oder „Samaritan’s Purse“, einer radikalen US-Missionstruppe.

Viele NGOs leisten gute Arbeit. Sie versorgen die Menschen. Sie bieten Jobs. Sie geben wirtschaftliche Impulse. Sie haben Geld. Krisenkapitalismus, sagen Kritiker. In regelmäßigen Meetings versuchen die größten NGOs, einander abzustimmen. Doch jede hat ihre eigene Vision, ihr spendenabhängiges Konzept.

Die wenigsten NGOs haben eine Exit-Strategie. Sie wissen nicht, wann sie abziehen sollen. Es gibt immer etwas zu tun.

Die Hilfsindustrie rückt ein, wo die internationale Politik versagt. Nicht einmal schweres Räumgerät steht in Port-au-Prince zur Verfügung. Vom versprochenen Geld zum Wiederaufbau ist nur ein kleiner Teil angekommen. Das politische Personal sei notorisch korrupt, so die Begründung. Warum ihm dann im De-facto-Protektorat Haiti gestattet wird, weiter an den Fleischtöpfen zu bleiben, ist ebenso rätselhaft wie der viel zu frühe Ruf zu Wahlen, die – wie nicht anders zu erwarten – vom notorisch korrupten politischen Personal manipuliert worden sind.

Was Haiti fehlt, was der immer wieder scheiternden „Übung in Nation-Building“ fehlt, sind ein Masterplan und jemand, der ihn umsetzt. Das könnte in Haiti eine mit UNO-Mandat legitimierte kleine Gruppe von Nationen sein, die professionelle Aufbaumanager einsetzt, Fristen setzt, Vorgaben macht.

Vor allem aber müsste Schluss mit der Entmündigung der Befürsorgten sein – auch wenn das bedeutet, auf Abhängigkeit der Alimentierten, politischen Dauerzugriff und ewig sprudelndes Spendengeld zu verzichten.



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#75 Mitglied ist offline   buxl02 

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Geschrieben 17. January 2011 - 14:58

Beitrag anzeigenDerFremde sagte am 17. January 2011 - 10:21:

http://newsticker.su...list/id/1097181

Denen bleibt auch nix erspart.

würde mich nicht wundern wenn da z.b. frankreich die finger im spiel hätte,mit gutem wind und unterstützung eines einflußreichen landes oder mehrerer ist die möglichkeit dass der bei den nächsten "wahlen" gewinnt vorhanden,trotz seiner vergangenheit

der herrscht dann mehr oder weniger als diktator,bringt "ruhe" ins land und die staatengemeinschaft kann sich eine medaille umhängen "haiti repariert,problem gelöst,deckel drauf,es hat uns sehr gefreut"

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Tippety

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