Endlich ist es wieder soweit! Der Gebühren-Informations-Service des Österreichischen Rundfunkes bittet mich wieder zur Kasse. Den Meisten GebührenzahlerInnen geht es ähnlich. Man öffnet das Postfach bereits in freudiger Erwartung des unvermeidlichen. Ja, eine neue Rechnung! Heute möchte ich mich mit einer dieser Rechnungen beschäftigen und gleich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellen.
Doch alles der Reihe nach.
Bis zum April konnte ich mich noch in jugendlicher Unschuld vor dem Service des Rundfunkes schützen. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt war er dann aber da, der GIS-Mann. Er erfasste mit geschultem Blick und viel Expertise sofort die Intentionen in unserem Haushalt, fern zu sehen. Auch verstehen es die GIS-Menschen sofort starke Sympathien in den Menschen zu wecken. Unseren WG-Fernseher beäugend meinte der GISsianer nur "No fia den hobns ma hoid jetzt de Rechnung grod zaagt". Eine Noble Geste, die mich vor weiteren Zahlungen beschützen sollte.
Nun, Monate später, stellen sich mir mit der neuen Rechnung einige Fragen.
Welchen Service bietet mir der "Gebühren Informations-Service" eigentlich?
Warum muss ich das überhaupt bezahlen, wo ich doch, DVBT sei Dank, gar keinen ORF mehr empfange?
Wie sehr bin ich eigentlich Österreicher, halt meine Goschn und zahle trotzdem?
Zum ersten Punkt: Der Service besteht offensichtlich darin, dass ich dankenswerter Weise mittels Zahlschein an meine Pflicht als Medienkonsument erinnert werde, selbige Medien auch noch zu bezahlen, um die Vormachtstellung eines anachronistischen Unternehmens des österreichischen Marktes weiter zu untermauern und einigen Bossen und Funktionären ein schönes Leben zu ermöglichen.
Zweitens: Da ich ja auch ein Radio bzw. einen Laptop besitze, komme ich auch so in den (zweifelhaften) Genuss österreichischer Funk-medien, weswegen Gebühren zu zahlen sind.
Drittens: Die Antwort auf diese Frage schockiert mich wohl am Meisten. Es gibt da ein völlig unfaires Mittel zur Distribution von Geldern, die ohnehin für die meisten Menschen schon sehr knapp sind, hin zu einem Fernsehsender, den ich nicht nur nicht empfange, sondern der mich konstant (Nachrichten und Donnerstag-Abend ausgenommen) nervt und ich schaffe es nicht, einfach zu sagen: Schleichts eich mit dem Scheiß!
Wahrscheinlich bin ich unterbewusst für diese Gebühren. In einem demokratischen Staat ist es legitim einen Beitrag zu leisten, um qualitativ ansprechendes Fernsehen zu ermöglichen. Der ORF kommt dem viel zitierten "öffentlichen Auftrag" leider nur wenig nach. Ich wäre daher durchaus für eine GIS-light zu haben.
Radiogebühr: 0,72€
Das geht in Ordnung, könnte man sogar noch erhöhen. Ö1 braucht die Kohle
Fernsehgebühr: 2,32€
Auch das geht voll in Ordnung!
Landesabgabe: 8,4€
Auch damit bin ich noch einverstanden. Die "Bundesland Heute"-Sendungen machen sich ja nicht von alleine und sind in der Fernsehlandschaft sehr wichtig.
Kunstförderugnsbeitrag: 0,96€
Das ist eindeutig zu wenig... kein Wunder dass es bei uns kaum ordentliche Filme gibt und die Musik-Szene sich nur ganz langsam wieder aufrichtet
Das wären dann 12 Euro 40 und meiner Ansicht nach würde sich darüber niemand beschweren. Was nun allerdings Stein des Anstoßes ist, sind die 30,2€ an "Fernsehentgelt", das sich offensichtlich von der Fernsehgebühr unterscheidet.
Mein Fazit: Ich werde es noch einmal bezahlen, mich abmelden und hoffen, dass ich beim nächsten GIS-Besuch nicht zuhause bin.
Doch alles der Reihe nach.
Bis zum April konnte ich mich noch in jugendlicher Unschuld vor dem Service des Rundfunkes schützen. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt war er dann aber da, der GIS-Mann. Er erfasste mit geschultem Blick und viel Expertise sofort die Intentionen in unserem Haushalt, fern zu sehen. Auch verstehen es die GIS-Menschen sofort starke Sympathien in den Menschen zu wecken. Unseren WG-Fernseher beäugend meinte der GISsianer nur "No fia den hobns ma hoid jetzt de Rechnung grod zaagt". Eine Noble Geste, die mich vor weiteren Zahlungen beschützen sollte.
Nun, Monate später, stellen sich mir mit der neuen Rechnung einige Fragen.
Welchen Service bietet mir der "Gebühren Informations-Service" eigentlich?
Warum muss ich das überhaupt bezahlen, wo ich doch, DVBT sei Dank, gar keinen ORF mehr empfange?
Wie sehr bin ich eigentlich Österreicher, halt meine Goschn und zahle trotzdem?
Zum ersten Punkt: Der Service besteht offensichtlich darin, dass ich dankenswerter Weise mittels Zahlschein an meine Pflicht als Medienkonsument erinnert werde, selbige Medien auch noch zu bezahlen, um die Vormachtstellung eines anachronistischen Unternehmens des österreichischen Marktes weiter zu untermauern und einigen Bossen und Funktionären ein schönes Leben zu ermöglichen.
Zweitens: Da ich ja auch ein Radio bzw. einen Laptop besitze, komme ich auch so in den (zweifelhaften) Genuss österreichischer Funk-medien, weswegen Gebühren zu zahlen sind.
Drittens: Die Antwort auf diese Frage schockiert mich wohl am Meisten. Es gibt da ein völlig unfaires Mittel zur Distribution von Geldern, die ohnehin für die meisten Menschen schon sehr knapp sind, hin zu einem Fernsehsender, den ich nicht nur nicht empfange, sondern der mich konstant (Nachrichten und Donnerstag-Abend ausgenommen) nervt und ich schaffe es nicht, einfach zu sagen: Schleichts eich mit dem Scheiß!
Wahrscheinlich bin ich unterbewusst für diese Gebühren. In einem demokratischen Staat ist es legitim einen Beitrag zu leisten, um qualitativ ansprechendes Fernsehen zu ermöglichen. Der ORF kommt dem viel zitierten "öffentlichen Auftrag" leider nur wenig nach. Ich wäre daher durchaus für eine GIS-light zu haben.
Radiogebühr: 0,72€
Das geht in Ordnung, könnte man sogar noch erhöhen. Ö1 braucht die Kohle
Fernsehgebühr: 2,32€
Auch das geht voll in Ordnung!
Landesabgabe: 8,4€
Auch damit bin ich noch einverstanden. Die "Bundesland Heute"-Sendungen machen sich ja nicht von alleine und sind in der Fernsehlandschaft sehr wichtig.
Kunstförderugnsbeitrag: 0,96€
Das ist eindeutig zu wenig... kein Wunder dass es bei uns kaum ordentliche Filme gibt und die Musik-Szene sich nur ganz langsam wieder aufrichtet
Das wären dann 12 Euro 40 und meiner Ansicht nach würde sich darüber niemand beschweren. Was nun allerdings Stein des Anstoßes ist, sind die 30,2€ an "Fernsehentgelt", das sich offensichtlich von der Fernsehgebühr unterscheidet.
Mein Fazit: Ich werde es noch einmal bezahlen, mich abmelden und hoffen, dass ich beim nächsten GIS-Besuch nicht zuhause bin.
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die GIS steht an!on Jun 29 2010 06:39
Hilfe










- Die Gebühren sollten massiv gesenkt und sofort vom Lohn abgezogen werden!
- ORF1 sofort ausgliedern und die Frequenz verkaufen, solange man noch ein gutes Geld dafür bekommt!
Kunstförderugnsbeitrag: 0,96€
Sollte ein wenig erhöht werden und auch in Kultur (damit meine ich nicht "etablierte Kunst" a la "Salzburger Festspiele", diese sollen ihre Gelder aus dem Wirtschaftsressort lukrieren) investiert werden!
Die Musikbranch kassiert ohnehin massiv AKM, hier sollte man die Effizienz steigern. Mir kommt so vor als ob nur €50.- von €1.000.- bei den Musikern ankommen.
Die AKM geht mir übrigens ebenso wie der ORF ordentlich am Senkel!!! Da ordert man eine Band, die ausschließlich ihre Musik wiedergibt, bezahlt diese und als Draufgabe muss man nochmals 12% vom Gesamterlös an die AKM abführen! Gehts noch? Aber das wäre schon wieder ein anderes Thema wie Steuern auf Abgabengebühren (Steuern auf Steuern ... Sachen gibts
Wenn man nicht fast jeden Hollywood-Film und nicht fast jede US-Serie zeigt, sondern mehr den österreichsichen Privatsendern überlässt, wäre das auch finanzierbar.
Der Unterschied zwischen Fernsehgebühr und Programmentgeld ist soviel ich weiß, dass ersteres für die technischen Einrichtungen
zur Fernsehübertragung ist und zweiteres eben für das Programm.
Btw, wenn man nachweisen kann, dass keinen ORF-Fernsehsender empfangen kann, dann muss man das Programmentgeld laut einem Gerichtsurteil in einem Präsedenzfall nicht zahlen.
Zitat
Sollte ein wenig erhöht werden und auch in Kultur (damit meine ich nicht "etablierte Kunst" a la "Salzburger Festspiele", diese sollen ihre Gelder aus dem Wirtschaftsressort lukrieren) investiert werden!
Ich würds aber gerechter finden, wenn man diese ganzen Kunstabgaben (damit meine ich nicht solche Sachen wie die Leerkassettenvergütung, die großteils an die Musik- und Filmindustrie fließt und mMn ganz abgeschaffft gehört, weil nicht jeder seine Datenträger nutzt, um Filme oder Musik zu speichern, sondern sowas wie die Künstlersozialversicherungsabgabe oder wie das heißt auf Satelittenreceiver) durch Steuergelder finanzieren würde, eventuell mit einer geringfügigen Anhebung von Steuern. Ein Rundfunkkonsument hat nicht unbedingt mehr Interesse an Kunst als ein Bürger, der keinen Rundfunk konsumiert.
Zitat
Das geht in Ordnung, könnte man sogar noch erhöhen. Ö1 braucht die Kohle
Wenn Ö1 aber anstatt keine Werbung gleich viel Werbung wie Ö3 senden würde, dann würdens wohl weniger brauchen...
Wenn dann mal wer vor der Haustür stehen sollte, dann soll er mal schaun was er macht wenn ich nichts als einen Fernseher mit PS3 dranhängen rumstehn hab... das Antennenkabel wird dann gschwind abgesteckt, irgendeinen Receiver hab ich eh ned
Ich bin schon sehr gespannt ob das funktioniert. Radiogebühren zahl ich dann von mir aus, ich genieße es mit Ö1 im Radiowecker aufzustehen.