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"Es wäre schon etwas Besonderes, eine Partie in Innsbruck leiten zu dürfen."
Für Konrad Plautz ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Tiroler Schiedsrichter, der bereits seit 1989 in der Bundesliga im Einsatz ist, wurde am Mittwoch für die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz nominiert und befindet sich damit in einem illustren Kreis von nur zwölf europäischen Spielleitern.
"Verfrühtes Weihnachtsgeschenk"
"So richtig kann ich das noch gar nicht realisieren. Das ist für mich wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk", meinte der 43-Jährige, der als erster Österreicher seit Günter Benkö bei der EM 2000 bei einem großen Turnier die Stars nach seiner Pfeife tanzen lässt.
Seit 1996 fungiert Plautz als FIFA-Referee, vor sieben Jahren wurde er in den Kreis der 30 europäischen Topschiedsrichter aufgenommen - dennoch wurde er für die WM 2006 in Deutschland nicht berücksichtigt. "Ich habe schon ein bisschen gezittert, dass es mir bei der Euro so geht wie bei der WM", sagte der Unparteiische.
"Er hat es sich verdient"
Dass es doch noch mit der EM-Teilnahme geklappt hat, sieht Plautz auch als Auszeichnung für das gesamte österreichische Schiedsrichterwesen. "Das ist ein Zeichen, dass bei uns gut gearbeitet wird."
Gerhard Kapl, der Vorsitzende der ÖFB-Schiedsrichterkommission, freute sich mit Plautz: "Er hat es sich verdient, denn er hat in der Vergangenheit großartige Leistungen erbracht."
Finalteilnahme als Ziel
Mit dem EM-Ticket allein gibt sich der passionierte Laienschauspieler Plautz aber nicht zufrieden. "Ich möchte zwar einfach einmal mein erstes Spiel so gut wie möglich pfeifen und dann weitersehen. Aber ich werde sicher kämpfen, damit ich auch beim Finale in Wien dabei bin."
Plautz kennt den Gruppenspielplan genau, einen persönlichen Favoriten für seinen ersten Auftritt hat er aber nicht. "Jedes EM-Match ist toll. Doch es wäre schon etwas Besonderes, eine Partie in Innsbruck leiten zu dürfen."
Vorbereitung in der Schweiz
So wie seine Kollegen wird Plautz vom 14. bis 17. April 2008 in Regensdorf (Schweiz) an einem Vorbereitungsseminar teilnehmen, wo auch seine beiden nominierten Assistenten Egon Bereuter (bei der WM 2002 als Linienrichter dabei) und Markus Mayr mit von der Partie sind - sollte einer aus diesem Duo den bei diesem Anlass geplanten Fitnesstest nicht schaffen, rückt Bernhard Zauner als Ersatz nach.
Im (äußerst unwahrscheinlichen) Fall, dass Plautz selbst scheitert, wäre für das gesamte österreichische Schiedsrichterteam der EM-Traum geplatzt.
Ab 3. Juni sind alle EM-Schiedsrichter anlässlich der Europameisterschaft wieder in Regensdorf stationiert, am 26. Juni übersiedeln die Finalreferees nach Wien.
Die EM-Schiedsrichter und ihre Assistenten
Konrad Plautz; Egon Bereuter, Markus Mayr AUT
Frank De Bleeckere; Peter Hermans, Alex Verstraeten BEL
Howard Webb; Darren Cann, Mike Mullarkey ENG
Herbert Fandel; Carsten Kadach, Volker Wezel GER
Kyros Vassaras; Dimitris Bozatzidis, Dimitris Saraidaris GRE
Roberto Rosetti; Alessandro Griselli, Paolo Calcagno ITA
Pieter Vink; Adriaan Inia, Hans ten Hoove NED
Tom Henning Övrebö; Geir Aage Holen, Erik Rästad NOR
Lubos Michel; Roman Slysko, Martin Balko SVK
Manuel Enrique Mejuto Gonzalez; Juan Carlos Yuste Jimenez, Jesus Calvo Guadamuro ESP
Peter Fröjdfeldt; Stefan Wittberg, Henrik Andren SWE
Massimo Busacca; Matthias Arnet, Stephane Cuhat SUI
Dieser Beitrag wurde von revo bearbeitet: 19. Dezember 2007 - 17:48



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