
Name: Josef Uridil
Spitzname: Der Tank
Geboren: 24.12.1895
Gestorben: 20.5.1962
Bei Rapid: 1917-1927
Andere Vereine: Blue Star (bis 1914), Vienna (1925/26), AS Bari (1929/30)
Erfolge: 4x österreichischer Meister, 2x österreichicher Cupsieger, 2x österreichischer Torschützenkönig
Karriere
Josef Uridil, der Sohn eines Schneidermeisters, erblickte am 24.12.1895 zum ersten mal das Licht der Welt. Damit er mehr Zeit zum Kicken hatte, nahm er eine Lehrstelle bei einem Steinmetzmeister an, denn der schloß Freitags früher als der Fleischhauer.
Am Anfang seiner Rapid-Zeit durfte er nur bei der Reserve ran, in der er in seinen ersten beiden pielen gegen die Amateure (3:0) und Hertha (7:1) bloß zehn Tore schoss. Im Cupspiel im Dezember kickte Uridil das erste Mal in der Ersten, machte aber kein Tor. Im zweiten Spiel jedoch gegen den WAF erzielte Uridil die ersten beiden Tore beim 6:2-Sieg.
Der 10.April 1921. Rapid spielt gegen den WAC, lag zur Pause 1:5 zurück. Die Rapid-Fans leiteten mit rythmischen Klatschen die Wende ein. (Vorläufer der Rapid-Viertelstunde) Am Ende stand es 7:5. Siebenfacher Torschütze der damals 26-jährige Josef "Pepi" Uridil.
Sein Leitspruch: "Wenn ich den Ball habe, treibt es mich gegen das feindliche Tor, und ich muss Goals schießen. Es ist für mich ein so natürlicher wie das Kauen beim Essen."
Bei seinen Mitspielern dürfte er nicht sehr beliebt gewesen sein. Uridil lief eigentlich nie nach hinten um dort auszuhelfen. Im Gegenteil: "Ich glaube, ich habe in meiner ganzen Fußballerlaufbahn, keine zwei Schritte gegen das eigene Goal zurückgemacht.", so Pepi.
Uridil war der erste Superstar Rapids, holte mit den Hütteldorfern insgesamt vier Meistertitel un zwei Cupsiegertitel. Noch dazu wurde er zwei mal Torschützenkönig, 1919 der erste in der Rapid-Geschichte. Kein anderer Fußballer zu seiner Zeit wurde mit so viel Ruhm zugeschüttet wie er: Kracherl und ein Bonbon trugen seinen Namen, Biographien über ihn wurde verfasst. Die Vermarktung Uridils brachte ihn sogar auf eine Bühne mit ans Moser zusammen. Nicht zu vergessen das Lied "Heute spielt der Uridil":
Heute spielt der Uridil:
Draußen in Hütteldorf muaß heut´,
ein Weltwunder wohl zu seh´n sein,
Mein Gott da frängen sich die Leut´,
ein Unglück muß da gescheh`n sein.
Ich kann das nicht begreifen,
was will man da von fern und nah?
Ich hör den Rettungswagen pfeiffen,
es stehn auch zehn beritt`ne Wachleut´ da.
Ich frag´einen: Bitte sehr, was hat sich zugetragen?
Der sagt: Aber lieber Herr, wie kann man nur so fragen?
Heute spielt der Uridil, Uridil, Uridil
Man kann sagen was man will,
so wundervoll trifft keiner mehr ins Goal
Jawohl!
Den, der ein Fußballmtach geseh`n,
reizt sonst nicht mehr in Europa,
man kann auch in die Oper geh`n!
Doch was ist schon eine Oper?
Die Konjunktur ist jetzt vorüber,
der Parisval ist heut´verlor`n,
Ein "reines Tor" ist jedem lieber,
als zehnmal seh`n die allerreinsten Tor`n
Man macht jetzt in Kronensturz,
und in Gerüchtverbreitung,
und pfeifft auf die Selma Kurz,
steht in der Kronenzeitung
Heute spielt der Uridil.....
1928 verabschiedete er sich von seiner geliebten Rapid und ging auf Wanderschaft. Zuerst heuerte er in Preßburg als Trainer an. Danach nahm er Jobs in Bari, Holland, der Schweiz und Deutschland an. 1934 betreute Uridil rumänische WM-Elf.
Nach dem zweiten Weltkrieg betreute er die B-Nationalmannschaft und schlug Rapid Hanappi, Dienst und Probst vor.
Zwar nicht lang, aber hoffentlich informativ
Dieser Beitrag wurde von Ronaldinho10 bearbeitet: 04. March 2005 - 17:13



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