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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/</link>
	<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 20:29:56 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Alle Artikel zum Thema Fußball in anderen Ländern.</description>
	<item>
		<title>Der Stand der Dinge in der 3,25-Tore-pro-Spiel-Liga: Die niederländische Eredivisie</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/der-stand-der-dinge-in-der-325-tore-pro-spiel-liga-die-niederlaendische-eredivisie-r596</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>34 Spieltage umfasst die holländische Eredivisie, deutsch "Ehrendivision". Derzeit sind zehn Spieltage absolviert und AZ Alkmaar, Austrias Gegner in der Europa League-Gruppe G, führt die höchste Spielklasse an.</em><br />
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Der Modus der Ehrendivision war durch ein Play-Off-System ein skurriler. Zwischen den Spielzeiten 2005/06 und 2007/08 spielten die Mannschaften, die Zweiter bis Fünfter wurden nach den 34 Spieltagen in einem Play-Off um den verbleibenden Champions League-Startplatz, die Sechst- bis Neuntplatzierten um einen UEFA-Cup-Platz, die nächsten vier um einen Intertoto-Cup-Platz und die zwei vorletzten Vereine gegen die zweit- bis siebtplatzierten Teams der zweiten Spielklasse. Wem das jetzt etwas kompliziert bis wunderlich und eigentlich sportlich gar nicht fair empfindet, darf sich beruhigen: Seit der Spielzeit 2008/09 spielen nur noch die Teams zwischen fünftem und achtem Platz um die Europa League. Der Meister der Liga ist derzeit direkt für die Champions League spielberechtigt, der Vizemeister muss sich ab der dritten Qualirunde beweisen. Der Dritte ist fix im Europa League-Play-Off, der Vierte und der Sieger des Play-Offs landen ebenso wie der Sieger des Pokals in der Qualifikation zur Europa League. Letzterer ist fix im Play-Off, der Vierte in Qualifikationrunde drei, der Sieger des Liga-internen Play-Offs in Qualifikationsrunde zwei. Die Niederländer sind gerade dabei, sich vom zehnten auf den neunten Platz der UEFA-Fünfjahreswertung zu verbessern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Ein bisschen Wissen</strong><br />
<br />
1956 wurde die Eredivisie vom niederländischen Fußball-Verband Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond, kurz KNVB gegründet. Der Rekordmeister ist wenig verwunderlich Ajax Amsterdam mit 30 Titeln. PSV Eindhoven konnte den Titel 18 Mal holen, Feyenoord Rotterdam neun Mal. Alkmaar durfte zwei Mal jubeln und Twente Enschede, DWS Amsterdam, Sparta Rotterdam und DOS Utrecht je ein Mal. Eine ziemlich unausgeglichene Bilanz also, aber in kleineren Fußballnationen nicht ungewöhnlich. Bevor AZ Alkmaar 2009 den ersten Titel seit 1980/81 erringen konnte, gewann dazwischen immer entweder Ajax, PSV oder Feyenoord. Der letzte Titel vor '81, der nicht von einem der drei großen Clubs geholt wurde, datiert ins Jahr 1964 zurück. Doch in den letzten Jahren konnte sich neben Alkmaar auch Twente Enschede mehr und mehr in der Spitzengruppe festsetzen, feierte 2010 den ersten Meistertitel der Clubgeschichte, bevor letztes Jahr wieder Ajax Meister wurde.<br />
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<strong class='bbc'>Abstiegskampf</strong><br />
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Dass der holländische Fußball durch seine in Stein gemeißelte Offensivkonzeption äußerst spannend ist, ist ein bekannter Fakt. So ist es nicht erst einmal passiert, dass Teams, die tollen Fußball spielen, aber zu oft nicht den Ball ins Tor trafen, absteigen mussten. Ein heißer Kandidat auf den Abstieg ist dieses Jahr Excelsior Rotterdam, die erst zwei Unentschieden erreichten und mit einer Tordifferenz von 6:24 am Ende der Tabelle liegen. Davor liegt die VVV Venlo, die immerhin einmal gewinnen konnte und drei Mal remisierte, knapp hinter NEC Nijmegen. Auch de Graafschap Doetinchem auf dem 15. Platz hat erst zwei Siege errungen, Lasnik-Club NAC Breda erst drei, genauso wie der FC Utrecht, welcher Zwölfter ist. Zwischen Breda und Utrecht liegt derzeit Roda Kerkrade auf Rang 13 mit gleichvielen Punkten wie der FC und zwei mehr als NAC. Interessant ist, dass Kerkrade mit vier Saisonsiegen ebenso viele Dreier anschreiben konnte wie Titelverteidiger Ajax, die Sechster sind.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Breites Mittelfeld</strong><br />
<br />
Wie bereits erwähnt konnten die kleineren Vereine wie Alkmaar oder Twente in den letzten Jahren zu den großen Drei aufschließen. Den 15. de Graafschap und den Vierten, Feyenoord Rotterdam, trennen gerade einmal neun Punkte oder anders gesagt drei Siege. SC Heerenveen, derzeit Achter und damit Play-Off- und somit möglicherweise Europa League-spielberechtigt, hat mit 14 Punkten nur zwölf mehr als der Letzte. Die Spannung ist also prinzipiell gegeben, der Dreipunkteregel sei es gedankt. Ob Vitesse Arnheim, gegenwärtig Fünfter, oder Heracles Almelo, zwei Plätze dahinter, tatsächlich so weit oben bleiben, ist eine ganz eine andere Frage.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Meisterkampf</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar führt die Tabelle mit 25 Punkten vor Eindhoven und Twente mit je 21 Punkten an. Feyenoord Rotterdam folgt mit 18 Punkten, gleichauf mit Vitesse, dahinter befindet sich mit einem Zähler Rückstand Titelverteidiger Ajax. Janko-Club Twente Enschede, Feyenoord, Ajax und PSV gelten als heiße Titelkandidaten. AZ steht deshalb oben, da die Bilanz gegen die anderen Titelkandidaten 2-1-1 beträgt. In den folgenden sieben Runden stehen Duelle gegen Nachzügler und Mittelfeldclubs an, dann warteten die Amsterdamer. Eindhoven und Twente duellieren sich am bereits am Samstag und entweder beide oder einer wird etwas abreißen lassen müssen. Ajax und Feyenoord müssen nachlegen, will man weiter zu den Verfolgern zählen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Team Austria in Holland</strong><br />
<br />
Drei Österreicher stehen in den Niederlanden in den Kadern erster Mannschaften. Da ist zunächst Mittelfeldspieler Tobias Kainz vom SC Heerenveen. Der 18-Jährige debütierte im Mai in der Ehrendivision, wurde aber im Sommer für die U20-Weltmeisterschaft abgestellt und kann noch keinen Einsatz vorweisen. Im Sommer verlängerte Kainz bei Heerenveen um zwei Jahre und so möchte sich der ehemalige Akademie-Spieler von Sturm und der Austria im Land des Vizeweltmeisters beweisen. Mit neun Toren und elf Vorlagen glänzte hingegen Andi Lasnik für Absteiger Willem II Tilburg in der vergangenen Saison. Der ehemalige Austria-Spielmacher ließ sich viel Zeit und heuerte spät aber doch bei Mittelfeldclub NAC Breda an. Dort kam er bisher auf vier Einsätze, konnte sich mit einer Vorlage am achten Spieltag gegen Roda Kerkrade das erste Mal als Vorlagengeber in der Scorerliste eintragen. Mit ein bisschen mehr Eingewöhnungszeit wird er auf seine Einsätze kommen. Unumstrittener Leader der orangen Fraktion der Legionäre ist Marc Janko. Nach 19 Toren und 6 Vorlagen in seiner Premierensaison 2010/11 startete er mit Twente dieses Jahr voll durch. Unter Coach Co Adriaanse, der ihn schon in Salzburg zu unglaublichen 39 Ligatreffern antrieb, trifft er nach Belieben. In 19 Saisoneinsätzen in Europa, Cup und der Liga hält der Wiener bei 16 Treffern und 5 Vorlagen.<br />
<br />
Die holländische Eredivisie bietet vom Titelkampf zum Tabellenkeller packende Duelle und ist mit einer Torgarantie ausgestattet. An den zehn Spieltagen endeten erst zwei Begegnungen torlos - und diese in der ersten Runde.<br />
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Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 11:48:01 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Stärker dank Facebook – Die Nationalmannschaft Guyanas im Höhenflug</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/staerker-dank-facebook-die-nationalmannschaft-guyanas-im-hoehenflug-r574</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Auswahl Guyanas liegt zwei Spiele vor Schluss der CONCACAF-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 auf dem ersten Tabellenplatz der Gruppe B. Ein Sieg aus zwei Spielen gegen den Gruppenfavoriten Trinidad und Tobago würde reichen, um die dritte Qualifikationsrunde zu erreichen. Den jüngste Erfolg verdankt die Nationalmannschaft auch der Plattform Facebook.</em><br />
<br />
Guyana liegt zwar in Südamerika, ist aber so wie Suriname und Französisch-Guayana CONCACAF-Mitglied, weshalb das Land auch in diesem Verband die Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2014 bestreitet. Guyana stieg in der zweiten Qualifikationsrunde ein und führt nun nach vier von sechs Spielen die Gruppe B vor dem haushohen Favoriten Trinidad und Tobago mit einem Punkt Vorsprung an. Am 11. und am 15. November treffen diese beiden Mannschaften zu den letzten beiden Spielen aufeinander. Sollte Guyana einen Sieg davontragen, dann würde das Land zum ersten Mal an der dritten Qualifikationsrunde teilnehmen dürfen, in der die ersten sechs gesetzten Mannschaften (USA, Mexiko, Honduras, Jamaika, Costa Rica und Kuba) in die Qualifikation einsteigen und zusammen mit den sechs Gruppensiegern der zweiten Qualifikationsrunde drei Vierergruppen bilden. Die beiden Gruppenbesten steigen anschließend in die letzte Runde auf, die in einer Sechsergruppe ausgespielt wird. Die ersten drei Teams qualifizieren sich fix für die Weltmeisterschaft, der Gruppenvierte spielt gegen den Sieger der Ozeanien-Qualifikation.<br />
<strong class='bbc'><br />
NEUE SPIELER DANK FACEBOOK</strong><br />
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Der 27-jährige Kapitän der guyanischen Nationalmannschaft heißt Chris Nurse und verdient sein Geld momentan bei den Carolina RailHawks in der North American Soccer League. Der in London geborene Mittelfeldspieler spielte einige Saisonen im englischen Unterhaus, bevor er in die NASL wechselte. Neben seiner Sportkarriere studierte er am University College in Birmingham und nutzte seine Kontakte bei den Fußballvereinen, um Geld für die Krebsforschung aufzutreiben. Dabei erkannte er, dass das Internet und die sozialen Netzwerke ein wichtiges Werkzeug sind, um derartige Aktionen publik zu machen.<br />
<br />
Nach Absprache mit dem Fußballverband machte er sich auf die Suche nach Fußballern mit guyanischen Vorfahren und fand schließlich die Brüder Carl und Leon Cort. Die Mutter der beiden Spieler stammt aus Guyana und obwohl die beiden seit ihrer Kindheit nicht mehr in dem südamerikanischen Land waren, beschlossen sie das Abenteuer anzunehmen und die Nationalmannschaft zu verstärken. Leon Cort, der momentan leihweise bei Charlton Athletic F.C. in der Football League One spielt, absolvierte schon seine ersten beiden Länderspiele und zeigte, dass er eine große Verstärkung für das Nationalteam ist. Sein Bruder Carl löste seinen Vertrag bei Brentford Anfang des Jahres wegen einer Verletzung auf und hält sich derzeit bei AFC Wimbledon fit. Carl wird aller Voraussicht nach gegen Trinidad und Tobago sein Debüt im Nationalteam geben, was der Mannschaft einen kleinen zusätzlich psychologischen Vorteil geben könnte. Carl sagte, dass einige seiner englischen Mannschaftskollegen seine Entscheidung, für den Exoten Guyana zu spielen, skeptisch betrachteten. Er ist sich allerdings sicher, dass sämtliche kritische Stimmen verstummen werden, wenn sich die Mannschaft erst für die nächste Runde qualifiziert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>EIN ERFOLGREICHER TRAINER UND EIN KORRUPTER PRÄSIDENT</strong><br />
<br />
Der Nationaltrainer Jamaal Shabazz verbesserte zwischen 2005 und 2009 kontinuierlich das Nationalteam und schaffte es sogar 14 Monate ohne Niederlage zu bleiben. Er wollte ebenfalls die Strukturen im heimischen Fußballverband auf Vordermann bringen, zerstritt sich aber mit dem exzentrischen Präsidenten Colin Klass. Klass vergraulte zu dieser Zeit auch einige starke Spieler aus dem Nationalteam, da er der Mannschaft etwa verbot zu einem Auswärtsspiel nach Suriname zu fliegen. Stattdessen musste sich das Team auf abenteuerliche Art und Weise durch den Dschungel durchkämpfen. Diese Überlandsexpedition sollte die Spieler zusammenschweißen, bewirkte jedoch das Gegenteil, weshalb Trainer Shabazz entnervt das Handtuch warf. <br />
<br />
Sein Nachfolger Wayne Dover war nicht ganz so erfolgreich und wurde in dem Moment abgesetzt, als Verbandspräsident Colin Klass aufgrund nachweisbarer Korruption von der FIFA entmachtet wurde. Klass steckte sich die Subventionen in die eigenen Taschen, weshalb er sich vermutlich auch die Flugtickets nach Suriname sparen wollte. Statt Fußballplätze zu bauen unterschlug er Fördergelder in der Höhe von 800.000 Dollar. Nach seiner Absetzung übernahm wieder Jamaal Shabazz das Ruder und brachte das Team auf Erfolgskurs. Da nun auch die Strukturen im Verband ohne Colin Klass verbessert werden können, besteht die Möglichkeit, dass schon bald neue Spieler an ihre Vorfahren aus Guyana erinnert werden und ein abenteuerliches Angebot bekommen. Kapitän Chris Nurse ist jedenfalls weiterhin auf der Suche nach geeigneten Kandidaten im Internet – und Auswärtsspiele auf den Bermudas und den Bahamas sind wohl nicht die schlechtesten Argumente, um potentielle Nationalspieler von diesem Angebot zu überzeugen.<br />
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Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 10:26:15 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Technisch stark und torgefährlich - das ist das Team des RSC Anderlecht!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/technisch-stark-und-torgefaehrlich-das-ist-das-team-des-rsc-anderlecht-r569</link>
		<description><![CDATA[Hauptsächlich praktiziert der RSC Anderlecht ein 4-2-3-1-System, welches auch gegen Sturm Graz zu erwarten ist. Früher war das klassische 4-4-2 vorherrschend, das jedoch vor einigen Monaten durch das neue Standardsystem ersetzt wurde. In Auswärtsspielen spielt Anderlecht auch des Öfteren in einem 4-3-3-System, allerdings mit mäßigem Erfolg. Aus den letzten fünf Spielen im 4-3-3 holte das Team nur sieben Punkte. <br />
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<strong class='bbc'>Der Torhüter</strong><br />
<br />
Unumstrittene Nummer Eins des RSC Anderlecht ist <strong class='bbc'>Sylvio Proto (28)</strong>. Im Nationalteam ist Proto die Nummer Zwei, bei Anderlecht spielt er bereits seit 2005, wobei er fünf Jahre lang nur Ersatztorhüter war. Mittlerweile spielt er jedoch immer und gilt im Gesamtpaket als guter Torhüter, der allerdings Schwächen bei Flanken aufweist.<br />
<br />
Zweiter Torhüter ist der 33-jährige <strong class='bbc'>Davy Schollen</strong>, der nur einmal und damit zwölfmal weniger als Proto im belgischen Teamtor stand. Dritter Keeper ist <strong class='bbc'>Michael Cordier (23)</strong>.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Innenverteidiger</strong><br />
<br />
Abwehrchef der Belgier ist der 67-fache ungarische Teamspieler <strong class='bbc'>Roland Juhász (28)</strong>, der bereits seit Winter 2005 beim Rekordmeister spielt. Juhász (193cm) ist ein äußerst robuster Verteidiger, dessen Stärken im Zweikampf- und Kopfballspiel liegen – sowohl defensiv als auch offensiv. Alleine in den letzten drei Jahren erzielte der Ungar 16 Tore in der belgischen Liga, bei Standardsituationen ist er stets ein Unruheherd. Defensiv kann man ihm vor allem mit Schnelligkeit zusetzen, aber selbst dann sollte man um den 28-Jährigen einen großen Bogen machen, da Juhász auch gut im Stellungsspiel ist und nicht vor taktischen Fouls zurückschreckt.<br />
<br />
Neben Juhász spielt derzeit der Senegalese <strong class='bbc'>Cheikhou Kouyaté (21)</strong>. Der 192cm große Verteidiger wird bereits seit 2 ½ Jahren regelmäßig in der Innenverteidigung des RSC eingesetzt. Mittlerweile hat er sein Stammleiberl. Der Linksfuß ist außerdem ein sehr flexibler Spieler, der auch im defensiven Mittelfeld, linken Mittelfeld oder als linker Verteidiger eingesetzt werden kann. In der Innenverteidigung besticht er jedoch hauptsächlich durch seine Kopfballstärke und die energische Führung der Luftduelle, sowie mit seiner enormen Grundschnelligkeit. Der junge Afrikaner ist jedoch immer wieder für kleinere „Böcke“ gut. <br />
<br />
Der dritte Verteidiger wäre der tschechische U21-Teamkapitän <strong class='bbc'>Ondrej Mazuch (22)</strong>, der zuletzt eine starke U21-EM in Dänemark spielte und als ruhiger, sicherer Abwehrspieler gilt, der gut aus der Abwehr herausspielen kann. In den letzten beiden Jahren war er Stammspieler neben Juhász, heuer wird er jedoch von Adduktorenproblemen geplagt und machte in dieser Saison noch kein Spiel, was wiederum Kouyaté die Chance gab in der Kaderhierarchie auf den 189cm großen Tschechen aufzuschließen. Gegen Sturm ist Mazuch nur im Rückspiel ein Thema – er fehlt noch mindestens bis Mitte November.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Samuel Firmino de Jesus</strong> – 25, Brasilianer, kam zu Beginn der Saison von Werder Bremen, für das er kein einziges Spiel machte. Nachdem er in der vierten Runde gegen Mons Rot sah, spielte er keine Minute mehr.<br />
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<strong class='bbc'>Die Außenverteidiger</strong><br />
<br />
Auf der rechten Abwehrseite ist derzeit der polnische Routinier <strong class='bbc'>Marcin Wasilewski (31)</strong> gesetzt. Der 42-fache Teamspieler kickt seit Winter 2006 in Belgien und war hier durchgehend Stammspieler. Alleine in der Saison 2009/10 musste er fast die ganze Saison aussetzen, nachdem Standard-Lüttich-Mittelfeldspieler Axel Witsel ihm mit einem üblen Foul Schien- und Wadenbein brach. Mittlerweile kehrte Wasilewski aber zu alter Stärke zurück und ist sowohl bei Anderlecht, als auch im polnischen Team gesetzt. Den 186cm großen Polen zeichnet seine Ballsicherheit und gute Technik aus. Er ist ein absolut solider Außenverteidiger, der zudem über einen harten Schuss verfügt und aus Freistößen gefährlich werden kann. Die Elfmeter sind ebenfalls nicht selten Wasilewskis Sache. Weiter erwähnenswert sind seine weiten Einwürfe.<br />
<br />
Allerdings bekam Wasilewski zu Beginn dieser Saison Konkurrenz auf der Rechtsverteidigerposition: <strong class='bbc'>Dennis Odoi (23)</strong> kam von Sint-Truiden, ist aktueller belgischer U21-Teamspieler und hat seine Stärken im Spiel nach vorne. Nach hinten macht der junge Defensivmann mit ghanaischen Wurzeln allerdings noch einige Fehler und vor allem viele Fouls. In seinem ersten Spiel für Anderlecht gegen Oud-Heverlee Leuven sah er die rote Karte.<br />
<br />
Links hinten spielt <strong class='bbc'>Behrang Safari (26)</strong>, der zu Beginn der Saison vom FC Basel kam. Der in Teheran geborene Außenbahnspieler hält die schwedische Staatsbürgerschaft und ist aktueller Teamspieler in seiner Wahlheimat. Früher spielte er öfter als linker Mittelfeldspieler, in den letzten Jahren war er aber stets als Außenverteidiger aktiv. Safari ist vor allem sehr aggressiv, steht nah am Mann und setzt seinen Gegenspielern durch große Laufkraft zu. Der gebürtige Iraner ist zudem ein ausgezeichneter Techniker und hat durchaus Drang nach vorne, ohne jedoch selbst torgefährlich zu werden.<br />
<br />
 Safaris Konkurrent auf dieser Position ist Anderlecht-Urgestein <strong class='bbc'>Olivier Deschacht (30)</strong>, der seit 2001 für den Verein spielt und auch stets Stammspieler war. Doch im letzten Jahr baute der 30-Jährige ab, war oft verletzt, spielte nur noch rund ein Drittel der Partien und ist mittlerweile nur noch Ergänzungsspieler. Im Nationalteam, für das er 20mal spielte, kickt er seit einem Jahr nicht mehr. Eine weitere Alternative für die Linksverteidigerposition ist der Brasilianer <strong class='bbc'>Diogo (21)</strong>, der im Sommer von Sao Paolo kam, allerdings noch keine Minute auf dem Platz stand, weil er noch nicht matchfit ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das defensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Chef im defensiven Mittelfeld und Kapitän des RSC Anderlecht ist bereits seit fünf Jahren der Argentinier <strong class='bbc'>Lucas Biglia (25)</strong>. Der 169cm große Argentinier kam als 20-Jähriger nach Belgien und lebte sich sofort perfekt ein. Egal, ob in einem 4-1-4-1, einem 4-4-2 oder einem 4-2-3-1: Biglia spult seinen Part als spielender Sechser stets perfekt ab, ist ein Fußballer mit hoher taktischer Intelligenz und Flexibilität. Er ist schnell, technisch enorm abgebrüht und trotz seiner Größe auch äußerst zweikampfstark. Er ist der absolute Organisator des Anderlecht-Mittelfelds, verlängerter Arm des Trainers auf dem Platz, ein starker Teamplayer und für das Gesamtgefüge wohl der wichtigste Spieler im Team der Belgier. Dieses Jahr debütierte er im argentinischen Nationalteam und machte seitdem sechs Spiele für die <em class='bbc'>Albiceleste</em>.<br />
<br />
Neben Biglia spielt mit dem US-Amerikaner <strong class='bbc'>Sacha Kljestan (26)</strong> ein „Sechser“ im altmodischeren Sinn. Kljestan ist bei weitem kein so starker Techniker wie Biglia, hat jedoch Stärken im Kurzpassspiel und bereitet einige Tore vor. Der US-Teamspieler ist ein guter Zweikämpfer und Balleroberer, wirkt allerdings manchmal etwas hölzern und auch schon mal unkonzentriert. Wichtig ist er dennoch, weil er gerade neben Biglia „funktioniert“ und gemeinsam mit dem Argentinier enorm weite Wege geht und schnell hinter den Ball kommt. Bei Anderlecht ist Kljestan wie auch Biglia ein absolut unumstößlicher Stammspieler.<br />
<br />
Der Ersatzmann auf dieser Position ist der junge Tscheche <strong class='bbc'>Lukás Marecek (21)</strong>, aktueller U21-Teamspieler seines Landes. Auch er gilt als technisch guter und taktisch flexibler Mittelfeldspieler, der auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden kann und bei Anderlecht seit nunmehr zwei Jahren Ergänzungsspieler ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das offensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Die große Neuentdeckung des RSC Anderlecht ist der brasilianische Spielmacher <strong class='bbc'>Fernando Canesin Matos (19)</strong>, der letztes Jahr einen Sechsjahresvertrag bei den Belgiern unterschrieb. In der Saison 2010/11 spielte er nur eine Partie für den Rekordmeister, heuer stand er jedoch bereits in elf von 14 möglichen Spielen in der Startelf und wurde in den restlichen vier Spielen eingewechselt. Dabei gelang ihm zwar noch kein Treffer, dafür aber vier Assists. Der junge Brasilianer hat seine Stärken ausschließlich im Offensivspiel: Technisch ist er stark, dazu enorm trickreich und leichtfüßig und mit einem guten Schuss ausgestattet. Allerdings agiert er defensiv ganz schwach, wobei er allerdings durch Biglia und Kljestan gut abgesichert wird.<br />
<br />
Durch die Verpflichtung des Stürmers Dieumerci Mbokani rückt Canesin Matos allerdings ins zweite Glied, da nun der vorherige Solostürmer <strong class='bbc'>Matías Suarez (23)</strong> auf der „Zehnerposition“ zum Einsatz kommt. Den Argentinier konnte Trainer Jacobs nicht rausnehmen, zumal ihm in der laufenden Saison mittlerweile acht Tore in 13 Spielen gelangen. Der 182cm große Offensivmann ist allgemein ein sehr flexibler Spieler, der sowohl im Angriff als auch auf allen drei Positionen im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. Technisch ist Suarez grundsätzlich stark, trotzdem spielt er eher schnörkellos, dynamisch und sehr durchschlagskräftig. Durch seine Flexibilität werden dem RSC Anderlecht spontane Systemveränderungen während eines Spiels ermöglicht.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative zentral offensiv:</em><br />
* <strong class='bbc'>Ronald Vargas</strong> – 24, venezolanischer Teamspieler, kam zu Saisonbeginn vom FC Brügge, für den er in der Vorsaison 15 Tore erzielte. Interessanterweise konnte sich der flinke Tricksler mit dem Superschuss bei Anderlecht noch überhaupt nicht einleben und wurde erst dreimal eingewechselt.<br />
<br />
Im rechten Mittelfeld ist der 14-fache belgische Teamspieler <strong class='bbc'>Guillaume Gillet (26)</strong> gesetzt. Gillet spielt seit Winter 2007 für Anderlecht und gilt als flexibler, defensiv sicherer Mittelfeldspieler, der auch als Außenverteidiger zum Einsatz kommen kann. Er ist technisch solide, schnell und immer wieder für Tore gut, auch weil er bei einer Körpergröße von 186cm bei Standards gefährlich werden kann. Heuer traf der 26-Jährige bereits viermal.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternativen rechts:</em><br />
* <strong class='bbc'>Guillermo Molins</strong> – 23, in Uruguay geborener Schwede, kam im Sommer von Malmö und riss sich umgehend das Kreuzband…<br />
* <strong class='bbc'>Lamisha Musonda</strong> – 19, technisch starkes, lauffreudiges Talent aus Belgien. Bisher kein Spiel für Anderlecht, kann im offensiven Mittelfeld überall eingesetzt werden.<br />
* <strong class='bbc'>Oleksandr Yakovenko</strong> – 24, beidbeiniger ukrainischer Flügelspieler, sichere Pässe und direkte Pässe zeichnen ihn aus. Spielte heuer erst 51 Minuten lang, kann auch links eingesetzt werden.<br />
* <strong class='bbc'>Thomas Chatelle</strong> – 30, seit knapp vier Jahren Ergänzungsspieler, zuletzt an NEC Nijmegen verliehen, selten im Matchkader, keine echte Alternative zur Zeit.<br />
<br />
Im linken offensiven Mittelfeld spielt mit <strong class='bbc'>Milan Jovanovic (30)</strong> wohl der beste Fußballer – im eigentlichen Sinn – des Teams. Für Standard Lüttich machte er einst fast 70 Tore, beim FC Liverpool konnte er sich nicht durchsetzen, also wechselte er um nur 800.000 Euro zum RSC Anderlecht, für den er in den ersten neun Pflichtspielen bereits sechs Tore erzielen konnte. Jovanovic ist ein technisch ausgesprochen begabter Fußballer mit einem tollen Schuss und dem Auge für seine Mitspieler. Ein absolut kompletter Fußballer, der immer für Tore gut ist und auch defensiv solide agiert.<br />
<br />
Sein erster Ersatzmann auf der linken Seite ist der Brasilianer <strong class='bbc'>Kanu (24)</strong>, ein schlaksiger, schneller Flügelstürmer, der wiederum defensiv weniger stark ist als Jovanovic und bei trotz grundsolider Technik bei weitem nicht so sicher und überlegt wie der Serbe.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative links:</em><br />
* <strong class='bbc'>Reynaldo dos Santos</strong> – 22, schneller Brasilianer mit Zug zum Tor, zuletzt 1 ½ Jahren an Cercle Brügge verliehen, seit zwei Monaten nicht mehr im Matchkader.<br />
* <strong class='bbc'>Ziguy Badibanga</strong> – 19, Belgier mit burundischen Wurzeln, durchlief alle Nachwuchsnationalteams Belgiens, spielt momentan aber nur in Anderlechts B-Elf. Dennoch ein großes Versprechen für die Zukunft.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Angriff</strong><br />
<br />
Der Topstürmer des RSC Anderlecht heißt <strong class='bbc'>Dieumerci Mbokani (25)</strong>. Für Standard Lüttich erzielte er in drei Jahren 38 Ligatore, danach traute sich der Kongolese jedoch in die große, weite Fußballwelt und hatte damit kein Glück. Zuerst kam er zum AS Monaco, in ein nicht funktionierendes Team. Danach wurde er an den VfL Wolfsburg verliehen, den er ebenfalls in einer chaotischen Phase kennenlernte. Nachdem Romelu Lukaku verkauft wurde, holte man Mbokani um vier Millionen Euro zurück und lässt ihn wieder in seiner Wahlheimat Belgien spielen. Mbokani dankt diese Gelegenheit mit Toren: In seinen bisherigen vier Einsätzen erzielte er drei Tore, wobei er insgesamt nur 223 Minuten auf dem Platz stand, im Schnitt also für Anderlecht bisher nur rund 74 Minuten für einen Treffer benötigt. Mbokani ist durchschlagskräftig, schnell, kopfballstark und auf engem Raum technisch gut. Der 25-Jährige ist als echter Knipser zu bezeichnen und ist in der belgischen Liga auch heuer wieder für 15+ Tore gut.<br />
<br />
Zweiter Stürmer ist der Belgier <strong class='bbc'>Tom de Sutter (26)</strong>, der vor allem 2009 stark spielte und im Kalenderjahr 16 Tore für Anderlecht machte. Er konnte seine Form von damals aber nie konservieren und ist jetzt nur noch Einwechselspieler, auf den vordersten Positionen klar hinter Mbokani und Suarez zu stellen. Dennoch ist der 192cm große Angreifer eine gute Option, wenn es in der Schlussphase darum geht, hohe Bälle in den Strafraum zu schlagen.<br />
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<em class='bbc'>Alternativen:</em><br />
* <strong class='bbc'>Nathan Kabasele</strong> – 17, Eigenbauspieler, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. Debüt in der ersten Mannschaft des RSC Anderlecht im Alter von 16 Jahren, im August gegen Mons gelang ihm sein erstes Tor. Zuletzt nicht im Matchkader.<br />
* <strong class='bbc'>Jordan Lukaku</strong> – 17, noch ein Lukaku! Allerdings ist der Bruder des Neo-Chelsea-Angreifers bisher noch nie in der Kampfmannschaft zum Zug gekommen. Dennoch durchlief er die Nachwuchsnationalteams Belgiens und ist ebenfalls ein Versprechen für die Zukunft.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Aufstellung</strong><br />
<br />
Mit Ausnahmen von Guillermo Molins und Ondrej Mazuch kann der RSC Anderlecht aus dem Vollen schöpfen und die Fans erwarten nach dem imposanten 5:0 über Standard Lüttich auch gegen den SK Sturm Graz einen Sieg. Anderlecht ist grundsätzlich aufgrund der hohen technischen Sicherheit und Dynamik eine gute Auswärtsmannschaft und wird in Graz voraussichtlich mit einem 4-2-3-1 auf Sieg spielen. Es ist gerade im Zuge der aktuellen Siegesserie der Brüsseler unwahrscheinlich, dass Trainer Jacobs rotiert. Man darf also mit allen Stars rechnen, was auf dem Papier wie folgt aussehen würde (klicken zum Vergrößern):<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/rscanderlecht.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/rscanderlecht.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit</strong><br />
<br />
Der RSC Anderlecht ist für den SK Sturm Graz leider eine Nummer zu groß. Das Team ist größtenteils gut eingespielt, hat starke Einzelspieler und vor allem von hinten bis vorne sehr viele verschiedene Fußballer, die für Tore gut sind. Der belgische Rekordmeister ist der vorweggenommene Gruppensieger in Gruppe L und möchte den Aufstieg bzw. vielleicht sogar schon den Gruppensieg in den beiden Partien gegen Sturm fixieren. Unser Tipp ist daher ein 2:0-Auswärtssieg in Graz und ein 3:1-Heimsieg im Constant-vanden-Stock-Stadion!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 18:27:10 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>30 Meistertitel, drei Europacupsiege - Sturm-Gegner RSC Anderlecht als belgischer Vorzeigeklub</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/30-meistertitel-drei-europacupsiege-sturm-gegner-rsc-anderlecht-als-belgischer-vorzeigeklub-r568</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der SK Sturm Graz bekommt es in der dritten Runde seiner Europa-League-Gruppe mit dem belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht zu tun. Der erfolgreiche Klub aus dem Brüsseler Vorort Anderlecht gewann bereits dreimal den Europacup, holte 30 Meistertitel in Belgien und präsentierte sich vor allem in den letzten Jahren geschickt auf dem Transfermarkt. Teuren Verkäufen stehen verhältnismäßig günstige Einkäufe gegenüber, was den Verein zum reichsten Klub Belgiens macht.</em><br />
<br />
<pre class='prettyprint'>Name: Royal Sporting Club Anderlecht
Kürzel: RSC Anderlecht
Gegründet: 27.Mai 1908
Alter: 103 Jahre
Vereinsfarben: Violett-Weiß
Präsident: Roger Vanden Stock
Trainer: Ariel Jacobs
Stadion: Constant-Vanden-Stock-Stadion
Fassungsvermögen: 26.361 Plätze (UEFA-Zulassung für 21.619 Plätze)

Erfolge:
•	30 x belgischer Meister (Rekord)
•	9 x belgischer Cup
•	9 x belgischer Supercup
•	1 x UEFA-Cup
•	2 x Europacup der Cupsieger
•	2 x UEFA Super Cup</pre><br />
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<strong class='bbc'>STANDING IN BELGIEN</strong><br />
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Der RSC Anderlecht gilt in Belgien als absoluter Spitzenklub. Der Verein aus dem Brüsseler Vorort ist eine Institution, die immer groß sein wird. Blickt man auf die letzten zehn Jahre zurück, so wird man feststellen, dass Anderlecht nie schlechter als Dritter war, zudem fünfmal Meister in den letzten acht Jahren wurde. Die größten Konkurrenten um den Titel sind naturgemäß der FC Brügge, aber auch Standard Lüttich und der KRC Genk. Aktuell führt Anderlecht die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Brügge an, liegt zudem vier Punkte vor AA Gent und Cercle Brügge. In der letzten Runde konnte der RSC einen glatten 5:0-Heimsieg über Standard Lüttich einfahren. In der ersten Runde verlor Anderlecht überraschend mit 1:2 bei Oud-Heverlee Leven – seitdem verlor das Team jedoch bewerbsübergreifend kein Spiel mehr: Inklusive Europa League und Qualifikation verlor das Team die letzten 13 Spiele nicht, gewann zehn davon. Zuletzt gelangen sieben Siege in Serie bei einer Tordifferenz von 18:3…<br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
<br />
…einer dieser Siege gelang auswärts bei Lokomotiv Moskau, das mit 2:0 bezwungen wurde. Davor besiegte das Team AEK Athen mit 4:1. Mit diesen beiden Siegen meldete Anderlecht laut Anspruch auf den Gruppensieg in der Sturm-Gruppe an. In der Qualifikation besiegte das Team den türkischen Vertreter Bursaspor: Nach einem 2:1-Auswärtssieg gab es zu Hause ein 2:2.<br />
<br />
Anderlecht ist jedoch allgemein ein Verein mit großer Europacuptradition und daher kommen die jüngsten Erfolge nicht von ungefähr. In den 70er-Jahren holte das Team zweimal den Cup der Cupsieger (setzte sich 1978 im Finale klar gegen die Wiener Austria durch), 1983 den UEFA-Cup. In den letzten Jahren war man stets Stammgast in den Gruppenphasen von Champions League oder Europa League: 2010/11 scheiterte man in der Qualifikation zur Königsklasse knapp an Partizan Belgrad, in der darauffolgenden Europa League überstand das Team die Gruppenphase, schied dann aber klar gegen Ajax Amsterdam (0:3 h, 0:2 a) aus. Ein ähnliches Bild gab die Saison 2009/10 ab: In der Qualifikation zur Champions League scheiterten die Belgier klar an Olympique Lyon (1:5 a, 1:3 h), kamen danach durch die Gruppe, schalteten daraufhin noch Athletic Bilbao aus und scheiterten erst im Achtelfinale am Hamburger SV, wobei vor allem das 4:3 im Rückspiel in Brüssel zum großen Nervenkitzel ausartete, nachdem der HSV das Hinspiel mit 3:1 gewinnen konnte.<br />
<br />
Der letzte Champions-League-Auftritt datiert aus der Saison 2006/07 als Anderlecht in einer Gruppe mit OSC Lille, AEK Athen und dem AC Milan vier Remis holte, zudem die beiden Spiele gegen den AC Milan verlor. Das letzte Duell mit einem österreichischen Gegner gab es ein Jahr darauf im UEFA-Cup, als Rapid auswärts in Anderlecht dank eines Superfreistoßes von Steffen Hofmann ein 1:1 holte, danach im Hanappi-Stadion aber mit 0:1 unterlag.<br />
<br />
<strong class='bbc'>STADT UND LEUTE</strong><br />
<br />
Die Stadt Brüssel ist mit 150.000 Einwohnern die kleine Hauptstadt Belgiens. In der Metropolregion leben jedoch über eine Million Menschen. Die Stadt ist Hauptsitz der EU und der NATO, besteht aus 19 Gemeinden, wovon Anderlecht eine ist. Die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das berühmte Atomium, der große Markt vor dem Rathaus und Manneken Pis, der kleine pinkelnde Herr, der immer wieder anders eingekleidet ist. Die Preise für Essen und Getränke sind normal, nicht zu teuer und nicht zu billig. Belgische Waffeln sollte man ebenso probiert haben, wie die berühmte Schokolade und das gute Bier. Zudem kann man fast an jeder Ecke Pommes frites kaufen.<br />
<br />
Die Belgier sind ein gelassenes, freundliches Volk – auf die Fans des RSC Anderlecht sollte man allerdings Acht geben. Seid in Brüssel sehr vorsichtig, einige Fans des RSC sind nicht unbedingt für ihre Gastfreundschaft bekannt. Wie auch die Brüsseler Polizei, wie die Fans des SK Rapid Wien beim letzten Aufeinandertreffen zu spüren bekamen. Da wurde teilweise willkürlich eingebuchtet, wegen Lappalien wie einer auf die Straße gestellte Bierflasche. Wie immer und überall gilt: Wer sich zu benehmen weiß, dem wird nichts passieren. Wer jedoch Ärger „sucht“, der kann ihn in Brüssel durchaus bekommen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Der RSC Anderlecht durfte sich in der laufenden Saison bereits über einen Supertransfer freuen: Das 18-jährige Riesentalent Romelu Lukaku wechselte kürzlich um 22 Millionen Euro zum FC Chelsea. Weiters überwies der tschetschenische Klub Terek Grozny 4,5 Millionen Euro für den belgischen Teamspieler Jonathan Legear. Dies ermöglichte Anderlecht zu investieren, trotzdem übernahm sich der Verein nicht unnötig, kaufte Dieumerci Mbokani um 3 Millionen Euro, zudem Ronald Vargas um 2,5 Millionen. Für den Ex-Standard-Lüttich- und FC-Liverpool-Akteur Milan Jovanovic musste der Verein gar nur 800.000 Euro berappen. <br />
<br />
Auch in der Vorsaison verzeichnete der Klub ein deutliches finanzielles Transferplus: Der Marokkaner Mbark Boussoufa wechselte um 8 Millionen Euro zum neureichen russischen Klub Anzhi Makhachkala, auch für Jelle van Damme (Wolverhampton) und Ján Polak (VfL Wolfsburg) kassierte man zusammen über 6 Millionen. Die bezahlten Ablösesummen der Saison 2010/11 bewegten sich jedoch nur zwischen 500.000 und 1,4 Millionen Euro. So schaffte es der Verein in den letzten Jahren etwa 20 Millionen Euro an effektiven Transfereinnahmen zu erwirtschaften. <br />
<br />
Im zweiten Teil unserer RSC-Anderlecht-Info lest ihr alles über das Team des belgischen Rekordmeisters!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:42:04 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Jung, flexibel, modern und offensiv - das ist die Mannschaft des AZ Alkmaar</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/jung-flexibel-modern-und-offensiv-das-ist-die-mannschaft-des-az-alkmaar-r567</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'><a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/az-alkmaar-spitzenfussball-dank-intelligenter-transferpolitik-r566' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Nachdem wir uns im ersten Teil der Gegneranalyse mit dem Verein und der Transferpolitik beschäftigten</a>, nehmen wir nun das Spielsystem und die einzelnen Spieler des niederländischen Tabellenführers unter die Lupe. Es lohnt sich einen genaueren Blick auf das moderne, flexible System des niederländischen Tabellenführers zu werfen, denn AZ Alkmaar ist eine Mannschaft, von der sich die österreichischen Vereine eine Scheibe abschneiden sollten.</em><br />
<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUFSTELLUNG</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar spielt ein äußerst modernes und variables 4-2-3-1-System, aus dem im Ballbesitz eine 4-3-3-, bzw. sogar eine 3-4-3-Formation wird. Trainer Gertjan Verbeek, der früher selbst Verteidiger war, setzt auf eine spielerisch starke Viererkette, von denen sich jeder einzelne Spieler in den Angriff einschalten kann. Einer der beiden Innenverteidiger ist bei Ballbesitz fast immer im Mittelfeld zu finden, da Trainer Gertjan Verbeek auf diese Weise ein Übergewicht im Zentrum herstellen möchte. Sollte er mit der besten Formation gegen Austria Wien spielen, dann wird seine Mannschaft so aussehen:<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/alkmaar2011grund3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/alkmaar2011grund3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<em class='bbc'>Im linken offensiven Mittelfeld wird Holman ein paar Wochen ausfallen. Statt ihm wird höchstwahrscheinlich der Isländer Gudmundsson beginnen.</em><br />
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<strong class='bbc'>DER TORMANN</strong><br />
<br />
Die Nummer Eins im Tor der Niederländer ist <strong class='bbc'>Esteban Alvarado</strong>, ein 22-jähriger Nationalspieler aus Costa Rica. Der Schlussmann verfügt über großes Talent und wurde bei der U20-Weltmeisterschaft im Jahr 2009 von der FIFA zum besten Tormann des Turniers gekürt. Esteban Alvarado ersetzt den argentinischen Nationaltormann Sergio Romero, den Alkmaar um 3.5 Millionen Euro an Sampdoria Genua verkaufte. Alvarados Konkurrent, der ehemalige Austria-Tormann Joey Didulica beendete erst vor einer Woche nach zwei schweren Kopfverletzungen seine Karriere. <br />
<br />
Aufgrund des Transfers und des Rücktritts ist Esteban unumstrittener Stammtormann in Alkmaar. Der 33-Jährige Erik Heijblok und der 18-Jährige Hobie Verhulst sind keine ernsthaften Konkurrenten. Esteban Alvarado ist wieder einer der typischen Transfers, bei dem AZ Alkmaar am schnellsten reagierte. Nach den tollen Leistungen in der Nachwuchs-Nationalmannschaft verpflichteten ihn die Niederländer direkt von C.D. Saprissa aus der Primera División de Costa Rica.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE ABWEHR</strong><br />
<br />
Natürlich kann sich auch das spielstarke Mittelfeld der Niederländer sehen lassen, aber das Glanzstück der Mannschaft ist die Abwehr, insbesondere die beiden Innenverteidiger, die ihren Beruf sehr modern interpretieren. <br />
<br />
Der 24-fache finnische Nationalspieler <strong class='bbc'>Niklas Moisander</strong> ist der Kapitän der Mannschaft. Der Innenverteidiger ist technisch stark, geht ohne Kompromisse in den Zweikämpfe und schaltet sich, so wie die übrigen Verteidiger seiner Mannschaft, immer wieder in das Offensivspiel mit ein. Moisander ist schnell und ist in seiner Karriere einige Male als linker Außenverteidiger zum Zug gekommen, was auch seinen Offensivdrang erklärt. Er wechselte mit 19 Jahren von Turun Palloseura zu Ajax Amsterdam, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. In der Saison 2006/07 wechselte er zum FC Zwolle, wo er auf Anhieb Stammspieler wurde und in zwei Jahren 71 Meisterschaftspartien bestritt. Seit 2008 spielt er in Alkmaar, wo er ebenfalls gleich Fuß fasste und aufgrund seiner soliden Leistungen heuer zum ersten Mal die Kapitänsschleife tragen darf.<br />
<br />
Sein Kollege im Abwehrzentrum ist der 22-Jährige <strong class='bbc'>Nick Viergever</strong>, der fünf Mal im niederländischen U21-Team eingesetzt wurde. So wie Moisander liegen auch seine Stärken im spielerischen Bereich. Er kann das Spiel von hinten aufbauen und behält trotz seines jungen Alters die Ruhe, wenn er unter Druck gesetzt wird. Nachdem er sich in der Saison 2008/09 bei Sparta Rotterdam einen Stammplatz erspielte, wechselte er nach Alkmaar, wo er vergangene Saison 16 Einsätze bekam. Heuer ist seine Position im Abwehrzentrum neben Moisander unumstritten. Er begann in allen der bisherigen neun Meisterschaftsspielen von Beginn an und erzielte zwei Treffer. Moisander ist momentan noch ein wenig stärker als Viergever und verfügt über mehr Routine als sein Nebenmann. Die beiden sind aber ein bemerkenswertes Duo im Abwehrzentrum, denn es gibt nicht viele Mannschaften in Europa, die zwei Spieler in der Innenverteidigung stehen haben, die dieses technische Niveau besitzen. <br />
<br />
Auf der rechten Außenbahn spielt der dreifache Nationalspieler <strong class='bbc'>Dirk Marcellis</strong>, der am 11. Oktober 2008 mit 20 Jahren unter Bert van Marwijk gegen Norwegen im Team debütierte. Davor spielte er 12 Mal im U21-Nationalteam, wo er ebenfalls mit sehr guten Leistungen für Aufsehen sorgen konnte. Seine Karriere fing überhaupt sehr steil an, bereits mit 19 Jahren wurde er Stammspieler bei PSV Eindhoven, für die er insgesamt 68 Meisterschaftsspiele in drei Saisonen absolvierte. Damals spielte er noch im Abwehrzentrum und wurde von den Medien und Fans bereits als neuer Jaap Stam gefeiert. In seiner dritten Saison kam er jedoch auf wenige Einsätze und wechselte schließlich zu AZ Alkmaar, wo er vergangene Saison 32 Spiele absolvierte. Auch heuer durfte er in jedem Meisterschaftsmatch von Beginn an dabei sein. Auch wenn seine Karriere nach dem verheißungsvollen Beginn nicht wie gewünscht explodierte, so ist er doch einer der besten Außenverteidiger der Liga und ein sehr interessanter Mann für die Zukunft, der sicherlich noch einmal voll durchstarten wird.<br />
<br />
Marcellis´ Gegenpart auf der linken Abwehrseite ist der dänische Nationalspieler <strong class='bbc'>Simon Poulsen</strong>, der sich mit seinem Land für die Europameisterschaft qualifizieren konnte. Der 27-Jährige wechselte Anfang 2008 vom FC Midtjylland zu AZ Alkmaar, wo er zu Beginn um einen Stammplatz kämpfen musste. Seit seinem Wechsel absolvierte er 68 Meisterschaftspartien für seinen neuen Verein. In der heurigen Saison hat er nach neun Runden bereits genau so viele Einsätze von Beginn an, wie in der gesamten letzten Saison. <br />
Simon Poulsen kam bei der Weltmeisterschaft 2010 bei allen drei Gruppenspielen zum Einsatz und erzielte beim Spiel gegen die Niederlande den ersten Treffer der Partie – allerdings ins eigene Tor. Poulsen, der auch im linken Mittelfeld spielen kann, wird in Alkmaar immer als Außenverteidiger aufgestellt.<br />
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<strong class='bbc'>DAS MITTELFELD</strong><br />
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Das Hirn der Mannschaft ist der schwedische Nationalspieler <strong class='bbc'>Rasmus Elm</strong>, der sich im Normalfall weit zurückfallen lässt und das Spiel von hinten aufzieht. Der 19-fache Nationalspieler wechselte im Jahr 2009 von Kalmar FF (96 Spiele, 17 Tore) nach Alkmaar und erzielte seither 14 Treffer in 60 Meisterschaftspartien. Der ehemalige schwedische Nationaltrainer Lars Lagerbäck ist ein riesiger Fan des 23-Jährigen und verglich ihn vom Talent her mit Zlatan Ibrahimovic. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis AZ Alkmaar ein Angebot eines großen Vereins für den Schweden annehmen wird. Sein bisher einziges Länderspieltor erzielte Elm übrigens im Freundschaftsspiel gegen Österreich, als unser Nationalteam am 11.02. 2009 in der UPC-Arena gegen Schweden mit 0:2 verlor. <br />
<br />
Elm verfügt über jede Menge Spielintelligenz und passt perfekt in die Mannschaft von Alkmaar. Wenn sich zwei Verteidiger in den Angriff einschalten, was bei dieser Viererkette immer wieder vorkommt, dann lässt er sich zurückfallen und bildet mit den anderen beiden Abwehrspielern eine Dreierkette. <br />
<br />
Etwa auf gleicher Höhe mit Elm spielt sein Landmann <strong class='bbc'>Pontus Wernbloom</strong>, der so wie Elm ebenfalls 19 Mal für sein Heimatland spielte. 2009 wechselte der defensive Mittelfeldspieler von IFK Göteborg zu seinem jetzigen Verein, für den er seither 60 Meisterschaftsspiele absolvierte. Wernbloom ist ein unermüdlicher Kämpfer, der den kreativen Spielern seiner Mannschaft den Rücken freihält. Er hat sich in den Niederlanden durch seinen kompromisslosen Spielstil einen gefürchteten Ruf erarbeiten können. Privat engagiert sich der 25-Jährige in der schwedischen Politik, wo er mit den Sozialisten sympathisiert und offen gegen die Schwedendemokraten Stellung nahm.<br />
<br />
Vor Elm und Wenbloom spielt der erst 18-jährige <strong class='bbc'>Adam Maher</strong>, der 2009 an der U17-Weltmeisterschaft für die Niederlande teilnahm. In der letzten Saison hatte das junge Talent nur einen Einsatz als Joker, heuer spielte er sechs Mal von Beginn an und wurde drei Mal eingewechselt. Auch in den beiden Europa-League-Gruppenspielen spielte er 90 Minuten lang durch und erzielte gegen Malmö FF einen Treffer. Maher traf am 15. Dezember 2010 im Spiel gegen den FC BATE Borisov und wurde damit der jüngste Torschütze in der Europa League überhaupt. Maher ist momentan auch im niederländischen U19-Team Stammspieler.<br />
<br />
Links im offensiven Mittelfeld spielt normaler Weise der australische Nationalspieler Brett Holman. Der 27-jährige Offensivspieler hat sich jedoch im Spiel gegen Ajax Amsterdam verletzt und wird Alkmaar in den nächsten Spielen fehlen. Holman absolvierte bis dato 51 Länderspiele und verdient sein Geld bereits seit fast zehn Jahren in der niederländischen Liga. Feyenoord Rotterdam verpflichtete das Talent vom australischen Verein Parramatta Tower. Anschließend wurde Holman an den Partnerklub Excelsior Rotterdam verliehen, wo er aber ganze vier Jahre bleiben sollte. Über NEC gelangte er zu AZ Alkmaar, wo er vergangene Saison endgültig seinen Durchbruch schaffte. Holman erzielte in 73 Meisterschaftsspielen bisher 12 Tore für Alkmaar und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. <br />
<br />
Da Holman verletzt ist wird wahrscheinlich der 14-fache isländische Teamstürmer <strong class='bbc'>Johann Berg Gudmundsson</strong> zum Zug kommen. Der 20-Jährige kam bereits im Alter von 18 Jahren zu den Niederländern und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. Er kann sowohl als Flügelstürmer, als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Letzte Saison spielte der junge Isländer 19 Mal von Beginn an, nachdem er in den Jahren davor in Alkmaars Reserveteam zum Zug kam. Heuer muss er sich allerdings noch mehr ins Zeug legen, wenn er zu so vielen Einsätzen kommen will, denn in den ersten beiden Meisterschaftsspielen kam er nur zwei Mal von Beginn an zum Zug.<br />
<br />
Im rechten offensiven Mittelfeld spielt Neuzugang <strong class='bbc'>Roy Beerens</strong>, der Anfang dieser Saison vom SC Heerenveen zu seinem jetzigen Arbeitgeber wechselte. In seinen bisherigen sieben Meisterschaftsspielen erzielte er zwei Treffer, wobei er auch zuletzt beim 2:2-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam traf. Im Jahr 2010 absolvierte er ein Länderspiel gegen die Ukraine, nachdem er zuvor schon 15 Mal für die U21-Nationalmannschaft auflief. Im Gegensatz zu Holman hat Beerens die Aufgabe das Spiel auf der rechten Seite breit zu machen und zieht deshalb seltener nach innen. Beerens ist sehr schnell und dribbelstark, weshalb man in Eins-gegen-Eins-Situationen auf den 23-Jährigen sehr aufpassen muss.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER STURM</strong><br />
<br />
Neben Beerens ist der US-Amerikaner <strong class='bbc'>Jozy Altidore</strong> der zweite Neuzugang, der sich einen Platz in der Stammmannschaft Alkmaars erspielen konnte. Der 21-Jährige debütierte bereits vor fünf Jahren bei den New York Red Bulls in der Kampfmannschaft und galt als DIE Zukunftshoffnung der Amerikaner, da er in 37 Spielen 15 Treffer für seine Mannschaft erzielte. Seine Karriere geriet jedoch ins Stocken, nachdem er sich weder bei Villareal, noch bei Xerez Club Deportivo durchsetzen konnte. In der Saison 2009/10 spielte er bei Hull City, wo er immerhin auf 28 Einsätze kam, allerdings nur einen Treffer erzielte und zudem einmal die rote Karte sah. Vergangene Saison stand er bei Bursaspor unter Vertrag und erzielte dort in 12 Meisterschaftspartien ebenfalls nur einen Treffer. Der 41-fache Nationalspieler erzielte für die USA bisher 12 Tore. Altidore ist athletisch, hat einen schnellen Antritt und kann seinen Körper gut einsetzen. Auch in der Luft ist Altidore eine Waffe, da er über eine hohe Sprungkraft verfügt.<br />
<br />
Eine Alternative im Sturm ist der 22-jährige Mittelstürmer <em class='bbc'>Charlison Benschop</em>, der allerdings meistens von der Bank ins Spiel kommt. Benschop ist 1.91m groß und ist mit seinen 90 Kilogramm der typische Brecherstürmer. Benschop spielte einmal für das niederländische U21-Team und wechselte 2010 von RKC Waalwijk nach Alkmaar. Auch der 14-fache isländische Teamstürmer <em class='bbc'>Johann Berg Gudmundsson</em> hofft auf mehr Einsätze im Sturm der Niederländer. Der 20-jährige kam bereits im Alter von 18 Jahren zu den Niederländern und kann auch als Flügel im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar spielt einen äußerst modernen Fußball, der nicht nur schön zum Anschauen, sondern auch effektiv ist. Die Niederländer zählen zu den Topfavoriten auf den Meistertitel und zeigten auch am vergangenen Wochenende beim 2:2-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam ihre Stärken. Die Niederländer setzen mit einem starken Pressing den Gegner schon früh unter Druck und schalten bei Ballgewinn schnell um. Das Verschieben der Mannschaftsteile funktioniert ausgezeichnet. Alkmaars System ist äußerst variabel - von einem 4-2-3-1-System schaltet die Mannschaft in Sekundenbruchteilen auf ein 3-4-3 um, wobei die Spieler die Positionen untereinander flexibel tauchen. Es kommt schon vor, dass der Spielmacher Rasmus Elm hinten absichert, weil sich zwei Verteidiger in den Angriff einschalten. Einer der beiden Innenverteidiger ist bei Ballbesitz immer im Mittelfeld zu finden, da Trainer Gertjan Verbeek auf diese Weise ein Übergewicht im Zentrum herstellen möchte. Spielmacher Rasmus Elm ist nur schwer aus dem Spiel zu nehmen, da er sich weit zurückfallen lässt und so einer direkten Bewachung entgeht. Auch im Angriff werden die Positionen oft getauscht. Altidore weicht oft nach links aus, damit Holman ins Angriffszentrum zieht. <br />
<br />
Von diesem Klub könnten sich die österreichischen Vereine so einiges abschauen. Alkmaar gelingt es dank einer ausgezeichneten Transferpolitik in einer kleinen Stadt eine Spitzenmannschaft auf die Beine zu stellen. Jeder Einkauf ist gut überlegt, Spieler werden meistens mit hohem Gewinn weiterverkauft. Dazu spielt die Mannschaft einen äußerst modernen und attraktiven Fußball, der die Zuschauer im AFAS-Stadion begeistert.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 12:50:50 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>AZ Alkmaar: Spitzenfußball dank intelligenter Transferpolitik</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/az-alkmaar-spitzenfussball-dank-intelligenter-transferpolitik-r566</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Wiener Austria muss in der Europa-League-Gruppenphase gegen den Tabellenführer der niederländischen Meisterschaft antreten, der bewiesen hat, dass man dank einer durchdachten Transferpolitik auch in Städten, die weniger als 100.000 Einwohner haben, internationalen Spitzenfußball zeigen kann.  Im ersten Teil der Gegneranalyse sehen wir uns die Geschichte des Vereins, seine bisherigen Erfolge, die intelligente Transferpolitik, das Stadion und die Stadt Alkmaar an.</em><br />
<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: AZ Alkmaar
Voller Name: Alkmaar Zaanstreek
Gegründet: 10. Mai 1967
Alter: 41 Jahre
Vereinsfarben: Rot-Weiß 
Stadion: AFAS-Stadion 
Fassungsvermögen: 17.023 Plätze
Präsident: René Neelissen
Trainer: Gertjan Verbeek
Homepage: www.az.nl
Email-Kontakt: info@az.nl

Erfolge:

2x niederländischer Meister: 1981, 2009
3x niederländischer Pokalsieger: 1978, 1981, 1982
1x Finale UEFA-Pokal: 1981
</pre><br />
<br />
<strong class='bbc'>GRÜNDUNG DES VEREINS</strong><br />
<br />
Der Verein entstand im Jahr 1967 nach einem Zusammenschluss der Vereine Alkmaar ’54 und FC Zaanstreek. Von den beiden Klubs wurde jeweils der Anfangsbuchstabe zusammengeführt und die Stadt dahinter gesetzt. Im ursprünglichen Gründungsnamen enthielt zudem auch das Gründungsjahr „67“ mit, das aber im Jahr 1986 wieder aus dem Namen entfernt wurde. <br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING DES VEREINS IN DEN NIEDERLANDEN</strong><br />
<br />
Unmittelbar nach der Gründung fristete der Verein das Schicksal eines Fahrstuhlvereins und stieg mehrmals von der obersten Spielklasse in die Eerste Divisie ab, um dann gleich wieder in die Eredivisie aufzusteigen. Der Klub suchte den Erfolg mit allen Mitteln, verpflichtete teure Spieler und wäre beinahe in den Konkurs gegangen, wenn nicht die Brüder Molenaar den Verein finanziell unterstützt hätten. <br />
<br />
Zwischen 1976 und 1988 spielte AZ Alkmaar in der obersten Spielklasse und gewann im Jahr 1981 sogar zum ersten Mal die niederländische Meisterschaft. Dieses Jahr war überhaupt die erfolgreichste Saison des Vereins, da neben der Meisterschaft zum zweiten Mal nach 1978 der nationale Cupbewerb gewonnen werden konnte und der Klub zudem im Finale des UEFA-Pokals stand. <br />
<br />
1989 stieg der Verein in die zweite Spielklasse ab und musste fast zehn Jahre warten, bis der Wiederaufstieg gelang. Der niederländische Geschäftsmann Dirk Scheringa stellte den Klub wieder auf finanziell gesunde Beine und stellte den Kontakt zu weiteren Sponsoren her. Seit dem Aufstieg blieb Alkmaar stets in der obersten Spielklasse, wobei die Resultate insbesondere seit Mitte des letzten Jahrzehnts immer besser wurden. Nachdem der Klub zuvor schon zwei Mal die Tabelle an dritter Stelle abschloss und einmal Vizemeister wurde, gewann er in der Saison 2008/09 zum zweiten Mal in der Geschichte den niederländischen Meistertitel. In den letzten beiden Saisonen schloss AZ Alkmaar die Tabelle an der vierten, beziehungsweise fünften Position ab. In der heurigen Saison liegt der Verein mit zwei Punkten vor PSV Eindhoven und dem FC Twente Enschede auf dem ersten Tabellenplatz.<br />
<strong class='bbc'><br />
STANDING DES VEREINS IN EUROPA</strong><br />
<br />
Im Jahr 1981 zog AZ Alkmaar in das Finale des UEFA-Cups ein, was bis heute der größte internationale Erfolg ist. Das Finale wurde damals noch in zwei Partien ausgetragen. Die erste Begegnung entschied Ipswich Town F.C. klar mit 3:0 für sich. Auch im Rückspiel schossen sie bereits in der vierten Minute den Führungstreffer, sodass das Finale schon so gut wie entschieden war. Alkmaar kämpfte sich jedoch zurück, schoss postwendend den Ausgleich und führte zur Pause mit 3:2. In der zweiten Halbzeit gelang den Niederländern allerdings nur noch ein Treffer, sodass sie mit dem Gesamtscore von 4:5 das Finale verloren. <br />
<br />
In der Saison 2004/05 erreichten die Niederländer das Semifinale des UEFA-Cups, wo sie nur aufgrund der Auswärtstorregel gegen Sporting Lissabon ausschieden. Auf dem Weg dorthin besiegte Alkmaar unter anderem Villarreal und Shakhtar Donetsk. <br />
<br />
Absolut bemerkenswert ist, dass die Niederländer zwischen 1977 und 2007 in den internationalen Bewerbsspielen keine einzige der 32 Heimpartien verloren. Erst Everton F.C. beendete diese eindrucksvolle Serie, als die Engländer im Dezember 2007 einen 3:2-Auswärtssieg feiern durften. <br />
<strong class='bbc'><br />
DIE TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Der Verein agierte in den letzten Jahren äußerst geschickt auf dem Transfermarkt und erarbeitete sich stets einen Überschuss. Die Scouts haben insbesondere für junge Talente ein Auge, die der Verein weiter aufbaut und dann gewinnbringend verkauft. Diese Saison verkaufte der Klub unter anderem den 23-jährigen Innenverteidiger Héctor Moreno um vier Millionen Euro an Espanyol Barcelona. Alkmaar holte den Abwehrspieler aus der mexikanischen Liga, als dieser erst 19 Jahre alt war. Ebenso viel Geld bekamen die Niederländer für den isländischen Mittelstürmer Kolbeinn Sigþórsson, der nun für Ajax Amsterdam auf Torjagd geht. Die Niederländer sicherten sich im Jahr 2007 die Dienste des damals erst 18-jährigen Stürmers, obwohl er lediglich fünf Spiele in der isländischen Meisterschaft bestritt. Vergangene Saison erzielte der heute 21-Jährige 15 Meisterschaftstore für Alkmaar. Der damals 20-jährige argentinische Torhüter Sergio Romero wurde im Jahr 2007 um 1.5 Millionen verpflichtet und avancierte zum Stammkeeper bei der Weltmeisterschaft 2010. Alkmaar verkaufte ihn um 3.5 Millionen an Sampdoria Genua.<br />
<br />
Ablöse bezahlten die Niederländer diese Saison lediglich für Roy Beerens (1.6 Mio. €) und Jozy Altidore (1.5 Mio. €). Ruud Boymans, Niki Mäenpää und James Holland wechselten ablösefrei nach Alkmaar. Insgesamt erwirtschafteten sich die Niederländer einen Überaschuss von 10.750.000€.<br />
<br />
Eine Saison davor schloss der Verein die Transferbilanz sogar mit 16.500.000 € plus ab. Hauptverantwortlich dafür waren die Transfers von Jeremain Lens (PSV Eindhoven 6.1 Mio. €), Moussa Dembelélé (6 Mio. €) und Mounir El Hamdaoui (Ajax Amsterdam 5 Mio. €). Red Bull Salzburg zahlte für David Mendes da Silva ebenfalls satte 2.5 Mio. €.<br />
<strong class='bbc'><br />
DAS STADION</strong><br />
<br />
Das AFAS Stadion wurde am 04. August 2006 mit einem Freundschaftsspiel gegen Arsenal F.C. eingeweiht, das die Niederländer mit 3:0 verloren. Dafür gewann Alkmaar das erste Meisterschaftsspiel gegen NAC Breda gleich mit 8:1, wobei Simon Cziommer einen Hattrick erzielte. <br />
<br />
Die Baukosten des Stadions betrugen rund 38 Millionen Euro, die zum größten Teil vom Gönner Dirk Scheringa getragen wurden.  Das neue Stadion ersetzte das in die Jahre gekommene Alkmaarderhout, das lediglich für 8.914 Zuschauer Platz hatte. Auch das neue Stadion ist mit seinen 17.023 Plätzen durch die jüngsten Erfolge zu klein geworden, sodass eine Aufstockung auf 30.000 Plätze geplant ist.  <br />
<strong class='bbc'><br />
DIE STADT</strong><br />
<br />
Alkmaar hat etwa 95.000 Einwohner und liegt 50 Kilometer nördlich von Amsterdam entfernt. Käseliebhaber können das berühmte holländische Käsemuseum besuchen, während sich der große Teil der Fußballfans wahrscheinlich im nationalen Biermuseum wohler fühlen wird. Die idyllische Altstadt ist absolut sehenswert, viele mittelalterliche Gebäude sind noch intakt. In der Stadt befinden sich zahlreiche kleine, interessante Museen. Touristen finden unter anderem ein Beatles-Museum, da John Lennons erste Gitarre aus Alkmaar stammte.<br />
<br />
<em class='bbc'>Im zweiten Teil der Gegneranalyse sehen wir uns die Aufstellung, Taktik und die einzelnen Spieler im Detail an.</em><br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 06:26:41 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Branko Boškovi&#263; (oder andere Spielmacher) und die MLS - das passt nicht zusammen!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/branko-boskovi-oder-andere-spielmacher-und-die-mls-das-passt-nicht-zusammen-r557</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Ende Mai vergangenen Jahres scheiterten die Verhandlungen zwischen Branko Boškovi&#263; und dem SK Rapid Wien. Zdenko Ilicic, der Manager des Montenegriners, forderte zusätzlich zu den Gehaltsforderungen für seinen Schützling, 100.000€ für seine Unterschrift, was der SK Rapid strikt ablehnte. Boškovi&#263; wechselte daraufhin in die Major League Soccer zu Washington D.C. United.</em><br />
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Kurz nachdem die Vertragsverlängerung in Wien platzte, gestand Boškovi&#263; dem damaligen Pressesprecher Sharif Shoukry, dass er eigentlich viel lieber bei Rapid Wien geblieben wäre. Die Abhängigkeit von seinem Management, das vermutlich nicht nur das Beste für seinen Klienten, sondern auch für sich selbst im Sinn hatte, war aber schlussendlich zu groß, sodass der montenegrinische Nationalspieler dem Wechsel in die USA zustimmte, obwohl er sich dort Woche für Woche seiner Flugangst stellen muss.<br />
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<strong class='bbc'>FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR</strong><br />
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In der MLS gibt es eine knapp bemessene Gehaltsobergrenze, die im Jahr 2010 2,55 Millionen Dollar betrug – wohl gemerkt für die gesamte Mannschaft! 2007 wurde allerdings eine Regel eingeführt, die es ermöglichte Stars wie David Beckham in die Liga zu holen, um den Sport in den USA populärer zu machen. Jede Mannschaft durfte einen Spieler nennen <em class='bbc'>(designated player)</em>, dessen Gehalt außerhalb dieser Regelung stand. Drei Jahre später durfte jede Mannschaft zwei „<em class='bbc'>designated players“</em> verpflichten. Gegen eine Luxussteuer von 250.000$, die unter den übrigen Vereinen aufgeteilt wird, darf nun auch ein dritter Spieler verpflichtet werden, dessen Einkommen nicht zur Gehaltsobergrenze hinzugefügt wird.<br />
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David Beckham ist noch immer der Bestverdiener der Liga (6.5 Mio $). Hinter dem Engländer liegt der Franzose Thierry Henry ($5.6 Mio) und der ehemalige Barcelona-Spieler Rafael Márquez ($4.6 Mio). David Beckhams Teamkollege Robbie Keane liegt an der vierten Stelle ($3.4 Mio), vier weitere Spieler verdienen mehr als eine Million. <br />
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Branko Boskovic muss sich hingegen als <em class='bbc'>„designated player“ </em>mit bescheidenen 525.367  Dollar pro Jahr (382.467 Euro)  zufrieden geben, ein Gehalt, das ihm der SK Rapid sicherlich auch bezahlt hätte. Das Management und der Spieler hatten sich schlichtweg verspekuliert, als sie von den Hütteldorfern 800.000 Euro pro Jahr forderten. <br />
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<strong class='bbc'>EIN BLUFF MIT ZWEI VERLIERERN</strong><br />
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Rapid Wien konnte Branko Boškovi&#263; bis heute nicht gleichwertig ersetzen. Der Montenegriner entlastete Steffen Hofmann, brachte kreative Momente ins Spiel, war torgefährlich und spulte regelmäßig die meisten Kilometer aller Rapid-Spieler ab. Das 4-4-2-System Rapids ohne den Montenegriner war über weite Strecken nicht mit anzusehen, da mit Steffen Hofmann der einzige kreative Spieler auf dem rechten Flügel zu finden war. Im Zentrum befand sich Markus Heikkinen lange Zeit in einer Unform, während die beiden klassischen Zerstörer Stefan Kulovits und Yasin Pehlivan ohnehin nicht einmal ansatzweise an die Spielintelligenz des Montenegriners herankamen.<br />
<br />
Boškovi&#263; wiederum wurde in Washington mit hohen Erwartungen empfangen. Auch wenn er vom Gehalt her nicht mit den Spitzenverdienern der Liga mithalten konnte, so verdiente er dennoch doppelt so viel, als seine besten Mannschaftskollegen. Umso enttäuschter waren die Fans, als der Verein mitteilte, dass Boškovi&#263; im Training zwar gut arbeiten würde, aber körperlich noch nicht in der gewünschten Verfassung sei.   <br />
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<strong class='bbc'>EIN KREUZBANDRISS ALS NEGATIVER HÖHEPUNKT</strong><br />
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Als Boškovi&#263; nach Washington übersiedelte waren in der MLS zehn Meisterschaftsrunden absolviert. Von 20 möglichen Partien spielte der <em class='bbc'>„designated player“ </em>nur acht Mal von Beginn an, fünf Mal kam er als Joker in die Partie. In diesen 13 Auftritten erzielte er keinen Treffer und kam allgemein mit dem körperbetonten Spielstil schlecht zurecht. Ein paar Mal musste der Montenegriner sogar in der zweiten Mannschaft des Teams spielen.<br />
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In der kommenden Saison lief es noch weitaus schlechter für den ehemaligen Rapid-Spieler. In den ersten drei Spieltagen absolvierte er keine Minute. Erst in der vierten Runde stand er von Beginn an auf dem Platz, wurde aber nach einer enttäuschenden Leistung nach 53 Minuten ausgewechselt. Danach kam er bis zu seiner Verletzung lediglich drei Mal von der Bank ins Spiel. Der General Manager des Vereins, Dave Kasper, sagte zu einem Journalisten des <em class='bbc'>Washington Examiners</em>, dass Boskovic nicht den Eindruck mache, als ob es ihn stören würde, dass er wenig Spielzeit bekommt.  Trainer Ben Olsen wiederum meinte, dass Boškovi&#263; ein wertvoller Spieler sei, der hart im Training arbeitet und sicher seine Chancen bekommen wird. Boškovi&#263; selbst meinte dazu, dass der Verein ihn bezahle und er das mache, was der Verein ihm aufträgt: <em class='bbc'>„“I’m contracted here, and I must work. If they think like this </em>(Anm.: Dass er in der zweiten Mannschaft spielen soll), <em class='bbc'>for me, it’s okay. I must keep working and be here.” </em><br />
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Am 27. April 2011 bekam er wieder einmal eine Chance. Beim Lamar Hunt U.S. Open Cup, dem nationalen Cup-Bewerb in den USA, zeigte er seine bislang beste Leistung, erzielte zwei Tore, riss sich gegen Ende der Partie allerdings das Kreuzband. Kurz nach dem Spiel sagte er noch, dass er nicht glaube, dass die Verletzung sehr schlimm sei. Eine Magnetresonanzuntersuchung bestätigte allerdings die schlimmsten Befürchtungen. Boškovi&#263; musste operiert werden und arbeitet zurzeit an seinem Comeback. Mittlerweile kann er schon die ersten Übungen mit dem Ball machen, allerdings wird es noch ein paar Wochen dauern, bis er das Knie wieder voll belasten wird können.<br />
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<em class='bbc'>Hier könnt ihr euch seine beiden Tore, ein Interview mit ihm und den Kreuzbandriss ansehen. </em><br />
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<strong class='bbc'>HORRORFOULS IN DER MLS – SPIELMACHER HABEN ES SCHWER</strong><br />
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In den USA herrscht derzeit eine große Diskussion, ob die Richtung stimmt, in die sich die MLS gegenwärtig entwickelt. Kreative Spielmacher und dribbelstarke Flügelspieler erleiden immer öfter schwere Verletzungen, die sie zu langen Pausen zwingen. Alleine in letzter Zeit verletzten sich neben dem Montenegriner einige Topspieler, wie etwa Steve Zakuani (Beinbruch), Javier Morales und David Ferreira (beide Knöchelbruch). Insbesondere das Foul von Brian Mullan an Zakuani war so heftig, dass wir von einer direkten Verlinkung Abstand nehmen. Wer es sich dennoch anschauen will, der findet das Video auf YouTube, wenn er die beiden Nachnamen der Spieler eintippt.<br />
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Während manche behaupten, dass die jüngste Verletzungsserie bloß Pech sei, befürchten einige, wie etwa der kanadische Journalist James Grossi, dass andere Faktoren für die schweren Fouls verantwortlich sind: Dadurch dass die Vereine eine Gehaltsobergrenze haben, treffen Spieler mit großen Klasseunterschieden aufeinander. Wenn man die Spiel	er in Europa je nach Klasse in “A-B-C-D- und E-Spieler“ aufteilt, dann meint Grossi, dass in Europa in einer höchsten Spielklasse bloß “A-und B-Spieler“ zum Zug kommen würden. In der zweithöchsten Klasse befinden sich dann die “B- und C-Spieler“. In der MLS müssen die Vereine viele Plätze im Kader mit billigen Spielern auffüllen, damit die Gehaltsobergrenze nicht gesprengt wird. Im Laufe einer Saison kommen dann selbst die “D- und E-Spieler“ zum Zug, die ihre technischen Unzulänglichkeiten mit hartem, einsatzbetontem Spiel wettmachen müssen. Dazu kommt, dass der US-amerikanische Fußball allgemein stark von Athletik geprägt ist. Nicht die besten Voraussetzungen für Branko Boškovi&#263;, der seinen Wechsel in die MLS heute sicher gerne rückgängig machen würde.  <br />
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Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 14:29:51 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Celtic und Rangers: Eine seit drei Jahren andauernde Unserie dokumentiert den Verfall des schottischen Clubfußballs</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/celtic-und-rangers-eine-seit-drei-jahren-andauernde-unserie-dokumentiert-den-verfall-des-schottischen-clubfussballs-r547</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>2008 standen die Rangers aus Glasgow noch im Endspiel um den UEFA Cup, 2003 gelang dies auch Lokalrivalen Celtic. Mittlerweile können die einstigen europäischen Schwergewichte aber nicht einmal mehr annährend an diese Erfolge anschließen, weshalb sich Schottland in der UEFA Fünfjahreswertung vor dem Sturz ins nahezu Bodenlose befindet. Seit der Saison 2008/09 fällt die Bilanz der beiden einzigen international konkurrenzfähigen schottischen Mannschaften verheerend aus: Von insgesamt 46 Spielen konnten Rangers und Celtic nur 6 gewinnen, 22 gingen hingegen verloren (Torverhältnis 33:65). Den Rangers gelang in den letzten 22 Europacupspielen überhaupt nur ein einziger Sieg – eine Ausbeute, die vor wenigen Jahren nicht einmal die kühnsten Pessimisten für wahrscheinlich angenommen hätten. Angesichts dieser Zahlen wundert es kaum, dass Schottland ohne einen Sieg Celtics am grünen Tisch heuer erstmals ohne einen einzigen Vertreter in einem UEFA Hauptbewerb dagestanden wäre – das erste Mal in der Europacupgeschichte überhaupt!</em><br />
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Die Saison 2008/09 wurde in diesem Artikel aus dem Grunde gewählt, da diese eine Art Zäsur darstellt. Waren zuvor Rangers und Celtic regelmäßig durchwegs erfolgreich auf der europäischen Bühne unterwegs – sprich Europacupfinals oder Achtelfinalteilnahmen in der Champions League – folgte in den darauf folgenden Spielzeiten ein nahezu beispielloser Absturz. Dieser kam jedoch nicht gänzlich überraschend, auch wenn die Fallhöhe, wie das Beispiel der Rangers zeigt, eine enorme war: Vom UEFA Cup Finale direkt zum europäischen Aus im Juli. Doch betrachtet man das Erreichen dieses Finales etwas näher, kommt man zum Schluss, dass auf dem Weg dorthin die jeweiligen Gegner (Werder Bremen, Sporting, Fiorentina) zwar ausgeschaltet worden waren, diese dabei jedoch beinahe immer deutlich überlegen gewesen sind und es neben der antiquierten Defensivspielweise jeder Menge Glück bedurfte, um die Aufstiege zu sichern. Im Finale war dieses den Rangers dann nicht mehr hold gewesen und man unterlag Zenit St. Petersburg völlig verdient mit 0:2.<br />
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<strong class='bbc'>2008/09: Der Schock von Kaunas</strong><br />
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Noch euphorisiert vom zurückliegenden UEFA Cup Finale starteten die Rangers als Vizemeister in die Champions League Qualifikation und bekamen dort als ersten Gegner den litauischen Meister aus Kaunas zugelost. Auf dem Papier eine glasklare Angelegenheit, doch kamen die Schotten im Ibrox Park nicht über ein 0:0 hinaus, reisten jedoch zuversichtlich zum Auswärtsspiel ins Baltikum. Dort gelang auch planmäßig durch Novo die Führung, jedoch konnten die Litauer die Partie noch drehen und gewannen schlussendlich mit 2:1, was gleichbedeutend mit dem Ausscheiden der Rangers auf europäischer Bühne war.<br />
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Celtic war in dieser Saison als Meister bereits für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert (im Vorjahr scheiterte man dort im Achtelfinale am FC Barcelona) und erhielt Manchester United, Villarreal sowie Aalborg als Gegner. Am Ende standen vier Punkte zu Buche, was aufgrund einer 1:2 Niederlage in Dänemark nur zum letzten Tabellenplatz reichte, während Aalborg in den UEFA Cup übersiedelte.<br />
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<strong class='bbc'>2009/10: Die Heimstärke ist nicht mehr vorhanden</strong><br />
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Jahrzehntelang galten die schottischen Mannschaften als enorm heimstark – ein Umstand, der sich auf bis ins 21. Jahrhundert gehalten hat, denn so erzielte etwa Celtic das absolute Gros seiner Champions League Siege im heimischen Parkhead. In der Saison 2009/10 kam es jedoch zu einem Bruch dieser „Tradition“ und die beiden schottischen Spitzenteams mussten vor allem zuhause bittere Niederlagen verkraften.<br />
<br />
In der Qualifikation zur Champions League verlor Celtic zunächst auf eigenem Platz gegen Dinamo Moskau mit 0:1, konnte in Russland allerdings noch den Aufstieg fixieren. In der nächsten Runde war Arsenal dann jedoch zumindest eine Nummer zu groß und gewann beide Spiele, so dass Celtic in die Gruppenphase der Europa League einzog, wo man auf den Hamburger SV, Hapoel Tel-Aviv und Rapid Wien traf. Einer Niederlage in Israel folgten jeweils in Glasgow ein 1:1 gegen Rapid sowie ein 0:1 gegen den HSV. Abgeschlossen wurde die Gruppe dann mit einem torlosen Remis in Hamburg, einem 2:1 Sieg über Hapoel sowie einem 3:3 im Duell der bereits Ausgeschiedenen im verschneiten Wien.<br />
<br />
Lokalrivale Rangers kam in die Champions League gehörig unter die Räder, denn es setzte in allen drei Heimspielen Niederlagen, die mit 1:4 gegen Sevilla und Unirea Urcizeni auch nicht zu gering ausfielen, dazu kam noch ein 0:2 gegen Stuttgart. Zwei Unentschieden in Deutschland und Rumänien blieben die einzigen Punktgewinne, was schlussendlich den letzten Gruppenplatz bedeutete.<br />
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<strong class='bbc'>2010/11: Erfolgreich als Remiskönig und van Wolfswinkel zerlegt Celtic</strong><br />
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In dieser Saison waren die Rangers letztmalig als Meister direkt für die Champions League qualifiziert und trafen dort auf Manchester United, Bursaspor und Valencia. Aufgrund der äußerst defensiven Spielweise des Teams von Walter Smith mit zumeist fünf Verteidigern verkamen die meisten Spiele zu torarmen Rückzugsgefechten, die jedoch immerhin zum dritten Gruppenplatz und dem damit verbundenen Einzug in das Sechzehntelfinale der Europa League reichten. Dort konnte Sporting dank eines Treffers in der Nachspielzeit in Lissabon mit 1:1 und 2:2 ausgeschaltet werden, ehe im Achtelfinale die PSV Eindhoven mit 0:0 und 1:0 die Überhand behielt. Insgesamt gewannen die Rangers in dieser Europacupsaison nur eines von zehn Spielen – mit einer solchen Bilanz haben vermutlich noch nicht viele Mannschaften ein Achtelfinale erreicht.<br />
<br />
Celtics europäischer Auftritt dauerte hingegen wesentlich kürzer und fand bereits im August sein Ende. Dem Aus gegen Braga in der Champions League Qualifikation folgte ein Duell mit Utrecht um den Einzug in die Europa League. Der 2:0 Sieg vom Hinspiel in Glasgow reichte jedoch nicht zum Aufstieg, denn in den Niederlanden setzte es eine 4:0 Packung, wobei der junge Ricky van Wolfswinkel (mittlerweile bei Sporting) für drei Tore verantwortlich zeichnete.<br />
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<strong class='bbc'>2011/12: Malmö, Maribor und Sion als zu hohe Hürden</strong><br />
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Aufgrund der sehr mäßigen Ergebnisse der letzten Jahre gibt es für den schottischen Meister in der laufenden Saison keinen Fixplatz mehr in der Champions League und der Vizemeister muss sich mit Europa League begnügen. <br />
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Meister Rangers bekam es in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League mit Malmö zu tun und schied nach einer 0:1 Niederlage im Ibrox Park und einem 1:1 in Südschweden aus. Im Playoff zur Europa League traf man auf das von Ex-Sturmspieler Darko Milanic betreute Maribor und musste im Hinspiel eine späte 2:1 Niederlage in Slowenien einstecken. Zuhause konnte man einen Rückstand zwar noch ausgleichen, Maribor brachte das 1:1 jedoch mit nicht wenig Glück über die Zeit und qualifizierte sich als erste slowenische Mannschaft für die Europa League Gruppenphase.<br />
<br />
Celtic stieg direkt ins Europa League Playoff ein, wo der schweizer Cupsieger Sion wartete. Dieser erwies sich zunächst als zu starker Gegner und stieg mit 0:0 und 3:1 auf. Allerdings setzten die Walliser dabei einige Spieler ein, die aufgrund einer Transfersperre der FIFA nicht spielberechtigt gewesen wären, so dass Celtic am grünen Tisch in die Europa League vorstieß. Dort ging das erste Gruppenspiel bei Atlético Madrid mit 0:2 verloren, gegen Udinese reichte es zuhause immerhin zu einem 1:1. <br />
<br />
Es ist jedoch möglich, dass Celtic den Platz wieder an Sion abtreten muss, da ein schweizer Gericht den Ausschluss für ungerechtfertigt befand; in dieser Causa wird man die Entwicklungen der nächsten Wochen abwarten müssen.<br />
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<strong class='bbc'>Gründe für die Krise</strong><br />
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Zunächst gilt es festzuhalten, dass Schottland lediglich fünf Millionen Einwohner zählt, so dass die Erfolge der Vergangenheit mehr als respektabel sind und viele größere Länder nicht auf solche verweisen können. Vorteilhaft sind hier gewiss die Nähe zu England und die von dort stammenden Einflüsse zu nennen.<br />
Auf der anderen Seite ist das Land jedoch zu klein für eine Spitzenliga, in der Vereine wie Celtic und die Rangers Woche für Woche gefordert werden. Seit über zwanzig Jahren verkommt das Titelrennen zu einem Duett, in das sich kein anderer Club einmischen kann. Die weiteren schottischen Vereine sind international mittlerweile nämlich zumeist gänzlich überfordert, wie die Ergebnisse der letzten Jahre dokumentieren (z.B.: Hearts – Tottenham 0:5, Maribor – Hibernian 3:0, Vaduz – Falkirk 2:0, Aberdeen – Olmütz 1:5) und geben daher für das Old Firm Duo nur mehr bessere Sparringspartner ab. Aufgrund dessen ist es verständlich, dass die beiden Vereine seit Jahren einen nicht sonderlich realistischen Wechsel in die englische Premier League anstreben, wo auch völlig andere finanzielle Möglichkeiten gegeben wären.<br />
<br />
Ein weiteres Problem ist, dass zahlreiche schottische Spieler der heimischen die diversen englischen Ligen vorziehen, verdient man doch auch in den Klassen unter der Premier League zumeist besser als im eigenen Land und die sportliche Herausforderung ist oftmals ebenfalls größer. Aktuell verdienen in den vier englischen Profiligen (Premier League, Championship, League One, League Two) nicht weniger als 126 Schotten ihr Geld. Einen derartigen Abwanderungsstrom kann ein kleines Land praktisch nicht kompensieren. <br />
Dazu kommen die teilweise eklatanten finanziellen Probleme, die derzeit etwa die Rangers plagen, was dazu führt, dass die hochwertigen Legionäre früherer Tage wie Brian Laudrup oder Giovanni van Bronckhorst längst durch Durchschnittsspieler ersetzt werden mussten. Auch die Insolvenz des Pay-TV-Kanals <em class='bbc'>Setanta</em> hatte zur Folge, dass die Einnahmen aus dem Fernsehbereich zurückgingen.<br />
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<strong class='bbc'>Es wird wieder auch aufwärts gehen</strong><br />
<br />
Schottland lag im Jahr 2003 auf den 9. Rang der UEFA Fünfjahreswertung, zu Beginn der nächsten Saison wird man sich auf 27. wiederfinden. Dennoch muss konstatiert werden, dass es sich bei Rangers und Celtic um zwei Vereine mit weiterhin sehr großem Potenzial handelt, wie etwa die 40 – 50.000 Zuschauer zeigen, die Woche für in den Ibrox und Celtic Park zu Ligaspielen gegen chancenlose Kontrahenten pilgern. Zudem erfreuen sich die Vereine auch jenseits der schottischen Grenzen großer Beliebtheit, was sich positiv auf das Merchandising auswirkt.<br />
<br />
Daher werden auch wieder bessere Tage ins Land ziehen und man im UEFA-Ranking in höhere Gefilde zurückklettern (Schottland befand sich auch im Jahr 1998 kurzfristig auf dem 26. Platz) , zumal künftig wieder mehr Qualifikationsspiele gegen leichtere Gegner auf dem Programm stehen werden, jedoch sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, dass die schottischen Clubs wieder mit der europäischen Spitze mithalten werden können. Dies bedeutet, dass die Vereine nicht mehr fix für die Champions League qualifiziert sind und daher mit diesen Geldern nicht planen können. Zudem startet der Europacup nun bereits Anfang bis Mitte Juli, worauf die schottische Liga heuer bereits reagiert hat und den Saisonstart, der bisher im August stattfand, vorzog. <br />
<br />
Auch den Vereinen muss klar werden, welche Bedeutung die vielleicht lästigen europäischen Spiele in dieser frühen Phase des Wettbewerbs haben und dass sie wichtiger sind, als Teilnahmen an Vorbereitungsturnieren wie dem Emirates Cup, der bereits während der laufenden Saison stattfindet, auch wenn diese zweifelsfrei Geld in die Kassen spülen.<br />
<br />
OoK_PS, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:51:48 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Keine Sensation in Dublin: Armenien von glücklichen Iren gestoppt</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/keine-sensation-in-dublin-armenien-von-glucklichen-iren-gestoppt-r544</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die armenische Nationalmannschaft verlor gestern Abend in Dublin das entscheidende Gruppenspiel gegen die Republik Irland mit 2:1. Auch wenn die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 nicht glückte, ist der Kaukasusstaat die größte positive Überraschung der abgelaufenen Qualifikation. </em><br />
<br />
Die irische Nationalmannschaft profitierte von einer Fehlentscheidung des spanischen Unparteiischen Eduardo Iturralde Gonzalez, der in der 26. Minute ausgerechnet dem routiniertesten Spieler der Armenier die rote Karte zeigte. Torhüter Roman Beresowski wurde vorzeitig unter die Dusche geschickt, weil er außerhalb des Strafraums angeblich seinen Oberarm benutzte, um einen Schuss von Simon Cox abzuwehren. In der Zeitlupe sah man allerdings, dass der Schlussmann den Ball mit der Brust abwehrte. Für den Schiedsrichter war diese Szene schwer zu beurteilen – eine Tatsache die den Armeniern allerdings nicht hilft.<br />
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<strong class='bbc'>EIN KURIOSES EIGENTOR</strong><br />
<br />
Armenien geriet mit einem Mann weniger in Bedrängnis, wehrte sich allerdings mutig gegen die anstürmenden Iren. Die Überraschungsmannschaft aus dem Kaukasus ist jedoch kein Team, das sich mit allen Spielern hinter den Ball stellt und nur auf Konterchancen wartet. Die Armenier spielen im Normalfall einen äußerst attraktiven, direkten Offensivfußball. Insofern hatte das Team in der Unterzahlsituation große Schwierigkeiten, da sie mit einem Mann weniger nicht mehr ihren ungehemmten Angriffsfußball vortragen konnten. Zu allem Überfluss erzielten sie knapp vor der Pause ein kurioses Eigentor: Der irische Stürmer Kevin Doyle wollte einen Querpass mit der Ferse ins Tor schießen, verpasste aber den Ball. Einige Meter hinter ihm stand Unglücksrabe Valerie Alexanjan, der die Kugel völlig unbedrängt in das eigene Tor schoss. Der Armenier wollte den Ball zur Ecke klären, schloss aber im Stile eines Torjägers ab.<br />
<br />
<strong class='bbc'>ANSCHLUSSTREFFER TROTZ UNTERZAHL</strong><br />
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Der Aston-Villa-Innenverteidiger Richard Dunne sorgte in der 59. Minute für das 2:0, als er nach einer Flanke von den armenischen Verteidigern komplett übersehen wurde. Die TV-Kommentatoren waren sich zu diesem Zeitpunkt einig, dass das Spiel nun entschieden sei, aber Henrikh Mkhitaryan erzielte nur drei Minuten später den Anschlusstreffer und hielt die Partie weiterhin offen. In der Schlussphase wurde die Partie noch ein wenig hektisch und Kevin Doyle wurde in der 81. Minute nach einem Ellbogenschlag ebenfalls vom Platz gestellt, sodass in den letzten zehn Minuten beide Mannschaften wieder gleich viele Spieler auf dem Platz hatten. Am Ergebnis änderte sich allerdings nichts mehr, sodass Armenien etwas glücklos, aber mit einer ordentlichen Leistung die Qualifikation auf dem dritten Platz abschloss.<br />
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<strong class='bbc'>WARUM IST ARMENIEN SO STARK?</strong><br />
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Armenien gewann fünf Spiele, spielte zwei Mal unentschieden und ging drei Mal als Verlierer vom Platz. In einer recht ausgeglichen Gruppe bedeutete dieses Resultat den dritten Tabellenplatz hinter Russland und Irland, aber noch vor der Slowakei. Auf Mazedonien, den Vorletzten der Tabelle, haben die Armenier neun Punkte Vorsprung. Dabei ist auf den ersten Blick die mazedonische Nationalauswahl von den Namen her stärker einzuschätzen. Während bei den Armeniern lediglich Shakhtar-Donetsk-Spieler Henrikh Mkhitaryan bei einem Verein mit höheren internationalen Ansprüchen spielt, verfügen die Mazedonier über einige Spieler, die bei bekannten Klubs ihr Geld verdienen: Star der Mannschaft ist Stürmer Goran Pandev, der letzte Saison 27 Meisterschaftsspiele für Inter Mailand absolvierte und momentan mit Napoli in der Champions League spielt. Dazu kommen routinierte Aktive wie der Innenverteidiger Nikolce Noveski (Mainz 05), Partizan-Belgrad-Außenverteidiger Alexander Lazevski und Spieler die in der Ukraine, Belgien, Dänemark, Bulgarien, Österreich und der Schweiz ihr Geld verdienen. <br />
<br />
Im Gegensatz zu Mazedonien spielen die meisten Kicker des armenischen Nationalteams in ihrem Heimatland, was auch daran liegt, dass viele Spieler noch recht jung sind und ihre Karriere vor sich haben. Henrikh Mkhitaryan sagt, dass der Erfolg nur möglich ist, da das Team in den letzten Jahren eine starke Einheit geworden ist. Jeder Spieler ist für den anderen da und weiß, welche Aufgaben er am Platz zu erledigen hat. Mkhitaryan betont den einmaligen Zusammenhalt innerhalb der hungrigen Mannschaft und die perfekte Zusammenarbeit mit dem gesamten Betreuerstab. Auch das Verhältnis zum armenischen Fußballverband soll laut Mkhitaryan absolut einzigartig sein. Es wird an einem Strang gezogen, wichtige Entscheidungen werden in Absprache mit den Spielern getroffen.<br />
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<strong class='bbc'>IAN PORTERFIELD – DER WICHTIGSTE MANN FÜR DEN ARMENISCHEN FUSSBALL</strong><br />
<br />
Der schottische Trainer Ian Porterfield übernahm im April 2006 die armenische Nationalmannschaft und konnte in der relativ kurzen Zeit, die ihm bis zu seinem Tod im September 2007 blieb, viel bewirken. Er fand eine Mannschaft vor, die aus technisch starken Spielern bestand, die in der Defensive jedoch unorganisiert war und taktische Fehler beging. Dem Schotten gelang es Ordnung in die Defensive zu bringen, ohne die Kreativität und die Spielfreude in der Offensive zu beschneiden. Der jetzige Trainer Vardan Minasyan war Porterfields Assistent und setzt die Philosophie des Schotten weiter um. Dazu kommt, dass das Land in den letzten Jahren erstaunlich viele junge Talente hervorbrachte. Ausländische Vereine sollten sich diese Spieler gut ansehen, denn die meisten von ihnen sind noch recht günstig zu haben. NOCH, denn aufgrund der starken internationalen Auftritte werden die Namen der Spieler wohl schon auf den Notizzetteln einiger Vereine stehen. <br />
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<em class='bbc'>Hier die Tore vom 2:1-Sieg der Iren gegen Armenien </em><br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 15:39:54 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Fanwahnsinn in Zürich - Ein Spiel mit ohne Sieger!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/fanwahnsinn-in-zurich-ein-spiel-mit-ohne-sieger-r510</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Seit 2004 leitet Sascha Kever Fußballspiele in der Schweizer Profiliga, auch in der Europa League, der Champions-League-Qualifikation und bei Länderspielen pfiff er bereits. Der 36-jährige ist kein Neuling und stand am 2. Oktober vor einer schwierigen Situation, deren Beurteilung aber eine leichte Entscheidung zuließ.</em><br />
<br />
Nichts wies auf Brisanz hin, als Kever um 16:00 das 226. Zürcher Derby anpfiff. Die Grashoppers Zürich waren in der vergangen Saison im Mittelfeld gelandet, der FC Zürich auf Platz zwei, beide starteten holprig in die Spielzeit. Es war nach zehn Spieltagen das Spiel Drittletzter gegen Vorletzten, der FCZ konnte bis dato noch drei Punkte mehr einfahren. Klarerweise rechneten zumindest die Fans des FC nicht mit so einem schlechten Start, aber das Fußballjahr ist jung und auch der große Konkurrent FC Basel war schlecht in die Saison gestartet und die mit einem Großinvestor ausgestatteten Neuenburger von Xamax Neuchatel ebenfalls. Brisanz, wie etwa vor den großen Ausschreitungen 2006 beim Meisterschaftsfinale zwischen den FCs aus Basel und Zürich, war wenig drinnen und auch die Spieler verhielten sich am Rasen nicht anders, als bei jedem anderen Spiel.<br />
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<strong class='bbc'>FAKTENLAGE</strong><br />
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Der harte Kern der Fans des Grashoppers Club hatte laut noch unbestätigten Berichten das Utensilienreservoir des Stadtrivalen aufgebrochen und präsentierte stolz die gestohlenen Fahnen und Doppelhalter. Die Reaktion der FC-Fans fiel wie folgt aus: Laut Augenzeugen begaben sich eine Handvoll Personen aus der Südkurve zum Sektor der gegnerischen Fans, zündeten dort Bengalen an und gingen wieder zu ihrem Anhang zurück. Die Neue Zürcher Zeitung schildert die Reaktion so, dass "sich wie auf Kommando oder laut einem einstudierten Plan der Widerstand von schwarz gekleideten Leuten regte". Durch die neutralen Sektoren lieferten sich die "Fans" einige Scharmützel auf der Laufbahn und auf der Tribüne. Schiedsrichter Kever beorderte die Mannschaften an die Seitenlinie, die Trainer Fischer (FC) und Sforza (GC) drängten auf einen Spielabbruch, der Spielleiter kam ihrem Wunsch nach. In Minute 77 und beim Stand von 2:1 für die Grashoppers wurde das Spiel letztendlich abgebrochen.<br />
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<strong class='bbc'>KLARE WORTE VONSEITEN DER VEREINSFÜHRUNG, FRAGEN ZUR SICHERHEIT</strong><br />
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In einem Statement sagte der CEO des GC, Marcel Meier, sein Verein entschuldige sich "bei allen Fußballfans, Kindern, Gönnern, Sponsoren, Mitarbeitern, Spielern und Partnern für den misslungenen Fußball-Nachmittag." In den vergangenen zwei Jahren gab es kein Gewaltproblem und "Wir lassen uns unseren Sport von einigen wenigen Chaoten nicht kaputtmachen, dafür setzen wir uns ein." FC-Präsident Ancillo Canepa stieß in dasselbe Horn: „Wir werden alles daran setzen, mitzuhelfen, dass die Täter für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. “Die Spieler wiederum kritisierten die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen. Die "Fans" liefen vermummt über das Spielfeld, dies verdutzte die Spieler, etwa GC-Goalie Bürki: "Da liefen plötzlich ein paar Vermummte an mir vorbei." Sein Teamkollege Vallori machte den Schiedsrichter aufmerksam, rief Kever zu: "Schau mal, sie kommen!" Sicherheitsleute oder Polizisten waren nicht da, um dies zu unterbinden. Während Kever die Spieler in die Kabinen beorderte, um deren Sicherheit zu gewährleisten, versuchten Offizielle beider Vereine vergeblich, wieder Ruhe in den Letzigrund zu bringen.<br />
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<strong class='bbc'>KEIN ENDE NACH ABBRUCH</strong><br />
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Um 17:44 wurde die Partie endgültig abgebrochen. Zürich kam derweil aber nicht zur Ruhe. Die FC Zürich-Anhänger wollten sich an den Fans des Gegners rächen. Laut Angaben der Stadtpolizei machten etwa 100 FCZ-Hooligans in der Stadt Jagd auf die gegnerischen Anhänger. Erst drei Stunden nach dem Spiel hatte die Exekutive die Lage beruhigt, gegen 20:45 kehrte Ruhe in Zürich ein. Christian Schöttli, Sicherheitschef der Swiss Football League, wollte am Montag keine voreiligen Schlüsse ziehen. Es sei "Aufgabe der Disziplinarkommission der Swiss Football League. Sie wird den Fall beurteilen müssen – und entscheiden!" Wem wie viele Punkte zugesprochen werden, ob das Spiel wiederholt werden würde - all das werde erst nach einer intensiven Überprüfung der Ereignisse verkündet werden. Der Tagesanzeiger fordert dennoch in der Headline: "Null Punkte für GC und den FCZ!" Dieser Forderung entspräche Artikel 21 der Satzungen der AXPO Super League: "Ein aus Verschulden der beiden am Spiel beteiligten Parteien nicht ausgetragenes oder nicht beendigtes Spiel wird nicht wiederholt, sondern mit null Punkten und null Toren registriert."<br />
<br />
Vonseiten der Fanclubs fehlen die üblichen Statements, Beteuerungen und Selbstbeweihräucherungen noch, gebraucht werden sie allerdings nicht. Denn die Fans des GC haben ihrer Mannschaft auf jeden Fall geschadet, die Reaktion der Fans des FCZ war ebenso verzichtbar. Die vielen normalen Fußballfans, die wie in Wien aufgrund einiger Chaoten um einen schönen Fußball-Nachmittag betrogen wurden, haben gelitten, das Ansehen der Schweizer Fußballs und letzten Endes auch die Mannschaften: Denn wer nach zehn Spieltagen nur sieben bzw. zehn Zähler auf dem Konto hat, braucht jeden Punkt. Zu kurz gedacht von den Hardcore-Fans, die ja ansonsten von sich behaupten, alles für die Mannschaft zu geben.<br />
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Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 11:02:18 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Neues aus Neuenburg: Bei Xamax regiert weiterhin das tschetschenische Chaos</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/neues-aus-neuenburg-bei-xamax-regiert-weiterhin-das-tschetschenische-chaos-r492</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Mitte August widmete abseits.at den <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/vergesst-stronach-co-bei-neuchatel-xamax-ist-dank-eines-tschetschenischen-oligarchen-die-hoelle-los-r300' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Geschehnissen beim Westschweizer Club Neuchâtel Xamax</a>, wo seit einigen Monaten der tschetschenische Milliardär Bulat Tschagajew die Zügel in der Hand hat, einen Artikel. Der neue Clubchef machte sich durch zahlreiche Trainerwechsel, Drohung gegenüber Mannschaft und Mitarbeitern sowie generell einer sehr kuriosen Transferpolitik schnell einen Namen. Seither hat sich wenig getan, es gibt schon wieder einen neuen Übungsleiter, Pläne den Verein in eine andere Stadt umzusiedeln wurden diskutiert und mittlerweile steht sogar ein Ausschluss aus der laufenden Meisterschaft im Raum.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Mit einem neuen Spanier geht’s bergauf</strong><br />
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Auf der sportlichen Ebene werkt mittlerweile je nach Zählweise der bereits fünfte oder sechste Trainer in der Ära Tschagajew, da Joaquin Caparros Anfang September nach nur vier Wochen entlassen und durch seinen Landsmann Victor Muñoz ersetzt wurde, der einst als Spieler für den FC Barcelona tätig war und zuletzt zwei Monate den tschetschenischen Club Terek Grozny betreute. Seither geht es zumindest sportlich bergauf, unter dem neuen Trainer konnten aus drei Spielen zwei Siege errungen werden (jeweils gegen die Grasshoppers aus Zürich), so dass sich Xamax mittlerweile auf den siebten Tabellenplatz vorgekämpft hat.<br />
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<strong class='bbc'>Wird der Club in eine andere Stadt verlegt?</strong><br />
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An den anderen Fronten sieht es jedoch weit düsterer aus. So drohte Tschagajew damit, den Verein nach Genf oder Lausanne umzusiedeln, da die Stadt Neuchâtel 200.000 Franken für unbezahlte Stadionmieten forderte. Die wenigen verbliebenen und bereits arg leidgeprüften Fans wurden mit diesen Aussagen einmal mehr vor den Kopf gestoßen und riefen zum Protest auf, so dass sich beim Heimspiel gegen die Grasshoppers nur mehr 2.000 Zuschauer im schmucken Stadion Maladière einfanden – zuvor waren es zumindest doppelt so viele gewesen. Dies wird jedoch kaum der Grund für das Einlenken des Oligarchen gewesen sein, der kurz vor dem Ende einer seitens der Stadt aufgestellten Frist die offenen Gelder bezahlte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Allerlei finanzielle Ungereimtheiten</strong><br />
<br />
Mittlerweile geht es jedoch um ganz andere Summen, denn wie die Zeitung Le Matin aufdeckte, steht Xamax bei diversen Gläubigern – darunter dem Finanzamt und ehemaligen Vereinsangestellten wie den zahlreichen entlassenen Trainern – mit rund 3,2 Millionen Franken in der Kreide. Dem nicht genug, aufgrund der enormen Explosion der Gehaltskosten im Vergleich zum Vorjahr benötigt der Club bis zum Saisonende weitere 12 Millionen. Inzwischen mehren sich auch die Gerüchte darüber, dass Tschagajew gar nicht so vermögend sein soll, wie allgemein angenommen. So äußerste sich der tschetschenische Sportminister und Vizepräsident von Terek Grozny in die Richtung, dass Tschagajew bei Terek seinen Verpflichtungen als Trikotsponsor nicht nachgekommen sein soll man sich deshalb von ihm getrennt habe.<br />
<br />
Umso unverständlicher mutet es da an, dass der Verein den Supporterclubs „Club des amis“ und „Club des 200“ schriftlich mitteilte, dass man künftig auf ihre Dienste verzichte, denn immerhin steuerten diese Organisationen im Vorjahr rund 1,6 Millionen Franken zum Budget bei. Bisher wurden die Summen etappenweise über die Saison verteilt überwiesen, Tschagajew hingegen wollte den gesamten Betrag nun plötzlich auf einmal haben, was die Anhänger verständlicherweise verweigerten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Liga tritt auf den Plan</strong><br />
<br />
Wenig verwunderlich ist es daher, dass nun auch bei der Liga die Alarmglocken schrillen, denn in der Schweiz ist im letzten Jahrzehnt nicht nur ein Verein aus finanziellen Gründen aus dem laufenden Spielbetrieb ausgeschieden, zuletzt Servette Genf im Jahr 2005. Daher wurden Mitte September diverse Unterlagen angefordert, die über die Liquidität von Xamax Aufschluss geben sollen, darunter auch eine Bankgarantie. Sollte Tschagajew nicht den Anforderungen der Liga nachkommen und mehr Transparenz in das finanzielle Gebaren des Clubs bringen, droht ein Verfahren vor der Disziplinarkommission, das sogar bis zum Ausschluss aus der Liga führen könnte. Fraglich bleibt jedoch, wie Xamax angesichts dieser Zustände vor Saisonbeginn überhaupt eine Lizenz erhalten konnte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Alle haben Angst vor dem Clubchef</strong><br />
<br />
Naturgemäß ist es in Fällen wie dem vorliegenden so, dass Insider, wie beispielsweise ehemalige Angestellte, an die Medien treten und diverse Geheimnisse ausplaudern. So erzählte Marc Imwinkelried, der ehemalige Pressechef und Generalsekretär von Xamax, der Gratiszeitung „20 Minuten“, dass Tschagajew den Verein von Genf aus führe und dabei sogar selbst den Trainingsplan erstelle, ohne etwa auf Ruhephasen der Spieler Rücksicht zu nehmen, womit Ex-Trainer Casparros aus verständlichen Gründen nicht einverstanden war, was ihn schlussendlich den Job kostete. Generell habe jeder im Verein vor dem Tschetschenen große Angst, so Imwinkelried weiter, so dass ein vernünftiges Arbeiten gar nicht möglich sei.<br />
<br />
Das traurige Schauspiel verspricht jedenfalls weiterhin viele Schlagzeilen, worüber sich die Medienvertreter naturgemäß freuen werden, insgesamt ist die Entwicklung bei Xamax aber weiterhin mehr als nur bedenklich.<br />
<br />
OoK_PS, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 10:58:28 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Sebo und Guédé als Stars - Slovan Bratislava als Salzburgs schwächster Europa League Gruppengegner!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/sebo-und-guede-als-stars-slovan-bratislava-als-salzburgs-schwaechster-europa-league-gruppengegner-r491</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem wir gestern bereits über die Vereinsgeschichte von Slovan Bratislava berichteten und einen Blick auf die erfolgreiche Europacupsaison 1968/69 warfen, schauen wir uns heute das aktuelle Team an. Torschützenkönig Filip Sebo (Ex-Austria-Stürmer) und Mittelfeldspieler Karim Guédé sind die Stars eines Teams, das normalerweise eine Klasse unter Red Bull Salzburg zu stellen ist.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Was die Transferaufwände von Slovan angeht, würde das Team gut in die österreichische Liga passen. Mehr als 400.000€ Ablösesumme kann der regierende Meister der Slowakei kaum für einen Spieler bezahlen. Zuletzt bezahlte man ebendiese Summe für den Tschechen Jiri Kladrubsky von Sparta Prag. In den letzten zehn Jahren bezahlte man nur für fünf Spieler bestätigt eine Ablösesumme. Aber auch die eingenommenen Summen halten sich in Grenzen: Für den damals 21-jährigen Angreifer Jakob Sylvestr erhielt man 1,5 Millionen Euro von Dinamo Zagreb. Das obere Ende der Transfereinnahmen für einen einzelnen Spieler.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DAS SPIELSYSTEM</strong><br />
<br />
In der Liga praktiziert der neue Trainer Vladimir Weiss, der auch das slowakische Nationalteam betreut, zumeist ein 4-4-2-System. Gegnerbedingt lässt er aber auch zeitweise mit einem 4-1-3-2 als Grundausrichtung spielen. Dies war übrigens das System, mit dem der SK Slovan am Ende der vergangenen Saison seine Siegesserie startete, die den Meistertitel als Folge hatte. Gegen stärkere Gegner, also vor allem im Europacup, spielt Weiss allerdings hauptsächlich in einem 4-2-3-1-System und setzt auf ein massiertes Mittelfeld. Beim Auswärtsspiel gegen den AS Roma bot er gar ein 4-1-4-1-System (auf dem Papier) auf, was jedoch in Rückwärtsbewegung schnell zu einem 4-3-2-1 wurde. Weiss setzt in den defensiveren Systemen, wovon man auch eines gegen Salzburg erwarten darf (höchstwahrscheinlich ein 4-2-3-1), auf Ballsicherheit im Mittelfeld und lässt auf Konter spielen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER TORHÜTER</strong><br />
<br />
Einsertormann bei Slovan Bratislava ist der 194cm große <strong class='bbc'>Matús Putnocky (26)</strong>. Der körperlich robuste Keeper bestreitet bereits seine dritte Saison für Slovan und ist auch seitdem Stammkeeper. Er gilt als disziplinierter Teamplayer, der einen positiven Einfluss auf seine Vorderleute hat und eine gute Strafraumbeherrschung mitbringt. In der Luft ist er grundsätzlich gut, auch fußballerisch nicht schlecht, allerdings gilt er manchmal als zögerlich und zu langsam, wenn es darum geht richtig zu antizipieren. Dennoch ist Putnocky in der slowakischen Liga oberer Durchschnitt (wozu etwa auch Rapid-Torhüter Ján Novota zählte).<br />
<br />
Ersatzmann ist der ehemalige slowakische U21-Teamkeeper <strong class='bbc'>Lukas Hrosso (24)</strong>, der noch einen Zentimeter größer ist als Putnocky und auch schon mehr als 120 Pflichtspielen in den Beinen und Händen hat. Er war ab seinem 20. Lebensjahr Stammkeeper bei Nitra und wechselte zu Beginn der Saison zu Slovan, wo er auch bereits in zwei Spielen zum Einsatz kam.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE INNENVERTEIDIGUNG</strong><br />
<br />
Der Abwehrchef von Slovan ist der 14-fache slowakische Teamspieler <strong class='bbc'>Marián Had (29)</strong>. Nachdem er in der vergangenen Meistersaison lange mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte und auch sonst keinen Platz in der Mannschaft fand, wird er heuer wieder interessant, weil Slovan Verletzungspech auf den Verteidigerpositionen hat. Had stand früher bereits bei Lok Moskau, Sporting Lissabon und Sparta Prag unter Vertrag, ohne sich jedoch bei einem diesem Klub durchzusetzen. Für Slovan ist er allerdings aufgrund seiner Routine und Abgebrühtheit ein wichtiger Mann, der allerdings normalerweise nur die Nummer Zwei oder Drei für die Innenverteidigung wäre. <br />
<br />
Ein wichtiger, flexibler Mann für die Defensive wäre <strong class='bbc'>Jiri Kladrubsky (25)</strong>, den man von Sparta Prag holte. Doch der zweifache tschechische Teamspieler, der in der laufenden Saison bereits 14 Pflichtspiele für Slovan mitmachte, verletzte sich in der ersten Halbzeit beim letzten Ligaspiel gegen Kosice und fällt damit voraussichtlich für das Hinspiel aus. Eigentlich ist Kladrubsky ein defensiver Mittelfeldspieler, der auch auf Außenverteidigerpositionen spielen kann. Bei Slovan benötigt man ihn allerdings auch manchmal zentral hinten, als Organisator im Spiel nach vorne. Die meisten seiner Spiele machte er jedoch im defensiven Mittelfeld und zeigte dort durch seine Ruhe und Ballsicherheit gute Leistungen.<br />
<br />
Neben Had wird nun wohl <strong class='bbc'>Martin Dobrotka (26)</strong> spielen. Er ist ein gelernter Außenverteidiger und eines der Urgesteine im Team von Slovan: Dobrotka ist seit über fünf Jahren ein Fixstarter des Hauptstadtklubs. Der 183cm große Verteidiger fühlt sich zwar auf der rechten Abwehrseite am Wohlsten, wird derzeit aber hauptsächlich in der Innenverteidigung eingesetzt, wobei er auch manchmal als linker Verteidiger aushilft. Seine Stärken liegen im Kopfballspiel und in Zweikämpfen – beim 1:0-Heimsieg gegen AS Roma erzielte er per Kopf in der 80. Minute das Siegtor für Slovan.<br />
<br />
Der Ersatzmann für die Innenverteidigung ist <strong class='bbc'>Radek Dosoudil (28)</strong>, ein ehemaliger tschechischer U21-Teamspieler. Bei Slovan ist er seit etwa 2 ½ Jahren Stammspieler, doch in der laufenden Saison vertraute man nur in der Liga auf ihn. Dosoudil ist ein guter Zweikämpfer, kopfballstark, aber auch fehleranfällig wenn das Tempo zu hoch wird - der Tscheche ist allgemein kein sonderlich schneller Spieler, möglich allerdings, dass er zur Spezialbewachung von Stefan Maierhofer abkommandiert wird und Dobrotka dafür als Außenverteidiger zum Zug kommt.<br />
<br />
<em class='bbc'>Weitere Alternativen:</em><br />
* Peter Jánosík (23, neun Spiele fürs slowakische U21-Team, 191cm großer Ergänzungsspieler, heuer bisher ein Einsatz)<br />
* Marek Kuzma (25, fünf Spiele fürs slowakische U21-Team, 187cm groß, ebenfalls Ergänzungsspieler, heuer insgesamt fünf Pflichtspieleinsätze, davon vier Einwechslungen, insgesamt 135 Minuten)<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUSSENVERTEIDIGUNG</strong><br />
<br />
Als rechter Verteidiger ist derzeit <strong class='bbc'>Mamadou Bagayoko (21)</strong> von der Elfenbeinküste gesetzt. Bereits 2008 kam der damals 18-jährige Bagayoko in die Slowakei, wo er anfänglich leihweise in Petrzalka spielte, allerdings schon Slovan gehörte. 2009/10 kam er erstmals zu Einsätzen für Slovan und 2010/11 war er ein wichtiger Bestandteil der Meistermannschaft, indem er 26 Ligaspiele für den aktuellen Meister absolvierte. Für die Elfenbeinküste spielte er bereits als 18-Jähriger bei den Olympischen Spielen (U23) und bei Slovan besticht er vor allem durch seine Laufstärke und seinen Einsatz. Der 175cm große Abwehrspieler ist jedoch defensiv durchaus fehleranfällig, sein Stellungsspiel ist noch nicht perfekt ausgeprägt.<br />
<br />
Zwei weitere Außenverteidiger sind derzeit verletzt: Vor allem der Ausfall von <strong class='bbc'>Erik Cikos (23)</strong> schmerzt, denn der ehemalige U21-Teamspieler (14 Einsätze) kann auf beiden Seiten spielen und gilt ebenso wie Bagayoko als laufstarker Spieler, dafür aber technisch noch um eine Spur stärker. Letztes Jahr wurde er in Polen mit Wisla Krakau Meister, wechselte danach zu Slovan, wo er sofort gut einlebte, gegen die AS Roma zwei tolle Spiele machte, sich dann allerdings gegen den FC Nitra (10.September) bereits nach acht Minuten verletzte und vom Platz musste. Und auch sein Ersatzmann <strong class='bbc'>Lukás Pauschek (18)</strong> ist verletzt: Wenn nicht Bagayoko sondern Cikos auf der rechten Abwehrseite spielte, war Pauschek links gesetzt. Der 92er-Jahrgang gilt als Riesentalent, spielt seit März fix im U21-Team, debütierte für Slovan kurz nach seinem 17. Geburtstag. Er verletzte sich allerdings acht Tage nach Cikos, bei der Auswärtsniederlage gegen Dunajská Streda.<br />
<br />
Somit verfügt Slovan derzeit mit Bagayoko nur über einen echten Außenverteidiger und einer der Innenverteidiger muss auf eine Außenposition rücken. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Dobrotka rückt nach links (auf seine „dritte Position“) oder der routinierte Had. Die Chancen stehen ausgeglichen, allerdings hätte Leonardo als rechter Flügelstürmer mit dem nicht gerade wendigen Had als linken Verteidiger seine Freude. Wenn Weiss Leonardo abmontieren will, wäre er mit Dobrotka besser beraten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DAS ZENTRALE MITTELFELD</strong><br />
<br />
Der wichtigste Mann im defensiv-zentralen Mittelfeld der Slowaken ist der in Deutschland geborene Togolese mit slowakischem Pass <strong class='bbc'>Karim Guédé (26)</strong>.  Der 184cm große Mittelfeldspieler ist momentan wohl der Star und einer der großen Publikumslieblinge im Team. Er spielte zuletzt auch beim 2:1-Sieg über Österreich im slowakischen Nationalteam und spielte für die B-Elf des Hamburger SV bevor er in die Slowakei wechselte. Für Slovan kickt er seit dem Frühjahr 2010 und wurde bereits in seiner ersten vollen Saison Meister. In dieser Saison hatte er mit die besten Zweikampfwerte der Liga, baute das Spiel im Mittelfeld stets intelligent auf, kam schnell hinter den Ball und erzielte zudem noch fünf Saisontore. Auch heuer ist er im defensiven Mittelfeld fix gesetzt und traf zuletzt bei der 1:2-Heimniederlage gegen Athletic Bilbao.<br />
<br />
Sollte Kladrubsky, der sich allerdings erst vor vier Tagen verletzte, fit werden, wird er die defensive Mittelfeldzentrale gemeinsam mit Guédé bilden. Ansonsten darf man neben dem gebürtigen Deutschen den 14fachen slowakischen Teamspieler (auch aktuell) <strong class='bbc'>Igor Zofcak (28)</strong> erwarten. Nach fast vier Jahren in Tschechien, wo er für Sparta Prag und Jablonec spielte, wechselte er letzte Saison leihweise zu Slovan und wurde sofort Meister. Slovan Bratislava verpflichtete ihn daraufhin weiter. Zofcak ist ein großer Freigeist, der sowohl im zentralen defensiven, als auch im rechten oder linken Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. In einem 4-4-2 spielt er hauptsächlich als linker Mittelfeldspieler, seltener rechts. In den „Europacupsystemen“ von Trainer Vladimir Weiss ist er jedoch eher im defensiven zentralen Mittelfeld vorgesehen. In einem 4-1-4-1 würde er vor Kladrubsky oder Guédé spielen, oder aber im linken Mittelfeld. Zofcak ist technisch gut, ballsicher und hat speziell ein gutes Auge für seine Mitspieler und den Pass in den freien Raum. Seine Zweikampfstatistiken lassen allerdings zu wünschen übrig.<br />
<br />
Der offensivste zentrale Mittelfeldspieler im Konzept von Vladimir Weiss heißt <strong class='bbc'>Erik Grendel (22)</strong>. Er ist ein beidbeiniger, offensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler, der jedoch zumeist auf zentralen Positionen eingesetzt wird. In einem 4-4-2 übernimmt er die Position eines „8ers“.  Eher selten spielt er im linken Mittelfeld, in Ausnahmefällen auf der rechten Seite. Grendel hat einen guten Schuss und spielt sowohl in die Tiefe als auch in die Breite gute Pässe. Nach hinten arbeitet er manchmal etwas zu wenig.<br />
<br />
<em class='bbc'>Weitere Alternativen:</em><br />
* Kristijan Kolcák (21, aktueller U21-Teamspieler der Slowakei, heuer bisher vier Pflichtspieleinsätze, davon drei Einwechslungen, spielt eher defensivere Positionen in der Zentrale)<br />
* Zé Vitor (20, robuster, 187cm großer Brasilianer, der seit diesem Sommer für Slovan spielt, allerdings erst zu einem Einsatz kam, klassischer Staubsauger vor der Abwehr)<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE MITTELFELDSPIELER AM FLÜGEL</strong><br />
<br />
Im rechten Mittelfeld ist zurzeit ein Linksfuß hoch im Kurs: Der Serbe <strong class='bbc'>Marko Milinkovic (23)</strong> spielt nun seit einem Jahr für Slovan, nachdem er zuvor vier Jahre für Kosice spielte und durfte bereits vor zwei Jahren im serbischen Nationalteam debütieren. Er ist aktuell wohl der beste Fußballer im Team von Vladimir Weiss und kann sowohl im rechten, als auch im zentralen Mittelfeld aufgeboten werden. Im linken Mittelfeld begann er seine Karriere zwar, bei Slovan kommt er auf dieser Stammposition jedoch kaum zum Zug (bei Slovan überhaupt noch nie). Milinkovic ist ein guter Freistoßschütze, technisch gut und clever, zudem schlägt er gute Flanken. An der Defensivarbeit hapert es jedoch manchmal.<br />
<br />
Auf der anderen Seite könnte abgesehen vom bereits beschriebenen Zofcak auch <strong class='bbc'>Milos Lacny (23)</strong> zum Einsatz kommen, der bisher eher als Ergänzungsspieler in Erscheinung trat. Die Leihgabe von Sparta Prag ist eigentlich Stürmer, wird bei Slovan jedoch auch als flinker Flügel für die linke Seite eingesetzt. Etwas andere als die andere Alternative für diese Position: <strong class='bbc'>Peter Stepanovsky (23)</strong> ist genauso wie Lacny ein ehemaliger U21-Teamspieler der Slowakei, aber eher defensiv ausgerichtet. Stepanovsky spielt seit 2007 für Slovan und kann auch in der linken Abwehr zum Einsatz kommen. Heuer brachte er es auf vier Ligaspiele und vier Europacupspiele, wobei er auswärts gegen die AS Roma eingewechselt wurde und das entscheidende 1:1 erzielen konnte. <br />
<br />
Ob die beiden spielen dürfen hängt hauptsächlich davon ab, ob der Tscheche Kladrubsky fit wird. Falls er es wird, haben die beiden kleinere Chancen auf Einsätze, weil dann Zofcak voraussichtlich links starten wird. Wenn Kladrubsky ausfällt, braucht man Zofcak allerdings zentral und die linke Seite wäre frei für den offensiveren Lacny oder den defensiveren Stepanovsky.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* Adrian Cermak (18, der junge Rechtsfuß kam vor vier Tagen gegen Kosice zu seinem Ligadebüt und könnte auch gegen Salzburg eine Alternative auf der rechten Seite sein)<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER ANGRIFF</strong><br />
<br />
Wenn Slovan Bratislava mit Solospitze agiert, ist dies der slowakische Torschützenkönig und ehemalige Austria-Wien-Legionär <strong class='bbc'>Filip Sebo (27)</strong>. Für die Austria erzielte Sebo in etwa 1 ½ Jahren nur fünf Ligatore – für Slovan waren es in derselben Zeit 25. Alleine in den letzten drei Runden der Saison 2010/11 erzielte er sieben Tore. Und auch heuer ließ er es inklusive Europacup bereits viermal klingeln. Sebos Stärken sind bekannt: Der 180cm große Teamspieler (7 Tore in 14 Länderspielen) ist pfeilschnell und findet stets Lücken in der gegnerischen Abwehr, die er mit seinem starken Laufspiel aufreißen kann. Er ist in beiden Spielen gegen Salzburg definitiv gesetzt.<br />
<br />
In einigen Spielen der laufenden Saison spielte Sebo im Angriff gemeinsam mit dem vorhin beschriebenen linken Flügel Lacny in einem 4-4-2. Dies erwies sich als Powerduo, da beide Angreifer viel arbeiteten – allerdings waren sich die Akteure zu ähnlich, standen sich zeitweise auf den Füßen und konnten ihre Laufwege nur bedingt aufeinander abstimmen. Den besseren Kontrast bot Stürmer Nummer Zwei, <strong class='bbc'>Juraj Halenár (28)</strong>, der bereits für Inter Bratislava, Artmedia Petrzalka und vor zwei Jahren auch für Slovan Topscorer war. Er ist eher ein Stürmer, der Bälle halten und behaupten kann, hat seine Stärken im Strafraum, braucht genaue Vorlagen von seinen Kollegen im Mittelfeld.<br />
<br />
Der Nächste in der Hierarchie ist der routinierte Tscheche <strong class='bbc'>Lukás Hartig (34)</strong>, der als ballsicherer, mitarbeitender Stürmer gilt. Er kann in der Offensive Ruhe ins Spiel bringen, lässt Bälle gut abtropfen, ist ein kopfballstarker Spieler, der einst gute Spiele für Zenit St.Petersburg, vor allem aber Artmedia Petrzalka machte. Der 183cm große Hartig ist ein wichtiger Einwechsler im System von Vladimir Weiss.<br />
<br />
Etwas weniger wichtig ist der Bosnier <strong class='bbc'>Kresimir Kordic (27)</strong>, der vor etwa vier Jahren, nachdem er zahlreiche Tore für Posusje und Zrinjski Mostar erzielte, fast in jedem Faxgerät Mitteleuropas zu finden war, weil er überall angeboten wurde. Slovan erbarmte sich im Sommer 2010, aber wirklich ausgezahlt hat sich der günstige Kauf nicht: Kordic erzielte seitdem erst zwei Tore in zwanzig Spielen und gilt weiterhin als behäbiger, hölzerner Angreifer. Anders übrigens als <strong class='bbc'>Radoslav Augustín (24)</strong>, der vor der Saison vom Zweitligaklub Petrzalka 1898 kam, für den er letzte Saison 14 Treffer erzielte. Augustín konnte allerdings noch überhaupt nicht Fuß fassen, wurde erst einmal eingewechselt. Ebenso wie der junge <strong class='bbc'>Akos Szarka (20)</strong>, der in den Nachwuchsteams von Slovan herausstach und behutsam aufgebaut werden soll, bisher aber auch noch keinen Einsatz hatte.<br />
<br />
Interessant ist allerdings der Linksfuß <strong class='bbc'>Ivo Táborsky (26)</strong>. Der geborene Prager kam vor der Saison vom tschechischen Klub Mladá Boleslav und kann sowohl im Angriff als auch am linken Flügel eingesetzt werden. Er ist ein ähnlicher Spielertyp wie Lacny, allerdings etwas robuster, dafür nicht ganz so schnell. Er ist deshalb interessant, weil er auf zwei verschiedenen Positionen spielen könnte und somit für verschiedene Spielsysteme eine Alternative ist. Gegen Salzburg ist er zwar eher eine Alternative als Szarka, Augustín, Kordic, Hartig und Halenár, aber trotzdem in der Kaderhierarchie zu weit hinten, um einen Stammplatz zu erwarten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUFSTELLUNG</strong><br />
<br />
Das 4-4-2 aus der Meisterschaft wird Vladimir Weiss gegen Red Bull Salzburg nicht spielen lassen. Schon in der Meisterschaft sah man, dass man damit in Auswärtsspielen Probleme bekommt und in Salzburg ist eher ein massives, technisch möglichst sicheres Slovan-Mittelfeld zu erwarten. Daher darf man ein flexibles 4-2-3-1 erwarten, das während der Partie blitzschnell zu einem 4-1-4-1 oder zu einem 4-3-2-1 werden könnte. Vieles hängt davon ab, ob Kladrubsky fit wird oder nicht. Sollte er fit werden, darf man mit dieser Aufstellung rechnen:<br />
<br />
<em class='bbc'>Zum Vergrößern jeweils auf die Bilder klicken! </em><br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan1.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
In einer anderen Variante, nämlich beim Ausfall von Kladrubsky, müsste Zofcak weiter nach hinten rücken, wodurch der schnelle Lacny auf der linken Mittelfeldseite zum Einsatz kommen könnte. Er könnte allerdings auch von Stepanovsky, der defensiv sicherer steht, ersetzt werden. In der Abwehr sehen wir hier zur besseren Veranschaulichung die Abwehrvariante mit Had als Abwehrchef neben Dosoudil und Dobrotka auf der Position des linken Verteidigers.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan2.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan2.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Interessant für das Rückspiel: Die Aufstellung von Slovan Bratislava gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner, wenn alle Spieler mit an Bord sind. Cikos rückt in die linke Verteidigung, das etatmäßige Innenverteidigerduo Had und Dobrotka spielt hinten und wird knapp davor direkt von Kladrubsky unterstützt. Guede kann durch den laufstarken Außenverteidiger Cikos etwas offensiver spielen, teilweise sogar versetzt mit Grendel.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/slovan3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
<br />
Slovan Bratislava hat teilweise sicher technisch gute Spieler, aber im Vergleich zu Red Bull Salzburg sollte ein Klasseunterschied bemerkbar sein. Wenn man Slovan nicht spielen lässt, sondern den Slowaken sein Spiel aufzwingt, sollte es für eine technisch gute Mannschaft wie Salzburg keine Probleme geben. Tipp ist daher: Das Heimspiel geht glatt mit 3:0 an Salzburg und auch auswärts setzen sich die Mozartstädter mit 2:1 durch.<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 16:12:02 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Slovan Bratislava: Der Europacupsieger von 1969 und verrückte Fans müssen nach Salzburg</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/slovan-bratislava-der-europacupsieger-von-1969-und-verruckte-fans-mussen-nach-salzburg-r487</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der SK Slovan Bratislava ist einer der traditionsreichsten Klubs der Slowakei und war auch über die Grenzen hinaus – in der alten Tschechoslowakei – sehr erfolgreich. 1969 gewann der Verein den Europapokal der Pokalsieger, indem man im Finale den FC Barcelona bezwang. Auf die Fans von Red Bull Salzburg wartet eine hübsche, kleine Hauptstadt, auf die Mannschaft ein Gegner, der in Europa endlich wieder für Furore sorgen will. Hier der erste Teil unserer Vereinsinfo über den slowakischen Meister!</em><br />
<br />
<pre class='prettyprint'> Name: ŠK Slovan Bratislava
Gegründet: 3.Mai 1919
Alter: 92 Jahre
Vereinsfarben: Hellblau-Weiß
Präsident: Petr Kašpar
Aktueller Trainer: Vladimir Weiss
Stadion: Štadión Pasienky
Kapazität: 13.000
Homepage: http&#58;//www.skslovan.com/index.php

Erfolge:
•	10 x slowakischer Meister (viermal in den 1990er-Jahren)
•	8 x tschechoslowakischer Meister
•	11 x slowakischer Pokalsieger
•	5 x tschechoslowakischer Pokalsieger
•	1969 Gewinn des Europapokals der Pokalsieger</pre><br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN DER SLOWAKEI</strong><br />
<br />
Nachdem die tschechoslowakische Föderation 1993 aufgelöst wurde, blieb Slovan Bratislava einer der beliebtesten und international bekanntesten Fußballklubs der Slowakei. Die neu eingeführte slowakische Liga konnte das Team auf Anhieb dreimal hintereinander gewinnen. Bis 1999 holte Slovan vier von sechs möglichen Meistertiteln. Danach folgte jedoch eine große Flaute: In den nächsten neun Jahren holte Slovan keinen weiteren Titel, während alle der MSK Zilina viermal zu Saisonende am oberen Ende der Tabelle zu finden war.<br />
<br />
Der Meistertitel 2008/09 beendete diese Schwächeperiode und 2010/11 holte Slovan mit einem Jahr Pause, in dem wieder Zilina Meister wurde, den sechsten slowakischen Meistertitel seit der Föderationsspaltung. Nachdem die Lizenz des Stadtrivalen Inter Bratislava – gegen die Slovan bereits in der tschechoslowakischen Liga spielte – an Senica verkauft wurde, gibt es in Bratislava kein Derby mehr. Spannungen gibt es zwar mit Petrzalka, der größte Rivale ist aber seit jeher Spartak Trnava, der ebenfalls bereits in der Tschechoslowakei großes Ansehen genoss. <br />
<br />
Die dominanten Mannschaften der Slowakei sind aber auf lange Sicht gesehen Zilina und Slovan, die sich wohl auch heuer den Meistertitel untereinander ausmachen werden. Aktuell führt Zilina die Tabelle nach zehn Spielen an. Es folgen Spartak Trnava mit einem Punkt Rückstand, Slovan Bratislava mit zwei und Senica und Zlaté Moravce mit je drei. In Ligaheimspielen ist Slovan in der laufenden Saison unbesiegt, musste erst zwei torloses Unentschieden gegen den FC Nitra und Zlaté Moravce hinnehmen. Auswärts ist die Elf des slowakischen Teamtrainers Vladimir Weiss (der hiermit zwei Mannschaften trainiert) allerdings sehr schwach: Niederlagen gegen Zilina, Ruzomberok und zuletzt gegen den Tabellenletzten Dunajská Streda – nur ein Sieg bei Banská Bystrica. In der Auswärtstabelle ist Slovan damit aktuell nur Zehnter (von zwölf Teams).<br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
<br />
Die großen europäischen Erfolge sind bereits einige Jahre her: 1969 setzte man sich im Europapokal der Pokalsieger gegen den FK Bor aus Jugoslawien, den FC Porto, den AC Torino und schließlich Dunfermline aus Schottland durch. Im Finale in Basel besiegte Slovan auch noch den FC Barcelona mit 3:2 – wie es für die damalige Zeit üblich war mit elf einheimischen Spielern.<br />
<br />
In der jüngeren Vergangenheit spielte Slovan in europäischen Klubbewerben allerdings keine große Rolle mehr: 2007/08 scheiterte man im UI-Cup an Rapid (1:3-Niederlage im Hanappistadion, 1:0-Sieg in Bratislava), 2009/10 nahm man dann endlich wieder an der Qualifikation zur Champions League teil. Gegen Zrinjski Mostar aus Bosnien gab’s noch einen ungefährdeten Erfolg (0:1 a, 4:0 h), danach folgte jedoch das Ausscheiden durch 0:2-Niederlagen gegen Olympiakos Piräus. In der darauffolgenden Europa League Playoffrunde ging man gegen Ajax Amsterdam auswärts mit 0:5 unter, verlor auch zu Hause mit 1:2.<br />
<br />
Vergangene Saison 2010/11 setzte sich Slovan in der Europa League Qualifikation gegen Roter Stern Belgrad durch (2:1 a, 1:1 h), schied dann aber gegen den VfB Stuttgart aus (0:1 h, 2:2 a). Erst in der aktuellen Saison sorgte der slowakische Vertreter mal wieder für eine Überraschung: Nachdem man in der CL-Qualifikation gegen Tobol Kustanaj aus Kasachstan erfolgreich blieb und gegen den späteren Königsklassenstarter APOEL Nikosia ausschied, schaltete man im Playoff zur Europa League überraschend den AS Roma aus: Nach einem 1:0-Heimsieg holten die Slowaken auswärts ein 1:1. In der Gruppenphase gab es bisher eine 1:2-Heimniederlage gegen Athletic Bilbao.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE FANS</strong><br />
<br />
Egal wohin die Fans von Slovan auf europäischer Ebene in den letzten Jahren reisten: Es gab Probleme. Beim Auswärtsspiel im Hanappistadion 2007 ging die Feuerwehr mit Wasserwerfern gegen brennende Bengalen im Auswärtssektor vor, weil sie sich ob der aggressiven Fans nicht in den Auswärtssektor traute. Ähnliche Probleme gab es danach beim Auswärtsspiel. Auch gegen den VfB Stuttgart, Roter Stern Belgrad und in Rom gab es Probleme mit den Slovan-Anhängern. Man sollte also im Heimspiel – und schon gar nicht in der Auswärtspartie – mit den Fans des größten Klubs der Slowakei spaßen…<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE STADT BRATISLAVA</strong><br />
<br />
Mit dem Auto fährt man von Salzburg nach Bratislava etwa vier Stunden. Die slowakische Hauptstadt ist knapp 400 Kilometer von der Mozartstadt entfernt. Das Leben spielt sich in Bratislava in der Altstadt ab, hier findet man auch die besten Wirtshäuser und Bars. Auf der Flaniermeile nahe des Hafens wird man auch fündig, wenn man etwa eine Diskothek sucht. Sehenswert sind „Bratislavský hrad“, also die Burg auf einer Anhöhe nahe der Altstadt (nicht zu übersehen), das alte Rathaus am Hauptplatz und die Nový most (Neue Brücke), die wie ein UFO aussieht. Der Aufstieg vom Stadtzentrum zur Burg dauert etwa dreißig Minuten – von oben hat man einen schönen Ausblick über Bratislava und die Donau und kann es sich in einem sehr gemütlichen Panorama-Café bequem machen. Durchschnittlich kostet das Bier in Bratislava 1,5 Euro, Hauptspeisen findet man ab 4 Euro. Allerdings sind die Preise im Stadtkern exponentiell höher. Ideal ist es, wenn man sich zum Essen ein Stück außerhalb der Stadt begibt und um zu Trinken eher traditionelle Wirtshäuser aufsucht, anstatt sich diverser „Touristenfallen“ in der Altstadt zu bedienen. Am Matchtag ist es anzuraten keine „Farben“ in der Stadt zu tragen, auch wenn die hartgesottenen Fans des slowakischen Meisters mit Sicherheit größtenteils nicht in der Innenstadt für die Partie vorglühen…<br />
<br />
Morgen erfahrt ihr alles über die Mannschaft des SK Slovan Bratislava!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 16:17:09 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Der neue Torschützenkönig, eine solide Abwehr und hungrige Junge - das ist das Team von Malmö FF!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/der-neue-torschutzenkoenig-eine-solide-abwehr-und-hungrige-junge-das-ist-das-team-von-malmoe-ff-r486</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem wir im letzten Artikel <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/der-groesste-schwedische-verein-aller-zeiten-austria-gegner-malmoe-ff-unter-der-lupe-r485' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>über den Verein Malmö FF, das neue Stadion und die Fanproblematik</a> schrieben, kommen wir nun zur Teaminfo. Malmö FF ist aktueller nur Siebenter der schwedischen Liga, konnte sich jedoch zuletzt mit dem vorweggenommenen Torschützenkönig der "Allsvenskan", Mathias Ranégie (Ablösesumme 1,5 Millionen Euro) verstärken und verfügt auch sonst über unangenehme, junge Spieler, deren Trümpfe vor allem die Schnelligkeit und Trickreichtum sind.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>DAS SPIELSYSTEM</strong><br />
<br />
Seit etwa einem Jahr praktiziert Malmö ausschließlich ein 4-4-2-System, nachdem man zuvor sporadisch mit einem 4-1-3-2 oder einem 4-2-3-1 spielte. Im Allgemeinen hat Malmö ein sehr junges Team, das aber auf den Positionen im zentralen Mittelfeld und in der Verteidigung mit Routiniers gespickt ist. Somit haben vor allem die Flügelspieler und Angreifer große Freiheiten, dürfen schon mal Ballfehler machen, ohne dass sich das Gefüge der Schweden komplett auflöst. Das 4-4-2 „passt“, aber unfehlbar ist Malmö FF in der heurigen Saison eindeutig nicht.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER TORHÜTER</strong><br />
<br />
Die Torhüter-Frage beim zuletzt von Helsingborg abgelösten schwedischen Meister ist nicht geklärt: Zwei Torhüter wechselten sich im Laufe der Saison immer wieder ab. Der Tscheche <strong class='bbc'>Dusan Melichárek (27)</strong>, seit 2005 in Schweden (früher bei Mjällby), spielte in den meisten Partien. Der 196cm große Keeper ist allerdings eher ein durchschnittlicher Keeper. Melichárek ist zwar laut und einer, der seine Abwehr immer wieder aufwecken und antreiben kann, zeigt aber Fehler in der Strafraumbeherrschung und ist kein besonders guter Fußballer.<br />
<br />
Er wird gegen die Austria aber ohnehin nicht im Tor stehen. Der aktuelle Einser ist <strong class='bbc'>Johan Dahlin (25)</strong>, ein zweifacher schwedischer Teamspieler, der großen Anteil am letztjährigen Meistertitel von Malmö FF hatte. Dahlin war über viele Jahre eine Stütze im schwedischen U21-Nationalteam, für das er im Alter von 19 Jahren debütierte. In der vergangenen Saison 2010 ließ Malmö mit Dahlin im Tor nur 24 Gegentore in 30 Spielen zu. In der Saison 2011 kam Dahlin allerdings nur selten zum Zug, machte nur neun Pflichtspiele mit, weil er über weite Teile des Frühlings verletzt ausfiel und sich bei seinem Comeback im Juni sofort wieder verletzte, daraufhin fast drei weitere Monate fehlte. Jetzt ist allerdings wieder fit und zeigt wie zuvor starke Leistungen: Dahlin besticht durch gute Reflexe und ein starkes Verhalten in 1-gegen-1-Situationen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE INNENVERTEIDIGUNG</strong><br />
<br />
Der Abwehrchef der Schweden ist der routinierte <strong class='bbc'>Daniel Andersson (34)</strong>, der früher in Italien für Bari, Venezia, Chievo Verona und Ancona spielte. Der nur 179cm große Innenverteidiger ist Chef und Kapitän des Teams und spult ruhige, technisch einwandfreie Partien ab. Er ist ein absoluter Teamplayer, körperlich stark und mit gutem Antizipationsvermögen ausgestattet – er ist ein Verteidiger, der das Spiel „lesen“ kann. Seine Wendigkeit und Schnelligkeit waren allerdings schon mal besser und so ist Andersson nicht selten ein Rotkandidat, wenn er gegen junge, schnelle Angreifer spielen muss. Bei Malmö flog er in sieben Jahren bereits viermal vom Platz. Andersson ist darüber hinaus ein Abwehrspieler alter Schule: Er spielt den Ball quasi nie mutig hinten heraus, sondern sucht stets seine Nebenleute, vor allem die Außenverteidiger. Er ist ein guter Manndecker, macht aber seltene Fehler beim Spiel im Raum.<br />
<br />
Sein Nebenmann in der Innenverteidigung ist der vielversprechende U21-Teamspieler <strong class='bbc'>Pontus Jansson (20)</strong>, der langfristig an den Verein gebunden ist und vor allem durch sein starkes Kopfballspiel und seine guten Zweikampfwerte überzeugen kann. Doch auch er ist keiner, der das Spiel konsequent von hinten heraus aufbaut, die Innenverteidiger von Malmö sind also in dieser (zu erwartenden) Konstellation keine große Hilfe für das Offensivspiel des schwedischen Klubs.<br />
<br />
Anders wäre das, wenn der fußballerisch beste Innenverteidiger des Teams einen Fixplatz hätte: <strong class='bbc'>Yago Fernandez Prieto (23)</strong> ist ein großer, schlanker Innenverteidiger, der vor allem durch seine gute Technik besticht. Der Portugiese ist für seine Größe sehr schnell, setzt seinen Körper gut ein und versucht auch hinten herauszuspielen, wobei er da von Überraschungsmomenten lebt. Mal hoch, mal flach, aber immer ziemlich präzise. Yago traut sich außerdem über die Mittellinie, versucht das Spiel selbst aktiv mitzugestalten. Fußballerisch ist der 195cm große Defensivmann top – am Ball kann Yago alles! In der Offensive ist er sehr torgefährlich, ist bei Standardsituationen ein ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum, hat für einen Innenverteidiger allgemein eine sehr hohe Torquote. Yagos Zweikampfquote ist gut, trotzdem wirkt er manchmal noch etwas zögerlich vor dem Attackieren. Allerdings ist der Portugiese ein Verteidiger, der seine Zweikämpfe auch am Flügel gewinnen kann. Da er selbst sehr schnell ist, hat er gegen gegnerische Flügelspieler weniger Probleme als andere Verteidiger. Interessant sind auch die bisherigen Klubs des Portugiesen: Benfica Lissabon &#61664; Sporting Lissabon &#61664; Real Madrid &#61664; FC Valencia &#61664; Arsenal London &#61664; Espanyol Barcelona… und danach kam er über den portugiesischen Klub Gil Vicente zu Malmö. Zuletzt war er jedoch immer wieder leicht verletzt und fand so keinen fixen Platz in der Mannschaft.<br />
<br />
Die weitere Alternative in der Innenverteidigung ist der Finne <strong class='bbc'>Markus Halsti (27)</strong>. Der fünffache Teamspieler spielt seit über drei Jahren für Malmö FF und war stets ein verlässlicher Ergänzungsspieler, der keine technischen Wunderdinge macht und hinten relativ gut steht.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUSSENVERTEIDIGUNG</strong><br />
<br />
In der rechten Verteidigung spielt der Däne <strong class='bbc'>Ulrich Vinzents (34)</strong>. Der routinierte Däne kann ausschließlich als rechter Verteidiger eingesetzt werden und macht dort seine Arbeit solide und kompromisslos. Nach vorne arbeitet Vinzents nicht viel, allerdings hält er seinem Vordermann stets gut den Rücken frei. In der Saison 2010, als Malmö FF den Meistertitel feiern konnte, erlebte der Däne, der es nie ins Nationalteam schaffte, einen zweiten Frühling: Nachdem er schon 2009 eine gute Saison spielte, zählte er 2010 zu den besten Verteidigern der Liga, gewann enorm viele Zweikämpfe und überzeugte mit einer starken Passquote. <br />
<br />
Auf der linken Seite ist seit drei Jahren der Brasilianer <strong class='bbc'>Ricardinho (27)</strong> gesetzt. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber Vinzents ist der wieselflinke, nur 168cm große Defensivspieler auch offensiv sehr ambitioniert und gefährlich. In den letzten zwölf Monaten steuerte er acht Assists für Torerfolge bei – selbst trifft Ricardinho zwar sehr selten, aber er setzt seine Mitspieler immer wieder gut in Szene und ist defensiv ein lästiger Spieler, den man manchmal mehrmals überspielen muss… <br />
<br />
Die beiden Außenverteidiger des schwedischen Tabellensiebten sind unumstößlich gesetzt: Es gibt quasi keine direkten Ersatzleute, wenn einer dieser beiden Kicker ausfällt. Trainer Rikard Norling müsste improvisieren, am ehesten ist der gelernte Mittelfeldspieler <strong class='bbc'>Miiko Albornoz (20)</strong> eine Alternative für die Position des linken Verteidigers. Er kam jedoch bisher erst dreimal zum Einsatz, kommt an Ricardinho nicht vorbei.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DAS ZENTRALE MITTELFELD</strong><br />
<br />
Während die Flügelspieler von Malmö FF sehr dynamisch sind und großen Elan ins Spiel bringen, sind die zentralen Mittelfeldspieler ruhige, bedächtige Passverteiler. <strong class='bbc'>Jeffrey Aubynn (34)</strong>, ein Schwede mit ghanaischen Wurzeln, war früher selbst Flügelspieler, ist mittlerweile aber ein wichtiger Organisator im Mittelfeld. Er spielt aktuell am ehesten auf einer „Sechser“-Position und ist bei den Fans nicht unumstritten, weil er eigentlich erst im Laufe der Saison 2011 vom Ergänzungsspieler zum Stammspieler aufstieg, obwohl man gerne einen jüngeren Ersatz gesehen hätte. Zumeist ist Aubynn ein typischer Ein- oder Auswechsler, sein Einsatz ist im Auswärtsspiel Malmös wahrscheinlicher als im Heimspiel.<br />
<br />
Sein Konkurrent um die Position im zentralen Mittelfeld ist ein ehemaliger serbischer Teamspieler: <strong class='bbc'>Miljan Mutavdzic (25)</strong> spielte sich über den kleinen Klub Javor Ivanjica ins serbische Nationalteam, für das er zwei Spiele absolvierte – 2009 wechselte er nach Malmö und ist seitdem Ergänzungsspieler im Team. In der laufenden Saison kam er immer wieder sporadisch zu Einsätzen und wich sogar einmal auf die Position des rechten Verteidigers aus (in der einzigen Partie, in der Vinzents fehlte).<br />
<br />
Obwohl Aubynn und Mutavdzic in der laufenden Saison zu zahlreichen Einsätzen kamen, werden gegen die Austria voraussichtlich beide nicht beginnen: Der aktuell gefährlichste und kompletteste Mittelfeldspieler ist nämlich der Brasilianer <strong class='bbc'>Wilton Figueredo (29)</strong>. In den letzten drei Jahren steuerte er alleine in Ligaspielen 13 Tore und 16 Assists bei. Wilton ist technisch stark, verfügt über einen tollen Schuss, hat das Auge für den Mitspieler – und ist ein „Häferl“ wie es im Buche steht! Der heißblütige Brasilianer lässt sich leicht provozieren und zu dummen Fouls hinreißen. Er wird eine Art „8er“ spielen und man sollte ihn sehr eng decken, um ihn aus dem Spiel zu nehmen und auch ein wenig zur Verzweiflung zu bringen.<br />
<br />
Und dann gibt’s noch Senkrechtstarter <strong class='bbc'>Ivo Pekalski (20)</strong>. Er ist ein spielender Abräumer vor der Abwehr, körperlich robust und sehr laufstark. Er spult derzeit von allen Kickern im Team wohl die meisten Kilometer ab und zudem selbst aus Distanzschüssen und nach Standardsituationen torgefährlich. Pekalski kommt schnell hinter den Ball und sucht immer wieder die Zweikämpfe, was auch ein Grund dafür ist, dass er im letzten Jahr gleich dreimal mit Verletzungen ausfiel. Der schwedische U21-Teamspieler schont weder sich noch seine Gegner und erfordert einen Gegenspieler, der im Laufspiel ökonomisch denkt und nicht überhastet agiert.<br />
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<strong class='bbc'>DIE FLÜGELSPIELER</strong><br />
<br />
Alle denkbaren Kombinationen für die beiden Außenpositionen im Mittelfeld sind gemeinsam im Durchschnitt nicht älter als 21 Jahre. Die Flügelspieler von Malmö FF sind jung, unbekümmert und vor allem schnell und trickreich. Auf der rechten Seite ist der beidbeinige, in Aserbaidschan geborene Schwede <strong class='bbc'>Jiloan Hamad (20)</strong> gesetzt. Bereits in den Saisonen 2009 und 2010 wurde Hamad forciert, doch 2011 avancierte er schließlich zum unverzichtbaren Spieler, schaffte sogar den Sprung ins schwedische Nationalteam. Im letzten Jahr gelangen dem wendigen und trickreichen Flügelspieler zehn Assists und fünf Tore. Beim 1:1 in der Champions League Qualifikation gegen die Glasgow Rangers wurde er zum Man of the Match gewählt. Ein Wechsel ins Ausland ist bei ihm nur noch eine Frage der Zeit und Markus Suttner wird gegen das große Talent aus Baku, das auch die irakische Staatsbürgerschaft hält, alle Hände voll zu tun haben.<br />
<br />
Auf der linken Seite spielt mit <strong class='bbc'>Jimmy Durmaz (22)</strong> ein ähnlicher Spieler. Auch er konnte sich dieses Jahr nach guten Leistungen in der Meistersaison ins schwedische Nationalteam spielen und debütierte im Alter von 18 Jahren für Malmö. Mittlerweile ist er eine feste Größe auf der linken Seite, die vor allem mit dem brasilianischen Außenverteidiger Ricardinho harmoniert. Auch Durmaz ist sehr schnell, lebt von Überraschungmomenten – mal geht er an die Grundlinie, dann zieht er wieder zur Mitte – und ist aufgrund seiner guten Pässe und Flanken vor allem ein guter Toreinfädler. <br />
<br />
Die Ersatzleute sind nur für das rechte Mittelfeld vorgesehen: <strong class='bbc'>Simon Kroon (18)</strong> und <strong class='bbc'>Amin Nazari (18)</strong> kommen derzeit unregelmäßig zu ihren Spielminuten, spielen wenn dann aber immer auf der rechten Seite. Entweder statt Hamad – oder wenn sie statt Durmaz spielen, dann ebenfalls auf rechts, wobei Hamad nach links rückt.<br />
<br />
Eine weitere Alternative ist (noch) der „Flügel-Angriffs-Hybrid“ <strong class='bbc'>Agon Mehmeti (21)</strong>, ein flexibler, im Kosovo geborener Offensivspieler mit schwedischem Pass. Er erzielte in der Meistersaison 2010 elf Tore und hatte in der laufenden Saison Ladehemmung. Allerdings wurde Mehmeti auch des Öfteren nicht auf seiner Lieblingsposition im Angriff, sondern am rechten oder linken Flügel eingesetzt. Er wechselt im Jänner ablösefrei zu US Palermo, ist in den beiden Spielen gegen die Austria aber noch eine Alternative für drei verschiedene Positionen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER ANGRIFF</strong><br />
<br />
Seit drei Jahren ist <strong class='bbc'>Daniel Larsson (24)</strong> der wichtigste Angreifer im Team von Malmö FF. In der Saison 2010 erzielte er zehn Ligatore, 2009 waren’s elf. In der bisherigen Saison gelangen dem 176cm großen Knipser fünf Tore in der Liga und zwei weitere im Europacup, darunter das Siegtor zum 1:0-Auswärtssieg bei den Glasgow Rangers. Larsson ist ein Stürmer, der am Spielaufbau des Teams teilnimmt, dem Mittelfeld entgegenkommt und sich gerne nach hinten fallen lässt. Außerdem hat er auch das Auge für seine Mitspieler, wie sieben Assists in der laufenden Saison beweisen. Er ist im Angriff von Malmö der Aktivposten.<br />
<br />
Der Goalgetter wird in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren <strong class='bbc'>Mathias Ranégie (27)</strong> sein. Der 196cm große Angreifer kam erst Anfang September vom BK Häcken und und erzielte für diesen bereits in der Saison 2010 zwölf Tore. In der laufenden Saison 2011 explodierte der kopfballstarke, robuste Stürmer, der zumeist dort steht, wo er stehen soll: In 22 Spielen für Häcken erzielte er 18 Tore, wechselte danach zu Malmö und erzielte für seinen neuen Klub in den ersten fünf Ligaspielen drei weitere Tore. Mit 21 Saisontreffern ist er damit der vorweggenommene Torschützenkönig der Allsvenskan (Bangura und Hysen halten derzeit bei je 15 Toren). Ranégie ist ein Stürmer, den man schwer über 90 Minuten in den Griff bekommen kann, allerdings fehlt ihm noch jegliche Europacuperfahrung: Die 55 Einsatzminuten bei der Auswärtsniederlage bei AZ Alkmaar waren seine ersten auf europäischer Bühne.<br />
<br />
Der erste Ersatzstürmer ist <strong class='bbc'>Dardan Rexhepi (19)</strong>, der heuer achtmal von Beginn an spielte und 13mal eingewechselt wurde. Dabei gelangen ihm zwei Treffer, zudem ein weiterer in der ersten Europacup-Qualifikationsrunde gegen HB Torshavn. Der junge <strong class='bbc'>Alexander Nilsson (18)</strong> hat hingegen kaum Aussichten auf einen Einsatz.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUFSTELLUNG</strong><br />
<br />
Die Positionen im 4-4-2 von Malmö FF sind weitestgehend vergeben. Der Verein hat zwar eine große Kaderdichte und kann vor allem im zentralen Mittelfeld rotieren (was allerdings trotz vielen denkbaren Rotationsweisen kaum Änderungen an der Grundausrichtung des Teams hat), aber die meisten Positionen sind klar verteilt, was auch die Aufstellungskontinuität in den letzten Wochen beweist.<br />
<br />
Malmö FF ist in den nächsten Wochen mit der folgenden Aufstellung zu erwarten (Klicken zum Vergrößern):<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/malmoff.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/malmoff.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>EINSCHÄTZUNG</strong><br />
<br />
Malmö ist sicher eine unangenehme Mannschaft, aber auch ein Team, das man in den letzten zwei bis drei Jahren zeitweise wesentlich stärker erwischt hätte. Momentan gilt es die Stürmer und die Flügel aus dem Spiel zu nehmen, dann kann man heim und auswärts gegen dieses Team bestehen. Allerdings darf man nicht unterschätzen, dass die Schweden durch den Kauf von Ranégie ihr größtes Manko der Saison 2011, das Toreschießen, ausmerzen könnten und, dass das Team bereits die Glasgow Rangers aus der Champions League Qualifikation warf.<br />
<br />
Es sind Duelle auf Augenhöhe zu erwarten und abseits.at tippt auf je einen Sieg für Malmö und einen für die Wiener Austria: In Malmö gibt’s ein 2:1 für die Schweden, in Wien ein 1:0 für die Austria!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 12:34:13 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Der größte schwedische Verein aller Zeiten (?) - Austria-Gegner Malmö FF unter der Lupe!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/der-groesste-schwedische-verein-aller-zeiten-austria-gegner-malmoe-ff-unter-der-lupe-r485</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Austria Wien trifft am zweiten Spieltag in der Europa-League-Gruppenphase auf den schwedischen Vertreter Malmö FF. Im ersten Teil dieser Gegnerinfo befassen wir uns unter anderem mit der Geschichte des Vereins, dem neuen Stadion und der aktuellen Fanproblematik. </em><br />
<br />
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<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: Malmö FF
Voller Name: Malmö Fotbollförening
Gegründet: 24.Februar 1910
Alter: 101 Jahre
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Stadion: Swedbank Stadion
Fassungsvermögen: 24.000 (international: 21.000)
Präsident:  Håkan Jeppsso
Trainer: Rikard Norling
Homepage: http&#58;//www.mff.se/
Email-Kontakt: info@mff.se

Erfolge:
16x schwedischer Meister: 1944, 1949, 1950, 1951, 1953, 1965, 1967, 1970, 1971, 1974, 1975, 1977, 1986, 1988, 2004, 2010
14x schwedischer Pokalsieger: 1944, 1946, 1947, 1951, 1953, 1967, 1973, 1974, 1975, 1977, 1980, 1984, 1986, 1989
1x Finale im Europapokal der Landesmeister (1979)
</pre><br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE GRÜNDUNG DES VEREINS</strong><br />
<br />
Im Jahr 1909 schloss sich der Fußballverein Bollklubben Idrott (kurz: BK Idrott) an IFK Malmö, den ältesten Fußballklub der Stadt, an. Die neuen Spieler zerstritten sich jedoch rasch mit den alteingesessenen Mitgliedern und lösten den Zusammenschluss wieder auf. Sie gründeten am 24. Februar 1910 einen neuen Verein, den sie Malmö FF nannten. Damals ahnte noch niemand, dass aus diesem Klub später einmal der erfolgreichste Fußballklub Schwedens werden sollte. IFK Malmö war in den ersten Jahrzehnten der größte Rivale des Vereins, spielt aber mittlerweile nur noch in der vierthöchsten schwedischen Spielklasse und ist in der Bedeutungslosigkeit versunken. <br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN SCHWEDEN</strong><br />
<br />
Im Jahr 1924 löste die Allsvenskan die Svenska Serien als höchste Spielklasse in Schweden ab. Malmö FF war bei der Gründung noch nicht dabei, qualifizierte sich aber sieben Jahre später für die höchste Spielklasse. Der Verein wurde zwar kurz vom Spielbetrieb ausgeschlossen, da er sich nicht an die Amateur-Bestimmungen hielt, kämpfte sich aber im Jahr 1936 zurück und hielt sich bis 1999 in der Allsvenskan.<br />
<br />
Den ersten Meistertitel gewann Malmö FF im Jahr 1944. Im vorletzten Spiel besiegte der Verein vor 36.000 Zuschauern AIK Solna in der vorletzten Runde und fegte anschließend Hamstad BK mit 7:0 vom Platz. Zwischen 1949 und 1953 gewann der Klub viermal die Meisterschaft und blieb in 49 Meisterschaftspartien ungeschlagen, wobei der Verein aus Malmö 23 Spiele in Folge gewinnen konnte. Ähnlich eindrucksvoll dominierte der Malmö FF den schwedischen Fußball in den 70er-Jahren, in denen der Klub fünf Meistertitel und vier nationale Pokale gewann. Der englische Trainer Bobby Houghton, der bis vor kurzem noch Nationaltrainer Indiens war, prägte den Verein in diesem Zeitraum stark und es ist unumstritten, dass seine innovativen Trainingsmethoden, seine Spielauffassung und sein taktisches Verständnis den schwedischen Fußball in dieser Zeit enorm weiterentwickelt haben. <br />
<br />
Die Nachfolger Bobby Houghtons konnten zunächst nicht an die Erfolge anschließen, bis abermals ein Engländer das Kommando übernahm und den Verein von einem Meistertitel zum anderen führte. Roy Hodgson perfektionierte die von Bobby Houghton eingeführte Raumdeckung und stellte einen eindrucksvollen Punkteschnitt auf, den er in seiner langen Trainerkarriere bei keinem anderen Verein erreichen konnte. Von 110 Meisterschaftsspielen gewann er 68 Partien, spielte 28 Mal Unentschieden und musste nur 14 Mal als Verlierer vom Platz gehen. <br />
<br />
In den 90er-Jahren konnte der Verein nicht mehr an die bisherigen Erfolge anschließen und gewann kein einziges Mal die Meisterschaft. Im Jahr 1999 erreichte der Klub den Tiefpunkt, als er in die zweithöchste Spielklasse abstieg. Der Verein stieg zwei Jahre später wieder in die Allsvenskan auf, auch weil die Schweden mit Zlatan Ibrahimovic eines der größten Talente weltweit in ihren Reihen hatten. Ibrahimovic verdankt seine Karriere den damaligen Vereinsfunktionären, die ihn überredeten Fußballprofi zu werden, obwohl der launische Weltklassespieler mit 15 Jahren lieber an den Docks arbeiten wollte, um schnelles Geld zu verdienen.<br />
<br />
Der schwedische Trainer Tom Prahl führte die Mannschaft im Jahr 2004 endlich wieder ganz nach oben und die Fans durften sich über den ersten Meisterschaftsgewinn nach 16 Jahren freuen. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2010 wiederholte der Verein diesen Erfolg. Die aktuelle Saison, die in einer Ganzjahresmeisterschaft ausgetragen wird, verläuft bisher allerdings sehr enttäuschend, denn Malmö FF befindet sich mit 21 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Helsingborgs IF nur an der siebenten Stelle und wird aller Voraussicht nach nächstes Jahr nicht international vertreten sein. Eine große Enttäuschung für den Klub, der erst vor einem Jahr von der schwedischen Fußballzeitschrift „<em class='bbc'>Offside</em>“ zum „<em class='bbc'>größten schwedischen Verein aller Zeiten</em>“ gewählt wurde.<br />
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<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
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In der Saison 1978/79 feierten die Schweden mit dem Einzug ins Finale des Europapokals der Landesmeister ihren bisher größten Erfolg auf internationaler Ebene. Diese Sensation ermöglichte der englische Trainer Bobby Houghton, der die Raumdeckung nach Schweden brachte und die Mannschaft international konkurrenzfähig machte. <br />
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Auf dem Weg ins Finale besiegte Malmö FF zunächst den AS Monaco, Dynamo Kiew und Wisla Krakau. Im Semifinale trafen die Schweden dann auf Austria Wien. Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften im Wiener Praterstadion vor 67.000 Zuschauern mit 0:0. Das Rückspiel konnten die Schweden bei winterlichen Bedingungen mit 1:0 für sich entscheiden. Der jetzige Austria-Trainer Karl Daxbacher stand bei beiden Spielen in der Startaufstellung. Mit ihm in der Mannschaft spielten unter anderem Herbert Prohaska, Walter Schachner, Thomas Parits, Robert Sara, Erich Obermayer, Felix Gasselich und Ernst Baumeister. Auch das anschließende Finale verlief mit österreichischer Beteiligung, da Schiedsrichter Erich Linemayr das Spiel leiten durfte. Der Österreicher brachte den Schweden kein Glück, denn Malmö FF verlor vor 57.000 Zuschauern gegen Nottingham Forest mit 1:0.<br />
<br />
Als schwedischer Meister stieg der Verein heuer in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation ein, wo die Schweden zunächst den färöische Fußballverein HB Tórshavn besiegten. Anschließend warf Malmö FF ein wenig überraschend die Rangers mit einem Gesamtscore von 2:1 aus dem Bewerb. In den Play-off-Spielen schieden die Schweden trotz eines 2:0-Heimsiegs gegen Dinamo Zagreb aus, da das erste Spiel in Kroatien mit 4:1 verloren ging. <br />
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<strong class='bbc'>DAS STADION</strong><br />
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Seit zwei Jahren trägt der Verein seine Heimspiele im neuen Swedbank Stadion aus, das über 18.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze verfügt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt betrugen im Endeffekt 695 Millionen schwedische Kronen, also ungefähr 75 Millionen Euro. Zu Beginn rechnete der Verein lediglich mit 399 Millionen SEK, doch es stellte sich schon bald nach Baubeginn heraus, dass die Kosten dramatisch unterschätzt wurden. Der Verein verkaufte die Namensrechte des Stadions für zehn Jahre an die Swedbank. Unternehmen wie Carlsberg bekamen die Möglichkeit die Namen der Tribünen zu erwerben. Die Austria-Fans werden auf der E-on-Tribüne Platz nehmen.<br />
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<strong class='bbc'>FANPROBLEMATIK</strong><br />
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Aufgrund der enttäuschenden Leistungen in der aktuellen Saison brannten bei einigen Malmö-Anhängern die Sicherungen durch, <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/eine-serie-von-spielabbruchen-schockt-den-schwedischen-fussball-r306' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>sodass gleich zwei Heimspiele vorzeitig abgepfiffen werden mussten</a>. Am 10. Spieltag explodierte neben Helsingborg-Torhüter Pär Hansson ein Feuerwerkskörper. Während Hansson benommen auf dem Boden kniete, wurde er beinahe von einem Malmö-Fan attackiert, der jedoch gerade noch von Sicherheitsbeamten überwältigt werden konnte. Neun Spieltage später brach Schiedsrichter Martin Hansson das Malmö-Heimspiel gegen Djurgården ab, nachdem abermals Knallkörper auf das Spielfeld flogen. Der schwedische Fußballverband erteilte daraufhin die Weisung, beim Einsatz von Pyrotechnik auf den Tribünen das Spiel sofort zu unterbrechen.<br />
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<strong class='bbc'>DIE STADT MALMÖ</strong><br />
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Nach Stockholm und Göteborg ist die 300.000-Einwohner-Stadt-Malmö die drittgrößte Stadt Schwedens. Malmö liegt im Süden des Landes und ist nur 26 Kilometer von Kopenhagen entfernt. Die Stadt verfügt über einen eigenen Strand, allerdings sollten Ende September nur Hartgesottene ins Wasser gehen. Das Zentrum der Stadt ist klein, aber sehr gemütlich, verfügt über zahlreiche idyllische Gassen, die für den Verkehr gesperrt sind. Besonders der kleine Marktplatz (Lilla Torg) lädt zum Verweilen ein und kann mit seinen alten Häusern beeindrucken. In diesem Stadtteil bekommt man auch gutes Essen, wobei man in Restaurants mit mindestens sechs Euro für ein Bier rechnen muss.<br />
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<strong class='bbc'>DIE TRANSFERPOLITIK DER LETZTEN JAHRE</strong><br />
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Malmö FF gilt zwar als der reichste Verein Schwedens, ist aber nicht dafür bekannt, für spektakuläre Transfers tief in die Tasche zu greifen. Der Verein erreichte im letzten Jahrzehnt in den meisten Spielzeiten eine positive Transferbilanz und verpflichtet im Falle eines Abgangs neue Spieler meist um einen Bruchteil der erlösten Summe. Im Jahr 2005 verkaufte Malmö FF den Stürmer Markus Rosenberg um 5,3 Millionen Euro an Ajax Amsterdam und verpflichtet als Ersatz Jesper Beck um eine Million. Nur ein Jahr später verließ der brasilianische Offensivspieler Afonso Alves um 4.5 Millionen den Verein – Malmö FF verpflichtete Ola Toivonen um eine Million Euro. Zwei Saisonen später bezahlte PSV Eindhoven vier Millionen Euro für Toivonen, worauf die Schweden um eine Million Euro Wilton Figueiredo kauften.  <br />
<br />
Eine Ausnahme zu dieser Regel war die Verpflichtung des schwedischen Stürmers Mathias Ranégie, der in der laufenden Saison 18 Tore für BK Häcken erzielte. Der 1.96m große Mittelstürmer traf in den bisherigen fünf Meisterschaftsspielen für Malmö drei Mal und soll die Torflaute im Sturm des Meisters beenden. Ebenfalls erst seit August in der Mannschaft ist der schwedische U21-Nationalspieler Miiko Albornoz, der sowohl im linken Mittelfeld, als auch auf der linken Abwehrseite spielen kann. Im Gegenzug verließ im Sommer der rechte Mittelfeldspieler Guillermo Molins den Verein. RSC Anderlecht zahlte 500.000€ für den Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Meistersaison sieben Treffer erzielte.<br />
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<em class='bbc'>Im zweiten Teil der Gegnerinfo nehmen wir den Kader und das Spielsystem der Schweden unter die Lupe.</em><br />
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Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 11:13:43 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Stadion der Woche: Lemberg Stadion in der Ukraine</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/stadion-der-woche-lemberg-stadion-in-der-ukraine-r483</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die österreichische Nationalmannschaft trifft am 15. November 2011 im Rahmen eines freundschaftlichen Länderspiels auf die Nationalauswahl der Ukraine. Als Austragungsort wurde von den Ukrainern das Lemberg-Stadion in Lviv gewählt. Dieses Stadion wird auch im Rahmen der Fußballeuropameisterschaft im Jahre 2012 von den Veranstaltern als Spielstätte verwendet. </em><br />
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<strong class='bbc'>DIE BAUARBEITEN</strong><br />
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Die Bauarbeiten für dieses neue Fußballstadion in der Ukraine begannen bereits im Jahre 2008 und der Fertigstellungstermin musste immer wieder nach hinten korrigiert werden. Im Februar 2010 kam es, aufgrund von „Planungsproblemen“ zu einem plötzlichen Baustopp. Der eigentliche Grund für die Bauunterbrechung war aber, wie in einigen übereinstimmenden Zeitungsberichten zu lesen war, eine Meinungsverschiedenheit zwischen Bauunternehmen und Behörden. Abgesehen davon musste man aber die Fertigstellung des Stadions, welche übrigens für Dezember 2010 geplant war, verschieben. Um das Stadion so rasch wie möglich fertig zu stellen, wurden anschließend die Bauarbeiten wieder intensiviert. Das Stadion soll nach neusten Medienberichten am 28. Oktober endgültig eröffnet werden und zwar mit einem Rockkonzert vom kanadischen Sänger Bryan Adams. Bleibt zu hoffen, dass dieser Termin endgültig hält... so soll’s dann aussehen: <br />
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<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/_M71Mc4Bu-M"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/_M71Mc4Bu-M" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
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<strong class='bbc'>PLATZ FÜR CA. 30.000 ZUSCHAUER</strong><br />
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Das Stadion soll nach der Fertigstellung insgesamt 30.000 Zuschauer fassen. Die Konstruktion des Stadions ist stark an die des Klagenfurters EM-Stadion angelehnt – schließlich wird es wie die Wörthersee-Arena von Albert Wimmer gebaut, einem österreichischen Architekten, der die hiesige Stadionlandschaft nachhaltig prägen konnte. Ebenfalls soll das Stadion die strengsten Kriterien erfüllen und somit zu den innovativsten und modernsten Stadien in ganz Europa zählen. Das Design des Stadions ist einfach und modern. Die Arena soll zwei große Video-Walls besitzen, nämlich sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite des Stadions. Des Weiteren sollen auch zahlreiche andere Einrichtungen im Stadion Platz finden, wie etwa Restaurants, Konferenzsäle, Büros etc. <br />
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<strong class='bbc'>EM 2012 – WO STEHEN DIE RESTLICHEN STADIEN?</strong><br />
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Die EM 2012 wird ebenso wie 2008 in Österreich und der Schweiz wieder von zwei Staaten ausgetragen, nämlich von der Ukraine und von Polen. Die polnischen Spielstätten befinden sich in Warschau, wo auch das Eröffnungsspiel der EM gespielt werden soll, in Danzig, in Breslau und in Posen. Die Ukraine hat sich für folgende Austragungsorte entschieden: Kiew (Finalspiel), Donezk, Lemberg und Kharkiv. Sowohl das größte als auch das kleinste Stadion befindet sich in der Ukraine, denn während sich in Kiew mit einer Zuschauerkapazität von 63.200 Zusehern das größte Stadion der EM 2012 befindet, ist das Lemberg-Stadion das kleinste mit einer Kapazität von „nur“ etwa 30.000.  Im Lemberg Stadion sollen insgesamt drei Vorrundengruppenspiele ausgetragen werden. <br />
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<strong class='bbc'>ERÖFFNUNG AM 28. OKTOBER 2011…</strong><br />
<br />
Der Eröffnung soll laut Medienberichten und Stimmen der Verantwortlichen nichts mehr im Wege stehen. Feierlich eröffnen wird wie bereits erwähnt der Sänger Bryan Adams, „fußballerisch“ eröffnen wird es die österreichische Nationalmannschaft am 15. November im Spiel gegen die Ukraine. Für Österreich sicher ein kleiner Trost ein EM-Stadion gegen den Gastgeber zu eröffnen, auch wenn es nur freundschaftlicher Natur ist, denn bei der EM 2012 wird Österreich nicht vertreten sein.<br />
<br />
<strong class='bbc'>NUTZUNG NACH DER EM…</strong><br />
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Der ortsansässige Klub Karpaty Lwiw, welcher erst im Jahre 1963 gegründet worden ist, wird auch nach der Fertigstellung der neuen Arena das alte Stadion weiter als Austragungsstätte für ihre Heimspiele nutzen, zumindest bis ins Jahr 2018. Also droht eine weitere Übereinstimmung mit der Wörtherseearena in Klagenfurt, denn auch dieses Stadion wurde nach der EM 2008 fast nicht mehr als Fußballaustragungsstätte verwendet. <br />
<br />
Nachdem nun auch die Stadien in Polen und der Ukraine rechtzeitig fertig gestellt werden, steht einer spannenden und spektakulären Europameisterschaft im nächsten Jahr nichts mehr im Wege, obwohl es für den österreichischen Fußball mehr als bitter ist, wieder nicht bei einem Fußballgroßereignis vertreten zu sein.   <br />
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Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 07:46:50 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Football history – vergessene Turniere (Teil 3)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/football-history-vergessene-turniere-teil-3-r478</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In dieser Serie widmen wir uns ehemaligen Fußballturnieren, die es aus verschiedensten Gründen heute nicht mehr gibt. In Folge 3 behandeln wir mit der „Copa Roca“ ein ehemaliges Zwei-Nationen-Turnier aus Südamerika. In diesem Wettbewerb trafen sich zwischen 1914 und 1976 die beiden Großmächte des Kontinents Argentinien und Brasilien.</em><br />
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<strong class='bbc'>Wie alles begann</strong><br />
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Als Gründer des Wettbewerbs und auch als Namensgeber fungierte der argentinische Botschafter in Brasilien Julio Roca. Der bekennende Fußballfan und frühere Präsident von Argentinien spendete auch die Trophäe für den 1913 aus der Taufe gehobenen Bewerb. Die Duelle sollten eine gesunde Rivalität zwischen den beiden Ländern und die generelle Entwicklung des Fußballs in der Region fördern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Modus</strong><br />
<br />
Die Copa Roca wurde im Laufe ihrer Geschichte in verschiedenen Formaten ausgetragen. So wurden die ersten drei Ausgaben in einem einzigen Spiel entschieden. Später wurden mehrere Spiele ausgetragen um einen Sieger zu ermitteln. Ebenso gab es keine regelmäßigen Austragungen und es kam immer wieder zu längeren Pausen zwischen den Turnieren.<br />
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<strong class='bbc'>Zwei brasilianische Erfolge zu Beginn</strong><br />
<br />
Die erste Ausgabe des Turniers fand 1914 in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires statt. Brasilien holte sich den Titel mit einem 1:0-Auswärtssieg. Die Brasilianer erhielten die Trophäe und durften sie gleich acht Jahre behalten, denn die nächste Auflage der Copa Roca gab es erst 1922. Wieder wurde der Sieger in nur einem Spiel ermittelt und wieder hieß der Sieger Brasilien. Nur ein Jahr später fand die dritte Auflage in Buenos Aires statt. Argentinien konnte sich den Titel zum ersten Mal sichern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Lange Pause und Modus-Änderung</strong><br />
<br />
Zur nächsten Ausgabe kam es erst 1939, als sich die beiden Verbände für eine Wiederaufnahme des Turniers entschieden. Der Modus wurde geändert und der Sieger sollte nun in zwei  Spielen ermittelt werden. Bei gleicher Anzahl von Siegen oder bei zwei Unentschieden sollte ein Entscheidungsspiel einen Sieger hervorbringen. <br />
<br />
Die erste Partie gewann Argentinien 5:1. Das zweite Spiel verlief kurios, denn die Argentinier verließen aus Protest über eine strittige Entscheidung des Schiedsrichters das Spielfeld beim Stand von 2:2. Das Spiel wurde ohne argentinische Spieler fortgesetzt und die Brasilianer hatten naturgemäß keine Probleme ohne Gegner das 3:2 zu erzielen. Ein Entscheidungsspiel musste also her. Doch es endete Unentschieden und so benötigte man ein weiteres Spiel. Die vierte Begegnung brachte aber nun einen Sieger und der kam aus Argentinien.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Wieder Entscheidungsspiele und dominierende Brasilianer</strong><br />
<br />
Bei den nächsten beiden Ausgaben war jeweils wieder ein drittes Entscheidungsspiel notwendig – mit unterschiedlichen Ausgängen. 1940 holte sich Argentinien mit einem klaren 5:1-Sieg den dritten Titel. Doch Brasilien schlug 1945 zurück und hatte somit ebenfalls drei Titelgewinne.<br />
<br />
Mit dem Titelgewinn 1945 begann nun eine Dominanz des brasilianischen Teams. Die nächsten drei Ausgaben, die im Drei-Jahres-Rhythmus von 1957 bis 1963 ausgetragen wurden, entschied die Seleção alle für sich.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die letzten beiden Ausgaben</strong><br />
<br />
Wieder dauerte es einige Jahre bis zur nächsten Ausgabe der Copa Roca. Erst 1971 kam es zu zwei Aufeinandertreffen in Buenos Aires. Beide Spiele endeten Unentschieden und da inzwischen kein Entscheidungsspiel mehr vorgesehen war, wurde das Turnier als Remis gewertet. Bei der letzten Ausgabe 1976 gab es allerdings wieder einen Sieger, denn Brasilien konnte sich durchsetzen. In der Endbilanz behielt somit Brasilien mit sechs Titeln gegenüber drei Titelgewinnen der Gauchos und einem Remis die Oberhand.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Wiederauflage unter neuem Namen</strong><br />
<br />
Ab heuer kommt es zu einer Neuauflage des legendären Turniers - allerdings unter dem neuen Namen „Superclassico das Americas“. In Hin- und Rückspiel wird ab 2011 jährlich ein Sieger ermittelt. Bei diesen Spielen dürfen in beiden Mannschaften nur Spieler eingesetzt werden, die in den jeweiligen nationalen Ligen unter Vertrag stehen. In der aktuellen Ausgabe steht die Entscheidung bevor. Am 14. September trennten sich die Mannschaften in Córdoba in einem enttäuschenden Spiel 0:0. Das Rückspiel findet am 28. September in Belém, Brasilien statt.<br />
<br />
fußboller, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 21:43:42 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Dank Dynamo, Shakhtar, Metalist und Dnipro: Der Aufstieg der ukrainischen Liga</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/dank-dynamo-shakhtar-metalist-und-dnipro-der-aufstieg-der-ukrainischen-liga-r471</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Betrachtet man das Ranking der UEFA Fünfjahreswertung, lagen die österreichische und ukrainische Liga im Jahr 2005 noch auf Augenhöhe und kämpften um den 15. Platz, zudem konnte 2003 die Wiener Austria Shakhtar Donezk im UEFA Cup noch mit 5:1 besiegen. Seither hat sich jedoch einiges getan, Österreich befindet sich weiterhin im Bereich der Plätze 13 bis 20, die Ukraine hat sich aufgrund massiver Investitionen mittlerweile jedoch in den Top 10 festgesetzt.</em><br />
<br />
Die ukrainische Premjer-Liha (&#1055;&#1088;&#1077;&#1084;'&#1108;&#1088;-&#1083;&#1110;&#1075;&#1072;) wurde nach dem Zusammenfall der Sowjetunion im Jahr 1991 gegründet und stellt seither eine eigenständige Meisterschaft dar, die derzeit 16 Mannschaften umfasst. Insgesamt drei ukrainische Vereine konnten den sowjetischen Meistertitel erringen, neben Rekordmeister Dynamo Kiew und Dnipro Dnipropetrowsk (zwei Titel) gelang dies im Jahr 1972 auch Zorya Woroschilowgrad (heute Zorya Luhansk). <br />
<br />
Während von 1992 bis 2003/04 Dynamo Kiew elfmal ukrainischer Meister wurde, haben sich die Machtverhältnisse mittlerweile gewandelt und seit der Saison 2004/05 konnte Shakthar Donezk fünf Titel feiern. Dies ist auf enorme Investitionen in die Mannschaft zurückzuführen, die sich mittlerweile auch auf europäischer Bühne widerspiegeln. Weitere Mannschaften spielen bei der Titelvergabe keine Rolle, obwohl auch andernorts neuerdings viel Geld in den Fußball fließt, vor allem bei den Vereinen Metalist Kharkiv und Dnipro Dnipropetrowsk. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Dynamo Kiew (&#1044;&#1080;&#1085;&#1072;&#1084;&#1086; &#1050;&#1080;&#1111;&#1074;)</strong><br />
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Der Hauptstadtclub ist die Konstante im ukrainischen Vereinsfußball, noch unter sowjetischer Flagge konnten 1975 und 1986 der Cup der Cupsieger gewonnen werden, dazu gelang dem sowjetischen und ukrainischen Rekordmeister 1999 der Einzug ins Semifinale der Champions League, wo man knapp an Bayern München scheiterte. Zehn Jahre später kam erneut eine Runde vor dem Finale das Aus, diesmal jedoch in der letzten Auflage des UEFA Cups und gegen die Landsleute von Shakhtar Donezk.<br />
<br />
Vereinslegenden sind Spieler wie Oleg Blochin, der rund 19 Jahre bei Dynamo spielte (und 1988 zu Vorwärts Steyr wechselte), Sergej Rebrov und natürlich Andrij Schewtschenko, der nach zehn Jahren bei Milan und Chelsea mittlerweile wieder für seinen Stammclub auf Torjagd geht. Auf Trainerebene gibt es kein Vorbeikommen am 2002 verstorbenen Walerij Lobanowskyj, unter dem beide Europacuptitel gewonnen wurden. Lobanowskyj, der parallel zu Dynamo auch mehrmals das sowjetische Nationalteam betreute, verstarb in seiner zweiten Amtszeit als Trainer der Hauptstädter, die 1997 begonnen hatte. Nach ihm ist auch mittlerweile Dynamos Heimstätte benannt, wobei aufgrund der geringen Kapazität von nur 17.000 Plätzen (die bei einem Zuschauerschnitt von nur 8.600 in der vergangenen Saison national jedoch ausreicht) bei großen internationalen Spielen zumeist das Olympiastadion von Kiew genutzt wird, welches derzeit für die Europameisterschaft umgebaut wird. <br />
<br />
Dynamo Kiew ist in der Regel Stammgast in der Champions League, kommt dort aber nur selten über die Gruppenphase hinaus. Aktuell setzt sich der Kader der von Juri Sjomin betreuten Mannschaft aus Ukrainern und Südamerikanern zusammen, was durchaus typisch für eine ukrainische Spitzenmannschaft ist. Zudem stehen noch vier Nigerianer unter Vertrag, darunter Ideye Brown, der vor der Saison für neun Millionen Euro von Sochaux verpflichtet wurde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Shakhtar Donezk (&#1064;&#1072;&#1093;&#1090;&#1072;&#1088; &#1044;&#1086;&#1085;&#1077;&#1094;&#1100;&#1082;)</strong><br />
<br />
Während Dynamo Kiew den ukrainischen Fußball seit jeher prägt, muss sich Shakthar das Attribut „neureich“ gefallen lassen, spielt der Club aus dem Kohlerevier doch trotz dreier Vizemeistertitel und vier Pokalsiegen in der Sowjetunion erst so richtig eine Rolle, seit der Industrielle Rinat Achmetow, der über ein geschätztes Vermögen von 16 Milliarden US-Dollar verfügt, Präsident des Vereins ist und jede Menge Geld bereitstellt, was seit 1996 der Fall ist.<br />
<br />
Dennoch dauerte es bis zum Jahr 2001, bis Shakhtar mit dem Einzug in die Champions League erstmals von sich reden machen konnte und erst in den letzten Jahren entwickelte man sich zum Stammgast in der Königsklasse, wo man in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale am FC Barcelona scheiterte. Der größte internationale Erfolg ist jedoch der Gewinn des UEFA Cups im Jahr 2009, der damals zum letzten Mal ausgetragen wurde. Im Finale von Istanbul konnte Werder Bremen nach Verlängerung geschlagen werden.<br />
<br />
Sehr eng verbunden mit Shakhtars Erfolgen ist der Rumäne Mircea Lucescu, der die Mannschaft als Trainer seit 2004 führt. Ihm gelang es, ein Team zu formen, das durch osteuropäische Defensive und südamerikanische Offensive geprägt ist und an guten Tagen nahezu jedem Gegner große Probleme bereiten kann. <br />
<br />
In der Abwehr finden sich Spieler wie R&#259;zvan Ra&#539;, Darijo Srna und Dmytro Chygrynsky, während offensives Mittelfeld und Sturm wegen Akteuren wie Jádson, Willian und Luiz Adriano glänzen, die teils um zweistellige Millionenbeträge aus Brasilien verpflichtet wurden und es sogar in die Nationalmannschaft des Rekordweltmeisters schafften.<br />
<br />
Achmetov investiert jedoch nicht nur in den Kader, auch die Infrastruktur wurde ordentlich aufgebessert. Trug Shakhtar seine Spiele bis zum Jahr 2009 noch im örtlichen Zentralstadion, einer typischen „Ostblockschüssel“, aus, spielt man mittlerweile in der 51.000 Zuschauer fassenden Donbas Arena, die mit dem Gütesiegel von fünf Sternen seitens der UEFA aufwarten kann. Dies wirkte sich auch markant auf die Zuschauerzahlen aus, durchschnittlich durchschritten in der letzten Saison 36.000 Besucher die Drehkreuze bei Shakhtars Heimspielen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Metalist Kharkiv (&#1052;&#1077;&#1090;&#1072;&#1083;&#1110;&#1089;&#1090; &#1061;&#1072;&#1088;&#1082;&#1110;&#1074;)</strong><br />
<br />
Auch der 1925 gegründete Verein aus der ostukrainischen Millionenstadt verfügt mit Olexandr Jaroslawskyj über einen finanziell potenten Geldgeber. Der Mitbesitzer der UkrSibbank, die Teil der BNP Paribas Gruppe ist, steht dem Club seit 2004 vor und hat seither zahlreiche Investitionen in Infrastruktur und Mannschaft getätigt, so dass Metalist mittlerweile die dritte Kraft im ukrainischen Fußball darstellt.<br />
<br />
Metalists aktueller Kader setzt sich in erster Linie aus ukrainischen, argentinischen und brasilianischen Spielern zusammen, wobei wie auch bei Shakhtar Donezk vor allem die Offensive südamerikanisch geprägt ist. Der Verein ist dabei auch durchaus gewillt, hohe Ablösesummen zu bezahlen, so überwies man für Taison im Jahr 2008 etwas mehr als sechs Millionen Euro an Internacional nach Brasilien. <br />
<br />
Auf internationaler Ebene galt Metalist jahrelang als unbekannt, unter sowjetischer Flagge reichte es nur zu einer einzigen Teilnahme am Europacup im Jahr 1989, danach konnte man sich erst wieder 2008 qualifizieren, wo man jedoch Everton in der ersten Runde des UEFA-Cups unterlag. Das folgende Jahr sollte dann aber das bisher erfolgreichste der Vereinsgeschichte werden, mit einem 4:1 über Be&#351;ikta&#351; gelang die Qualifikation für die Gruppenphase des UEFA-Cups, wo man gegen Galatasaray, Olympiakos und Hertha BSC zehn Punkte bei einem Torverhältnis von 3:0 erringen konnte und ins Sechzehntelfinale aufstieg. Dort konnte Sampdoria Genua zweimal geschlagen werden, im Achtelfinale kam dann jedoch das Aus gegen Dynamo Kiew.<br />
<br />
Die darauf folgende Saison lief deutlich weniger erfolgreich, Metalist scheiterte im Playoff zur Europa League überraschend an Sturm Graz. Heuer gelang hingegen wie im Vorjahr wieder die Qualifikation, nach einem 0:0 zuhause und einem 4:0 bei Sochaux steht Metalist in der Gruppenphase, wo am ersten Spieltag Austria Wien bezwungen werden konnte. <br />
<br />
Das Metalist Stadion wurde bereits 1926 errichtet und verfügt über knapp 40.000 Plätze. Zur bevorstehenden Europameisterschaft wurde die Arena saniert, so dass sie mittlerweile den hohen UEFA-Ansprüchen genügt. In der vergangenen Saison besuchten durchschnittlich 25.000 Zuschauer die Heimspiele in der Meisterschaft.  <br />
<br />
<strong class='bbc'>Dnipro Dnipropetrowsk (&#1044;&#1085;i&#1087;&#1088;&#1086; &#1044;&#1085;i&#1087;&#1088;&#1086;&#1087;&#1077;&#1090;&#1088;&#1086;&#1074;&#1089;&#1100;&#1082;)</strong><br />
<br />
Der sowjetische Meister von 1983 und 1988 verfügt derzeit über den wohl prominentesten Trainer der ukrainischen Liga, steht mit dem Spanier Juande Ramos doch der ehemalige Übungsleiter von Sevilla und Real Madrid an der Seitenlinie. <br />
Der Verein, der nach dem größten Fluss der Ukraine benannt ist, wird derzeit von der PrivatBank Group geführt, die weltweit vor allem in der Energie- und Chemiebranche tätig ist und dem Club große finanzielle Mittel bereitstellt. Jedoch dominieren anders als bei der Konkurrenz im Kader zumeist heimische Spieler, die um wenige Akteure aus Südamerika und Osteuropa ergänzt werden. Zu nennen wären hier etwa der brasilianische Nationalspieler Giuliano (Ablöse elf Millionen Euro), der Kroate Nikola Kalini&#263; (Ablöse sechs Millionen) oder Mateus vom letztjährigen Europa League Finalisten Braga. <br />
<br />
Trotz der zahlreichen Investitionen blieb im Gegensatz zur heimischen Konkurrenz der internationale Erfolg bisher jedoch verwährt, lediglich 2004 und 2006 gelang die Qualifikation für die Gruppenphase des UEFA-Cups. Im ersten Jahr konnte noch das Sechzehntelfinale erreicht werden (Aus gegen Partizan Belgrad), 2006 blieb man in der Gruppe auf der Strecke. In den Jahren darauf scheiterte man  schon in den frühen KO-Runden des Sommers und das an teils auf dem Papier deutlich schwächeren Gegnern wie Bellinzona, Aberdeen oder Lech Posen; heuer war im Europa League Playoff Fulham nicht zu besiegen. Somit bleibt das Erreichen des Viertelfinales im UEFA-Cup gegen Benfica im Jahr 1990 der vorerst größte Erfolg der Clubgeschichte. <br />
<br />
Mit dem Dniprostadion verfügt der Verein seit 2008 über eine moderne Arena mit 31.000 Zuschauerplätzen, die in der Meisterschaft jedoch nur zur Hälfte besetzt sind. Ursprünglich hätten dort auch drei Spiele der Europameisterschaft stattfinden sollen, aufgrund der höheren Kapazität wurde die Arena zu Kharkiv jedoch vorgezogen.<br />
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<strong class='bbc'>Die weiteren Vereine</strong><br />
<br />
Neben den vier ausführlich thematisierten Vereinen, die finanziell in einer eigenen Liga spielen, gibt es noch weitere, die immer wieder für kleinere europäische Ausrufezeichen sorgen können und somit den Aufschwung der ukrainischen Liga unterstreichen. So verfügen etwa auch Karpaty Lwiw, Metalurg Donezk oder Vorskla Poltawa über schlagkräftige Mannschaften, hinter denen jedoch nicht ein dermaßen ausgeprägtes finanzielles Engagement steckt, wie etwa bei Shakhtar oder Metalist. <br />
<br />
Insgesamt fußt der Aufstieg des ukrainischen Clubfußballs somit auf den großen Investitionen, die im letzten Jahrzehnt getätigt wurden. Objekt der Begierde sind hier zumeist südamerikanische Spieler, die aufgrund der guten Bezahlung und der Aussicht auf einen Transfer nach Westeuropa in die ehemalige Sowjetrepublik wechseln. Spieler aus dem Westen findet man in der Ukraine hingegen nur sehr selten, scheint für viele ein Wechsel in das arme Land trotz fürstlicher Bezahlung wohl weiterhin zu unattraktiv. Cristiano Lucarelli zog es im Jahr 2007 zum Beispiel vor, Shakhtar Doenzk nach nur wenigen Monaten wieder zu verlassen und in die italienische Heimat zurückzukehren.<br />
<br />
Positiv zu bemerken ist, dass mit den Investitionen in die Infrastruktur auch die Nachhaltigkeit gefördert wird und man in der Regel nicht darauf aus ist, nur den schnellen Erfolg zu erkaufen.<br />
<br />
OoK_PS, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 15:14:41 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Ein exzellenter Trainer, der seinen Stamm erst finden muss – Sturm Graz darf sich Hoffnungen auf einen Punkt in Athen machen.</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/ein-exzellenter-trainer-der-seinen-stamm-erst-finden-muss-sturm-graz-darf-sich-hoffnungen-auf-einen-punkt-in-athen-machen-r470</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'><a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/die-chance-zur-revanche-sturm-graz-hat-schlechte-erinnerungen-an-aek-athen-r465' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Nachdem im ersten Teil der Verein und die Stadt unter die Lupe genommen wurden</a>, sehen wir uns nun den Trainer, das System und die einzelnen Spieler von AEK Athen an. Sturm Graz wird zwar als Außenseiter in die Partie gehen, ist aber sicher nicht chancenlos gegen die griechische Mannschaft, die einen Umbau vor sich hat und zwei wichtige Spieler aufgrund einer Sperre vorgeben muss. </em><br />
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<strong class='bbc'>DER TRAINER</strong><br />
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Im Oktober 2010 übernahm der spanische Trainer Manolo Jiménez das Kommando bei AEK Athen. Der 47-jährige Coach ist eng mit dem FC Sevilla verbunden, da er dort zuerst als Kind im Nachwuchs spielte, 1981 in die Amateurmannschaft aufstieg und drei Jahre später in der Kampfmannschaft debütierte. Der linke Verteidiger absolvierte 354 Meisterschaftsspiele für den spanischen Verein und übernahm wenig später den Trainerposten der B-Mannschaft. Da er gute Arbeit leistete und die Mannschaft von der vierten in die zweite Liga führte, wurde ihm 2007 der Trainerposten der Kampfmannschaft angeboten. In den ersten beiden Jahren agierte er sehr erfolgreich und führte die Mannschaft auf Platz fünf, beziehungsweise Platz drei. Nach einer schwachen Serie Anfang des letzten Jahres wurde er jedoch entlassen und unterschrieb ein halbes Jahr danach bei AEK Athen. <br />
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Der ehemalige 15-fache Nationalspieler gilt als absoluter Fachmann und ist ein akribischer Arbeiter, der es versteht junge Spieler in die Mannschaft einzubauen. In der ersten Saison führte er die Mannschaft auf den dritten Platz und gewann den griechischen Pokal. Hoffentlich erlebt der Spanier keine unschöne Szenen wie sein Vorgänger Dušan Bajevi&#263;, der nach einer 1:2-Niederlage gegen Kallithea von eigenen Fans attackiert und niedergeschlagen wurde.<br />
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<strong class='bbc'>DIE TRANSFERS IN DER SOMMERPAUSE</strong><br />
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AEK Athen verlor im Sommer einige wichtige Spieler: In der vergangenen Transferperiode verließen Papa Bouba Diop (West Ham United), Ignacio Martin Scocco (Al-Ain), Ismael Blanco (San Luis) und Michel (Birmingham) den Verein. Damit verlor der Klub in erster Linie in der Offensive an Qualität, denn Scocco und Blanco schossen zusammen 18 Meisterschaftstore für die Griechen.<br />
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Neu hinzugekommen sind hingegen unter anderem der ehemalige Chelsea-Spieler Eiður Gudjohnsen, Torhüter Dimitrios Konstantopoulos, der defensive Mittelfeldspieler Fabian Vargas, der rechte Verteidiger Giannis Kondoes, der spanische Offensiv-Allrounder José und der 18-jährige Stürmer Steve Beleck. <br />
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Gegen Sturm Graz muss AEK Athen auf die gesperrten Grigoris Makos und Costas Manolas verzichten.<br />
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<strong class='bbc'>DIE MÖGLICHE AUFSTELLUNG:</strong><br />
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Trainer Manolo Jiménez sucht in der heurigen Saison noch seine Stammelf und schickte in den ersten Meisterschafts- und Europa-League-Spielen verschiedene Formationen und Spieler auf das Feld. Es ist nicht einfach eine Aufstellung vorauszusagen, da noch dazu die beiden Stammspieler Manolas und Makos fehlen und der Kader der Athener groß genug ist, um den Trainer einige gleichwertige Varianten zu ermöglichen. abseits.at tippt auf ein variables 4-4-2-System.<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/AEKAthen2011.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/AEKAthen2011.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Dieses System kann bei Ballbesitz zu einem 4-3-3-System werden. Roger agiert dann als rechter Flügelstürmer, Gentsoglou, Vargas und Leonardo verschieben nach rechts.  <br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/AEKAthen2011_4-3-3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/AEKAthen2011_4-3-3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Eine 4-2-3-1-Aufstellung ist auch möglich, in dem Fall könnte Gudjohnsen ein wenig defensiver spielen, oder durch den Spanier José Carlos ersetzt werden. Weitere Alternativen findet ihr in den Einzelbewertungen unten. <br />
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<strong class='bbc'>DER TORHÜTER</strong><br />
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<strong class='bbc'>Dimitrios Konstantopoulos (32)</strong> begann seine Karriere in Kalamata, wo er sich jedoch nie richtig durchsetzen konnte und schließlich zu Hartlepool United in die dritthöchste englische Spielklasse wechselte. In der ersten Saison absolvierte er keine einzige Partie, doch in der Rückrunde der zweiten Spielzeit avancierte er zum Stammtorhüter und gab diesen Platz nicht mehr her. In den Saisonen drei und vier absolvierte er jeweils 46 Einsätze  und wechselte anschließend zu Coventry in die zweithöchste Spielklasse, wo er zwar am Anfang spielte, dann aber aus dem Tor verdrängt wurde. Es folgten weitere Transfers im englischen Unterhaus, bis er vergangene Saison zu AO Kekyra wechselte, wo er eine absolut fantastische Saison hinlegte. Er wurde zum besten Tormann der griechischen Liga gewählt und debütierte sogar im Nationalteam. Seine starken Leistungen waren auch der Grund für das Interesse von AEK Athen. Die Griechen suchten einen Nachfolger für Tormann Sebastian Saja, der mittlerweile in der argentinischen Liga sein Geld verdient. Der 1,93m große Konstantopoulos ist stark auf der Linie und verfügt über hervorragende Reflexe. Bei Flanken ist er aufgrund seiner Größe eine Bank. Konstantopoulos ist zwar ein Spätzünder, war vergangene Saison allerdings der beste Tormann in der griechischen Liga.<br />
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<strong class='bbc'>DIE ABWEHR</strong><br />
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Auf der linken Abwehrseite spielt <strong class='bbc'>Nikolaos Karabelas (26)</strong>. Der Außenverteidiger kam im Jahr 2009 von Aris Thessaloniki nach Athen und absolvierte seitdem 39 Meisterschaftspartien für den Verein. Karabelas ist bekannt dafür, dass er das Spiel mit weiten, diagonalen Flanken hervorragend auf die andere Seite verlagern kann. Der ehemalige U21-Nationalspieler ist selbst zwar nur selten torgefährlich, ist aber ein guter Vorbereiter und kann seine Vorderleute mit gefährliche Steilpässe in die Tiefe schicken.<br />
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Auf der rechten Seite streiten sich zwei Spieler um einen Stammplatz, die beide Berechtigung hätten, in der Startformation zu stehen. Den Vorzug wird wahrscheinlich <strong class='bbc'>Nikolaos Georgeas (34) </strong>bekommen, der bei den Fans einen hohen Status genießt, da er dem Klub seit zehn Jahren seine Treue hält und immer vollen Einsatz zeigt. Er ist nicht der allerbeste Fußballer, aber ein unangenehmer, lästiger Gegenspieler. Als sein Nachfolger wird <em class='bbc'>Giannis Kondoes (25)</em> aufgebaut, der am ersten August einen Dreijahresvertrag bei AEK unterschrieb. In der vergangenen Saison zählte der Außenverteidiger zu den auffälligsten Abwehrspielern der Liga und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er an Georgeas vorbeikommt. Kondoes ist technisch stark und erzeugt großen Druck nach vorne. Trotz seines Offensivdrangs vergisst er nicht auf seine defensiven Aufgaben. Sicher ein Mann für die Zukunft – nicht nur für AEK, sondern auch für die griechische Nationalmannschaft.<br />
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In der Innenverteidigung fehlt mit Costas Manolas (20) das größte Talent in der AEK-Abwehr. Der U21-Nationalspieler wurde nach zwei gelben Karten gegen im Spiel gegen den RSC Anderlecht vom Platz geschickt und muss nun gegen die Grazer seine Sperre absitzen.<strong class='bbc'>Traianos Dellas (35)</strong> wird dagegen seine große Erfahrung im Spiel gegen die Grazer einbringen können. Der 53-fache Teamspieler gewann im Jahr 2004 mit Griechenland die Europameisterschaft und wurde ins Team des Turniers gewählt. Bis auf ein zweijähriges Gastspiel in Zypern bei Anorthosis Famagusta spielte er seit 2005 bei AEK Athen, wo er bis dato 103 Meisterschaftsspiele absolvierte. Im ersten Spiel der Gruppenphase gegen RSC Anderlecht machte er keine gute Figur, wirkte steif, langsam und unbeweglich. In der Luft ist der 1,93m große Verteidiger immer noch eine Macht, allerdings merkt man ihm sein Alter an, noch dazu da er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. <br />
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Aufgrund der Sperre von Manolas hat der Spanier <strong class='bbc'>Cala (21)</strong> gute Chancen auf einen Einsatz neben Dellas. Der junge Innenverteidiger, der eigentlich Juan Torres Ruiz heißt, kam aufgrund der guten Verbindungen von Trainers Jiménez leihweise vom FC Sevilla. Anfang 2010 sorgte der Innenverteidiger in Spanien für Aufsehen, als er seine ersten Chancen in der Kampfmannschaft bekam und in drei Spielen hintereinander treffen konnte, was vor ihm noch kein anderer Verteidiger des Vereins schaffte. Trotz dieses Klubrekords gelang es ihm nicht seinen Platz zu behaupten, sodass  er leihweise zum FC Cartagena wechselte. Nach 25 Spielen und drei Toren folgte er Jiménez´ Ruf nach Athen. <br />
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Mit <em class='bbc'>Mavroudis Bougaidis (18)</em> verfügen die Griechen über ein weiteres Abwehrtalent in der Innenverteidigung, das sich jedoch noch eine Weile gedulden wird müssen, bevor es seine ersten regelmäßigen Einsätze bekommt. Elfar Freyr Helgason (22) ist seit dem 10. August isländischer Nationalspieler und darf in Zukunft ebenfalls Hoffnungen auf einen Platz in der Innenverteidigung machen. Jiménez wird jedoch höchstwahrscheinlich Cala den Vorzug geben. <br />
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<strong class='bbc'>DAS MITTELFELD</strong><br />
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Der aktuelle U21-Nationalspieler <strong class='bbc'>Savvas Gentsoglou (21</strong>) stammt aus dem eigenem Nachwuchs und wird diese Saison zum ersten Mal einen Stammplatz in der Mannschaft haben. Früher wurde mit Gentsoglou, dessen Vater aus der Türkei stammt, für die Innenverteidigung geplant, allerdings wird der junge Grieche nun im defensiven/zentralen Mittelfeld eingesetzt. Da Grigoris Makos gesperrt ist, wird der junge Grieche sicher von Beginn an auflaufen. <br />
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Neben ihm hat der Kolumbianer <strong class='bbc'>Fabián Vargas (31)</strong> gute Chancen auf einen Einsatz. Der 41-fache Nationalspieler kam erst im Jahr 2009 nach Europa, nachdem er zuvor fünf Saisonen bei CD América, sechs Jahre bei den Boca Juniors und zwei Spielzeiten bei Internacional unter Vertrag stand. Sein Spitzname „el perro“ („der Hund“) steht für seine oftmals schmutzige Spielweise. Vargas setzt seinen Körper stark ein, geht dorthin wo es weh tut und kennt alle Mätzchen. UD Almería zahlte für den defensiven Mittelfeldspieler vier Millionen Euro, hatte aber das Pech, dass sich der Kolumbianer bei einem Länderspiel gegen Ecuador den Knöchel brach. „Der Hund“ will nun bei AEK Athen neu durchstarten und war ein Wunschspieler von Trainer Jiménez.<br />
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<strong class='bbc'>Leonardo (25) </strong>ist ein vielseitig einsetzbarer, technisch starker Mittelfeldspieler aus Brasilien, der seit der Saison 2009/10 bei AEK Athen spielt. Bisher schoss der offensive Mittelfeldspieler fünf Tore in 46 Partien. Die Nummer Neun der Griechen kann im zentralen offensiven Mittelfeld eingesetzt werden aber auch wie zuletzt über die Seiten kommen. In den vergangenen Spielen war er einer der auffälligsten Akteure und sorgte im linken Mittelfeld durch starke Einzelaktionen für Gefahr. Der Brasilianer erzielte im ersten Gruppenspiel den Ehrentreffer gegen den RSC Anderlecht. <br />
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Der polnische Nationalspieler <strong class='bbc'>Roger Guerreiro (29)</strong> wird den österreichischen Fans in keiner guten Erinnerung sein, da er bei der Europameisterschaft 2008 in der 30. Minute das 1:0 gegen Österreich erzielte. Die Partie endete 1:1-Unentschieden und Roger Guerreiro wurde zum „man of the match“ gewählt. Die polnische Staatsbürgerschaft besitzt der gebürtige Brasilianer erst seit dem 17. April 2008, nachdem die polnische Regierung ihn knapp vor der Europameisterschaft einbürgerte. Zwischen 2005 und 2009 spielte der offensive Mittelfeldspieler bei Legia Warschau und erzielte 19 Treffer in 109 Spielen. <br />
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Sollte Jiménez auf ein 4-2-3-1-System setzten, dann hat der Spanier <em class='bbc'>José Carlos (24)</em> Chancen auf einen Einsatz im zentralen offensiven Mittelfeld. Der 24-Jährige wechselte so wie Cala vom FC Sevilla zu AEK, wobei er im Unterschied zum Innenverteidiger nicht bloß ausgeliehen ist, sondern den Griechen gehört. José gelang es nicht sich in der Kampfmannschaft von Sevilla durchzusetzen und spielte die meiste Zeit über für die Amateure. Der Spanier ist trotzdem ein Spieler auf den man aufpassen muss und dem man nicht zu viel Platz lassen darf. Wenn er am Platz ist werden Standardsituationen äußerst gefährlich, da er die Bälle perfekt in den Strafraum zirkeln kann. <br />
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Der defensive Mittelfeldspieler <em class='bbc'>Pantelis Kafes (33)</em> absolvierte im Laufe seiner Karriere fast 400 Meisterschaftsspiele in Griechenland, kam in der heurigen Saison jedoch noch nicht zum Einsatz. <br />
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<strong class='bbc'>DER STURM</strong><br />
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Der ehemalige Chelsea-Stürmer <strong class='bbc'>Eiður Gudjohnsen (33)</strong> ist der bekannteste Neuzugang von AEK Athen. 54 Tore für Chelsea FC und 19 Treffer für den FC Barcelona machen sich gut auf der Visitenkarte – besonders für einen Isländer. Der 66-fache Nationalspieler gewann in der Saison 2008/09 die Champions League, konnte seit diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr an seine zahlreichen Erfolge anschließen. Nachdem er bei den Katalanen aussortiert wurde, scheiterte er bei allen Nachfolgevereinen (AS Monaco, Tottenham Hotspurs, Stoke City und Fulham) und versucht nun einen Neuanfang bei den Griechen. Der Isländer soll in Athen als Mittelstürmer, oder als hängende Spitze eingesetzt werden.<br />
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Kapitän der Mannschaft ist der Stürmer <strong class='bbc'>Nikos Liberopoulos (36)</strong>, der in Griechenland sowohl bei den Panathinaikos-, als auch bei den AEK-Athen-Fans zur Legende wurde. Bei beiden Vereinen ist er unter den besten zehn Torschützen aller Zeiten. Während er in den beiden bisherigen Meisterschaftsspielen nur auf der Ersatzbank saß, setzte ihn Jiménez in den bisherigen internationalen Bewerbsspielen immer von Beginn an ein, da er auf seine reichhaltige Erfahrung nicht verzichten möchte. Liberopoulos hat seine besten Tage zwar schon hinter sich, ist aber noch immer ein Spieler auf den Sturm Graz gut aufpassen muss, da er ein Instinktfußballer ist und immer dort steht, wo es was zu holen gibt. Liberopoulos verfügt zudem über eine ausgezeichnete Schusstechnik. <br />
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Die Griechen haben ein großes Talent aus Kamerun in ihren Reihen. Stürmer Steve <em class='bbc'>Leo Beleck (18)</em> ist eine Leihgabe von Udinese und bekam in den bisherigen Meisterschaftspartien den Vorzug vor Liberopoulos. In den internationalen Bewerbsspielen blieb dem Talent jedoch nur die Rolle des Jokers. <br />
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<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
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Die Griechen sind zwar zu favorisieren, sind allerdings keine Mannschaft vor der Sturm Graz in Ehrfurcht erstarren muss. Die beiden Ausfälle von Makos und Manolas tun den Griechen weh, noch dazu da die Defensive in den letzten Spielen ohnehin fehleranfällig war. Mit Leonardo und Roger verfügt AEK Athen über zwei gefährliche Mittelfeldspieler, die Eins-gegen-Eins-Situationen suchen und die Stürmer gut in Szene setzen können. Trainer Jiménez wird aus diesem Kader eine schlagkräftige Truppe formen, braucht allerdings noch ein wenig Zeit dafür. Der Trainerfuchs ist der größte Trumpf der Griechen, denn er bereitet sich perfekt auf seine Gegner vor und hat ein gutes Gespür dafür, durch Anweisungen während der Partie etwaige Fehler zu korrigieren.  AEK Athen hat gegen die Grazer die Favoritenrollen, auch wenn die Athener zurzeit etwas schwächer sind als die beiden anderen Gruppengegner Lok Moskau und der RSC Anderlecht.<br />
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Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 14:17:29 +0000</pubDate>
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	</item>
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		<title>Stadion der Woche: Prinzenpark in Paris</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/stadion-der-woche-prinzenpark-in-paris-r457</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Vorigen Donnerstag startete der FC Salzburg, wie er international genannt werden muss, in die diesjährige Europa League Saison. Gleich am ersten Spieltag mussten die Salzburger zu einem Auswärtsspiel nach Paris reisen und zwar zu keiner geringeren Mannschaft als Paris Saint Germain. Das Spiel fand im weltbekannten Prinzenpark in Paris statt, wo sich die Mannschaft rund um Trainer Ricardo Moniz mit 3:1 geschlagen geben musste. </em><br />
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<strong class='bbc'>HISTORISCHES</strong><br />
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Das Prinzenparkstadion wurde im Jahre 1897 erbaut und als Radrennbahn eröffnet. Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung fanden auch bereits Fußballspiele im Stadion statt und ab 1919 fanden regelmäßig Finalspiele um den französischen Pokal im Hauptstadtstadion statt. Im Jahre 1932 wurde das Fassungsvermögen des Stadions auf 45.000 Zuschauern erweitert. In den Jahren danach trugen zahlreiche große Fußballmannschaften aus Paris ihre Heimspiele im „Le Parc“ aus, darunter unter anderem Racing Club und Stade Français. Im Jahre 1972 wurde das Stadion nach einer großen Renovierung wieder neu eröffnet. <br />
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<strong class='bbc'>DER PRINZENPARK HEUTE…</strong><br />
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Heute trägt der Fußballverein Paris Saint Germain, sowohl seine Ligaheimspiele als auch seine internationalen Heimpartien im Prinzenparkstadion aus. Das Fassungsvermögen des Stadions beträgt bei nationalen Spielen 49.000 Zuschauer, die Kapazität bei internationalen Begegnungen ist auf 44.283 Zuschauer beschränkt. Rechtzeitig zur Austragung der Fußballweltmeisterschaft 1998 in Frankreich wurde ein neues Stadion in der Nähe von Paris erbaut, nämlich das Stade de France. Dieses Stadion wird seit der Eröffnung im Jahre 1998 als Austragungsort für Länderspiele der französischen Nationalmannschaft gewählt, wonach das Prinzenparkstadion seinen langjährigen Status als Nationalstadion verlor. <br />
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<strong class='bbc'>FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 1998 IN FRANKREICH…</strong><br />
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Im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft wurden insgesamt sechs Begegnungen im „Le Parc“ ausgetragen, darunter auch ein Achtelfinalspiel und das „kleine Finale“, das Spiel um Platz drei. Die einzelnen Partien im Prinzenparkstadion im Überblick:<br />
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Deutschland - USA (2:0)<br />
Nigeria - Bulgarien (1:0)<br />
Argentinien - Jamaika (5:0)<br />
Belgien - Südkorea (1:1)<br />
Achtelfinale: Brasilien - Chile (4:1)<br />
Spiel um Platz 3: Kroatien - Niederlande (2:1)</em><br />
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<strong class='bbc'>EIN TOPTRANSFER JAGT DEN NÄCHSTEN…</strong><br />
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Aufgrund eines Investors aus Katar wurde beim französischen Spitzenverein Paris Saint Germain das Geld abgeschafft und ein Toptransfer nach dem anderen vermeldet. Der Investor möchte den Klub so rasch wie möglich zurück an die Weltspitze führen und internationale Fußballspiele der UEFA Champions League im Prinzenparkstadion bewundern dürfen. Dieses Vorhaben lässt sich der Investor einiges an Geld kosten und investiert kräftig in den französischen Traditionsverein. In der diesjährigen Sommertransferzeit wurde unter anderem Javier Pastore um sagenhafte 43 Millionen Euro vom italienischen Klub Palermo geholt. Außerdem wurde der gesamte Kader der Mannschaft mit insgesamt sechs Neuzugängen kräftig  umgekrempelt. <br />
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<strong class='bbc'>UNGEWISSE ZUKUNFT…</strong><br />
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Zurzeit weigert sich Paris Saint Germain ins neu gebaute Stade de France umzuziehen, obwohl das neue Stadion deutlich moderner wäre und zudem auch noch eine viel größere Zuschauerkapazität aufweisen würde, nämlich 80.000 Zuschauer. Die Baukosten für das Stadion waren aber so hoch, dass man nun versucht den PSG in das Stadion zu locken um so einen Teil zu refinanzieren. Momentan wehrt sich der PSG noch gegen einen Umzug, doch wenn die Fußballbegeisterung in Frankreich weiterhin so steigt und das Prinzenparkstadion zu klein wird, muss man nochmals darüber nachdenken vielleicht doch das Stadion zu wechseln. <br />
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<strong class='bbc'>EINZIGARTIGE ATMOSPHÄRE…</strong><br />
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Ebenfalls bekannt ist der „Le Parc“ aufgrund seiner einzigartigen Atmosphäre, für die die französischen Fußballfans immer wieder im Stadion sorgen. Leider sind die französischen Fußballfans nicht nur für die gute Stimmung im Stadion bekannt, denn zahlreiche Zwischenfälle in den letzten Jahren haben den Ruf der französischen Fußballfans stark verschlechtert. <br />
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Obwohl das Stadion designmäßig sehr schön gestaltet ist, wird es für die Salzburger aufgrund der 3:1-Auswärtspleite in schlechter Erinnerung bleiben. Doch als kleiner Trost kann man beruhigt anmerken: Salzburg wird nicht der letzte Klub sein, der in diesem Stadion und bei dieser Kulisse unterliegt…<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 08:44:50 +0000</pubDate>
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