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  • 2 weeks later...
NCITDOME!!!

»Die Vereine zu bestrafen ist absurd«

Fortuna Düsseldorf darf aufgrund eines Platzsturms aus der Vorsaison für das Spiel gegen Gladbach nur eingeschränkt Karten verkaufen. Ein DFB-Urteil, dass der langjährige Bundesligatrainer Ewald Lienen bei »Liga Total!« als »hilflos und lächerlich« verurteilte. Was meint Lienen damit? Wir fragten nach.

Interview: Christoph Erbelding

Ewald Lienen, am Samstag begleiten Sie das Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Borussia Mönchengladbach als TV-Experte. Weil beim Düsseldorfer Relegationsspiel in der Vorsaison Zuschauer den Platz stürmten, durfte die Fortuna nur eingeschränkt Karten für dieses Spiel verkaufen. Eintracht Frankfurt erging es nach Fanausschreitungen in der Vorsaison genauso. Sie verurteilen das. Warum?

Es ist absurd, dass ein Verein für das Verhalten von Menschen bestraft wird, die zwar ein Trikot tragen, aber ansonsten rein rechtlich nichts mit dem Klub zu tun haben. Wenn zehn Mitglieder eines Schützenvereins randalieren, wird auch nicht der ganze Schützenverein bestraft, sondern die einzelnen Personen. Was passiert eigentlich, wenn eine Hundertschaft von Fans in DFB-Trikots bei einem Länderspiel randaliert? Müsste nach der Logik der DFB-Gerichtsbarkeit nicht der DFB bestraft werden? Oder wenn ich morgen in einem ICE sitze und dort anfange, die Einrichtung zu demolieren – wird dann etwa die Deutsche Bundesbahn bestraft? Oder ich? Für mich ist das alles nicht nachvollziehbar.



Wie hätten Sie auf die Strafe reagiert, wenn Sie Präsident von Fortuna Düsseldorf wären?



Es scheint seit ein paar Jahren ein Konsens zu bestehen, nach dem man solche Strafen offensichtlich akzeptiert. Das würde ich bei Sitzungen in den entsprechenden Gremien entschieden infrage stellen. Dem Verein wird von Seiten des DFB in die Souveränität eingegriffen. Auf das Derby gegen Gladbach hat eine ganze Region jahrelang gewartet, doch anstatt 50.000 dürfen nur 30.000 Zuschauer dabei sein. So wird einem Verein, der nichts verbrochen hat, eine finanzielle Strafe aufgelastet, die in meinen Augen rechtswidrig ist.

Urteile dieser Art sollen offensichtlich vermitteln, dass ein Verein in seinem Stadion für Ordnung zu sorgen hat. Können Sie das nachvollziehen?

Nein. Die Vereine geben sich doch schon alle Mühe, um für die Sicherheit im Stadion zu sorgen. Sonst würden sie doch gar nicht die Lizenz für die Bundesliga erhalten. Die DFB-Gerichtsbarkeit verhält sich aber weiterhin anachronistisch, wie übrigens auch die UEFA gegenüber den in Europa spielenden Vereinen. Sie glaubt restriktiv dafür sorgen zu können, dass es zu keinen gefährlichen Situationen mehr kommen kann. Das ist eine Vorgehensweise, die niemals erfolgreich sein kann. Wie will man es ausschließen, dass Fans auf den Platz stürmen, wenn sie es sich in den Kopf gesetzt haben?

Haben Sie einen Vorschlag?



Eine Patentlösung gibt es nicht. Mir fallen aber immer wieder unglaublich viele Details auf, die dafür sorgen, dass die Fans zusätzlich provoziert werden. Daran muss man arbeiten.



Können Sie ein Beispiel nennen?

Wenn eine Gruppe von Fans zu Auswärtsspielen fährt und sich durch Trikots oder Kutten zu erkennen gibt, wird sie direkt von einem Polizistentruppe eingekesselt. Die Fankultur wird grundsätzlich kriminalisiert. Und das alles nur, weil die Gefahr besteht, dass aus einer Fangruppe irgendjemand eventuell über die Stränge schlagen könnte.



Wie kann man diese Beobachtungen nutzen, um sich den Fans anzunähern?

Der große Fehler besteht darin, dass diejenigen Fans am heftigsten kritisiert werden, die dafür sorgen, dass der Fußball populär geworden ist und uns jedes Wochenende mit Choreografien Freude bereiten. Und ganz nebenbei gewährleistet, dass der Fußball Millionensummen generiert. Wenn aber dann einer ein Pyrofeuer hochhält, ist das alles von jetzt auf gleich vergessen. Dann bricht wieder eine übertriebene Hysterie aus und es wird so getan, als würde die Welt untergehen. Anstatt direkt die Vereine zu bestrafen, müssen der DFB und die Vereine die Gespräche mit den Ultras beibehalten und intensivieren, um der Fankultur Herr zu werden. Das ist die einzige Chance, die der Fußball hat.

Wie meinen Sie das?

Die meisten der Ultras, die in den Kurven stehen, sind nach meinem Eindruck vernünftig und gesprächsbereit. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Da hat der DFB in den vergangenen Jahren mit dem Fankongress in Leipzig und der permanent eingerichteten Fan-AG wichtige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Es gibt nur den einen Weg, im permanenten Dialog mit den Ultras gemeinsame Vereinbarungen zu treffen, an die sich beide Seiten gebunden fühlen müssen.

Welche Vereinbarungen meinen Sie?

In den Gespräche mit den Ultras sind schon eine Unmenge von Privilegien gewährt worden, denen auf der anderen Seite aber auch entsprechende Verpflichtungen gegenüberstehen. An diese Vereinbarungen müssen sich die Ultras natürlich halten und im Zweifelsfall auch über die Selbstkontrolle von innen heraus reagieren. Wenn ein Fan das Stadion als rechtsfreien Raum begreift, gehört er ausgeschlossen. Nur wenn man die Ultras ernst nimmt und ihnen das durch regelmäßig organisierte Gespräche vermittelt, hat man die Chance, eine bessere Kontrolle zu erhalten.

Seit vergangenem Mittwoch beschäftigen Sie sich in einer neu gegründeten Kompetenzgruppe unter dem Vorsitz des Fanforschers Gunter A. Pilz mit genau diesen Fragen. Glauben Sie, dass Sie mit Ihrer Arbeit auf beim DFB Gehör finden?



Professor Pilz hat einen guten Draht zum DFB. Dieser Kontakt ist kein Feigenmäntelchen. Unsere Arbeit wird vom DFB ernstgenommen. Bei der Vorstellung der Kompetenzgruppe waren auch Fanvertreter des 1. FC Köln da. Dort ist in der vergangenen Saison bekanntlich nicht alles reibungslos abgelaufen. Die Fans wollen ernst genommen werden und über Probleme sprechen. Man muss ihnen zuhören. Aber die Ultras müssen auch den Vereinen und dem DFB zuhören.

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Teamspieler

ich weis ned obs hier reinghört aber ein kurzes zitat aus der gestrigen mobitalk sendung auf sport1.... da sagte doch ein sprecher(name hab i ned so recht verstanden) ultras sind nicht gleich ultras...ultras leben den verein...sie lieben den verein... sie geben alles für den verein...man darf nicht alle in einen topf schmeissen...(und nun das eigentliche eher komische) und es gibt die kölner *haha*

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Sehr bekannt im ASB

ich weis ned obs hier reinghört aber ein kurzes zitat aus der gestrigen mobitalk sendung auf sport1.... da sagte doch ein sprecher(name hab i ned so recht verstanden) ultras sind nicht gleich ultras...ultras leben den verein...sie lieben den verein... sie geben alles für den verein...man darf nicht alle in einen topf schmeissen...(und nun das eigentliche eher komische) und es gibt die kölner *haha*

Manni Breuckmann? Radiomoderator für die Ruhrgebietsvereine

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Teamspieler

der neururer wars ned der hat sich(komischerweise) ziehmlich rausgehalten aus dieser runde er war fast schweigsam was ja ungewöhnlich ist für ihn... ich glaub der breuckmann wars..

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  • 1 month later...
Sehr bekannt im ASB

In Frankreich (Montpellier) gab es am Samstag eine nationale Demonstration der Ultras, organisiert von der Bute Pallaide Montpellier! Grund dafür war (aber nicht nur) ein Vorfall, bei dem ein Anhänger von Montpellier durch ein Gummigeschoss eines Polizisten das Augenlicht verlor! HIer das Video zur Demonstration und im Folgenden meine/unsere persönliche Übersetzung des Communique von BP92!

http://www.espritmhs...r-florent-casti

Ein Jugendlicher ließ versehentlich einen nicht entzündeten Rauchkörper zu Boden fallen als er in der Nähe der Ordnungskräfte unweit der Imbissstände ging. Entgegen dem was in einigen Medien verbreitet wurde ist dies in keinem Fall im Stadion verboten. Die Polizisten der BAC (Brigade anti-criminalité, bei uns mit der BFE vergleichbar)wollten seine Personalien überprüfen obwohl der Besitz eines Rauchkörpers, der außerdem nicht entzündet ist, außerhalb des Stadions erlaubt ist. Von der Panik gepackt rannte er also zu den dutzenden Personen die ruhig an den Tischen der Imbisse saßen.

Die Ordnungskräfte machten daraufhin Gebrauch von ihren Tonfas um die Festnahme durchzuführen, eine sehr harsche Festnahme die die umstehenden Personen schockte, einige standen auf um den missbräuchlichen Schlagstockeinsatz zu stoppen.

Daraufhin kam es dazu, dass ohne irgendeinen Grund und auf total unverhältnismäßige Art und Weise, ohne Vorwarnung und ohne dass man wusste warum, ein Repräsentant der Ordnungskräfte aus nächster Nähe ein Gummigeschoss in Richtung der bei den Imbissen sitzenden Personen abfeuerte. Anders als in der Version der Ordnungskräfte, war zu diesem Zeitpunkt kein einziger Polizist verletzt worden, die Situation war zum größten Teil kontrollierbar(nur 2/3 der Leute waren aufgestanden um zu versuchen die Polizisten zu beruhigen), legitime Selbstverteidigung kann in keinem Fall in Betracht gezogen werden, der Schuss war ganz einfach unerklärlich.

Florent, ein junger Supporter mit dem Spitznamen „CASTI“ wurde mit voller Wucht mitten ins Auge getroffen. Florent hatte nichts mit der ursprünglichen Festnahme zu tun, er hatte nicht gegen den harschen Einsatz der Polizisten protestiert und er hatte sich nichts vorzuwerfen.

Am Auge schwer getroffen wurde er ins Krankenhaus eingeliefert. Noch einmal: Anders als in den Berichten aus den Medien, sein Auge konnte nicht gerettet werden. Sein Auge wurde Pulverisiert. Laut dem Chirurgen ist es wortwörtlich explodiert, das platzen des Auges hat außerdem eine Fraktur des Jochbeins hervorgerufen, derart heftig war es.

Der für den Schuss verantwortliche Polizist versteckte sich und seine Kollegen sammelten das abgefeuerte Projektil ein um Glauben zu machen es habe keinen Schuss gegeben und dass der Lärm von einem selbstgebastelten Feuerwerkskörper hervorgerufen wurde. Die polizeiliche Version wäre fast schon zum Lachen wäre der Vorfall nicht so schlimm, leider war sie es auch die in den Medien verbreitet wurde.

Danach wurde von der Polizei Druck auf einige Zeugen ausgeübt, sie sollten behaupten dass die BAC aufgrund von Zusammenstößen zwischen Fans aus Montpellier und St. Etienne eingeschritten wäre, was offensichtlich Falsch ist, die gegnerischen Fans waren da bereits im Gästesektor „geparkt“. Letztere rollten sogar aus Solidarität mit den Montpellierianern ihre Banner im Stadion wieder ein nachdem sie von dem Drama erfahren hatten.

Das Auge von Florent ist außer Funktion. Er wird nie wieder mit diesem Auge sehen können und muss den Rest seines Lebens mit diesem schweren Handicap verbringen. All die Zeugen denen sich natürlich des Charakters dieses „Fehlverhaltens“ erschloss waren geschockt vom Verhalten der Befehlshaber der BAC vor, während und nach dem Vorfall. Sie erwarteten natürlich das der Gerechtigkeit genüge getan würde und verurteilen einhellig die unhaltbaren verleumderischen Versionen die in den Medien publiziert wurden. Wir, seine Freunde, fordern dass die Wahrheit wieder ans Licht kommt. Wir können nicht zusehen wie ein derartiger Polizeifehler in einen Fall von legitimer Selbstverteidigung umgedeutet wird. Einige publizierte Versionen sind geradewegs ekelhaft, und offenbaren einen schrecklichen Mangel an journalistischer Untersuchung.

bearbeitet von rude27

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Liga oida !

Egal wo und wann, die Kiwara sind überall gewaltige Drecksbeidln!

Die Solidarität-Aktion ist ein prima Sache, wirklich toll!

naja... jeder trägt seinen teil dazu bei... (allgemein, nicht auf diesen schrecklichen Vorfall bezogen)

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  • 2 weeks later...
  • 1 month later...
Amateur

Schön, wenn ein Polizeioberst in Pension geht und auf seine schönsten Augenblicke seiner Karriere zurückblickt...und das ganze als Thementorte von Kollegen bekommt :lol:

http://www.nachricht...rt14856,1021535

edit:

Artikel wurde nach nur einem Tag ins Archiv verschoben, hier der Artikel:

„Das Schönste war der Wasserwerfer“ Kabarettre ...

OÖN Textarchiv 06.12.2012

„Das Schönste war der Wasserwerfer“

Kabarettreifer Aufritt von Oberst August Weidenholzer bei seinem Abschied

Von Bianka Eichinger

Schärding. „Natürlich kann ich mich an mein erstes Spiel als Sicherheitsbeauftragter im Rieder Stadion erinnern. Damals kamen die Rapidler und wir mussten bereits vor Spielbeginn ein paar Fans ins Gefangenenhaus abführen“, erzählte August Weidenholzer bei seiner Verabschiedung im VIP-Raum der SV Josko Ried. Ein Fußballfan war der Schärdinger nach eigenen Aussagen noch nie. „Aber trotzdem freue ich mich, wenn Ried gewinnt. Ein, zwei Spiele werde ich mir schon noch anschauen. Ganz sicher bin ich beim Cup-Spiel gegen den LASK dabei. Zu den Linzern habe ich ja eine ganz besondere innere Verbindung.“ Der Bezirkspolizeikommandant spielt auf einen Vorfall an, der nicht nur bei Fußballfans legendär ist. „Jenes Match gegen den LASK war das erste und das letzte Spiel, wo wir mit Wasserwerfern reingefahren sind. Da es im November war, kann sich jeder vorstellen, dass es eine ziemlich kalte Partie war. Aber die Linzer haben es einfach nicht kapiert. Vor uns Polizisten haben sie ja noch ganz cool getan, aber hinterm Bus hab ich dann die harten Jungs mit den Zähnen klappern gehört“, erinnert sich Weidenholzer schmunzelnd. Doch nicht nur mit dieser Geschichte unterhielt der Oberst die VIPs. Egal, welche Frage Moderator Thomas Wimleitner dem Ehrengast an diesem Abend stellte, eine schlagfertige und vor allem unterhaltsame Antwort kam Weidenholzer immer über die Lippen. Er erzählte von Zeiten, als es noch keine szenekundigen Beamten gab, „diesen Schnickschnack brauchten wir früher nicht“. Ob er sich an ein lustiges Ereignis erinnern könnte, beantwortet er mit: „Lustiges Ereignis? Das ist Geschmackssache.“ Eine Anekdote, als ein Schiedsrichter stundenlang nach dem Spiel in der Kabine gehockt ist, weil er Angst vor den Fans hatte, konnte er sich aber dann doch nicht verkneifen.

Zum Abschied bekam Weidenholzer nicht nur ein persönliches Trikot mit „Oberst Weidenholzer“ und der Nummer 1, sondern auch eine Torte mit der Aufschrift „20. Oktober 2007“ samt Marzipan-Feuerwehrauto, als Erinnerung an das legendäre LASK-Match in Ried.

Innviertler der

WOCHE

august weidenholzer

„Kann ich für die SVR spenden, damit sie sich im VIP-Raum einen Farbfernseher leisten kann?“

August Weidenholzer, konnte sich eine Bemerkung zur Schwarz-Weiß- Übertragung auf den Fernsehern im VIP-Raum nicht verkneifen Foto: privat

bearbeitet von Masterplan

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