
Name: Carsten Jancker
Geburtsdatum: 28.08.1974, Wismar
Alter: 30 Jahre
Größe: 1,93 m
Gewicht: 92 kg
Nationalität:
Position: Stürmer
Bisherige Vereine: 1.FC Köln, Rapid Wien, Bayern München, Udinese Calcio, Kaiserslautern
Erfolge: Champions-League-Sieger (2001), Deutscher Meister (1997, 1999, 2000, 2001), Österreichischer Meister (1996), Deutscher Pokalsieger (1998, 2000)
DIE HÖHEN UND TIEFEN DES CARSTEN JANCKER
Wie alles begann
Im Jahr 1982 trat Carsten Jancker dem DDR-Club TSG Wismar bei wo er fünf Jahre lang spielte und die Grundlagen in Sachen Fußball erlernte, bis er 1986 zum ersten mal zu einem "großen" Verein wechselte. Er wechselte in die Jugend des damaligen zweitligisten Hansa Rostock. Nach der Wende angelte sich der 1.FC Köln das Stürmertalent aus dem Osten, das bis dahin in zehn U-16 Länderspielen sechs Tore erzielte.
Nachdem er zunächst bei den Amateuren in der Oberliga Spielpraxis sammelte, gelang ihm bei seinem ersten Bundesligaeinsatz 1993/94 gleich ein Tor. Carsten wurde in der 65. Minute eingewechselt und erzielte 3 Minuten vor Abpfiff das 3:1.
Nun hoffte er als Nachwuchskraft verständlicherweise auf mehr Chancen, sich in der Bundesligamannschaft des FC zu beweisen, doch diese Möglichkeiten kamen nicht. Absolut unverständlich war die Tatsache, dass Morten Olsen Jancker in der laufenden Saison 93/94 kein einziges Mal mehr spielen ließ, nicht eine einzige Minute. Olsen meinte, dass Jancker zu unerfahren und jung sei und er seine Chancen noch bekäme.
Der Weg über Österreich - Eine wunderschöne Zeit in jeglicher Hinsicht
Jancker's Glück war, dass ausgerechnet sein größter Konkurrent im Sturm, Toni Polster, es gut mit ihm meinte. Er telefonierte mit dem damaligen Rapid-Trainer Ernst Dokupil und legte ihm Carsten Jancker ans Herz. Dokupiel war interessiert und Rapid verpflichtete den jungen Deutschen im Sommer '95 für 100.000 DM Leihgebühr (+Vorkaufsrecht). Doch der Wechsel sollte sich anfangs noch nicht auszahlen, denn sportlich lief es, ähnlich wie in Köln, alles andere als gut. Bereits nach den ersten drei Spielen wurde Dokupil eine Fehlinvestitation vorgeworfen. "Jancker sei zu unbeweglich und alles andere als eine Verstärkung", hieß es. Mit ihrem gefürchteten Schmäh hatten die Rapid-Fans somit nicht viel übrig für die Neuerwerbung, weshalb sie ihn fortan nur noch als "steifen Piefke" bezeichneten. Kopfschüttelnd fragten sie sich, welches faule Ei ihr Landsmann Toni Polster ihnen da ins Nest gelegt hatte. Die Frage war, ob Jancker noch vor Weihnachten oder erst nach dem Jahreswechsel die Heimreise werde antreten müssen. Doch die Kritiker sollten sich gehörig wundern.
Carsten findet die Liebe seines Lebens und den Weg zum Erfolg

Sportlich ging es nach den anfänglichen Schwierigkeiten recht schnell wieder bergauf, von einer Rückkehr nach Köln war nicht mehr die Rede, zumal Jancker sowieso nie wieder zum FC zurückwollte. Rapid hatte mit Carsten Jancker und Christian Stumpf den besten Angriff in Österreich - 68 Tore in 36 Spiele. So lautete die Torbilanz in der Saison 95/96. Besonders im Europapokal der Pokalsieger stellte Carsten seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis. Mit sechs Europacuptreffern (Platz eins in der Torschützenliste) schoss er Rapid Wien so gut wie im Alleingang ins Finale. Ganz Österreich lag ihrem "beliebtesten Preußen" zu Füßen, denn der Einzug ins Finale war ein Riesenerfolg und der Deutsche hatte einen erheblichen Anteil daran. Auch Jancker genoss nun das Leben in Österreich: "Ich fühle mich wohl unter den Wienern. Ich mag ihre Ironie und ihren Humor."
Der Abschied von Rapid
In der österreichischen Bundesliga konnte der 30. Meistertitel gefeiert werden, wobei Carsten Jancker mit sieben Toren in 21 Spielen seinen Teil beisteuerte. Aufgrund dieser großartigen Entwicklung machte Rapid von seinem Vorkaufsrecht gebrauch und verpflichtete Jancker für 400.000 DM vom 1. FC Köln für drei Jahre. Allerdings war dieser Transfer ein cleverer, von langer Hand vorbereiteter Coup von Uli Hoeneß, denn Wien kaufte Jancker nur "pro forma", d.h. nach vorheriger Absprache mit Bayern München. Diese wiederum überwiesen 1,5 Mio. DM (+ Vereinbarung eines Freundschaftsspiels beim 100-jährigen Rapid-Jubiläum 1999) und sparten viel Geld, da Köln wohl mehr verlangt hätte, wäre Uli Hoeneß der Verhandlungspartner gewesen. Für die Rapidler ein Reibach von einer Million DM (abzüglich der Leihgebühr), auch wenn sie Jancker gerne behalten hätten. Und ein Angebot vom FC Bayern München kann kaum ein Spieler ablehnen. Es sollte der endgültige Durchbruch von Carsten werden.
Der endgültige Durchbruch
Im Jahr darauf (1996/1997) wurde er mit dem FC Bayern auf Anhieb Deutscher Meister und schaffte somit den endgültgen Durchbruch in Deutschland.
1997/1998 wurde er Pokalsieger mit dem FC Bayern und erzielte in 29 Spielen 13 Tore (!). Elber und Jancker - so hieß das wohl beste Stürmerduo in Deutschland, wenn nicht sogar in ganz Europa.
1998/1999 wurde er mit dem FC Bayern Meister und verlor im Finale der Champions-League gegen Manchester unglücklich mit 1:2. Es wahr zugleich die größte Enttäuschung als auch der größte Erfolg für den mittlerweile 25-jährigen Ostdeutschen.
In der Saison 99/2000 wurde Carsten erneut Deutscher Meister & Pokalsieger und schoss in 23 Spielen neun Tore für die Bayern.
In der Saison 2000/2001 gewann er mit seinem Verein die Champions League, sowie den Weltpokal und die deutsche Meisterschaft.
Seine letzte Saison bei den Bayern war mit Abstand die schlechteste - in 18 Spielen erzielte er keinen einzigen Treffer und auch die Erfolge hielten sich in Grenzen. Lediglich im Team gabs einen großen Erfolg - die Weltmeisterschaft in Japan und Korea. Jancker wurde mit dem Nationalteam Vizeweltmeister.
Der Wechsel nach Italien
Nach der miserablen Saison bei den Bayern erfolgte der Wechsel nach Udine. Doch auch bei Udinese Calcio verlief nicht alles nach Jancker's Wunsch - in 20 Spielen erzielte er gerade mal ein Tor. Einziger Pluspunkt: Man spielte nächste Saison im UEFA-Cup, wo man in der 1. Runde auf Salzburg traf.
In der Saison 2003/2004kam er nur zu 9 Einsätzen und einem Tor.
Der deutsche Ex-Nationaltrainer Rudi Völler, riet Jancker Udine zu verlassen, da er nur selten zu Einsätzen kam, und diesen Rat befolgte Jancker im Sommer 2004 und wechselte zurück nach Deutschland zum 1. FC Kaiserslautern.
Alles Gute, Carsten !
Hier noch ein paar Bilder:



Hoffe, euch informiert zu haben
STAND 06/2005
Dieser Beitrag wurde von SCR-4-EvEr bearbeitet: 22. Juni 2005 - 13:00




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