Ernesto sagte am 05 Oct 2009, 22:38:
in meinem bekanntenkreis ist donezk als spitzenmannschaft akzeptiert, rosenborg mit abstrichen genauso, wenn auch deren super jehre mittlerweile vorbei sind.
rosenborg ist keine spitzenmannschaft, sondern so wie der fc basel ein ausbildungsverein der immer wieder gute spieler hervorbringt. rosenborg hat's glaub ich in den letzten 2 saisonen nicht mal geschafft sich über die meisterschaft für den uefa-cup zu qualifizieren. dass sie dieses jahr trotzdem kurz internationale luft schnuppern durften, dürfte wohl daran liegen, dass man vermutlich vizecupsieger war, was ihnen aber auch nicht viel eingebracht hat, da sie danach in der 2. qualirunde gegen eine aserbaidschanische mannschaft, die es dann bis in die play-off-runde geschafft hat, gescheitert ist. eine spitzenmannschaft stell ich mir anders vor. das ist maximal ein verein wie red bull, der es geschafft hat mittels anfangserfolgen und ständig neuen meistertiteln sich immer wieder in die champions league zu spielen, und die wohl dank ihrer erfahrung auch das eine oder andere mal die gruppenphase überstanden hat. das hat ja sturm graz nach dem 3. teilnahme in der cl mit ihrer erfahrung und einer nicht ganz so schwierigen gruppe ja auch geschafft.
donezk ist für mich nicht mehr als ein ansammlung von legionären, die von einem oligarchen, der der sau namens schachtjor fett geld in den arsch stopft, aufrechterhalten wird. unbekannt, nur bedingt attraktiv und dennoch ein hammerlos für viele ungesetzte gegner.
vereine wie donezk sind für mich gute mannschaften, aber um ein wirkliches spitzenteam zu haben muss mmn auch der verein selber ein standing haben und das kommt erst nach jahren und jahrzehnten und wird mmn beschleunigt wenn der landesverband auch international anerkannt ist (so wie etwa holland, wo mmn die noch eher graue maus az alkmaar wohl im laufe der nächsten 10-20 jahre zu einer international anerkannten spitzenmannschaft heranreifen könnte und zum 4. großen holländischen team werden könnte).
was hat denn die ukraine international bisher erreicht? der cl-sieg von dinamo kiev war ja noch zu sowjetzeiten und dinamo ein systemverein, da hatte man ganz andere möglichkeiten. zudem waren die ostblockklubs auch sehr schwer für leute aus dem nicht-sozialistischen ausland zu beobachten.
die türkei und die griechen sind da auch sog. schwellennationen die in den letzten jahren bereits international für aufmerksamkeit gesorgt haben (bei den griechen müsste da noch der klubfußball ein bisschen anziehen, die haben m.w.n. noch immer keinen ec-pokalsieg oder wenigstens ein ec-finale vorzuweisen).
im übrigen hat schachtjar erst in den letzten 5 jahren wirkliche erfolge auf nationaler ebene vorzuweisen und waren letztes jahr nun mal uefacupsieger. für mich ist das ein klassischer emporkömmling, der erstmal beweisen muss, dass er sich auch an der spitze halten kann und nicht so ein schicksal erleidet wie etwa die borussen aus mönchengladbach die in den 70ern gemeinsam mit bayern drauf und dran waren europa aufzumischen, wie sich die klubs weiter entwickelt haben ist ja zur genüge bekannt. schachtjor ist für mich, genauso wie der russische emporkömmling st. petersburg (afaik haben die erst 2 meistertitel) im moment auf einer zwischenstufe angelangt.
ich persönlich stelle den meistertitel in einer starken europäischen liga (der dann wiederum nicht nur alle 10 jahre mal geholt wird) und/oder ein regelmäßiges, gutes abschneiden in der champions league, d.h. minimum die gruppenphase zu überstehen, über einen uefacupsieg. vereine wie schachtjor, die grad erst mit ihrem höhenflug begonnen haben wird man mmn erst in vl 10 jahren richtig beurteilen können, nämlich dann wenn bereits ganze erfolgsteams ausgetauscht und durch ebenso gute nachfolger ersetzt werden konnten.
Dieser Beitrag wurde von Renne bearbeitet: 05. October 2009 - 22:23