Unbekannte bewarfen VCS-Sitz in Zürich mit Farbbeuteln und Eiern
In Zürich haben rund 15 Jugendliche den Sitz des Zürcher VCS mit Farbbeuteln und Eiern beworfen. Dabei ging eine Fensterscheibe an dem Gebäude zu Bruch. Die Stadtpolizei Zürich schliesst einen Zusammenhang mit dem Stadion-Streit nicht aus.
[sda] - Der Vorfall habe sich gegen 22.30 Uhr vor dem Sitz der Zürcher Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) ereignet, sagte der Leiter der Einsatzzentrale der Zürcher Stadtpolizei, Albert Hess. Hess bestätigte damit gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung von "Radio 24". Die Jugendlichen seien geflüchtet.
Laut einer Medienmitteilung von "Radio 24" haben sich die Jugendlichen nach dem Vorfall bei der Radio-Redaktion gemeldet und sich zu der Attacke bekannt. Sie hätten mit weiteren Anschlägen gegen VCS-Einrichtungen gedroht, hiess es weiter.
Im Streit um das geplante neue Zürcher Fussballstadion erwartet die Stadtpolizei am (heutigen) Samstag eine nächste Runde: Es gebe Hinweise, dass am Samstagabend in Zürich eine Demonstration für das Stadion stattfinden werde, sagte der Einsatzleiter.
Der VCS Zürich steht mit seinem Kampf gegen den Bau eines neuen Fussballstadions auf dem Hardturm in Zürich seit Wochen in den Schlagzeilen. Entgegen einem Entscheid des VCS Schweiz hatte sich die Zürcher Sektion Anfang Woche entschieden, beim Verwaltungsgericht gegen das Stadion zu rekurrieren.
Die Umweltschützer wehren sich gegen zuviele Parkplätze für das Einkaufszentrum, das in das Stadion eingebaut werden soll. Geplant ist, das Stadion bis zur Fussball-Europameisterschaft Euro 2008 in der Schweiz und Österreich fertig zu stellen. Bauherrin die Bank Crédit Suisse. Auch Anwohner wehren sich gegen das neue Stadion.
«Die Fans sind enorm wichtig, sie sind der Stamm des FCB-Baums, der auch bleibt, wenn die Blätter wechseln.» - Bernhard Heusler (Designierter Präsident des FC Basel) 09.12.2011