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DATEN
Name: Ernst Happel
Geburtsdatum: 29.November 1925
Todesdatum: 14.November 1992 in Wien
Position: Stopper (Libero)
Stationen als Spieler: SK Rapid Wien, Racing Club Paris
Stationen als Trainer: u.a. Hamburger SV, Feyenoord Rotterdam, holländische Nationalmannschaft.
SPIELERKARRIERE
Ernst Happel war eine Fußballlegende, der man viele Spitznamen gab: Der Grantler, Wödmasta, Aschyl oder einfach nur Ernsti, einer der besten Abwehrspieler seiner Zeit war nicht nur ob seines spektakulären Spielstils, sondern auch aufgrund legendärer Interviews, trockenem Humor und großen Erfolgen als Trainer bekannt.
Die Rolle des klassischen Vorstoppers wurde von ihm praktisch neu definiert. ein Spielstil war stets riskant und doch ausgefuchst und routiniert, wie man es von kaum einem anderen gewöhnt war.
Als Spieler durchlebte Happel die längste Zeit in Hütteldorf, spielte nur ein Jahr lang für einen anderen Verein, nämlich für Racing Club Paris, wo er 1955/56 unterkam. Bei Rapid war Happel unanfechtbar, passte sowohl perfekt in das damalige Team der Grünen, als auch in das damals sensationelle Nationalteam Österreichs.
Im Alter von 13 Jahren kam Ernst Happel bereits zum SK Rapid. In der damals politisch schweren Zeit hatte der SK Rapid kaum Spieler zur Verfügung und so kam Happel bereits als 16jähriger zu seinem Debüt für den SK Rapid. Seine Rapid-Liebe und -Verbundenheit sollte vor seinem Wechsel nach Paris 16 Jahre anhalten und auch nach seinem Paris-Gastspiel kehrte Ernst wieder für zwei weitere Jahre nach Wien zurück. Mit Rapid gewann er insgesamt sechs Meisterschaften und einen Cup.
Seinen fussballerischen Höhepunkt erlebte Walter Zemans Schmähbruder in der Saison 1956/57, als er beim 3:1-Europacupheimsieg über Real Madrid alle drei Treffer erzielte.
In der Nationalmannschaft stand er erstmals im September 1947 auf dem Rasen, damals gewann das österreichische Nationalteam mit 4:3 gegen Ungarn.
Seine Länderspielkarriere war ebenso lang und erfolgreich, wie seine Spielerkarriere: In elf Jahren, bis zur 3:4-Niederlage gegen Jugoslawien im September 1958 bestritt Happel 51 Länderspiele, erzielte fünf Treffer und war auch Teil jenes legendären Teams, welches 1954 den dritten Platz der Fussballweltmeisterschaft belegte.
TRAINERKARRIERE
Happels Trainerkarriere startete nach einem kurzen Engagement als Rapid-Sektionsleiter Anfang der 60er-Jahre, beim holländischen Erstdivisionär ADO Den Haag. Als er dort im Jahre 1968 überzeugen konnte, wechselte er jedoch prompt zum späteren Weltpokalsieger Feyenoord Rotterdam, wo er sich auch für die Verpflichtung eines gewissen Franz Hasil stark machte.
Bis 1973 blieb er in Rotterdam, wo er schöne Erfolge verzeichnen konnte. Anschliessend zog es ihn jedoch weiter in den sonnigen Süden, denn von 1973 bis 1975 coachte der "Wödmasta" den FC Sevilla. Die Benelux-Staaten schienen aber Happels geheime Geliebte zu sein, denn unmittelbar nach seinem Spanien-Intermezzo, wechselte er für vier Jahre zum FC Brügge.
Dieses Engagement wurde kurzfristig von seinem größten Trainererfolg unterbrochen, denn 1978 fuhr er mit dem holländischen Nationalteam zur Weltmeisterschaft. Bis ins Finale drang er mit seinem Team vor, doch dort scheiterte er äußerst glücklos: Argentinien bezwang die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Beim Stand von 1:1 traf Rob Rensenbrink, einer der genialsten Flügelstürmer aller Zeiten, in der 90.Minute die Stange...
Und auch nach seinem Brügge-Engagement blieb Happel in Belgien wechselte bis ins Jahr 1981 nach Lüttich, wo er Standard trainierte. Seine längst andauernde Trainerstation absolvierte er jedoch in Deutschland, wo er große Erfolge mit dem Hamburger SV feiern konnte. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: 2 mal deutscher Meister, 1x Cupsieger, 2x Vizemeister, 1x Vize-UEFA-Cup-Sieger und 1x Sieger im Europacup der Landesmeister !
Und erst nachdem er sich über Deutschland wieder langsam von Westen in den Osten zurückarbeitete, wechselte Happel wieder nach Österreich, wo er den FC Swarowski Tirol, damals mit Hansi Müller, zum Meister machte.
Nach diesem vierjährigen Bundesliga-Job, wechselte er schließlich in seinen letzten Beruf: Trainer des österreichischen Nationalteams. Unvergessen auch noch heute: Die Pressekonferenz, bei der Beppo Mauhart den schon damals schwer kranken Happel als neuen Teamchef präsentierte.
Happel konnte mit dem österreichischen Nationalteam keine großen Erfolge als Trainer feiern. Das beste Spiel seiner damaligen Jungs war auch gleichzeitig sein Letztes: Das 5:2-Heimfeuerwerk gegen Israel sollte sein letzter Aufenthalt in einem Stadion sein. Der von seiner Krankheit stark gezeichnete Happel gab nach Ende des Spiels ein herzzerreissendes Interview, in dem er noch seinen zweifachen Torschützen und Matchwinner Andi Herzog lobte und anschließlich die Fussballbühne für immer verließ.
Happel erlag im November 1992 seinem schweren Krebsleiden.
Später wurde das Prater Stadion, auch Wiener Stadion genannt, auf Ernst Happel - Stadion umbenannt. Eine Ehrentafel ist auf der Aussenwand des Stadions zu besichtigen.
Ernst Happel sagte:
ERNST HAPPEL STADION




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